Basilica di Superga, Turin

Basilica di Superga: barocke Kuppelkirche über Turin

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 08:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Basilica di Superga erhebt sich als barocke Kuppelkirche auf dem Hügel Superga über Turin und prägt mit ihrer Silhouette die Po-Ebene.

Architektur-Render von Basilica di Superga in Turin, Italien bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Basilica di Superga in Turin Italien, klare Linien und neutrales, Illustration mit AI erstellt.

Die Basilica di Superga auf dem Hügel Superga über Turin ist eine barocke Wallfahrtskirche des Hauses Savoyen, deren monumentale Kuppel weit über der Ebene des Po zu sehen ist. Sie verbindet in einem einzigen Bauwerk barocke Architektur, dynastisches Mausoleum und Pilgerort und gehört zu den markanten sakralen Bauwerken des 18. Jahrhunderts in Italien.

Basilica di Superga: Lage auf dem Hügel und Blick über Turin

Die Basilika steht auf dem Hügel Superga östlich von Turin und überragt den Fluss Po sowie die Ausläufer der Alpen, die den Horizont säumen.Superga steht auf einem über 670 Meter hohen Rücken und bildet damit einen markanten Punkt in der hügeligen Landschaft von Piemont. Der Standort gehört zum Naturpark des Superga-Hügels und liegt an der Strada della Basilica di Superga, einer Straße, die sich den Hang hinaufzieht.

Vom Vorplatz der Kirche öffnet sich der Blick auf die Stadt Turin, die sich entlang des Po ausbreitet und in die Ebene hinausreicht. Die erhöhte Lage macht den Bau auch aus großer Entfernung sichtbar und lässt die Kuppel als Orientierungspunkt erscheinen, wenn man sich in der Umgebung bewegt. Die Basilika ist von bewaldeten Flächen, Wiesen und einzelnen Gebäuden umgeben, die sich um den Gipfelbereich gruppieren.

Basilica di Superga: barocke Architektur und monumentale Kuppel

Die Basilica di Superga wurde im frühen 18. Jahrhundert als großer barocker Zentralbau errichtet und zwischen 1717 und 1731 fertiggestellt.Der Baubeginn lag im Jahr 1717, die Weihe erfolgte 1731, womit der Bau in die Blütezeit des europäischen Barock fällt. Die Gesamtanlage setzt sich aus einem Hauptbau mit Kuppel, einer vorgelagerten Säulenfassade und flankierenden Glockentürmen zusammen. Entworfen wurde die Kirche vom aus Messina stammenden Architekten Filippo Juvarra, der zu den prägenden Gestaltern des Piemonteser Barock gehört.Juvarra zeichnet für den Entwurf der Basilika verantwortlich und entwickelte einen repräsentativen Bau für den Hof der Savoyer.

Die Fassade der Basilica di Superga erinnert mit ihrem vorgelagerten Säulenportikus an antike Tempel, während die hohe Kuppel und die Glockentürme darüber den barocken Charakter betonen.Die Kuppel wird von zwei symmetrisch angeordneten Glockentürmen flankiert, die sich deutlich von dem Hang des Hügels abheben. Das Innere der Kirche folgt dem Typus des Zentralbaus mit einem großen, von der Kuppel überhöhten Raum, Seitenkapellen und einer reich dekorierten Ausstattung im Stil des späten Barock. In der Gestaltung verbinden sich barocke und klassizistisch anmutende Elemente, etwa in der Säulenordnung und der klar gegliederten Fassade.

Basilica di Superga: Gelübde, Mausoleum und Erinnerung

Der Ursprung der Basilica di Superga liegt in einem Gelübde des Herzogs Viktor Amadeus II. von Savoyen während der Belagerung von Turin im Jahr 1706.Viktor Amadeus II. bestieg in diesem Jahr den Hügel Superga, beobachtete von dort aus die militärische Lage und versprach der Gottesmutter den Bau einer Kirche, falls die Stadt gerettet würde. Nach der Befreiung Turins ließ er dieses Versprechen einlösen und beauftragte Filippo Juvarra mit der Planung einer großen Votivkirche für den Hügel. Die Basilica di Superga wurde von Beginn an als Heiligtum und als repräsentatives Bauwerk des Hauses Savoyen konzipiert.

Unterhalb des Kirchenraums befindet sich eine Krypta, in der zahlreiche Mitglieder der Dynastie Savoyen bestattet sind.Die Basilika dient seit dem 18. Jahrhundert als königliches Mausoleum und bündelt die Grabstätten der Herzöge und Könige, die mit Turin und Piemont verbunden sind. Damit ist der Ort nicht nur ein Ziel für Gläubige, die die Kirche und die Marienverehrung auf dem Hügel besuchen, sondern auch ein zentraler Erinnerungsort an die Geschichte des Hauses Savoyen und der Monarchie in Italien.

Basilica di Superga besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Basilika liegt auf dem Hügel Superga östlich von Turin und ist über die Straße Strada della Basilica di Superga mit dem Stadtgebiet verbunden; die Anreise erfolgt üblicherweise mit der Zahnradbahn oder mit Bussen, die den Hügel anfahren.
  • Der Zugang zur Kirche führt über den Vorplatz und mehrere Stufen, die vom Niveau der Zufahrtsstraße hinauf zum Säulenportikus und zum Haupteingang des Gotteshauses führen.
  • Auf dem Hügel liegen neben der Basilika weitere Gebäude und Wege, die den Gipfelbereich erschließen, sodass Besucher sich im Freien zwischen Vorplatz, Aussichtspunkten und den Zugängen zur Krypta bewegen.
  • Die Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Basilica di Superga: häufige Fragen

Wo liegt die Basilica di Superga?

Die Basilica di Superga steht auf dem Hügel Superga östlich von Turin in der Region Piemont in Italien und ist über die Strada della Basilica di Superga erreichbar.

Was bietet ein Besuch der Basilica di Superga?

Ein Besuch führt in eine barocke Kuppelkirche mit großem Zentralraum, vorgelagerter Säulenfassade, dynastischer Krypta des Hauses Savoyen und weitem Blick über Turin und die Po-Ebene.

Was kennzeichnet die Basilica di Superga besonders?

Prägend sind die monumentale Kuppel, die beiden Glockentürme, die Lage auf dem Hügel Superga und die Rolle der Kirche als Votivbau und königliches Mausoleum des Hauses Savoyen.

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