Bibi-Xonim masjidi, Samarkand

Bibi-Xonim masjidi und der weite Hof von Samarkand

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bibi-Xonim masjidi prägt das historische Samarkand mit Kuppeln, Portalen und einem weiten Hof, in dem Timurs Epoche sichtbar wird.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee, Samarkand Usbekistan
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand Usbekistan, taktile Struktur und weiches Seitenlicht, Illustration mit AI erstellt.

Bibi-Xonim masjidi steht im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan. Der weite Innenhof, die hohen Portale und die türkisfarbenen Kuppeln verbinden sich zu einem Bauensemble der Timuridenzeit.

Der Hof als architektonischer Mittelpunkt

Wer die Anlage betritt, begegnet zunächst dem offenen Hof. Hohe Fassaden fassen ihn an mehreren Seiten ein. Dahinter treten die großen Kuppeln und überwölbten Hallen hervor. Die räumliche Ordnung folgt dem persisch-islamischen Vier-Iwan-Grundriss, dessen Seiten durch monumentale Hallen und Portale gegliedert sind.

Der Hof bildet damit nicht nur eine freie Fläche zwischen den Gebäudeteilen. Er verbindet die einzelnen Baukörper zu einer lesbaren Gesamtanlage. Das Hauptheiligtum steht an einer Seite, weitere kuppelbekrönte Räume schließen den Komplex ein. Ein großer steinerner Koranständer befindet sich im Zentrum des Hofes und gehört zu den markanten Elementen der Anlage.

Die Größe des Ensembles erschließt sich aus dem Verhältnis von Hof, Fassaden und Kuppeln. Bibi-Xonim masjidi ist keine einzelne Gebetshalle, sondern eine weit gespannte Freitagsmoschee mit mehreren selbstständigen Baukörpern.

Timur und die Bauzeit 1399 bis 1404

Die Moschee entstand im Auftrag von Timur, der Samarkand von 1370 bis 1405 als Zentrum seines Reiches regierte. Der Baubeginn wird auf das Jahr 1399 datiert, die Fertigstellung auf die ersten Jahre des 15. Jahrhunderts. Die Bauzeit von 1399 bis 1404 gehört zu den festen Eckdaten der Anlage.

Damit steht Bibi-Xonim masjidi in der Blütephase timuridischer Architektur. Samarkand entwickelte sich unter Timur und seinen Nachfolgern zu einer Hauptstadt mit großen religiösen, höfischen und wissenschaftlichen Bauten. Die Moschee gehört zu den Monumenten, die diese städtische Epoche bis in die Gegenwart prägen.

Der Name verweist auf Saray Mulk Khanym, eine Ehefrau Timurs. Die Bezeichnung Bibi-Xonim masjidi verbindet den Bau dadurch mit einer Person aus dem timuridischen Herrscherhaus. Die historische Anlage gehört zugleich zum Stadtbild, das Samarkand als Kreuzung verschiedener Kulturen kennzeichnet.

Backstein, Glasur und timuridische Farbflächen

Das Tragwerk besteht aus gebrannten Ziegeln. Glasierte Fliesen, Majolika, Terrakotta und Marmor bestimmen die sichtbare Ausstattung. Türkis, Blau und Weiß treten in geometrischen, pflanzlichen und schriftartigen Mustern zusammen. Die Bibi-Khanum-Moschee im historischen Samarkand gehört zum UNESCO-Welterbe „Samarkand – Crossroad of Cultures“.

Besonders auffällig ist das Eingangsportal an der Ostseite. Es erhebt sich über den umgebenden Dächern und bildet einen klaren Zugang zum Hof. Dahinter folgen die Hauptkuppel und die seitlichen Kuppelräume. Die Fassaden wechseln zwischen großen glatten Flächen, farbigen Ornamentbändern und plastisch gegliederten Portalen.

Im Inneren ergänzen Wandmalereien und dekorative Muster die Außenflächen. Die Kuppelbereiche tragen weitere ornamentale Ausstattungen. Bibi-Xonim masjidi zeigt damit mehrere Gestaltungsebenen: den warmen Ziegelkern, die farbige Keramikhaut, den hellen Marmor und die ornamental behandelten Innenräume.

Bibi-Xonim masjidi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bibi-Xonim masjidi liegt im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan. Die Anlage befindet sich im Umfeld der weiteren timuridischen Monumente der Stadt.
  • Der Besuch führt durch einen offenen Hof und über befestigte Flächen. Portale, Hallen und Kuppelräume liegen innerhalb eines weitläufigen Komplexes.
  • In der Umgebung liegen der Registan und weitere historische Ensembles von Samarkand. Die Stadt verbindet timuridische Monumente mit älteren und jüngeren Stadtbereichen.
  • Amtssprache ist Usbekisch, gezahlt wird in Usbekischen So?m.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bibi-Xonim masjidi: häufige Fragen

Wo liegt Bibi-Xonim masjidi?

Bibi-Xonim masjidi liegt im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan. Die Moschee gehört zum geschützten historischen Stadtbereich mit weiteren timuridischen Monumenten.

Was bietet ein Besuch?

Der Besuch zeigt einen offenen Innenhof, hohe Portale, kuppelbekrönte Hallen und reich verzierte Flächen aus Keramik, Ziegel und Marmor.

Was kennzeichnet die Moschee?

Bibi-Xonim masjidi entstand unter Timur zwischen 1399 und 1404. Kennzeichnend sind der große Hof, der Vier-Iwan-Grundriss und die farbige timuridische Ornamentik.

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