Barrancas del Cobre: Schluchtenlabyrinth der Sierra Tarahumara
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 18:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Barrancas del Cobre, im Deutschen häufig als Kupfercanyon bezeichnet, ist ein weit verzweigtes Schluchtensystem in der Sierra Madre Occidental im Südwesten des Bundesstaats Chihuahua in Mexiko und bildet die landschaftliche Kulisse rund um die Kleinstadt Creel. Das Leitmotiv dieses Ortes ist der Gegensatz aus steil abfallenden Felswänden mit kupfergrün schimmernden Gesteinen und dem Hochplateau der Sierra Tarahumara, auf dem Straßen, Bahnlinien und Siedlungen verlaufen.
Barrancas del Cobre und die Schluchten der Sierra Tarahumara
Unter dem Namen Barrancas del Cobre wird ein System mehrerer großer Schluchten zusammengefasst, das sich über eine Fläche von etwa 65.000 km² im Südwesten von Chihuahua erstreckt und damit einen beträchtlichen Teil des Bundesstaats einnimmt.Schluchtensystem im Südwesten von Chihuahua Die Schluchten schneiden sich tief in die Sierra Madre Occidental ein und erreichen an ihren steilsten Stellen Tiefen von deutlich über 1.000 m, wodurch ein stark reliefiertes Gebirge mit zahlreichen abgestuften Terrassen und Hochflächen entstanden ist.größeres und tieferes Canyon-System
Geologisch gehört Barrancas del Cobre zur Sierra Tarahumara, einem Abschnitt der Sierra Madre Occidental, in dem vulkanische und sedimentäre Gesteine von Flüssen über lange Zeit eingeschnitten wurden und so das heute sichtbare Canyonrelief formten.Sierra Madre Occidental und Sierra Tarahumara Mehrere Flüsse haben ihre Täler hier zu tieferen Schluchten erweitert und fließen anschließend zum Río Fuerte, der schließlich in den Golf von Kalifornien mündet, sodass Wasserläufe aus dem Hochland in eine pazifiknahe Senke entwässern.Flüsse, die in den Río Fuerte münden
Die wichtigsten Einzelcanyons und ihre Dimensionen
Das Gebiet von Barrancas del Cobre umfasst mehrere große Einzelcanyons, die jeweils eigene Täler und Reliefstrukturen bilden und oft mit Doppelnamen bezeichnet werden, in denen der spanische Name und eine geläufige englische Bezeichnung kombiniert sind.Auflistung der tiefsten Einzelcanyons Zu den tiefsten Schluchten gehören unter anderem Barranca de Urique, Barranca de Sinforosa, Barranca de Batopilas, Barranca del Cobre im engeren Sinn, Barranca de Tararecua und Barranca de Oteros, die jeweils mehrere Hundert bis deutlich über 1.000 m tief eingeschnitten sind und mit ihren Felswänden die Topographie des gesamten Systems prägen.
Die Gesamtfläche des Canyongebiets wird häufig mit rund 65.000 km² angegeben, wobei einzelne Darstellungen auch leicht abweichende Werte nennen, und die größte Tiefe wird im Bereich des Urique-Canyons mit annähernd 1.870 m beschrieben.Angaben zu Fläche und Tiefe des Systems Damit stellt Barrancas del Cobre ein canyonartiges Relief dar, das in seiner Ausdehnung und Tiefe innerhalb Nordamerikas besonders groß ausfällt und eine vielgestaltige Landschaft vom Hochland bis zu den tief eingeschnittenen Talböden sichtbar macht.
Kulturraum der Rarámuri und Ausgangspunkt Creel
Der menschliche Lebensraum innerhalb von Barrancas del Cobre ist eng mit der indigenen Bevölkerung der Rarámuri verbunden, die im Deutschen häufig als Tarahumara bezeichnet wird und in Siedlungen auf den Hochflächen wie auch in Bereichen nahe der Schluchten lebt.Siedlungsgebiet der Tarahumara Die Bezeichnung Rarámuri wird oft mit „die mit leichten Füßen“ wiedergegeben und verweist auf eine Tradition des Laufens über große Distanzen im bergigen Gelände, das durch die Schluchten und Hochflächen der Sierra Tarahumara geprägt ist.Hinweis auf den Begriff Rarámuri
Die Kleinstadt Creel liegt auf einer Hochfläche der Sierra Tarahumara und dient als wichtiger Ausgangspunkt, um verschiedene Bereiche von Barrancas del Cobre zu erreichen, weil hier Straßen und die Bahnlinie des Ferrocarril Chihuahua al Pacífico zusammentreffen.Creel als Zugangsort Von Creel aus lassen sich sowohl fahnenbewaldete Hochebenen mit Felsformationen, Seen und Wasserfällen als auch Randbereiche der Schluchten erreichen, in denen Aussichtspunkte und Wege an den Canyonrändern liegen.Hochlandlandschaft um Creel
Barrancas del Cobre besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Barrancas del Cobre liegt im Südwesten des Bundesstaats Chihuahua, und Creel ist ein zentraler Ausgangsort; von dort führen Straßen und die Bahnlinie des Ferrocarril Chihuahua al Pacífico in Richtung der Canyonränder.
- Das Gelände rund um die Schluchten weist deutliches Relief mit steilen Hängen, Felsstufen und Höhenunterschieden auf, sodass Wege an den Canyonrändern und Pfade in die Täler bergiges Gelände mit spürbarer Steigung und Gefälle berühren.
- Die Höhenlage der Sierra Tarahumara bringt im Bereich von Creel ein Gebirgsklima mit deutlich kühleren Temperaturen als in vielen Tieflandregionen Mexikos mit sich, während in den tieferen Teilen der Schluchten ein deutlich wärmeres Klima herrscht.
- In der Umgebung von Barrancas del Cobre liegen weitere markante Landschaftselemente wie Seen, kleinere Wasserfälle und Felsformationen im Hochland, die sich von Creel aus in verschiedene Richtungen erreichen lassen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Barrancas del Cobre auf Social-Media-Plattformen
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Barrancas del Cobre: häufige Fragen
Wo liegt Barrancas del Cobre?
Barrancas del Cobre liegt im Südwesten des Bundesstaats Chihuahua in Mexiko, in der Gebirgsregion der Sierra Tarahumara, und die Stadt Creel ist ein wichtiger Zugangsort.
Was bietet ein Besuch in Barrancas del Cobre?
Ein Besuch in Barrancas del Cobre führt in eine Landschaft aus tief eingeschnittenen Schluchten, Hochflächen und Felsformationen, in der Aussichtspunkte und Wege an den Canyonrändern sowie die Hochlandumgebung der Sierra Tarahumara sichtbar werden.
Was kennzeichnet Barrancas del Cobre besonders?
Besonders kennzeichnend für Barrancas del Cobre ist das großflächige Schluchtensystem mit mehreren voneinander unterscheidbaren Canyons, die Tiefen von deutlich über 1.000 m erreichen und in einer Region liegen, die eng mit der Kultur der Rarámuri verbunden ist.
