Bibi-Xonim masjidi, Samarkand

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand: Timuridsches Großprojekt aus Stein und Fliesen

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 20:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand ist eine monumentale Freitagsmoschee der Timuridenzeit, deren gewaltige Hofanlage einen eindrucksvollen Einblick in die Baukunst Usbekistans eröffnet.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee, Samarkand Usbekistan
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand Usbekistan, taktile Struktur und weiches Seitenlicht, Illustration mit AI erstellt.

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand gehört zu den großen Moscheebauten der Timuridenzeit und prägt mit ihrem weiten Innenhof und den hohen Portalen das historische Stadtbild von Usbekistan. Die Anlage geht auf den Herrscher Timur zurück, der Ende des 14. Jahrhunderts in Samarkand eine monumentale Freitagsmoschee errichten ließ, die zu den bedeutendsten Bauwerken seiner Herrschaft zählt.

Timur und die Entstehung von Bibi-Xonim masjidi

Die Moschee entstand in den Jahren um 1399 bis in die ersten Jahre des 15. Jahrhunderts, in einer Phase, in der Samarkand als Residenz Timurs ein Zentrum seiner weitgespannten Herrschaft war.Die Bauzeit um 1399 bis 1404 fällt in die Blüte der timuridischen Architektur, die große Hofanlagen, hohe Portale und reich dekorierte Kuppelbauten bevorzugte.Samarkand war Residenz Timurs

Bibi-Xonim masjidi wurde als große Freitagsmoschee konzipiert, die dem städtischen Gemeindegottesdienst dienen sollte und als architektonischer Ausdruck timuridischer Macht gilt.Die Moschee als Freitagsmoschee Der Name der Anlage erinnert an Bibi Khanum beziehungsweise Saray Mulk Khanum, eine bedeutende Frau aus Timurs Umfeld, deren Grab sich in einem Mausoleumkomplex nahe der Moschee befindet.Der Bezug zu Bibi Khanum

Hofmoschee mit vier Iwanen und drei Kuppelbauten

Architektonisch folgt Bibi-Xonim masjidi dem in persisch geprägten Regionen verbreiteten Vier-Iwan-Schema, bei dem ein rechteckiger Hof von hohen gewölbten Torhallen an den Seiten abgeschlossen wird.Das Vier-Iwan-Schema Der Innenhof ist von Mauern und Gebäuden umgeben, die Gebetsräume und Zugänge aufnehmen und die Moschee als eigenständige Anlage vom umliegenden Stadtgefüge absetzen.

Besonders auffällig ist die Kombination aus einem großen Hauptkuppelbau an der Westseite und zwei kleineren Kuppelbauten an Nord- und Südseite des Hofs.Drei separate Kuppelbauten Diese drei baulich eigenständigen Einheiten ruhen jeweils auf hohen Tambours und bilden mit ihren Innenräumen und Nischen eigenständige, überkuppelte Gebetsbereiche innerhalb der Gesamtanlage.

Portale, Minarette und Dekor entlang der Seidenstraße

Der Zugang zur Moschee erfolgt über ein monumentales Portal, das sich an der Ostseite des Hofs öffnet und mit seiner Höhe und der breit gelagerten Fassade weithin im Stadtgefüge von Samarkand sichtbar ist.Das hohe Eingangsportal Neben dem Portal erheben sich Minarette, die die Außenkanten der Anlage markieren und in der historischen Stadtsilhouette als vertikale Akzente auftreten.Minarette an Portal und Hof

Bibi-Xonim masjidi liegt nordöstlich des Registanplatzes, in einem Bereich, in dem mehrere bedeutende timuridische Bauwerke stehen und der zum UNESCO-Welterbe „Historisches Samarkand“ gehört.Lage nahe dem Registanplatz Die Moschee steht damit direkt an einer historischen Route der Seidenstraße, auf der Händler, Gelehrte und Pilger durch Samarkand zogen und die Stadt zu einem Knotenpunkt von Handel und Kultur machten.

Bibi-Xonim masjidi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bibi-Xonim masjidi liegt in der Altstadt von Samarkand im Nordosten des Registanplatzes und ist von den zentralen Straßen der Stadt sowie von den Bahnhöfen und dem Flughafen Samarkand mit städtischen Verkehrsmitteln erreichbar.
  • Innerhalb der Anlage führen Wege über den Hof und durch Torhallen, einige Bereiche sind über Treppen mit mehreren Stufen zugänglich, und die Minarette können nur über schmale Treppen bestiegen werden, die eine gewisse Trittsicherheit erfordern.
  • Samarkand liegt in einer Region mit kontinentalem Klima, in der sommerliche Hitze und kalte Winter auftreten, weshalb sich die weiten Freiflächen des Moscheehofs je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich präsentieren.
  • Die Moschee steht in unmittelbarer Nähe weiterer timuridischer Bauwerke wie dem Registan-Ensemble und dem Mausoleum von Saray Mulk Khanum, die sich im gleichen historischen Gebiet von Samarkand befinden.
  • Amtssprache ist Usbekisch, gezahlt wird in Usbekischen Som. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bibi-Xonim masjidi: häufige Fragen

Wo liegt Bibi-Xonim masjidi in Samarkand?

Die Moschee befindet sich im historischen Stadtgebiet von Samarkand in Usbekistan, nordöstlich des Registanplatzes und unweit weiterer timuridischer Bauwerke.

Was bietet ein Besuch von Bibi-Xonim masjidi?

Ein Besuch führt in eine groß angelegte Hofmoschee der Timuridenzeit mit monumentalem Portal, Kuppelbauten und reich dekorierter Architektur, die die Bedeutung Samarkands auf der Seidenstraße widerspiegelt.

Was kennzeichnet Bibi-Xonim masjidi besonders?

Kennzeichnend sind der große Innenhof mit vier Iwanen, die drei eigenständigen Kuppelbauten und der Bezug zur Herrschaft Timurs, der die Moschee als monumentales Bauprojekt in seiner Residenzstadt errichten ließ.

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