Arena von Nimes, Arenes de Nimes

Arena von Nimes: Römisches Juwel im Süden Frankreichs neu entdecken

07.06.2026 - 11:40:02 | ad-hoc-news.de

Die Arena von Nimes, lokal Arenes de Nimes genannt, ist eines der besterhaltenen römischen Amphitheater. Warum dieses Bauwerk Nimes in Frankreich zur Zeitreise macht, erfahren Sie hier.

Arena von Nimes, Arenes de Nimes, Nimes
Arena von Nimes, Arenes de Nimes, Nimes

Wenn sich am frühen Abend das Licht über den Sandstein legt, wirkt die Arena von Nimes wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch: Die Arenes de Nimes (wörtlich „Arenen von Nimes“) erheben sich mitten in der südfranzösischen Stadt und lassen die Welt der Gladiatoren, Kaiser und Pilger mit einem Blick lebendig werden. Kaum ein anderes antikes Amphitheater in Europa vermittelt die Atmosphäre römischer Spiele so unmittelbar – und ist gleichzeitig so eng mit dem modernen Stadtleben verflochten.

Arena von Nimes: Das ikonische Wahrzeichen von Nimes

Die Arena von Nimes ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Nimes im Süden Frankreichs. Sie liegt in der Region Okzitanien, nicht weit vom Mittelmeer und zwischen den Großstädten Montpellier und Avignon. Das monumentale Amphitheater stammt aus der römischen Kaiserzeit und gilt als eines der besterhaltenen Bauwerke seiner Art weltweit. Für Reisende aus Deutschland ist sie deshalb ein idealer Ort, um antike Architektur nicht nur anzuschauen, sondern buchstäblich zu betreten und zu durchschreiten.

Die ovale Arena ist rund 133 Meter lang und etwa 101 Meter breit; die Außenmauern erreichen knapp 21 Meter Höhe – nur geringfügig niedriger als das Kolosseum in Rom, aber deutlich kompakter und überschaubarer. Dadurch wirkt das Bauwerk weniger überwältigend und eher wie ein offenes Stadion, in dem man sich schnell zurechtfindet. Viele Besucherinnen und Besucher betonen, dass die Arena von Nimes intimer wirkt als andere antike Amphitheater: Man steht näher an den Steinen, näher an den Treppen, Gängen und Sitzreihen, die vor fast 2.000 Jahren angelegt wurden.

Heute dient die Arena nicht nur als antikes Denkmal, sondern auch als vielseitiger Veranstaltungsort. Klassische Konzerte, Festivals aus dem Bereich Pop und Rock, kulturelle Veranstaltungen sowie in der Region verwurzelte Stierkampftraditionen finden hier statt. Diese Mehrfachnutzung ist typisch für Nimes: Die Stadt präsentiert ihr antikes Erbe nicht als statische Kulisse, sondern bindet es aktiv ins moderne urbanen Leben ein.

Geschichte und Bedeutung von Arenes de Nimes

Die Geschichte der Arenes de Nimes beginnt in der Blütezeit des Römischen Reiches. Das Amphitheater wurde vermutlich um die Wende vom 1. zum 2. Jahrhundert nach Christus errichtet, also in der Epoche der Kaiser Domitian, Trajan oder Hadrian. Exakte Baujahre lassen sich heute nicht mehr eindeutig rekonstruieren, doch datieren Fachleute die Fertigstellung meist in die Zeit um das Jahr 100 n. Chr. Damit ist das Bauwerk deutlich älter als beispielsweise das Brandenburger Tor in Berlin, das erst im späten 18. Jahrhundert entstand.

In römischer Zeit war Nemausus – so der antike Name von Nimes – eine wichtige Stadt in der Provinz Gallia Narbonensis. Sie lag an wichtigen Handels- und Militärwegen zwischen dem Mittelmeer, Spanien und dem Rhônetal. Die Stadt verfügte über ein dichtes Netz an Bauten im römischen Stil: Tempel, Foren, Thermen und eben das Amphitheater. Für die römische Stadtbevölkerung waren Spiele und Aufführungen in der Arena ein zentrales Element des gesellschaftlichen Lebens: Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen, Inszenierungen mythologischer Geschichten und öffentliche Veranstaltungen stärkten die Loyalität zum Kaiser und zur Stadt.

Wie andere römische Amphitheater erlebte auch die Arena von Nimes im Laufe der Jahrhunderte einen tiefgreifenden Wandel ihrer Funktion. Mit dem Niedergang des Weströmischen Reiches und den politischen Umbrüchen wurden die Spiele eingestellt. In der Spätantike und im frühen Mittelalter diente das Bauwerk zeitweise als befestigte Anlage und Zufluchtsort. Wohnhäuser und kleinere Gebäude wurden in den Innenraum gesetzt, Mauern und Toranlagen angepasst, um die Arena als Art Mini-Stadt innerhalb der Stadt zu nutzen.

Erst mit der aufkommenden Begeisterung für Antike und Denkmalschutz in der Neuzeit begann man, die Arena von Nimes schrittweise zu „befreien“. Ab dem 18. und besonders im 19. Jahrhundert wurden die inneren Bebauungen entfernt, der ursprüngliche Grundriss wieder freigelegt und Restaurierungsmaßnahmen eingeleitet. Französische Denkmalschützer erkannten den Wert des Bauwerks als identitätsstiftendes Symbol und als Zeugnis römischer Baukunst in Gallien. Der französische Staat stellte die Arena schon früh unter Schutz; sie ist seit langer Zeit als nationales Monument klassifiziert.

Die Arena von Nimes ist Teil eines Ensembles römischer Monumente in und um die Stadt, zu dem auch das Maison Carrée (ein außergewöhnlich gut erhaltener römischer Tempel) und der nahe gelegene Aquädukt Pont du Gard gehören. Diese Kombination macht Nimes zu einem wichtigen Ziel für historische Bildungsreisen und Studienfahrten aus dem deutschsprachigen Raum. Viele Schulklassen und Universitätsgruppen nutzen die Stadt, um das römische Erbe in Gallien an konkreten Bauwerken nachzuverfolgen – ein anschaulicher Zugang zu antiker Geschichte, der weit über das hinausgeht, was Schulbücher vermitteln können.

Obwohl die Arena von Nimes selbst nicht als eigenständige UNESCO-Welterbestätte eingetragen ist, wird sie in vielen Publikationen und von Kulturinstitutionen als „Weltklasse-Beispiel“ römischer Architektur bezeichnet. In der wissenschaftlichen Diskussion gilt sie als Referenzbau für die Erforschung provinzialrömischer Amphitheater. Fachleute vergleichen ihre Konstruktion häufig mit dem Kolosseum in Rom und der Arena von Arles, um lokale Anpassungen und regionale Baustile im Römischen Reich zu verstehen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch folgt die Arena von Nimes dem klassischen Vorbild römischer Amphitheater, weist aber regionale Besonderheiten auf. Die Grundform ist oval, mit einem umlaufenden Außenring, der von zwei übereinanderliegenden Arkadenreihen geprägt ist. Diese Arkaden – Rundbögen auf massiven Pfeilern – rhythmisieren die Fassade und verleihen dem Bau seine charakteristische Leichtigkeit, obwohl er aus Tonnen von Steinmaterial besteht.

Der Baukörper besteht überwiegend aus lokalem Kalkstein, der in der Sonne Südfrankreichs warm-gelblich schimmert. Feine Steinbearbeitung an den Pfeilern und Gesimsen zeigt, dass das Amphitheater nicht nur als Massenunterhaltungsstätte, sondern auch als Prestigeobjekt verstanden wurde. Die Kombination aus robustem Mauerwerk und sorgfältig gestalteten Details ist typisch für römische Ingenieurskunst: Funktion und Repräsentation greifen ineinander.

Im Inneren sind die einzelnen Elemente des römischen Theatersystems gut nachvollziehbar. Die cavea, also die Zuschauerränge, steigen ringförmig um den ovalen Arenaboden an und waren ursprünglich streng nach sozialen Schichten gegliedert: Die besten Plätze in der unteren Zone waren der städtischen Elite vorbehalten, während einfache Bürger und Gäste in den höheren Reihen Platz nahmen. Diese soziale Ordnung lässt sich heute nur noch erahnen, doch einige Stufen und Zuordnungssysteme sind weiterhin sichtbar.

Die Arena war so geplant, dass sie mehrere Zehntausend Zuschauer fassen konnte. Konservative Schätzungen liegen im Bereich von rund 20.000 sitzenden Personen; je nach Rekonstruktion werden auch höhere Werte genannt. Für die damalige Stadt Nemausus war das ein enormer Versammlungsort und ein Symbol für die Einbindung in die imperiale Kultur des Römischen Reiches. Heute wirkt die Kapazität im Vergleich zu modernen Fußballstadien zwar moderat, doch die akustische Wirkung und die Nähe des Publikums zur Spielfläche erzeugen ein intensives Raumgefühl.

Ein wichtiges architektonisches Merkmal sind die zahlreichen Gänge, Treppen und inneren Korridore. Wie im Kolosseum ist das Amphitheater so konstruiert, dass sich Ströme von Zuschauern über verschiedene Zugänge schnell auf ihre Plätze verteilen konnten – ein frühes Beispiel für durchdachtes Crowd-Management. Die Aufteilung in Sektoren, die Beschriftung von Eingängen und die Anordnung der Treppen folgten einem präzisen System, das bis heute studiert wird.

Kunsthistorisch interessant ist der Vergleich der Fassadengestaltung mit anderen römischen Bauten. Während am Kolosseum in Rom die Säulenordnungen – dorisch, ionisch, korinthisch – deutlich markiert sind, ist die Arena von Nimes schlichter gehalten, mit weniger ausgeprägtem Säulenprogramm, dafür mit einer klaren, harmonischen Abfolge der Arkaden. Diese Zurückhaltung passt zur Rolle der Stadt als bedeutende, aber nicht imperiale Metropole in der Provinz.

Im Zuge der Restaurierung und denkmalpflegerischen Arbeiten wurden im 19. und 20. Jahrhundert verschiedene Eingriffe vorgenommen, um die Stabilität zu sichern. Dazu gehören Ergänzungen von Steinelementen, die Konsolidierung der Außenmauern sowie punktuelle Rekonstruktionen von Treppen und Sitzreihen. Die zuständigen französischen Behörden achten heute darauf, einen Kompromiss zwischen historischer Authentizität und sicherer Nutzung für Besucher zu finden. Kritiker und Fachleute diskutieren in Fachpublikationen regelmäßig, wie weit Rekonstruktion gehen darf, ohne die historische Substanz zu verfälschen.

Ein weiterer Aspekt der Arena von Nimes ist ihre Nutzung als Bühne für zeitgenössische Kultur. Insbesondere Musikfestivals setzen die architektonische Kulisse gezielt in Szene: Scheinwerfer und Projektionen legen sich abends über die Bögen und Mauern, wodurch antike Architektur und moderne Lichttechnik miteinander verschmelzen. Damit wird die Arena zu einem lebenden Kulturraum, der Geschichte nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht.

Arena von Nimes besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucher aus Deutschland bietet die Arena von Nimes einen leicht planbaren und gut erschlossenen Zugang zur römischen Geschichte im Süden Frankreichs. Der Besuch lässt sich ideal mit einer Städtereise nach Nimes oder einer Rundreise durch die Provence und Okzitanien verbinden.

  • Lage und Anreise: Nimes liegt im Süden Frankreichs, ungefähr auf halber Strecke zwischen Montpellier und Avignon. Von Deutschland aus lässt sich die Stadt am bequemsten per Flug und Bahn erreichen. Direkte Linienflüge aus Deutschland nach Nimes sind nicht immer verfügbar; häufig bietet sich ein Flug nach Montpellier, Marseille oder Lyon an, von wo aus Regionalzüge oder TGV-Verbindungen nach Nimes führen. Als grobe Orientierung: Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin in den Süden Frankreichs liegt meist zwischen 1,5 und 2 Stunden, hinzu kommen Umsteigezeiten und der Zugtransfer. Wer lieber mit der Bahn reist, kann ab deutschen Großstädten mit dem ICE/TGV über Paris oder Lyon fahren und in Nimes am zentral gelegenen Bahnhof ankommen. Mit dem Auto ist Nimes über das französische Autobahnnetz erreichbar; auf vielen Strecken fällt in Frankreich Autobahnmaut an.
  • Öffnungszeiten: Die Arena ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, mit saisonal unterschiedlichen Öffnungszeiten. In den Sommermonaten sind die Öffnungszeiten in der Regel länger als im Winter, und es gibt einzelne Tage, an denen wegen Veranstaltungen oder Restaurierungsarbeiten bestimmte Bereiche gesperrt sind. Öffnungszeiten können variieren – deshalb sollten Reisende vor dem Besuch stets die aktuellen Angaben direkt bei der Arena von Nimes beziehungsweise auf der offiziellen Tourismus-Seite von Nimes prüfen.
  • Eintritt: Für den Besuch der Arena von Nimes wird ein Eintrittsgeld erhoben. Häufig gibt es kombinierte Tickets, die neben der Arena auch andere römische Monumente der Stadt einschließen, etwa das Maison Carrée oder den Tour Magne. Die Preise können nach Saison, Alter (Ermäßigungen für Kinder, Jugendliche, Studierende), Gruppengröße und gewähltem Ticketpaket variieren. Da sich die Tarife im Laufe der Jahre anpassen, empfiehlt es sich, die aktuellen Ticketpreise direkt bei der Arena von Nimes oder der offiziellen Tourismusinformation der Stadt einzusehen. Als grobe Orientierung sollten Besucher mit einem Betrag im unteren bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich pro Person für ein Standardticket rechnen.
  • Beste Reisezeit: Nimes hat ein mediterran geprägtes Klima mit warmen bis heißen Sommern und milden Wintern. Für Besichtigungen der Arena bieten sich besonders das Frühjahr (etwa April bis Juni) und der Herbst (September und Oktober) an, wenn die Temperaturen angenehm sind und die touristische Hochsaison weniger ausgeprägt ist. Im Hochsommer kann es in Nimes tagsüber sehr heiß werden, zudem sind dann viele Besucher unterwegs. Wer die Arena im Sommer besichtigen möchte, sollte möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommen, um der stärksten Hitze und den größten Besuchermengen auszuweichen.
  • Praxis-Tipps vor Ort: In Nimes und im gesamten Süden Frankreichs wird Französisch gesprochen. In touristischen Einrichtungen, an der Kasse der Arena und in vielen Hotels und Restaurants sind in der Regel auch Englischkenntnisse vorhanden; Deutsch hingegen ist weniger verbreitet. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige französische Grundbegriffe für den Alltag parat zu haben. In Frankreich wird primär mit Kreditkarte oder Debitkarte gezahlt; gängige internationale Karten (z. B. Visa, Mastercard) werden normalerweise akzeptiert. Mobile Payment über Smartphone ist vor allem in größeren Städten verbreitet. Bargeld in Euro ist dennoch sinnvoll, insbesondere für kleine Beträge, Souvenirs oder Cafés. Trinkgeld ist in Frankreich nicht so stark ritualisiert wie in manchen anderen Ländern, da Servicegebühren meist bereits im Preis enthalten sind. Dennoch ist ein kleines extra Trinkgeld – etwa einige Münzen oder rund 5–10 % bei gutem Service – üblich und wird geschätzt. Beim Besuch der Arena gibt es keine strenge Kleiderordnung; bequeme Schuhe sind jedoch empfehlenswert, da Treppen und unebene Stufen zu bewältigen sind. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, insbesondere im Außenbereich und von den Rängen. Bei Sonderausstellungen oder Veranstaltungen können abweichende Regelungen gelten, die vor Ort ausgeschildert sind.
  • Einreisebestimmungen: Nimes liegt in Frankreich und damit innerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger genügt grundsätzlich ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Da sich Einreise- und Sicherheitsbestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Zeitzone: Frankreich liegt – wie Deutschland – in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Es besteht daher keine Zeitverschiebung zur mitteleuropäischen Zeit (MEZ) oder zur mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Für Reisende aus Deutschland bedeutet dies eine einfache Planung ohne Umstellung von Uhren.
  • Gesundheit und Versicherung: Da Frankreich ein EU-Mitgliedstaat ist, werden die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und die elektronische Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel anerkannt. Für medizinische Notfälle und Arztbesuche sollte die Krankenversicherungskarte mitgeführt werden. Eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung kann dennoch sinnvoll sein, insbesondere wenn erweiterte Leistungen (z. B. Rücktransport) gewünscht sind.

Warum Arenes de Nimes auf jede Nimes-Reise gehört

Für eine Reiseplanung nach Nimes stellt sich die Frage kaum, ob die Arena auf das Programm gehört – vielmehr, wie viel Zeit man ihr widmen möchte. Wer nur kurz durch die Stadt reist, kann das Amphitheater bereits von außen als dominantes Stadtbild erleben: Die Bögen ragen über die umliegenden Straßen, auf den Plätzen rundherum sitzen Menschen in Cafés, Kinder spielen, und abends beleuchten warme Lichter die Fassade. Diese unmittelbare Präsenz macht die Arena zu einem Fixpunkt im Stadtraum.

Ein Besuch im Inneren eröffnet eine andere Dimension. Auf den Rängen sitzend, lässt sich nachvollziehen, wie die Antike hier inszeniert wurde. Bewegungen der Menge, der Blick auf die zentrale Arena, der Gedanke an Gladiatoren und historische Spiele schaffen eine dichte Atmosphäre. Gleichzeitig kann man am eigenen Körper nachempfinden, wie die Architektur funktioniert: die steilen Treppen, die schmalen Gänge, der plötzliche Blick auf den leeren Arenaboden, wenn man aus einem der Tunnel heraustritt.

Reisende aus Deutschland schätzen an der Arena von Nimes häufig die Kombination aus historischer Authentizität und praktischer Zugänglichkeit. Die Anlage ist gut erschlossen, Beschilderungen und Audioguides (oft auch in deutscher Sprache verfügbar) erläutern die wichtigsten Stationen. In Verbindung mit dem Maison Carrée und dem nahe gelegenen Pont du Gard ergibt sich ein dichtes Netz römischer Stätten, das sich gut in ein verlängertes Wochenende oder eine Rundreise integrieren lässt.

Ein besonderer Reiz liegt in der Verbindung aus antiker Architektur und zeitgenössischer Kultur. Konzerte, Festivals und regionale Feste, die in der Arena stattfinden, ermöglichen eine außergewöhnliche Erfahrung: Man sitzt auf jahrtausendealten Steinreihen und erlebt aktuelle Musik oder Veranstaltungen. Diese Überlagerung von Epochen, die gleichzeitige Präsenz von Vergangenheit und Gegenwart, macht die Arena von Nimes zu einem lebendigen Kulturschatz, nicht zu einem bloßen Museum.

In der Umgebung der Arena laden enge Gassen, kleine Plätze und historische Gebäude zu Spaziergängen ein. Die Altstadt von Nimes mit ihren Cafés, Bistros und Märkten bietet zahlreiche Gelegenheiten, die französische Lebensart zu genießen. Kulinarisch ist die Region von mediterranen Einflüssen geprägt: Frische Produkte, Olivenöl, Kräuter, Fisch und regionale Spezialitäten stehen in vielen Restaurants auf der Karte. So lässt sich eine Besichtigung der Arena ideal mit einem Mittagessen auf einer Terrasse oder einem abendlichen Glas Wein mit Blick auf die erleuchtete Fassade kombinieren.

Für kulturhistorisch interessierte Reisende bietet sich an, den Besuch der Arena in einen größeren Kontext zu stellen: Nimes, Arles, Orange und andere Städte der Region bewahren – jede auf ihre Weise – bedeutende Zeugnisse der römischen Präsenz im Süden Frankreichs. Wer beispielsweise bereits den Pont du Gard gesehen hat, kann in der Arena von Nimes die andere Seite der römischen Welt kennenlernen: nicht die Ingenieursleistung eines Aquädukts, sondern die soziale und politische Bühne eines Amphitheaters. Diese Vielschichtigkeit macht die Region zu einem spannenden Ziel für alle, die Europa als historisch gewachsene Kulturlandschaft erfahren möchten.

Arena von Nimes in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok taucht die Arena von Nimes regelmäßig als Fotomotiv und Kulisse für Reisevlogs, Musikaufnahmen oder kulturelle Reportagen auf. Nutzerinnen und Nutzer teilen insbesondere Aufnahmen aus der Goldstunde am Abend, wenn das Licht die Steinstruktur betont, sowie Eindrücke von Konzerten und Veranstaltungen im Inneren. Für Reiseplanung und Inspiration kann ein Blick in die sozialen Medien hilfreich sein, um ein Gefühl für Stimmung, Perspektiven und mögliche Fotospots zu bekommen.

Häufige Fragen zu Arena von Nimes

Wo liegt die Arena von Nimes genau?

Die Arena von Nimes befindet sich im Zentrum der Stadt Nimes im Süden Frankreichs, in der Region Okzitanien. Sie steht in fußläufiger Entfernung zum Hauptbahnhof und ist in das urbane Gefüge der Innenstadt eingebettet. Rund um die Arena liegen Plätze, Straßen und Cafés, sodass sie leicht zu finden und zu erreichen ist.

Wie alt ist die Arena von Nimes?

Die Arena von Nimes wurde in der römischen Kaiserzeit errichtet und datiert in die Zeit um das 1. bis frühe 2. Jahrhundert nach Christus. Exakte Jahreszahlen sind nicht überliefert, doch archäologische Befunde und Vergleiche mit anderen Bauten sprechen dafür, dass sie seit ungefähr 1.900 Jahren besteht. Damit zählt sie zu den ältesten erhaltenen Großbauten in der Region und ist deutlich älter als viele bekannte Bauwerke in Mitteleuropa.

Kann man die Arena von Nimes besichtigen?

Ja, die Arena von Nimes ist als Denkmal für Besucher geöffnet. Man kann sowohl den Außenbereich als auch das Innere mit den Zuschauerrängen, Gängen und Blick auf den Arenaboden erkunden. Häufig werden Audioguides in mehreren Sprachen angeboten, teilweise auch auf Deutsch. Es lohnt sich, genügend Zeit einzuplanen, um die verschiedenen Ebenen und Perspektiven in Ruhe zu entdecken.

Was ist das Besondere an Arenes de Nimes im Vergleich zu anderen römischen Amphitheatern?

Die Arena von Nimes gilt als eines der besterhaltenen römischen Amphitheater und ist zugleich mitten in ein lebendiges Stadtzentrum eingebettet. Sie bietet eine kompakte, überschaubare Struktur, die Besuchern erlaubt, die Architektur aus nächster Nähe zu erleben. Gleichzeitig wird sie noch heute aktiv für kulturelle Veranstaltungen und Konzerte genutzt. Diese Verbindung aus historischer Authentizität, guter Erhaltung und moderner Nutzung unterscheidet sie von vielen anderen antiken Arenen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Arena von Nimes?

Die angenehmsten Reisezeiten sind meist Frühjahr und Herbst, insbesondere April bis Juni und September bis Oktober. Dann sind die Temperaturen in Nimes moderat und die Stadt ist weniger überlaufen als im Hochsommer. Wer im Sommer reist, sollte Besuche in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag planen, um Hitze und Andrang zu umgehen. Da es in der Arena wenig Schatten gibt, empfiehlt sich ein Sonnenschutz, besonders in den Sommermonaten.

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