Ashinoko, Hakone

Ashinoko und die Vulkanlandschaft von Hakone

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ashinoko liegt in der Caldera von Hakone und verbindet Vulkanlandschaft, Wälder und den Blick zum Fuji – ein See mit mehreren Gesichtern

Flatlay-Reise-Arrangement rund um Ashi-See in Hakone, Japan
Flatlay-Reise-Arrangement rund um Ashi-See in Hakone Japan, Karte Kompass Kamera und generische Reiserequisiten, Illustration mit AI erstellt.

Ashinoko liegt in Hakone auf Honsh? und füllt einen Teil der Caldera des Vulkans Hakone. Seine Wasserfläche, die bewaldeten Hänge und der Blick zum Fuji prägen eine Landschaft, in der Geologie, Shint?-Kultur und Reisegeschichte unmittelbar nebeneinanderstehen.

Ashinoko liegt in der Caldera von Hakone

Die Entstehung des Sees reicht etwa 3.000 Jahre zurück. Eine explosive Eruption am Kamiyama, einem zentralen Vulkankegel von Hakone, löste einen Bergsturz aus. Gesteinsmassen veränderten den Lauf des Hayakawa und bildeten eine natürliche Barriere. Hinter ihr sammelte sich Wasser in der Caldera. Vor etwa 3.000 Jahren entstand der See.

Die Uferlinie misst 21 Kilometer, die Oberfläche umfasst etwa 7 Quadratkilometer. Der Wasserspiegel liegt auf ungefähr 723 Metern Höhe. Rund um die Wasserfläche stehen die Bergrücken und Vulkankegel von Hakone; am südlichen Horizont kann bei klarer Sicht der Fuji erscheinen.

Wasser, Wald und versunkene Zedern

Ashinoko ist von Waldflächen und Bergzügen umgeben. Am Westufer liegen Forste mit Bäumen, deren Alter mehr als ein Jahrhundert erreichen kann. Buche, Japanischer Blumenhartriegel und weitere Gehölze prägen die Vegetation der mittleren Höhenlage.

Eine besondere Naturerscheinung tragen die sogenannten Sakasa-sugi. Dabei handelt es sich um Zedern, die aufrecht im Seeboden stehen. Äste und Stämme liegen unter der Wasserfläche, während die ungewöhnliche Stellung der Bäume mit früheren Hangbewegungen in Verbindung steht. Der See bewahrt damit ein sichtbares Stück seiner bewegten Landschaftsgeschichte.

Auch unter Wasser findet sich eine eigene Lebenswelt. In flacheren Bereichen wachsen Wasserpflanzen wie Vallisneria asiatica und Hydrilla verticillata. Im See leben Fische, Krebstiere, Muscheln und Wasserinsekten. Der Hakone-Salamander ist mit der Bergregion eng verbunden und wurde 1962 als Naturdenkmal der Stadt Hakone ausgewiesen.

Torii, Schreine und historische Wege am Ufer

Am Ostufer liegt der Hakone-Schrein, dessen Gründung auf das Jahr 757 datiert wird. Die roten Gebäude stehen zwischen Zedern am Berghang. Ein Torii am Seeufer markiert die Verbindung zwischen Wasserlandschaft und Schreinbezirk.

Am Südufer liegen Moto-Hakone und Hakone-machi. Beide Orte sind mit der historischen T?kaid? verbunden, der alten Verkehrsroute zwischen Edo und Ky?to. Teile des Weges verlaufen durch Zedernalleen. Der See erscheint dabei nicht als isolierte Wasserfläche, sondern als Mittelpunkt eines historischen Landschaftsraums.

Zwischen den Uferorten verkehren Ausflugsschiffe, deren Gestaltung an historische Segelschiffe erinnert. Die Häfen von Togendai, Moto-Hakone und Hakone-machi erschließen unterschiedliche Seiten des Sees. Vom Wasser aus liegen der Schrein, die bewaldeten Hänge und die Bergsilhouette in einem gemeinsamen Blickfeld.

Zum kulturellen Umfeld gehört auch der Hakone Detached Palace am Südufer. Die frühere Sommerresidenz der japanischen Kaiserfamilie ist von der Parklandschaft des Onshi-Hakone-Parks umgeben. Wege, Baumgruppen und Aussichtspunkte ordnen den Blick über die Wasserfläche.

Ashinoko besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Ashinoko liegt in Hakone in der Präfektur Kanagawa, südwestlich von Tokio. Busse verbinden den Bahnhof Hakone-Yumoto mit Motohakone am Südufer.
  • Am See liegen die benannten Häfen Togendai, Moto-Hakone und Hakone-machi. Ausflugsschiffe verbinden diese Uferorte.
  • Der Hakone-Schrein liegt am Ostufer zwischen Wald und Wasser. Das Torii am Ufer ist vom See und von den Wegen bei Moto-Hakone sichtbar.
  • Die Uferlandschaft umfasst Bergwege, Zedernbestände und Parkwege. Der Wasserspiegel liegt auf ungefähr 723 Metern Höhe.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Ashinoko auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Ashinoko.

Ashinoko: häufige Fragen

Wo liegt Ashinoko?

Ashinoko liegt in Hakone in der japanischen Präfektur Kanagawa. Der See befindet sich innerhalb der Caldera des Vulkans Hakone auf Honsh?.

Was bietet ein Besuch am See?

Am Ufer verbinden sich Berglandschaft, Schreinarchitektur, historische Wege und Schiffsfahrten. Der Hakone-Schrein, der Onshi-Hakone-Park und die Uferorte gehören zu den prägenden Zielen.

Was kennzeichnet Ashinoko?

Der See entstand vor etwa 3.000 Jahren durch vulkanische Aktivität und eine natürliche Barriere im Hayakawa. Seine Wasserfläche liegt zwischen Wäldern, Bergrücken und den Kulturbauten von Hakone.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70177157 |