Bagan-Tempel, Reise

Bagan-Tempel: Magische Pagodenlandschaft in Myanmars Ebenen

03.06.2026 - 07:48:53 | ad-hoc-news.de

Bagan-Tempel in Bagan, Myanmar: Über 2.000 Pagoden, mystische Sonnenaufgänge und stiller Kulturschatz – warum diese Tempelstadt Reisende aus Deutschland seit Jahren fasziniert.

Bagan-Tempel, Reise, Wahrzeichen
Bagan-Tempel, Reise, Wahrzeichen

Wenn im Morgengrauen der Nebel über der weiten Ebene von Bagan liegt und die ersten Sonnenstrahlen die Silhouetten Tausender Pagoden in warmes Gold tauchen, wirkt der Bagan-Tempel wie eine Kulisse aus einer längst vergangenen Welt. Die Ruinenstadt Bagan in Myanmar, deren Name sinngemäß „Erhabene Ebene“ bedeutet, ist heute eines der eindrucksvollsten historischen Reiseziele Südostasiens und ein Sehnsuchtsort für Kulturreisende aus Deutschland.

Bagan-Tempel: Das ikonische Wahrzeichen von Bagan

Unter dem Begriff Bagan-Tempel fassen viele Reisende jene Vielzahl von Pagoden, Stupas und Klöstern zusammen, die sich über die Bagan-Ebene am Irrawaddy-Fluss im Zentrum von Myanmar (früher Birma) erstrecken. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen einzelnen Tempel, sondern um eine der größten Ansammlungen buddhistischer Sakralbauten weltweit. Auf einem Gebiet von rund 40 bis 50 km² ragen heute noch über 2.000 erhaltene Bauwerke in den Himmel, von ursprünglich mehreren Tausend errichteten Tempeln.

Die UNESCO bezeichnet Bagan als außergewöhnliches Zeugnis der buddhistischen Kultur in der Region, in dem sich Macht, Religion und Kunst des einstigen Pagan-Reiches verdichten. Die Tempelstadt wurde 2019 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen – ein Schritt, der die internationale Bedeutung dieses Ortes offiziell bestätigt und seine Einordnung neben bekannten Stätten wie Angkor in Kambodscha oder Sukhothai in Thailand unterstreicht. Für deutschsprachige Besucherinnen und Besucher ist Bagan damit ein Kulturschatz von ähnlicher Strahlkraft wie die Pyramiden von Gizeh oder das Tal der Könige in Ägypten – nur deutlich weniger bekannt, aber atmosphärisch nicht weniger intensiv.

Was Bagan so einzigartig macht, ist vor allem die Kombination aus Dichte und Vielfalt: Große, monumentale Haupttempel mit kunstvollen Reliefs und vergoldeten Stupas stehen direkt neben kleineren Backsteinpagoden, oft inmitten von Feldern, Palmen und Sandpisten. Die Tempel sind nicht museal isoliert, sondern Teil einer lebendigen Kulturlandschaft, in der bis heute gebetet, geopfert und meditiert wird.

Geschichte und Bedeutung von Bagan

Bagan war vom 9. bis zum 13. Jahrhundert das Zentrum des ersten vereinten birmanischen Königreichs, des sogenannten Pagan-Reiches. In dieser Zeit entwickelte sich aus einer regionalen Siedlung ein machtvolles politisches und religiöses Zentrum, das über Handel, Landwirtschaft und Tributzahlungen große Reichtümer ansammelte. Birmanische und internationale Historiker beschreiben Bagan als Wiege der birmanischen Kultur, vergleichbar mit der Rolle, die etwa das antike Rom für Europa besitzt.

Die eigentliche Blütezeit der Stadt beginnt im 11. Jahrhundert mit König Anawrahta, der den Theravada-Buddhismus im Land etablierte. Unter ihm und seinen Nachfolgern wurden in Bagan und der Umgebung Tausende von Tempeln, Pagoden und Klöstern errichtet – finanziert von Königen, Adligen, Mönchen und wohlhabenden Kaufleuten. Viele dieser Gebäude dienen bis heute als sichtbare Manifestation des Verdienstgedankens im Buddhismus: Wer einen Tempel stiftete, hoffte auf gutes Karma und eine bessere Wiedergeburt.

Die Tempel von Bagan sind zudem eng mit der Verbreitung des Theravada-Buddhismus in Südostasien verknüpft. Religionshistoriker verweisen darauf, dass von Bagan aus Schrift, Kunst und Lehrtraditionen in andere Regionen getragen wurden. So wurden Texte in Pali, der heiligen Sprache des Theravada-Buddhismus, in Steininschriften und auf Palmblattmanuskripten bewahrt. Die Verbindung zwischen Religion, Schriftkultur und Architektur machte Bagan zu einem geistigen Mittelpunkt, vergleichbar mit europäischen Klosterzentren des Mittelalters.

Der Niedergang der Stadt setzte im späten 13. Jahrhundert ein. In dieser Zeit spielten innere Machtkämpfe, wirtschaftliche Belastungen und äußere Konflikte eine Rolle. Spätere Überlieferungen berichten von Invasionen, politischen Verschiebungen und einer allmählichen Verlagerung des Machtzentrums. Bagan wurde nicht vollständig aufgegeben, blieb aber vor allem eine Pilgerstätte und ein regionaler Ort religiöser Verehrung. Erdbeben zerstörten immer wieder Teile der Anlage, doch viele Tempel wurden in einfachen Formen wiederaufgebaut oder repariert.

Koloniale und frühe archäologische Berichte, unter anderem aus der britischen Kolonialzeit, machten Bagan im 19. und frühen 20. Jahrhundert auf internationaler Ebene bekannter. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen umfangreichere Restaurierungen, teilweise umstritten, weil bei frühen Eingriffen nicht immer streng nach denkmalpflegerischen Standards gearbeitet wurde. Internationale Organisationen wie die UNESCO und der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) betonen inzwischen, wie wichtig sorgfältige, dokumentierte Restaurierung und der Schutz authentischer Bausubstanz sind.

Die Anerkennung Bagans als UNESCO-Welterbe im Jahr 2019 war daher nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch Ergebnis eines längeren Prozesses, in dem der Staat Myanmar und internationale Fachgremien vereinbarte Leitlinien für Erhalt, Forschung und nachhaltigen Tourismus erarbeitet haben. Für Reisende bedeutet dies, dass künftige Eingriffe stärker überwacht werden und die langfristige Bewahrung der Tempelstadt im Fokus steht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die architektonische Vielfalt der Bagan-Tempel ist beeindruckend. Typisch sind zwei Grundformen: massive Stupa-Bauten in Form einfacher, oft vergoldeter Kegel oder Glocken, und tempelartige Strukturen mit begehbaren Innenräumen, die Buddha-Statuen, Wandmalereien und Reliefs beherbergen. Viele Tempel bestehen aus Ziegelmauerwerk, häufig verputzt und einst teilweise farbig gefasst oder vergoldet.

Charakteristisch für Bagan sind die sogenannten „Ziegeltempel“ mit ihren treppenförmigen Terrassen und der Kombination aus indisch beeinflussten Stilelementen und birmanischer Formensprache. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass sich in Bagan mehrere architektonische Phasen ablesen lassen, von frühen, eher einfachen Formen bis hin zu hochkomplexen Anlagen mit doppelten Umgängen, mehreren Ebenen und reich dekorierten Portalen.

Bedeutende Einzelmonumente innerhalb der Bagan-Landschaft sind etwa große Pagoden wie Shwezigon, Ananda oder Dhammayangyi. In ihnen verdichten sich königliche Repräsentation und religiöse Symbolik. Viele deutsche und internationale Reiseführer, darunter etablierte Verlagsmarken, heben diese Monumente als „Hauptbühnen“ der Bagan-Erfahrung hervor, weisen aber zugleich darauf hin, dass der Reiz der Gegend gerade im Zusammenspiel von großen und kleinen Tempeln liegt. Wer mit dem Fahrrad oder Elektroscooter unterwegs ist, entdeckt schnell abgelegene Pagoden, in denen man – außerhalb der Hauptsaison – gelegentlich fast allein ist.

Im Inneren zahlreicher Bauten finden sich Buddha-Statuen in unterschiedlichen Haltungen und Größen. Die Ikonographie reicht von meditierenden Buddha-Figuren über stehende Gestalten bis zu Szenen aus dem Leben des historischen Buddha. Hinzu kommen Wand- und Deckenmalereien, die sowohl religiöse Motive als auch Alltagsszenen, Pflanzenornamente und dekorative Muster zeigen. Viele dieser Malereien sind heute nur noch fragmentarisch erhalten; Restaurierungsprojekte versuchen, Farben und Formen zu stabilisieren, ohne die historische Oberfläche zu verfälschen.

Die UNESCO und Fachinstitutionen betonen, dass Bagan auch ein bedeutender Ort für die Entwicklung der birmanischen Schrift- und Inschriftenkultur ist. Steintafeln und Wände tragen Inschriften in birmanischer und Pali-Sprache, die sowohl religiöse Lehrtexte als auch Stiftungsinschriften überliefern. Für Historiker sind diese Texte eine wichtige Quelle zur Rekonstruktion politischer, sozialer und wirtschaftlicher Verhältnisse im mittelalterlichen Myanmar.

Besonders eindrucksvoll ist die Bagan-Landschaft im Wechsel von Licht und Schatten. Sonnenaufgänge und -untergänge spielen eine zentrale Rolle in der touristischen Wahrnehmung des Ortes. Der Blick über Hunderte von Pagoden, die aus dem Dunst ragen, wird in internationalen Medien immer wieder als eines der ikonischen Bilder Südostasiens beschrieben – vergleichbar mit dem Panorama von Angkor Wat in Kambodscha oder der Skyline des Grand Canyon in den USA.

Bagan-Tempel besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist Bagan trotz seiner vergleichsweise abgelegenen Lage gut in eine Myanmar-Reise integrierbar, sofern politische und sicherheitsrelevante Rahmenbedingungen eine Reise verantwortbar erscheinen lassen. Da sich diese Rahmenbedingungen ändern können, ist eine sorgfältige Vorbereitung besonders wichtig.

  • Lage und Anreise: Bagan liegt im zentralen Teil von Myanmar, nahe des Irrawaddy-Flusses, etwa in der Mitte des Landes zwischen Yangon im Süden und Mandalay im Norden. Aus Deutschland gibt es keine Direktflüge nach Myanmar; die Anreise erfolgt in der Regel über große internationale Drehkreuze in Asien, etwa Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur. Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin zu einem dieser Drehkreuze liegt meist im Bereich von rund 10 bis 12 Stunden, exklusive Umsteigezeiten. Von den internationalen Flughäfen in der Region gibt es Verbindungen nach Yangon oder Mandalay, von wo aus Inlandsflüge nach Bagan (Flughafen Nyaung U) führen. Alternativ sind Inlandsreisen per Zug, Bus oder auf dem Fluss möglich; diese dauern deutlich länger, werden aber von Reiseführern oft als landschaftlich reizvoll beschrieben.
  • Öffnungszeiten: Die meisten Tempel in Bagan sind tagsüber zugänglich, da sie keine klassischen Museumseinrichtungen mit strikten Öffnungszeiten sind, sondern religiöse Stätten in einer offenen Kulturlandschaft. Einzelne Monumente mit besonders empfindlichen Innenmalereien oder Statuen können jedoch regulierte Öffnungszeiten oder Zugangsbeschränkungen haben. Da sich Regeln ändern können, sollten Reisende aktuelle Informationen bei lokalen Behörden, bei ihrer Unterkunft vor Ort oder direkt im Rahmen ihrer Reiseorganisation prüfen. Formulierungen wie „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei den Tempelverwaltungen in Bagan prüfen“ sind als Grundregel ratsam.
  • Eintritt und Gebühren: Für den Besuch der Bagan-Zone wird traditionell eine Gebühr für den Zugang zum archäologischen Gebiet erhoben. Ihre Höhe und die konkrete Ausgestaltung können sich ändern und hängen von Entscheidungen lokaler Behörden ab. In gängigen Reiseführern wird darauf hingewiesen, dass die Gebühr häufig in der Lokalwährung Kyat erhoben wird und teilweise auch Kartenzahlung möglich sein kann, sich dies jedoch ändern kann. Aufgrund schwankender Wechselkurse und Anpasstungen vor Ort ist es sinnvoll, mit Bargeld zu planen und sich vor Reiseantritt über aktuelle Beträge und Zahlungsmodalitäten zu informieren. Für eine zeitlose Einschätzung lässt sich festhalten: Reisende sollten mit einem nennenswerten, aber für internationale Gäste im Rahmen üblichen Eintrittsniveau rechnen, das sich – umgerechnet – im Bereich eines typischen Tagespreises für bedeutende archäologische Stätten Südostasiens bewegen kann.
  • Beste Reisezeit: Klimatisch eignet sich für eine Reise nach Bagan vor allem die trockenere, kühlere Jahreszeit. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Monate nach der Regenzeit mit klarerer Sicht und weniger Staub in vielen Reiseführern empfohlen werden. In den heißesten Monaten kann die Tagestemperatur deutlich über 30 °C steigen, was Tempelbesuche in den Mittagsstunden anstrengend macht. Reiseführer und erfahrene Reiseveranstalter raten oft dazu, Sonnenauf- und -untergänge zu nutzen und die Mittagshitze für Pausen im Schatten oder in der Unterkunft einzuplanen. Wer Hitze empfindlich ist, sollte sich auf intensive Sonneneinstrahlung einstellen und ausreichend Wasser, Kopfbedeckung und leichten, luftigen Sonnenschutz mitnehmen.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Kommunikation: Amtssprache in Myanmar ist Burmesisch. In touristisch geprägten Regionen wie Bagan sprechen viele Menschen im Hotel- und Gastgewerbe zumindest grundlegendes Englisch. Deutsch ist kaum verbreitet. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige einfache englische Floskeln und gegebenenfalls grundlegende Wörter auf Burmesisch zu kennen. Übersetzungs-Apps können im Alltag praktisch sein, wobei die Mobilfunk- und Internetqualität außerhalb der Städte schwanken kann. Ein Offline-Sprachführer ist nach wie vor eine sinnvolle Ergänzung.
  • Zahlung, Geld und Trinkgeld: Die Landeswährung ist der Kyat. Kreditkarten werden vor allem in größeren Hotels, einigen Restaurants und Reisebüros in touristischen Zentren akzeptiert, in kleineren Geschäften und bei lokalen Anbietern dominiert Bargeld. Internationale Reiseführer empfehlen, ausreichend lokale Währung mitzuführen und nicht ausschließlich auf Kartenzahlung zu vertrauen. Geldautomaten sind in Bagan vorhanden, können aber nicht immer zuverlässig funktionieren. Trinkgeld ist im Vergleich zu Europa nicht in gleicher Weise institutionalisiert, wird aber in touristischen Kontexten erwartet oder zumindest geschätzt, etwa für Guides, Fahrer oder in Restaurants. Kleinere Beträge in der Landeswährung sind dafür sinnvoll. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay spielen im alltäglichen Zahlungsverkehr vor Ort bisher eine begrenzte Rolle; klassisches Bargeld und physische Kreditkarten bleiben wichtig.
  • Kleiderordnung und Verhalten: Die Bagan-Tempel sind aktive religiöse Stätten. Besucherinnen und Besucher sollten Schultern und Knie bedecken, also keine sehr kurzen Hosen oder ärmellosen Oberteile tragen. Beim Betreten von Tempeln ist es üblich, Schuhe und Socken auszuziehen. Dieser Umgang mit religiösen Räumen ähnelt den Regeln in vielen buddhistischen Ländern und ist mit dem Respekt vergleichbar, den man etwa in Kirchen oder Moscheen erwartet. Fotografieren ist im Außenbereich meist möglich, im Inneren bestimmter Tempel können Beschränkungen gelten, etwa wegen empfindlicher Wandmalereien. Hinweisschilder und Anweisungen von Mönchen oder Aufsichtspersonen sollten stets respektiert werden.
  • Fotografie und Drohnen: Bagan ist eines der meistfotografierten Motive Myanmars. Standardkameras und Smartphones sind üblicherweise kein Problem, solange andere Besucherinnen und Besucher respektiert und religiöse Handlungen nicht aufdringlich fotografiert werden. Für Drohnen gelten in vielen Ländern und besonders in der Nähe historischer Stätten strenge Regeln oder Verbote. Wer Luftaufnahmen plant, sollte sich unbedingt vorab über die rechtliche Lage informieren und im Zweifel auf Drohneneinsatz verzichten.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit: Myanmar hat in den vergangenen Jahren politische und gesellschaftliche Spannungen erlebt. Reise- und Sicherheitshinweise können sich daher schnell ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen sowie Hinweise zur Sicherheitslage beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt auch für Visabestimmungen, Gesundheitsvorschriften und Hinweise zu Inlandsreisen.
  • Gesundheit und Versicherung: Für Reisen nach Myanmar wird in der Regel eine gute Auslandskrankenversicherung empfohlen, die auch Rücktransport abdeckt. Standardimpfungen sollten überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden. Tropenmediziner oder spezialisierte Reiseärzte können zu sinnvollen Zusatzimpfungen und Malariaprophylaxe beraten. Leitungswasser ist vielerorts nicht trinkbar; abgefülltes Wasser ist weit verbreitet und sollte die erste Wahl sein.
  • Zeitzone: Myanmar verwendet eine eigene Zeitzone (Myanmar Standard Time), die gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) um mehrere Stunden versetzt ist und zudem einen halbstündigen Unterschied aufweist. Das führt dazu, dass die Uhrzeit dort nicht in vollen Stunden von der deutschen Zeit abweicht. Reisende sollten Zeitumstellungen bei Flügen, Transfers und Kommunikationsabsprachen (zum Beispiel mit Unterkünften oder Veranstaltern) berücksichtigen.

Warum Bagan auf jede Bagan-Reise gehört

Bagan gilt neben Yangon und Mandalay als einer der großen Fixpunkte jeder Myanmar-Reise. Während Yangon vor allem mit der Shwedagon-Pagode und urbanem Leben verbunden wird und Mandalay als geschäftige, kulturell geprägte Stadt wahrgenommen wird, bietet Bagan eine konzentrierte Tempellandschaft, die historisches Erbe und Landschaftserlebnis verbindet. Reisende erleben hier ein anderes Tempo, mehr Weite und eine besondere Form von Stille, in der das Zirpen der Grillen und das Läuten abgelegener Tempelglocken dominieren.

Die meisten Besucherinnen und Besucher planen mindestens zwei bis drei volle Tage ein, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Erfahrene Reisende und viele Reiseautorinnen und -autoren empfehlen jedoch eher längere Aufenthalte, wenn es der Reiseplan zulässt. Denn die Atmosphäre der Tempelstadt erschließt sich oft erst jenseits der bekannten Aussichtspunkte und Hauptwege. Wer sich Zeit nimmt, kann abseits der großen Andrangspunkte kleine Tempel entdecken, an denen buddhistische Mönche, Nonnen oder lokale Familien Alltag und Spiritualität leben.

Eine beliebte Art, Bagan zu entdecken, ist die Erkundung per Fahrrad oder E-Scooter. Viele Unterkünfte vermitteln entsprechende Leihgeräte. So lassen sich sowohl prominente Tempel als auch abgelegenere Pagoden ansteuern. In den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden ist die Hitze erträglicher, und das Licht inszeniert die Ziegelarchitektur besonders eindrucksvoll. Wer körperlich nicht so flexibel ist, kann auf organisierte Rundfahrten mit Auto, Kleinbus oder Pferdewagen zurückgreifen, die häufig über lokale Anbieter oder Hotels buchbar sind.

Große Bedeutung hat in Bagan auch der Blick aus der Höhe. In der Vergangenheit wurden Ballonfahrten bei Sonnenaufgang angeboten, die eine spektakuläre Perspektive auf die Ebene ermöglichten. Ob und in welchem Umfang solche Aktivitäten aktuell stattfinden, hängt von Genehmigungen, Sicherheitslage und touristischer Nachfrage ab und kann sich ändern. Wer sich für Ballonfahrten interessiert, sollte frühzeitig mit spezialisierten Anbietern und Veranstaltern Kontakt aufnehmen und deren Sicherheitsstandards kritisch prüfen.

Auch kulinarisch bietet Bagan einen Einblick in die Vielfalt der birmanischen Küche. In den Orten entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der Tempel finden sich kleine Lokale, Teehäuser und Restaurants, in denen Currys, Nudelsuppen und typische Snacks serviert werden. Die Küche Myanmars vereint Einflüsse aus Indien, China und Thailand mit eigenen Traditionen. Deutsche Reisende sollten sich darauf einstellen, neue Geschmacksrichtungen kennenzulernen, und bei empfindlichem Magen vorsichtig mit rohen Speisen sein.

Die Kombination aus Spiritualität, Geschichte, Landschaft und Alltagsleben macht den Besuch der Bagan-Tempel für Reisende aus der DACH-Region ausgesprochen eindrücklich. Anders als in stark überlaufenen UNESCO-Stätten in Europa verteilt sich der Besucherstrom auf eine große Fläche. Dadurch ist es selbst in gut besuchten Zeiten oft möglich, ruhige Stunden in einem fast leeren Tempel zu verbringen – ein Erlebnis, das in so bekannten Monumenten wie dem Petersdom in Rom oder im Umfeld des Eiffelturms in Paris kaum noch vorstellbar ist.

Bagan-Tempel in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist Bagan längst zu einem visuellen Symbol für Myanmar geworden. Fotos von Heißluftballons über den Pagoden, von goldenen Stupas im Abendlicht und von meditierenden Mönchen in den Tempelhallen prägen den digitalen Eindruck der Stadt. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Reisende die ruhigen Momente abseits der Inszenierung besonders schätzen und in persönlichen Bildserien oder Reiseberichten hervorheben.

Häufige Fragen zu Bagan-Tempel

Wo liegt der Bagan-Tempel genau?

Unter Bagan-Tempel versteht man die Vielzahl der Tempel, Pagoden und Klöster in der Bagan-Ebene im Zentrum von Myanmar. Das Gebiet befindet sich am Irrawaddy-Fluss, zwischen Yangon im Süden und Mandalay im Norden, und umfasst eine große archäologische Zone mit mehreren Orten, darunter Old Bagan, New Bagan und Nyaung U.

Warum ist Bagan historisch so bedeutend?

Bagan war vom 9. bis zum 13. Jahrhundert das Zentrum des ersten vereinten birmanischen Königreichs. In dieser Zeit entstanden Tausende buddhistischer Bauwerke, die die Ausbreitung des Theravada-Buddhismus in der Region prägten. Die Tempel sind ein einzigartiges Zeugnis der politischen, religiösen und künstlerischen Entwicklung Myanmars und wurden 2019 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

Wie viel Zeit sollte man für Bagan einplanen?

Viele Reisende planen mindestens zwei bis drei volle Tage ein, um einen ersten Eindruck von der Tempellandschaft zu gewinnen. Wer intensiver eintauchen möchte, etwa auch abgelegenere Pagoden besuchen oder mehrere Sonnenaufgänge und -untergänge erleben will, sollte – sofern der Reiseplan es erlaubt – eher vier bis fünf Tage einplanen.

Was ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Bagan-Tempel?

Empfohlen werden in vielen Reiseführern die vergleichsweise trockenen und weniger heißen Monate, wenn die Luft klarer ist und Tempelbesuche angenehmer sind. In den heißesten Monaten können Temperaturen deutlich über 30 °C erreicht werden, was Aufenthalte mittags anstrengend macht. Unabhängig von der Reisezeit eignen sich frühe Morgen- und späte Nachmittagsstunden besonders für Tempelbesuche.

Worauf sollten deutsche Reisende bei der Planung achten?

Wichtig sind eine sorgfältige Information über die aktuelle politische Lage und Sicherheitslage, die Prüfung der Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de), der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung sowie eine realistische Einschätzung der klimatischen Bedingungen. Zudem ist es ratsam, respektvolle Kleidung für Tempelbesuche einzuplanen, genügend Bargeld in der Landeswährung mitzuführen und die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit bei An- und Abreise zu berücksichtigen.

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