Bibi-Xonim masjidi, Samarkand

Bibi-Xonim masjidi: Timuridenmoschee mit gewaltigen Kuppeln

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 12:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand ist eine monumentale Freitagmoschee der Timuriden, deren gewaltige Kuppeln und Portale bis heute die Silhouette der Altstadt prägen.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand, Usbekistan
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand Usbekistan, ausgewogene Bildgestaltung und natuerliches Umgebungslicht, Illustration mit AI erstellt.

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand ist eine monumentale Freitagmoschee der Timuridenzeit, deren gewaltige Kuppeln und Portale den Maßstab für islamische Architektur in Usbekistan setzten. Die Anlage geht auf den Herrscher Timur im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert zurück und gehört zum historischen Zentrum von Samarkand, das als UNESCO-Welterbe anerkannt ist.

Bibi-Xonim masjidi im Herzen der Timuridenstadt

Die Moschee liegt im nordöstlichen Teil der historischen Altstadt von Samarkand und schließt an die Achse zwischen dem alten Stadtteil Afrasiab und dem Registan-Platz an. Damit gehört Bibi-Xonim masjidi zu den dominierenden Bauwerken im Kern der Stadt, die sich entlang der alten Seidenstraße entwickelte.Der Standort zwischen Afrasiab und Registan verbindet die Moschee mit anderen Großprojekten der Timuriden wie den Medresen am Registan.

Die Anlage wird in vielen Sprachen als Bibi-Khanym-Moschee bezeichnet; der Name geht auf Saray Mulk Khanym zurück, eine Ehefrau Timurs, deren Beiname „Bibi Khanym“ mit „ältere Prinzessin“ übersetzt wird.Die Widmung an Saray Mulk Khanym macht die Moschee zu einem der persönlichsten Bauprojekte des Herrschers, der die Stadt als Hauptstadt seines Reiches ausbaute.

Architektur und Aufbau der gewaltigen Moscheeanlage

Bibi-Xonim masjidi wurde zwischen 1399 und den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts als große Freitagsmoschee Timurs errichtet.Die Bauzeit von 1399 bis 1404 markiert das Projekt als eines der größten Bauvorhaben seiner Herrschaft. Die Moschee gilt als herausragendes Beispiel der sogenannten Timuridischen Renaissance, in der monumental gedachte Sakralbauten mit aufwendiger Dekoration entstanden.Die Einordnung als Meisterwerk der Timuridischen Renaissance zeigt ihren Rang innerhalb der zentralasiatischen Architekturgeschichte.

Der Kern der Anlage besteht aus einem großen Hof, der von hohen Mauern und Portalen gefasst wird und an dessen Kanten mehrere Gebetshallen mit Kuppeln angeordnet sind. Über dem Hauptgebetssaal erhebt sich eine mächtige, mit blauen Fliesen verkleidete Kuppel, deren Tambour und Außenhaut den Himmel über Samarkand weithin sichtbar strukturieren. Die Portale sind mit dekorativen Ziegeln, farbigen Glasuren und kalligrafischen Schriftbändern gestaltet, wie es für die Timuridzeit typisch ist.Die Darstellung als bedeutendes Beispiel islamischer Architektur entlang der Seidenstraße unterstreicht die Rolle der Moschee als Schaustück von Macht und Glauben.

Verfall, Restaurierung und heutige Wirkung

Schon kurz nach der Fertigstellung zeigten sich strukturelle Probleme, und Teile der gewaltigen Baustruktur begannen zu zerfallen; ein starkes Erdbeben im Jahr 1897 beschädigte die Anlage zusätzlich erheblich.Der Hinweis auf das Erdbeben von 1897 gehört zur festen Baugeschichte der Moschee. Im 20. Jahrhundert blieben zunächst großformatige Ruinen mit eingestürzten Dächern und Rissen in den Mauern, bevor umfangreiche Restaurierungen begannen.

Seit den 1970er-Jahren wurden große Teile von Bibi-Xonim masjidi rekonstruiert, wobei die ursprünglichen Formen der Kuppeln, Portale und Innenhöfe wiederhergestellt wurden.Die nahezu vollständige Wiederaufbauphase ab den 1970er-Jahren führte dazu, dass der Besucher heute wieder durch eine zusammenhängende Moscheeanlage mit blauen Ziegelkuppeln und reich verzierten Hofwänden geht. Die Moschee steht als Teil des historischen Zentrums von Samarkand in einem Ensemble weiterer Timuridengroßbauten, das als UNESCO-Welterbe eingetragen ist.

Bibi-Xonim masjidi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bibi-Xonim masjidi liegt im nordöstlichen Teil der Altstadt von Samarkand, nahe der Verbindung zwischen dem alten Stadtbereich Afrasiab und dem Registan-Platz; vom internationalen Flughafen Samarkand ist der Bereich mit dem Auto oder Taxi erreichbar.
  • Das Gelände besteht aus einem großen Hof mit Stein- und Pflasterflächen, die über breite Zugänge und Treppen erreichbar sind; im Inneren führen einige Bereiche über Stufen zu erhöhten Plattformen und in die wiederhergestellten Gebetshallen.
  • In der direkten Umgebung der Moschee liegen weitere bedeutende Anlagen wie der Registan mit seinen Medresen und der Mausoleumskomplex Schah-i-Sinda, sodass sich vor Ort ein dichtes Ensemble timuridischer Architektur erkennen lässt.
  • Amtssprachen sind Usbekisch und Russisch, gezahlt wird in Usbekischen Som; touristische Beschilderung in den historischen Bereichen von Samarkand ist häufig zusätzlich auf Englisch ausgeführt.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bibi-Xonim masjidi: häufige Fragen

Wo liegt Bibi-Xonim masjidi innerhalb von Samarkand?

Die Moschee liegt im nordöstlichen Teil der Altstadt von Samarkand, zwischen dem historischen Gebiet Afrasiab und dem Registan-Platz im Zentrum der Stadt.

Was bietet ein Besuch von Bibi-Xonim masjidi?

Ein Besuch führt durch einen großen Innenhof mit wiederhergestellten Kuppeln, Portalen und Gebetshallen, deren Fliesendekoration und Maßstab die Architektur der Timuridenzeit eindrucksvoll zeigen.

Was kennzeichnet Bibi-Xonim masjidi besonders?

Die Moschee ist durch ihre Entstehung unter Timur um 1400, die Widmung an Saray Mulk Khanym und ihre monumentalen blauen Kuppeln gekennzeichnet, die im Ensemble des UNESCO-geschützten historischen Zentrums von Samarkand hervorstechen.

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