Bleder See, Reise

Bleder See in Slowenien: Warum Blejsko jezero so magisch wirkt

10.06.2026 - 12:01:46 | ad-hoc-news.de

Der Bleder See, lokal Blejsko jezero genannt, ist das Postkartenmotiv Sloweniens. Was steckt hinter der fast mystischen Anziehung dieses Sees bei Bled – und was sollten Reisende aus Deutschland wissen?

Bleder See, Reise, Kultur
Bleder See, Reise, Kultur

Früh am Morgen liegt ein feiner Nebel über dem Bleder See, während auf dem türkisgrünen Wasser lautlos ein traditionelles Holzboot zur kleinen Insel gleitet – mittendrin die Kirche, darüber die Burg von Bled und dahinter die Gipfel der Julischen Alpen. Der Bleder See, auf Slowenisch Blejsko jezero (sinngemäß „See von Bled“), wirkt wie eine Bühne, auf der Natur, Geschichte und Romantik perfekt zusammenspielen.

Bleder See: Das ikonische Wahrzeichen von Bled

Der Bleder See ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Sloweniens und das Symbolbild des Landes in Reiseführern, auf Messeständen und in Werbekampagnen der slowenischen Tourismusbehörden. Er liegt am Rand der Julischen Alpen im Nordwesten des Landes, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt. Die Kombination aus alpiner Kulisse, mildem Mikroklima und der kleinen Insel mit der Wallfahrtskirche hat ihn zu einem der meistfotografierten Seen Europas gemacht.

Die slowenische Tourismusorganisation beschreibt den See als „Perle der Alpen“, und auch deutschsprachige Reisemagazine wie GEO und Merian stellen ihn regelmäßig als eine der atmosphärisch dichtesten Landschaften Mittel- und Südosteuropas vor. Für Reisende aus Deutschland ist er dank seiner relativen Nähe und guten Erreichbarkeit ein klassisches Ziel für Rundreisen durch Slowenien oder als Verlängerung eines Österreich-Urlaubs.

Im Vergleich zu vielen alpinen Seen ist der Bleder See relativ klein, dafür aber außerordentlich vielfältig nutzbar: Spazierweg rundherum, Aussichtspunkte, Burgbesuch, Bootsfahrten, leichte Wanderungen und in den Sommermonaten sogar Baden. Die gesamte Szenerie ist kompakt und an einem Tag gut zu erleben, entfaltet ihre besondere Wirkung aber vor allem dann, wenn man Zeit für unterschiedliche Tagesstimmungen einplant – vom Morgennebel bis zum Abendlicht.

Geschichte und Bedeutung von Blejsko jezero

Geologisch geht der Bleder See auf die letzte Eiszeit zurück. Ein Gletscher formte das Becken, das sich nach dem Rückzug des Eises mit Wasser füllte. Später haben Ablagerungen eines Seitenflusses den Bereich der heutigen Insel angehoben; so entstand der inselartige Hügel, der heute das Herzstück des Sees bildet. Diese Entstehungsgeschichte macht Blejsko jezero zu einem typischen, aber besonders malerischen Beispiel eines glazialen Sees im Alpenraum.

Archäologische Funde belegen, dass die Gegend um Bled bereits in der Vorgeschichte besiedelt war. Hügelgräber aus der Eisenzeit in der Umgebung zeugen von frühen Kulturen, die wahrscheinlich schon die besondere Lage des Sees wahrnahmen. In der Spätantike und im Frühmittelalter war die Region Teil verschiedener Herrschaftsräume, bevor sich im Hochmittelalter das Herzogtum Krain herausbildete, das wiederum eng mit der Habsburger Monarchie verknüpft war. Für Leserinnen und Leser aus Deutschland lässt sich die historische Entwicklung grob parallel zu mitteleuropäischen Strukturen denken – mit dem Unterschied, dass Slowenien lange Teil des Habsburgerreiches war und erst 1991 ein eigenständiger Staat wurde.

Die Burg von Bled, die markant auf einem Fels über dem See thront, wird in Quellen oft auf das frühe 11. Jahrhundert datiert. Sie gilt als eine der ältesten Burgen Sloweniens und war über Jahrhunderte Verwaltungssitz und Symbol der weltlichen und kirchlichen Macht in der Region. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg mehrfach umgebaut und erweitert, sodass heute ein Ensemble aus mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bauteilen sichtbar ist.

Die Insel im Bleder See diente nach archäologischen Erkenntnissen schon in vorchristlicher Zeit als Kultplatz. Später etablierte sich dort die christliche Wallfahrt. Die heutige Kirche Mariä Himmelfahrt auf der Insel erhielt ihre barocke Gestalt nach Umbauten im 17. Jahrhundert, nachdem frühere Bauten Schäden erlitten hatten. Historisch lässt sich ihr Ausbau zeitlich ungefähr in jene Epoche einordnen, in der auch in Mitteleuropa viele gotische Kirchen barockisiert wurden – also gut zwei Jahrhunderte, bevor beispielsweise das Brandenburger Tor in Berlin entstand.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Bled als Luftkurort. Adelige und wohlhabende Bürger aus Wien und dem Habsburgerreich suchten die Region wegen des milden Klimas und der landschaftlichen Schönheit auf. Die Bezeichnung „Perle von Gorenjska“ – Gorenjska ist die slowenische Bezeichnung für Oberkrain – stammt aus dieser Zeit. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien), der Tourismus blieb aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Im 20. Jahrhundert gewann der Bleder See zusätzlich politische Bedeutung: Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte der jugoslawische Staatschef Josip Broz Tito eine Villa am See als Sommerresidenz. Diese Präsenz trug dazu bei, Bled international bekannter zu machen. Heute ist die Region Teil der unabhängigen Republik Slowenien und gilt als einer der touristischen Höhepunkte des Landes – sowohl für internationale Gäste als auch für Sloweninnen und Slowenen selbst.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Silhouette des Bleder Sees wird von drei Elementen geprägt: der Insel mit der Kirche, der Burg auf dem Felsen und der Bergkulisse im Hintergrund. Architektonisch stehen die Inselkirche und die Burg im Zentrum, während die Uferzone vor allem von Hotels, Pensionen, Villen und dem langen Seepromenadenweg gesäumt ist.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt auf der Insel ist ein barockes Gotteshaus mit markantem Glockenturm. Im Inneren finden sich barocke Altäre, Fresken und Votivgaben. Eine besondere Rolle spielt die sogenannte „Wunschglocke“: Traditionell ziehen Besucherinnen und Besucher an einem Glockenseil, um ihren Wunsch zu senden. Diese Praxis wird sowohl in Reiseführern als auch von der offiziellen Tourismusorganisation von Bled als charakteristisches Erlebnis hervorgehoben. Für Hochzeitspaare – Bled ist ein beliebter Ort für Trauungen – ist der Gang über die Inselstufen mit anschließender Glockenläutung ein symbolischer Höhepunkt.

Die Burg von Bled besteht aus mehreren Höfen, Bastionen und Gebäuden, die sich an den Fels schmiegen. Sie zeigt romanische und gotische Elemente, wurde aber in späteren Jahrhunderten erweitert und angepasst. Heute beherbergt sie unter anderem ein Museum zur Geschichte der Region, in dem Dauerausstellungen zur Archäologie, zur Geschichte von Bled und zur Entwicklung des Tourismus etabliert sind. Ergänzt wird dies durch ein stilisiertes Burggeschehen mit Schaukellern, Druckerei und gelegentlichen historischen Aufführungen.

Zu den charakteristischen Merkmalen des Bleder Sees gehört auch die „Pletna“ – das traditionelle Holzboot mit flachem Boden und farbigem Dach. Diese Boote sind vergleichbar mit venezianischen Gondeln, stammen aber aus einer eigenen regionalen Tradition. Sie werden von Menschen im Stehen gerudert, die Pletna-Fahrer üben ihren Beruf oftmals über Generationen in Familienbetrieben aus. Der Pletna-Verkehr zur Insel ist ein zentrales touristisches Angebot und gilt als identitätsstiftender Bestandteil der lokalen Kultur.

Landschaftlich zeichnet sich der See durch seine fast ovale Form und die relativ sanft ansteigenden Ufer aus. Der Rundweg um den See ist etwa 6 km lang und kann in ein bis zwei Stunden bequem gegangen werden. Entlang des Weges bieten sich immer wieder Ausblicke auf Insel und Burg, unterschiedlichen Lichtsituationen und Spiegelungen im Wasser machen den See besonders fotogen.

Die Wasserfarbe variiert je nach Tageszeit und Wetter von tiefblau bis türkisgrün. Dies ist einerseits auf die Tiefe und Klarheit des Wassers zurückzuführen, andererseits auf die Reflexion der bewaldeten Hänge und des Himmels. Im Sommer erwärmt sich das Wasser in Ufernähe so weit, dass Baden möglich ist; offizielle Badestellen und ein historisches Strandbad ergänzen das touristische Angebot. Die Region wird von slowenischen Umweltbehörden als empfindliches Ökosystem betrachtet, weshalb bestimmte motorisierte Nutzungen des Sees eingeschränkt sind.

In vielen deutschsprachigen Reisepublikationen wird die Komposition aus Natur, Architektur und kulturellem Brauchtum als ein Musterbeispiel romantischer Landschaftsinszenierung beschrieben – vergleichbar in ihrer Rolle für Slowenien mit dem Verhältnis des Königssees oder des Chiemsees für Bayern, wenn auch in kleinerem Maßstab.

Bleder See besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Bleder See liegt im Nordwesten Sloweniens, rund 55 km nordwestlich der Hauptstadt Ljubljana und etwa 35 km südlich der österreichischen Grenze im Karawankenraum. Für Reisende aus Deutschland bieten sich je nach Ausgangspunkt mehrere Anreisevarianten an.

    Mit dem Flugzeug ist Bled über den internationalen Flughafen Ljubljana erreichbar, der etwa 30 km vom See entfernt liegt. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es je nach Saison und Airline in der Regel Direkt- oder Umsteigeverbindungen über zentrale Drehkreuze in Europa. Die Flugzeit von München nach Ljubljana liegt typischerweise bei rund 1 Stunde, von Frankfurt je nach Route etwas darüber. Vom Flughafen aus gelangt man per Mietwagen, Shuttlebus oder Taxi in etwa 30–40 Minuten nach Bled.

    Mit der Bahn ist eine Anreise über Österreich gut möglich. Von München aus führen Verbindungen über Salzburg und Villach Richtung Ljubljana, mit Umstieg auf Züge oder Busse nach Lesce-Bled, dem nächstgelegenen Bahnhof zum See. Von dort sind es noch wenige Kilometer, die per Bus, Taxi oder teils auch zu Fuß (je nach Gepäck und Zeit) zurückgelegt werden können. Deutsche Bahn, ÖBB und die slowenische Bahn (SZ) bieten kombinierte Verbindungen an; Reisezeiten variieren je nach Umstieg, liegen aber meist im Bereich von 6–9 Stunden ab Süddeutschland.

    Mit dem Auto führt die Route aus Süddeutschland typischerweise über die A8 (München–Salzburg) und weiter auf österreichischen Autobahnen in Richtung Villach, dann durch den Karawankentunnel nach Slowenien. Auf slowenischer Seite verzweigen sich Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Ljubljana und Bled. In Österreich und Slowenien besteht Maut- bzw. Vignettenpflicht, auf die bei der Reiseplanung geachtet werden sollte. Die Fahrzeit von München nach Bled beträgt je nach Verkehr etwa 4,5 bis 6 Stunden.
  • Öffnungszeiten
    Der Bleder See als Landschaft kann rund um die Uhr und ganzjährig besucht werden. Die Uferpromenade und der Rundweg sind frei zugänglich. Für einzelne Attraktionen wie die Burg von Bled, die Inselkirche und das Burgmuseum gelten gesonderte Öffnungszeiten, die sich saisonal unterscheiden können. Da diese Zeiten von den zuständigen Betreibern und der Gemeinde Bled festgelegt werden und Änderungen möglich sind, sollten aktuelle Angaben auf den offiziellen Informationsseiten von Bled und den jeweiligen Einrichtungen unmittelbar vor dem Besuch geprüft werden. Ein Hinweis für die Reiseplanung lautet daher: Öffnungszeiten können variieren – Besucherinnen und Besucher sollten diese direkt bei den Institutionen rund um den Bleder See prüfen.
  • Eintritt und Kosten
    Der Zugang zum See und zum Rundweg ist grundsätzlich kostenfrei. Gebühren fallen jedoch typischerweise für den Eintritt zur Burg von Bled, zur Inselkirche und für die Bootsfahrt mit der Pletna an. Die Preise können abhängig von Saison, Anbieter und etwaigen Ermäßigungen (z.?B. für Kinder, Studierende oder Gruppen) variieren. Ebenso können Kombitickets oder touristische Karten mit integrierten Eintritten angeboten werden. Da konkrete, immer gültige Preisangaben nicht gewährleistet werden können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Informationen der jeweiligen Betreiber oder der offiziellen Tourismusorganisation Bled. Als grobe Orientierung bewegen sich typische Eintrittspreise für vergleichbare Sehenswürdigkeiten in Slowenien im unteren bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Erwachsenem.
  • Beste Reisezeit
    Der Bleder See ist ein Ganzjahresziel, zeigt aber je nach Jahreszeit ein völlig anderes Gesicht. Frühling und Herbst gelten vielfach als besonders reizvoll, weil das Licht weicher ist, die Natur entweder frisch ergrünt oder herbstlich gefärbt erscheint und der Besucherandrang meist geringer ausfällt als in der Hochsaison. Im Sommer ist das Angebot an Aktivitäten am größten: Baden im See, längere Öffnungszeiten, zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten und ein lebhaftes gastronomisches Umfeld. Gleichzeitig kann es in den Ferienmonaten Juli und August voll werden, insbesondere tagsüber rund um den zentralen Uferabschnitt. Wer die ruhigere Seite des Sees erleben möchte, sollte früh morgens oder am späten Nachmittag unterwegs sein.

    Im Winter strahlt Blejsko jezero eine stille, zum Teil fast märchenhafte Atmosphäre aus. Bei passenden Temperaturen kann sich der See zufrieren, allerdings ist das nicht jeden Winter der Fall und das Betreten der Eisfläche ist nur erlaubt, wenn es ausdrücklich von den Behörden freigegeben wird. Selbst ohne Eislauf ist der Blick auf die verschneiten Berge im Hintergrund ein starkes Motiv. Für Reisende aus Deutschland ist zu bedenken, dass manche touristische Infrastruktur im Winter eingeschränkt sein kann – abweichende Öffnungszeiten und reduzierte Angebote sollten einkalkuliert werden.
  • Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Slowenisch ist die Amtssprache des Landes. In Bled und rund um den Bleder See wird in touristischen Einrichtungen sehr häufig Englisch gesprochen; auch Deutschkenntnisse sind relativ weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei Anbietern von Aktivitäten, da viele Gäste aus dem deutschsprachigen Raum kommen. Für die meisten alltäglichen Situationen reicht Englisch gut aus, grundlegende Höflichkeitsfloskeln auf Slowenisch werden jedoch positiv wahrgenommen.

    Als Währung gilt in Slowenien der Euro (€), was die Reiseplanung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (bei Umtausch in Euro) erheblich erleichtert. Kartenzahlung ist weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants, Supermärkten und bei größeren Dienstleistern. Kleinere Beträge, etwa in Cafés, an Kiosken oder bei manchen Bootsbetreibern, können jedoch eher bar beglichen werden. Es empfiehlt sich daher, sowohl Karte als auch etwas Bargeld mitzuführen. Mobile Payment-Lösungen werden zunehmend akzeptiert, sind aber nicht überall garantiert.

    Trinkgeld ist in Slowenien grundsätzlich erwünscht, aber nicht so stark institutionalisiert wie etwa in den USA. In Restaurants ist es üblich, bei Zufriedenheit den Rechnungsbetrag um etwa 5–10?% aufzurunden. Bei kleineren Beträgen genügt oft ein Aufrunden auf den nächsten runden Betrag. Im Taxi und bei Dienstleistungen (z.?B. geführten Touren) ist ein freiwilliges Trinkgeld als Anerkennung für guten Service üblich, aber nicht zwingend.
  • Sicherheit, Gesundheit und Einreise
    Slowenien gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Für deutsche Staatsbürger sowie für Bürgerinnen und Bürger anderer EU-/EWR-Staaten ist die Einreise in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Einreisebestimmungen ändern können und spezielle Vorgaben bestehen können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere bei längeren Aufenthalten oder bei Reisen mit besonderen Zwecken (z.?B. Studium, längere Arbeitsaufenthalte).

    Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die medizinische Versorgung in Slowenien gut, insbesondere in Städten und touristisch erschlossenen Regionen. Als EU-Mitglied erkennt Slowenien die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) an, die in der Regel auf der Rückseite der deutschen Krankenversichertenkarte abgebildet ist. Dennoch kann der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll sein, insbesondere um Kosten für Rücktransporte abzudecken.

    In Bezug auf persönliche Sicherheit gilt der Bleder See als vergleichsweise ruhiges Reiseziel. Übliche Vorsichtsmaßnahmen wie die sichere Verwahrung von Wertsachen und Aufmerksamkeit in touristisch stark frequentierten Zonen sind dennoch angebracht.
  • Zeitzone
    Slowenien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Das bedeutet: Es gibt keine Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und auch nicht zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Für deutsche Reisende vereinfachen sich dadurch Reiseplanung, Terminabsprachen und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, da keine Umrechnung von Uhrzeiten erforderlich ist.

Warum Blejsko jezero auf jede Bled-Reise gehört

Der Bleder See ist nicht nur ein landschaftliches Motiv, sondern ein dichtes Erlebnisensemble aus Natur, Kultur und regionalen Traditionen. Wer Bled besucht, erlebt mit Blejsko jezero den Kern der Region – deshalb gehört der See auf jede Reise in diese Gegend. Besonders eindrucksvoll ist der Perspektivwechsel, den der See ermöglicht: Vom Uferweg aus blickt man auf Insel und Burg, von der Burg blickt man hinunter auf den See, und von der Insel wiederum eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama über Wasser, Berge und Ortsrand.

Rings um den See gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, darunter einige Hügel, die über kurze Wanderwege erreichbar sind. Viele Reiseführer empfehlen etwa die Anhöhe Ojstrica, von der sich ein besonders klassischer Postkartenblick auf den See bietet. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch des Bleder Sees mit Ausflügen in den Triglav-Nationalpark, zum Bohinjer See oder in die Hauptstadt Ljubljana verbinden, die alle in überschaubarer Entfernung liegen. Damit bietet sich der See als Ausgangspunkt für eine ganze Slowenien-Rundreise an.

Ein weiterer Grund für die Popularität sind die vielfältigen Aktivitäten: Pletna-Fahrten zur Insel, Ruder- und SUP-Verleih, Spaziergänge und Joggingrunden entlang des Ufers, Radtouren in der Umgebung oder Genussmomente in Cafés mit Seeblick. Zu den kulinarischen Besonderheiten zählt die „Bleder Crèmeschnitte“, eine lokale Variante der Cremeschnitte, die in vielen Cafés rund um den See serviert wird. Sie wird häufig als Spezialität der Region vermarktet und von Gästen gerne als süße Erinnerung an den Aufenthalt probiert.

Für Reisende aus Deutschland ist Blejsko jezero zudem eine leicht zugängliche Möglichkeit, den Übergang von den Alpen in den südosteuropäischen Raum zu erleben. Die Sprache, die Kultur und die Küche tragen einerseits deutliche mitteleuropäische Züge, weisen aber zugleich Einflüsse aus dem mediterranen und dem balkanischen Kulturraum auf. Diese Mischung macht den Bleder See zu einem spannenden Ziel für alle, die Europa außerhalb der bekannten Metropolen entdecken möchten.

Bleder See in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist der Bleder See seit Jahren ein Dauerbrenner: Fotos von Nebelstimmungen, Drohnenaufnahmen der Inselkirche und Zeitraffer von Sonnenaufgängen machen Blejsko jezero zu einem der am häufigsten geteilten Motive Sloweniens. Reisende nutzen Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube, um ihre Eindrücke zu teilen, und prägen damit das Bild des Sees als romantische, fast märchenhafte Kulisse. Gleichzeitig verbreiten offizielle Tourismusorganisationen und Medien hochwertige Bildstrecken und Videos, die die Region zusätzlich ins Bewusstsein eines internationalen Publikums rücken.

Häufige Fragen zu Bleder See

Wo liegt der Bleder See genau?

Der Bleder See liegt bei der Kleinstadt Bled im Nordwesten Sloweniens, am Rand der Julischen Alpen in der Region Oberkrain. Er befindet sich etwa 55 km nordwestlich von Ljubljana und rund 35 km südlich der österreichischen Grenze.

Wie ist der Bleder See entstanden?

Der See geht auf die letzte Eiszeit zurück. Ein ehemaliger Gletscher formte das Becken, das sich nach dem Rückzug des Eises mit Wasser füllte. Sedimente eines Zuflusses bildeten den Hügel, auf dem heute die Insel mit der Kirche steht.

Kann man im Bleder See baden?

Ja, in den Sommermonaten wird der See in Ufernähe in der Regel so warm, dass Baden möglich ist. Es gibt offizielle Badestellen und ein historisches Strandbad. Die genauen Öffnungszeiten und Bedingungen können von Saison zu Saison variieren und sollten vor Ort oder über offizielle Informationskanäle geprüft werden.

Wie kommt man von Deutschland zum Bleder See?

Reisende aus Deutschland erreichen den Bleder See per Flug über den Flughafen Ljubljana, per Bahn über Verbindungen via Österreich und den Bahnhof Lesce-Bled oder per Auto über die Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich und Slowenien. Von München aus liegt die Fahrzeit meist zwischen 4,5 und 6 Stunden, je nach Verkehr und Route.

Wann ist die beste Zeit, um den Bleder See zu besuchen?

Der Bleder See ist ein Ganzjahresziel. Frühling und Herbst bieten oft ein ruhiges, stimmungsvolles Erlebnis mit weniger Andrang. Im Sommer ist das Aktivitätsangebot am größten, dafür kann es voller werden. Der Winter bietet bei Schnee und Eis eine stille, atmosphärische Kulisse, allerdings mit zum Teil eingeschränkter touristischer Infrastruktur.

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