Beppu Hells, Jigoku Meguri

Beppu Hells: Wie Japans „Höllentour“ Besucher in Beppu fesselt

03.06.2026 - 12:56:19 | ad-hoc-news.de

Die Beppu Hells, lokal Jigoku Meguri genannt, verwandeln Beppu in Japan in eine surreale Landschaft aus kochenden Farben, Dampf und Mythologie – warum diese „Höllen“ gerade für Reisende aus Deutschland so faszinierend sind.

Beppu Hells, Jigoku Meguri, Japan
Beppu Hells, Jigoku Meguri, Japan

Dichter Dampf, schwefliger Geruch, Wasser, das in Türkis, Blutrot oder milchigem Weiß brodelt: Die Beppu Hells, auf Japanisch Jigoku Meguri (sinngemäß „Rundgang durch die Hölle“), wirken wie eine Naturkulisse aus einem Fantasy-Film – und sind doch eines der ikonischsten geothermischen Naturwunder Japans.

Beppu Hells: Das ikonische Wahrzeichen von Beppu

Die Stadt Beppu auf der südjapanischen Insel Ky?sh? ist einer der berühmtesten Onsen-Orte des Landes. Überall steigen Dampfschwaden aus dem Boden, heiße Quellen speisen öffentliche Bäder, Ryokan und Badehäuser. Unter all diesen Quellen stechen die Beppu Hells hervor: eine Gruppe extrem heißer, farbintensiver Thermalquellen, die nicht zum Baden, sondern ausschließlich zum Anschauen gedacht sind.

Typischerweise werden sieben bis acht dieser „Höllen“ zum klassischen Jigoku Meguri zusammengefasst. Die bekanntesten sind der tiefblaue Umi Jigoku („Meeres-Hölle“), der rot gefärbte Chinoike Jigoku („Blut-Teich-Hölle“), der dramatisch fauchende Tatsumaki Jigoku (Geysir-Hölle) und der von weißen Schlammblasen gezeichnete Oniishibozu Jigoku. Die Wassertemperaturen liegen meist deutlich über 90 °C – viel zu heiß zum Baden, aber perfekt, um die rohe geothermische Energie unter Beppu zu erleben.

Für deutsche Reisende sind die Beppu Hells ein doppelter Kontrast: Einerseits zeigen sie eine vulkanische Landschaft, wie man sie vielleicht aus Island kennt, andererseits sind sie tief in japanischer Religion, Folklore und Badekultur verwurzelt. Sie sind damit weit mehr als nur ein Fotomotiv, sondern ein Schlüsselerlebnis, um die Onsen-Kultur Japans zu verstehen.

Geschichte und Bedeutung von Jigoku Meguri

Die geothermische Aktivität in Beppu ist seit Jahrhunderten bekannt. Bereits in der Zeit des japanischen Mittelalters wurden die extrem heißen Quellen als unheimlich, gefährlich und zugleich heilig wahrgenommen. Der Begriff Jigoku – „Hölle“ – spiegelt diese Mischung aus Respekt und Faszination wider. An den Rändern der dampfenden Becken, in denen Wasser und Schlamm ununterbrochen kochen, lag die Assoziation mit den buddhistischen Höllenvorstellungen nahe.

Historisch wurden die heißen Quellen in Beppu zunächst eher praktisch genutzt: zum Kochen, zum Heilen, zum Erwärmen, selten zum eigentlichen Baden, weil die Temperaturen zu hoch waren. Erst mit der Entwicklung moderner Bäder, in denen das Wasser gemischt oder abgekühlt werden konnte, entstand Beppu als klassischer Kurort. Die „Höllen“ blieben dagegen ein Sonderfall. Sie wurden immer als zu gefährlich zum Baden angesehen und dafür als Naturwunder zur Betrachtung hervorgehoben.

In der frühen Moderne, insbesondere im 20. Jahrhundert, begannen lokale Betreiber und die Stadtverwaltung, die Beppu Hells systematisch als Sehenswürdigkeit zu entwickeln. Wege, Aussichtsplattformen, Gärten und kleine Pavillons entstanden, sodass Besucher die vulkanischen Phänomene sicher beobachten konnten. Auf frühen Reiseplakaten tauchte die „Höllentour“ als exotisches Highlight auf, das Japanerinnen und Japaner ebenso anzog wie später internationale Gäste.

Heute gelten die Beppu Hells als eine der charakteristischen Attraktionen der Präfektur ?ita und sind fest in nationalen Reiseprogrammen verankert. Japanische Reiseführer erwähnen sie als eine Art Freilichtlabor für Geothermie, kombiniert mit einem inszenierten Spaziergang durch mythologisch aufgeladene Landschaften. Internationale Reiseführer wie die deutschsprachigen Ausgaben von Marco Polo oder Führer aus deutschen Verlagen ordnen Jigoku Meguri regelmäßig unter den Top-Erlebnissen in Ky?sh? ein und betonen den Kontrast zwischen Bade-Onsens und den nicht betretbaren „Höllen“.

Wissenschaftlich betrachtet sind die Beppu Hells Teil eines größeren geothermischen Feldes. Fachartikel japanischer Universitäten beschreiben Beppu häufig als eine der Regionen mit der höchsten Dichte heißer Quellen weltweit, was erklärt, warum die Stadt so stark von der Onsen-Kultur geprägt ist. Für deutsche Leserinnen und Leser, denen etwa das vulkanisch aktive Island vertraut ist, hilft dieser Vergleich: Beppu ist so etwas wie das „islandische“ Zentrum Japans – nur mit deutlich stärkerer Einbettung in buddhistische und shint?istische Traditionen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Obwohl es sich bei den Beppu Hells um Naturphänomene handelt, spielt das gestaltete Umfeld eine große Rolle für das Erlebnis. So ist der berühmte Umi Jigoku in eine sorgfältig angelegte Gartenlandschaft eingebettet. Rund um das tiefblaue Becken, das an eine überdimensionale heiße Lagune erinnert, ziehen sich japanische Gärten mit Teichen, Brücken und sorgfältig beschnittenen Bäumen. Besucher können auf Holzstegen nahe an die Quelle herantreten, ohne Gefahr zu laufen, sich zu verbrühen.

Viele der Höllen haben kleine Tempel oder Schreine in unmittelbarer Nähe. Diese sakralen Strukturen verankern die Naturerscheinungen in der religiösen Tradition. In Shint? und Buddhismus werden Orte ungewöhnlicher Naturkraft oft als Sitz von Kami (Gottheiten) oder als Tor zu anderen Weltbereichen interpretiert. Ein Spaziergang über das Gelände von Jigoku Meguri ist daher nicht nur eine naturkundliche, sondern auch eine spirituell aufgeladene Erfahrung, selbst wenn man als Reisender ohne religiösen Hintergrund kommt.

Der Chinoike Jigoku, die „Blut-Teich-Hölle“, sticht durch seine intensiv rötliche Farbe hervor. Die Färbung entsteht durch gelöste Eisenoxide und andere Mineralien im Wasser und im Boden. In der japanischen Kunstgeschichte wurde dieses Motiv immer wieder aufgegriffen, etwa in Holzschnitten und Reisealben aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, in denen der Blut-Teich als schaurig-schönes Symbol für die Macht der Natur erscheint.

Der Oniishibozu Jigoku ist für seine grauen, blasenden Schlammfelder bekannt. Auf den ersten Blick wirken die runden, sich stetig aufwölbenden und platzenden Schlammblasen fast grafisch – ein immer wiederkehrendes Muster, das an abstrakte Kunst erinnert. In vielen Reisereportagen werden diese Bilder mit moderner Kunst verglichen. Für Fotografie-Fans aus Deutschland ist dieser Teil der Beppu Hells besonders interessant, weil sich dort eindrucksvolle Nahaufnahmen der Blasen und Texturen machen lassen.

Spektakulär ist auch der Tatsumaki Jigoku, eine Geysir-Hölle, in der regelmäßig eine Fontäne aus heißem Wasser und Dampf in die Höhe schießt. Anders als bei vielen Geysiren weltweit ist die Aktivität hier relativ gut kalkulierbar, was den Betreibern erlaubt, Besucherbereiche so zu gestalten, dass die Fontäne sicher beobachtet werden kann. Das Schauspiel erinnert an berühmte Geysire in Island oder den USA, ist aber eingebettet in eine typisch japanische Szenerie mit Info-Tafeln, kleinen Verkaufsständen und Onsen-Eiern, die im heißen Wasser gegart werden.

Einige der Höllen integrieren zudem kleine Tiergehege, etwa mit Krokodilen, die die Wärme nutzen. Diese Kombination aus Tierhaltung und geothermischer Quelle ist aus heutiger Sicht teilweise umstritten und wird in Reiseführern gelegentlich kritisch erwähnt, da die Haltungsbedingungen je nach Perspektive nicht immer modernen europäischen Standards entsprechen. Wer empfindlich auf Tierattraktionen reagiert, kann diesen Teil des Rundgangs bewusst meiden und sich auf die landschaftlichen Aspekte konzentrieren.

Kulinarisch spielen die heißen Quellen ebenfalls eine Rolle. An mehreren Stationen werden Speisen angeboten, die im Dampf oder im Wasser der Höllen gegart wurden, etwa Eier oder Süßkartoffeln. Diese „Jigoku-mushi“ (wörtlich „in der Hölle gedämpft“) sind ein kulinarisches Erlebnis, das die enorme Hitze der Quellen im wahrsten Sinne des Wortes „schmeckbar“ macht.

Beppu Hells besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Beppu liegt auf der Insel Ky?sh? im Süden Japans, in der Präfektur ?ita. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel über einen internationalen Flug nach Tokio (Narita oder Haneda) oder Osaka (Kansai). Von Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin aus dauern Direktflüge nach Japan – je nach Verbindung und Umsteigezeiten – meist rund 11 bis 13 Stunden. In Japan geht es weiter per Inlandsflug, Shinkansen und Regionalzug. Häufige Route: Tokio nach Fukuoka mit dem Shinkansen, dann weiter nach Beppu mit einem Limited-Express-Zug. Alternativ fliegen viele Reisende nach ?ita Airport und fahren von dort mit dem Bus nach Beppu. Vor Ort verbindet ein lokales Bussystem die Beppu Hells mit dem Bahnhof und den zentralen Stadtteilen.
  • Öffnungszeiten
    Die meisten Höllen, die zum klassischen Jigoku Meguri gehören, sind täglich geöffnet, typischerweise tagsüber vom Vormittag bis in den späten Nachmittag. Die konkreten Zeiten können je nach Saison, Wochentag oder Wartungsarbeiten variieren. Die Verwaltung von Jigoku Meguri empfiehlt, die aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch direkt auf den offiziellen Informationsseiten der Beppu Hells oder bei der Touristeninformation der Stadt Beppu zu prüfen.
  • Eintritt
    Für den Rundgang durch mehrere Beppu Hells wird in der Regel ein Kombiticket angeboten, das den Zugang zu den wichtigsten Höllen umfasst. Die Preise bewegen sich erfahrungsgemäß im Bereich einer üblichen Sehenswürdigkeit in Japan und liegen meist im Gegenwert von einigen Euro bis in den niedrigen zweistelligen Euro-Bereich (in Yen angegeben). Da Yen-Kurse schwanken und Tarife angepasst werden können, sollten deutsche Besucher den tagesaktuellen Preis in Yen vorab auf der offiziellen Website oder bei der Touristeninformation nachsehen. Für einzelne Höllen können separate Eintritte anfallen, wenn man kein Kombiticket nutzt.
  • Beste Reisezeit
    Die Beppu Hells lassen sich ganzjährig besuchen. Besonders stimmungsvoll sind sie in den kühleren Monaten von Herbst bis Frühjahr, wenn der Kontrast zwischen der Außenluft und den heißen Dampfschwaden besonders groß ist und Fotografien besonders eindrucksvoll wirken. Im Hochsommer kann die Kombination aus Außenhitze und Dampf als drückend empfunden werden, dafür sind die Tage länger. Die Sakura-Zeit im Frühling und die Laubfärbung im Herbst geben der Gartenlandschaft zusätzliche Farbakzente. Um große Reisegruppen zu meiden, lohnt es sich, früh am Tag oder später am Nachmittag zu kommen und Wochenenden sowie Feiertage in Japan möglichst zu umgehen.
  • Sprachen und Orientierung
    In den Beppu Hells finden sich in der Regel zweisprachige Beschilderungen auf Japanisch und Englisch. Deutschsprachige Hinweise sind selten. In den touristischen Bereichen sprechen manche Mitarbeiter grundlegendes Englisch, im Zweifel hilft eine Übersetzungs-App. Da japanische Großstädte wie Tokio und Osaka im Vergleich oft stärker englischsprachig geprägt sind, ist Beppu etwas „ländlicher“ – die Gastfreundschaft ist hoch, aber man sollte nicht von flächendeckend guten Englischkenntnissen ausgehen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Japan ist Bargeld nach wie vor weit verbreitet. In Beppu und speziell an den Kassen der Höllen werden Yen-Bargeld und zunehmend auch Kreditkarten akzeptiert, dies kann aber je nach Betreiber variieren. Kontaktlose Zahlungen über internationale Kreditkarten sind vor allem in größeren Einrichtungen möglich, der Standard deutscher Girocards wird nicht überall erkannt. Es empfiehlt sich daher, ausreichend Bargeld in Yen mitzuführen. Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar für Verwirrung sorgen. Freundlicher Dank, ein Lächeln und ein respektvolles Auftreten werden mehr geschätzt als zusätzliches Geld.
  • Kleiderordnung und Sicherheit
    Für den Besuch der Beppu Hells gibt es keine formale Kleiderordnung, aber praktische Kleidung ist sinnvoll. Da viele Wege im Freien liegen, sollten bequeme Schuhe, eine leichte Jacke und je nach Jahreszeit Regenschutz eingeplant werden. An den Höllenwegen gibt es Geländer, Absperrungen und Warnschilder. Es ist wichtig, diese zu respektieren: Das Wasser kann deutlich über 90 °C haben, der Boden kann an bestimmten Stellen instabil sein. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt in der Nähe der Becken spielen. Das Baden in den Höllen ist streng verboten; klassische Onsen-Bäder finden sich getrennt davon in zahlreichen Badehäusern in Beppu.
  • Fotografieren und Rücksichtnahme
    Fotos sind an den meisten Höllen ausdrücklich erlaubt und erwünscht, da sie ein zentrales Motiv japanischer – und inzwischen auch internationaler – Reisedarstellungen sind. Dennoch ist Rücksicht wichtig: Stative sollten so genutzt werden, dass Wege nicht blockiert werden, und bei starkem Andrang empfiehlt es sich, zügig zu fotografieren, damit andere Besucher ebenfalls freie Sicht haben. Drohnenflüge sind ohne ausdrückliche Genehmigung in der Regel untersagt.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Japan in der Regel einen gültigen Reisepass; visumsfreie Kurzaufenthalte werden häufig unter bestimmten Bedingungen ermöglicht. Da sich Einreise- und Visabestimmungen ändern können, sollten Reisende vor der Abreise unbedingt die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Fragen empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung, die auch Japan abdeckt, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland dort üblicherweise nicht greift.
  • Zeitverschiebung
    Japan Standard Time (JST) liegt in der Regel 8 Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und 7 Stunden vor der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Wer Jetlag entgegenwirken möchte, sollte den ersten Tag in Japan nicht zu voll planen und den Besuch der Beppu Hells idealerweise auf einen Zeitpunkt legen, an dem sich der Körper halbwegs an die Zeitumstellung gewöhnt hat.

Warum Jigoku Meguri auf jede Beppu-Reise gehört

Für viele Japan-Reisende aus Deutschland steht Tokio mit seinen Wolkenkratzern, Kyoto mit Tempeln und Schreinen oder Hiroshima mit seinem Friedensdenkmal ganz oben auf der Liste. Beppu und seine Höllen wirken daneben zunächst wie ein exotischer Zusatz. Wer aber den Schritt nach Ky?sh? wagt, erlebt eine Seite Japans, die sich stark von den klassischen Postkartenmotiven unterscheidet.

Der Rundgang durch die Beppu Hells verbindet Naturerlebnis, Kulturgeschichte und eine Prise Inszenierung. Dampfende Becken, leuchtende Farben und der Kontrast zwischen streng regulierten Wegen und wild anmutenden Quellen hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Anders als in vielen Museen, in denen man Exponate hinter Glas betrachtet, ist man hier mitten in einem aktiven Naturgeschehen – Hörbar durch das Fauchen der Geysire, spürbar durch die warme Luft, sichtbar durch die ununterbrochene Bewegung von Wasser und Dampf.

Hinzu kommt, dass sich der Besuch der Höllen ideal mit einem klassischen Onsen-Bad kombinieren lässt. Viele Reisende verbringen einen Tag damit, Jigoku Meguri zu erkunden, und gönnen sich anschließend ein Bad in einem öffentlichen Onsen oder in einem Ryokan mit hauseigenem Thermalbad. Dieser Kontrast – tagsüber „Höllenhitze“ aus sicherer Distanz, abends wohliges Eintauchen in angenehm temperiertes Thermalwasser – gehört für viele zu den eindrücklichsten Erlebnissen einer Japanreise.

Auch in der japanischen Popkultur taucht Beppu immer wieder auf, sei es in Reiseliteratur, in Fotobänden oder in Fernsehreportagen, die die Höllen als besondere Kulisse nutzen. Für deutschsprachige Reisende, die sich intensiver mit dem Land beschäftigen wollen, ist Jigoku Meguri daher auch eine Gelegenheit, tiefer in regionale Kultur und Alltagsleben einzutauchen. Abseits der Höllen lohnt sich ein Spaziergang durch die Stadt, in der sich einfache Garküchen, traditionelle Unterkünfte und moderne Einrichtungen mischen.

Der emotionale Reiz der Beppu Hells liegt nicht zuletzt in ihrer Ambivalenz: Sie sind gefährlich und sicher zugleich, spektakulär und doch in kontrollierte Wege gezwungen, tief lokal verwurzelt und gleichzeitig Teil globaler Reiserouten. Diese Spannung macht sie zu einem starken Motiv für Reiseberichte, Fotoprojekte und persönliche Erinnerungen.

Beppu Hells in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien sind die Beppu Hells längst ein wiederkehrendes Motiv. Kurze Videos zeigen die aufsteigenden Dampfwolken, Zeitrafferaufnahmen fangen die pulsierenden Schlammblasen ein, und Reisende aus aller Welt teilen Bilder von leuchtend blauen und roten Becken. Der Hashtag „Jigoku Meguri“ ist auf internationalen Plattformen ein fester Bestandteil von Japan-Reiseinhalten, besonders bei Nutzerinnen und Nutzern, die sich abseits der üblichen Tokyo-Kyoto-Route bewegen.

Häufige Fragen zu Beppu Hells

Wo liegen die Beppu Hells genau?

Die Beppu Hells befinden sich in der Stadt Beppu auf der südjapanischen Insel Ky?sh?, in der Präfektur ?ita. Sie sind von der Innenstadt und vom Bahnhof Beppu aus mit Linienbussen oder Taxis innerhalb kurzer Fahrzeit erreichbar.

Was ist Jigoku Meguri und wie viele „Höllen“ gehören dazu?

Jigoku Meguri bedeutet sinngemäß „Rundgang durch die Hölle“ und bezeichnet eine Besucherroute durch mehrere extrem heiße Thermalquellen in Beppu. Üblicherweise werden sieben bis acht dieser Höllen in einem kombinierten Besuch zusammengefasst, darunter Umi Jigoku, Chinoike Jigoku, Oniishibozu Jigoku und Tatsumaki Jigoku.

Kann man in den Beppu Hells baden?

Nein. Das Wasser der Beppu Hells ist so heiß, dass Baden lebensgefährlich wäre. Die Höllen sind ausschließlich zum Anschauen bestimmt. Wer baden möchte, findet in Beppu zahlreiche klassische Onsen-Bäder mit temperiertem Thermalwasser.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für den Besuch mehrerer Beppu Hells im Rahmen des Jigoku Meguri sollte man je nach Tempo, Andrang und Interesse mindestens einen halben Tag einplanen. Wer ausführlich fotografiert, zwischendurch lokale Snacks probiert und auch die Gärten genießen möchte, kann problemlos einen ganzen Tag ausfüllen.

Wann ist die beste Reisezeit für die Beppu Hells?

Die Beppu Hells sind ganzjährig zugänglich. Besonders eindrucksvoll wirken sie jedoch im Herbst, Winter und frühen Frühling, wenn die Luft kühler ist und die Dampfschwaden stärker sichtbar sind. In diesen Monaten sind auch die Fotobedingungen für viele Reisende aus Deutschland besonders reizvoll.

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