Apoyo-Lagune bei Masaya: Nicaraguas tiefblauer Vulkansee
17.06.2026 - 06:48:38 | ad-hoc-news.deAm Rand der Kolonialstadt Masaya öffnet sich plötzlich ein überwältigender Blick: Die Apoyo-Lagune, lokal Laguna de Apoyo („Apoyo-Lagune“), leuchtet in tiefem Blau in einem perfekten Vulkankrater, umrundet von grünem Tropenwald und stillen Ufern. Es ist einer dieser Orte, an denen Mittelamerika seine ganze landschaftliche Dramatik zeigt – und die doch überraschend leicht von den Kulturstädten Nicaraguas aus zu erreichen sind.
Apoyo-Lagune: Das ikonische Wahrzeichen von Masaya
Die Apoyo-Lagune liegt zwischen den Städten Masaya und Granada im Westen von Nicaragua, rund eine Stunde Fahrzeit von der Hauptstadt Managua entfernt. Sie füllt den Krater eines erloschenen Vulkans und zählt zu den klarsten Süßwasserseen des Landes. Für viele Einheimische und internationale Gäste ist sie ein Gegenpol zum rauchenden Masaya-Vulkan, der nur wenige Kilometer entfernt brodelt: Hier herrschen Ruhe, Badewasser-Temperaturen und dichter Wald statt schwefeliger Dämpfe und Lavaeinblicke.
Offizielle nicaraguanische Stellen und internationale Naturschutzorganisationen beschreiben die Lagune als Teil eines geschützten Naturreservats, das sich über den gesamten Kraterkessel erstreckt. Die Hänge sind weitgehend bewaldet, die Ufer sind nur punktuell bebaut, insbesondere mit kleinen Strand-Hostels, Tagesausflugs-Zentren und wenigen Privathäusern. Dadurch wirkt die Laguna de Apoyo trotz touristischer Erschließung an vielen Stellen erstaunlich unberührt.
Für Reisende aus Deutschland hat die Apoyo-Lagune einen besonderen Reiz: Sie verbindet Bademöglichkeit in Süßwasser, Vulkangeographie, Nähe zu zwei der wichtigsten Kulturstädte Nicaraguas und vergleichsweise einfache Tagesausflüge. Anders als viele spektakuläre Landschaften in Mittelamerika ist dieser Kratersee ohne lange Trekkingtouren oder Höhenanpassung erreichbar.
Naturschutz-Expertinnen und -Experten in Nicaragua heben die hohe ökologische Bedeutung des Gebietes hervor: In den Wäldern rund um den See leben zahlreiche Vogelarten, Brüllaffen, Leguane und eine divers zusammengesetzte Pflanzenwelt aus Trockenwald und tropischen Arten. Die Lagune selbst ist Teil eines größeren Systems vulkanischer Seen in der Region, spielt aber durch ihre geschützte Lage im Krater und das klare Wasser eine besondere Rolle.
Geschichte und Bedeutung von Laguna de Apoyo
Geologisch geht die Apoyo-Lagune auf einen gewaltigen Ausbruch eines Vulkans zurück, der vor vielen Tausend Jahren stattfand und eine Caldera – einen großen Einbruchkrater – hinterließ. Über einen langen Zeitraum füllte sich dieser Krater mit Wasser, bis der heutige See entstand. Fachveröffentlichungen und geologische Darstellungen ordnen die Entstehung in die lange Reihe vulkanischer Aktivität des sogenannten Pazifischen Feuerrings ein, zu dem auch die Vulkankette Nicaraguas gehört.
Historisch war das Gebiet um die Laguna de Apoyo für die indigenen Bevölkerungsgruppen der Region von großer Bedeutung. Wie viele Seen und Vulkane in Mittelamerika galt die Lagune als spirituell aufgeladener Ort – ein Ort der Götter, der Elemente und der Kräfte „unter der Erde“. Schriftliche Berichte aus der spanischen Kolonialzeit deuten darauf hin, dass Kraterseen und aktive Vulkane sowohl mit Furcht als auch mit Ehrfurcht betrachtet wurden. Wie genau rituelle Praktiken an der Apoyo-Lagune aussahen, ist nur begrenzt dokumentiert; sicher ist jedoch, dass Wasserstellen und Vulkane im Weltbild der vorkolonialen Kulturen zentral waren.
Mit der Kolonialisierung durch Spanien und dem Ausbau von Masaya und Granada als wichtige Städte in der Region rückte auch die Lagune in das Blickfeld der europäischen Siedler. Sie diente als Wasserquelle, als natürlicher Zugangspunkt für Fischfang und – mit dem Aufkommen der Freizeitkultur – zunehmend als Ausflugsziel. Im 20. Jahrhundert setzte mit dem Wachstum des Tourismus in Nicaragua ein langsamer Wandel ein: Aus einem überwiegend lokal genutzten See wurde ein zunehmend internationales Ziel, insbesondere im Zusammenspiel mit der historischen Altstadt von Granada und dem spektakulären Masaya-Vulkan.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist die Laguna de Apoyo offiziell als Naturreservat ausgewiesen. Das nicaraguanische Umweltministerium und regionale Umweltbehörden betonen in ihren Publikationen den Schutz von Flora und Fauna, die Kontrolle von Bebauung und die Regulierung von touristischen Aktivitäten durch Konzessionen und Umweltauflagen. Internationale Organisationen und wissenschaftliche Projekte nutzen die Lagune zudem als Untersuchungsgebiet für Limnologie (Seenforschung), vulkanische Geologie und Biodiversität.
Im Vergleich zu ikonischen europäischen Seen ist die Apoyo-Lagune deutlich jünger dokumentiert, ihr geologisches Alter reicht aber weit in eine Zeit zurück, in der es weder das heutige Deutschland noch Europa in seiner jetzigen Form gab. Während etwa der Bodensee in Mitteleuropa eiszeitlichen Ursprungs ist, ist die Apoyo-Lagune ein Kind des vulkanischen Feuerrings – ein ganz anderes Kapitel der Erdgeschichte.
Architektur, Naturbild und besondere Merkmale
Architektonisch ist die Apoyo-Lagune kein klassisches „Bauwerk“, sondern eine Landschaftsform. Die „Architektur“ liegt hier in der Geometrie des Kraters: Die Lagune bildet nahezu einen Kreis, umgeben von steilen Hängen, die vom Ufer aus zügig an Höhe gewinnen. Der See selbst ist relativ tief, was zu einer markanten Farbgebung führt: je nach Tageszeit wirkt das Wasser türkis, stahlblau oder fast schwarz.
Der Uferbereich ist nur punktuell bebaut. Kleine Eco-Lodges, Hostels und Tagesressorts nutzen schmale Grundstücksstreifen, die bis an den See reichen. Viele dieser Unterkünfte sind in terrassenartige Hänge integriert, um den Blick auf den See zu maximieren. Holzstege, kleine Plattformen und Pontons ragen ins Wasser und dienen als Einstieg zum Schwimmen oder Kajakfahren. Größere Hotels mit geschlossenen Betonfronten sind selten; vielerorts dominieren einfache, flache Bauten, die sich in die Vegetation einfügen.
Naturschutzbehörden und Umweltorganisationen weisen immer wieder darauf hin, dass eine zu dichte Bebauung das sensible Gleichgewicht von Wasserqualität und Vegetation gefährden würde. Entsprechend werden genehmigungspflichtige Bauprojekte nach offiziellen Angaben streng geprüft. Einige internationale Umweltprojekte arbeiten mit lokalen Gemeinden und Betreibern zusammen, um nachhaltige Praktiken zu fördern – etwa beim Abwasser, bei der Abfallentsorgung und beim Einsatz von Booten ohne Motor.
Ein zentrales Merkmal der Lagune ist die Wasserqualität. Forschende und Umweltstellen beschreiben das Wasser als vergleichsweise klar, mit saisonalen Schwankungen und Einflüssen durch Niederschlag, Zuflüsse und Nutzung. Die Temperatur des Sees liegt meist deutlich über der vieler mitteleuropäischer Seen: In tropischen Breiten und durch die vulkanische Herkunft erwärmt sich das Wasser stark und lädt das ganze Jahr über zum Baden ein. Konkrete Temperaturangaben schwanken in den Berichten, meist liegen sie jedoch in einem Bereich, der von Gästen als angenehm warm beschrieben wird.
Die Lagune ist zudem Teil einer aktiven vulkanischen Region. Vom Kraterrand aus lassen sich bei klarem Wetter mehrere Vulkane der nicaraguanischen Kordillere erkennen, darunter der benachbarte Masaya, der zu den wenigen Vulkanen der Welt zählt, in deren Krater sich von offiziellen Aussichtspunkten aus aktive Lava beobachten lässt. Diese Nähe von „lebendigem“ Vulkan und „erloschenem“ Kratersee ist geologisch bemerkenswert und macht die Region für Wissenschaft und Tourismus gleichermaßen attraktiv.
Kulturell ist die Apoyo-Lagune heute ein Ort, an dem sich lokale Freizeitkultur und internationale Backpacker-Szene treffen. An Wochenenden nutzen Familien aus Masaya und Granada die Lagune für Tagesausflüge, Picknicks und Badevergnügen. Unter der Woche ist die Stimmung oft ruhiger; dann dominieren internationale Gäste, die einige Tage in einfachen Unterkünften direkt am See verbringen, Yoga-Kurse besuchen, Kajak fahren oder von hier aus Touren in die Umgebung unternehmen.
Apoyo-Lagune besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Die Apoyo-Lagune liegt zwischen Masaya und Granada im Westen Nicaraguas, ungefähr 40–60 Fahrminuten vom internationalen Flughafen in Managua entfernt. Von Deutschland aus gibt es in der Regel keine Nonstop-Flüge nach Managua; Reisende fliegen meist über große internationale Drehkreuze in Europa oder Nord- und Mittelamerika, zum Beispiel über Madrid, Amsterdam oder Miami. Die Gesamtflugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt – inklusive Umstieg – typischerweise im Bereich von etwa 14 bis 18 Stunden, abhängig von Route und Wartezeiten. Ab Managua ist die Lagune mit dem Taxi, privaten Shuttles, organisierten Touren oder – mit Umsteigen – per Bus in Richtung Masaya oder Granada erreichbar. Vor Ort verbinden lokale Taxis und Transfers die Städte mit den Unterkünften am See.
- Öffnungszeiten: Die Apoyo-Lagune selbst ist als Naturreservat prinzipiell jederzeit zugänglich, doch Zufahrtsstraßen, Parkplätze, Viewpoints und private Einrichtungen wie Strandclubs, Restaurants und Hostels haben eigene Öffnungszeiten. Diese können sich saisonal ändern oder kurzfristig angepasst werden. Wer einen Tagesaufenthalt in einem bestimmten Ressort plant, sollte die aktuell angegebenen Zeiten und Konditionen direkt bei der gewählten Unterkunft oder bei lokalen Tourveranstaltern prüfen. Generell lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht besonders stimmungsvoll ist und die Temperaturen angenehmer sind.
- Eintritt und Gebühren: Für das Naturreservat und bestimmte Zugangsabschnitte können Eintritts- oder Parkgebühren erhoben werden. Hinzu kommen oft Tagessätze für die Nutzung von Einrichtungen (Stege, Liegen, Duschen) in privaten Ressorts. Da Preise schwanken und sich an Wechselkurs, Nachfrage und Saison orientieren, sollten Reisende vorab bei ihren Gastgebern oder bei lokalen Informationsstellen nach aktuellen Tarifen fragen. Als grobe Orientierung bewegen sich viele Tagespässe in einem Bereich, der in Landeswährung überschaubar ist; in Euro umgerechnet bleibt der Betrag meist im niedrigen zweistelligen Bereich. Konkrete Summen können sich jedoch ändern.
- Beste Reisezeit: Nicaragua liegt in den Tropen mit einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit. Die Trockenzeit fällt etwa in die Monate November bis April, mit höheren Sonnenstunden und geringerer Regenwahrscheinlichkeit. Viele Reiseführer und nationale Tourismusbehörden empfehlen diese Monate als besonders geeignete Zeit für Reisen an die Pazifikküste und in das Hochland – dazu gehört auch die Region um Masaya und Granada. In der Regenzeit von etwa Mai bis Oktober muss zwar häufiger mit Schauern gerechnet werden, doch wirken Landschaft und Wälder dann besonders sattgrün. Die Wassertemperatur der Lagune bleibt das ganze Jahr über relativ konstant warm. Wer Menschenmengen meiden möchte, sollte Wochenenden und nationale Feiertage berücksichtigen, an denen viele Einheimische die Lagune besuchen.
- Sprache vor Ort: Amtssprache in Nicaragua ist Spanisch. In touristisch geprägten Unterkünften rund um die Laguna de Apoyo wird oft Englisch gesprochen, insbesondere von Mitarbeitenden in Hostels, Eco-Lodges und bei Touranbietern. Deutschkenntnisse sind eher selten anzutreffen. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige grundlegende spanische Wörter und Sätze zu beherrschen, vor allem für Situationen außerhalb der touristischen Infrastruktur.
- Zahlungsmittel und Trinkgeld: Offizielle Währung ist der Córdoba (NIO). In vielen Unterkünften, Restaurants und Tourbüros der stärker besuchten Regionen werden auch US-Dollar akzeptiert; Zahlungen in Euro sind unüblich. Kartenzahlung ist in größeren Hotels und manchen Restaurants möglich, in kleineren Betrieben kann jedoch Bargeld bevorzugt werden. Reisende sollten daher genügend lokale Währung oder US-Dollar in bar mitführen. Trinkgelder sind – ähnlich wie in anderen Teilen Lateinamerikas – üblich, aber nicht zwingend vorgeschrieben. In Restaurants werden oft etwa 10 % anerkennend wahrgenommen, sofern kein Servicezuschlag („servicio“) bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. Für Gepäckservice, Guides oder Fahrdienste gelten kleinere Beträge als angemessene Geste.
- Kleiderordnung und Verhalten: An der Apoyo-Lagune herrscht eine entspannte, strandähnliche Atmosphäre. Badebekleidung ist an den Ufern und in touristischen Anlagen üblich, in den Orten Masaya und Granada sollte jedoch eine zurückhaltendere Kleidung gewählt werden, die Schultern und Knie eher bedeckt – insbesondere beim Besuch von Kirchen, Märkten und offiziellen Gebäuden. Ein respektvoller Umgang mit der lokalen Bevölkerung, Zurückhaltung bei lauter Musik am Abend und die Beachtung von Naturschutz-Regeln (kein Müll, keine Beschädigung von Pflanzen, kein Füttern von Wildtieren) sind wesentliche Aspekte nachhaltigen Reisens.
- Fotografieren und Drohnen: Fotografieren ist an der Lagune im Allgemeinen erlaubt. Wer Personen aufnehmen möchte, sollte wie überall Rücksicht walten lassen und im Zweifel vorher fragen. Der Einsatz von Drohnen kann eingeschränkt sein, insbesondere in geschützten Gebieten und in der Nähe bewohnter Zonen. Vor dem Start sollte geprüft werden, ob lokale Vorschriften, Parkregeln oder Vorgaben der Unterkunft den Drohneneinsatz regeln. In Nicaragua können zudem übergeordnete Luftfahrtbestimmungen gelten, deren Einhaltung in der Verantwortung der Reisenden liegt.
- Gesundheit und Sicherheit: Nicaragua liegt in einer tropischen Zone, weshalb Sonnenschutz, Mückenschutz und ausreichende Trinkwasserversorgung besonders wichtig sind. Reisende aus Deutschland sollten vor der Reise ärztlichen Rat zu empfohlenen Impfungen einholen und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption abschließen. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), in Nicaragua jedoch nicht; daher ist ein privater Schutz ratsam. Das Baden in der Lagune ist grundsätzlich verbreitet, es ist jedoch sinnvoll, auf Hinweis-Schilder und Empfehlungen vor Ort zu achten – etwa im Hinblick auf Strömungen, Uferbeschaffenheit oder Wassertiefen. Wertgegenstände sollten nicht unbeaufsichtigt am Strand liegen.
- Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger gelten für Nicaragua spezifische Einreisebestimmungen, die von der Aufenthaltsdauer, dem Reisezweck und der aktuellen Sicherheitslage abhängen können. Dokumente wie Reisepass, gegebenenfalls Visa und Nachweise über die Ausreise werden je nach Situation verlangt. Da sich diese Vorgaben ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Hinweise und Sicherheitsbewertungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort werden auch Informationen zur regionalen Sicherheitslage, zu gesundheitlichen Risiken und zu Verhaltensempfehlungen bereitgestellt.
- Zeitzone und Zeitverschiebung: Nicaragua liegt in der Zeitzone Central Standard Time (CST). Im Verhältnis zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt die Zeitverschiebung in der Regel mehrere Stunden, mit Unterschieden je nachdem, ob in Deutschland gerade Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) gilt. Da Nicaragua keine saisonale Zeitumstellung wie in Europa kennt, verändern sich die Zeitabstände zu bestimmten Jahreszeiten. Vor Reiseantritt sollte die aktuelle Differenz zur MEZ/MESZ geprüft werden, insbesondere im Hinblick auf Flugzeiten und die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern in Deutschland.
Warum Laguna de Apoyo auf jede Masaya-Reise gehört
Die Apoyo-Lagune verbindet Elemente, die eine Reise in die Region Masaya und Granada außergewöhnlich machen: spektakuläre Natur, Ruhe am Wasser, Aktivmöglichkeiten und geologische Besonderheit. Wer Nicaragua besucht, erlebt an diesem Ort, wie sehr das Land vom Vulkanismus geprägt ist – und wie freundlich viele Landschaften wirken, die durch frühere Ausbrüche entstanden sind.
Für kulturell Interessierte lässt sich ein Besuch hervorragend mit der Kolonialstadt Granada verbinden. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zum Kraterrand. Viele Unterkünfte bieten organisierte Tages- oder Halbtagesausflüge an, die Baden, Bootfahren oder einfaches Entspannen im Liegestuhl mit Blick auf den See kombinieren. Ebenso gut passt die Lagune in ein Programm, das den Masaya-Vulkan, lokale Handwerksmärkte und traditionelle Keramik- oder Textilwerkstätten einschließt.
Wer aktiv unterwegs ist, findet an der Laguna de Apoyo Möglichkeiten zum Schwimmen, Stand-up-Paddling und Kajakfahren. Rundwege am Kraterrand oder Abstiegspfade zum See bieten leichtere Wanderungen mit Aussicht; für umfangreichere Trekkingtouren ist die Region eher ein Ausgangspunkt als ein klassisches Gebirge. Viele Reisende nutzen die ruhige Umgebung auch für Yoga-Retreats, Sprachkurse oder schlicht als Zwischenstopp, um zwischen erlebnisreichen Tagen in Städten oder an der Pazifikküste zur Ruhe zu kommen.
In Reiseberichten und in Publikationen seriöser Reiseführer wird die Apoyo-Lagune häufig als einer der schönsten Seen Nicaraguas beschrieben – nicht, weil sie die größte oder tiefste wäre, sondern wegen der Kombination aus Form, Farbe und Einbettung in den Krater. Diese Einschätzung findet sich sowohl in deutschsprachigen Reisemagazinen als auch in internationalen Medien wieder, die Nicaragua als aufstrebendes Reiseziel zwischen Pazifikstränden, Kaffeeplantagen und Vulkanlandschaften porträtieren.
Für Reisende aus der DACH-Region bietet die Lagune zudem einen Kontrast zu bekannten europäischen Seenlandschaften. Während der Tegernsee oder der Vierwaldstättersee durch alpine Kulisse und Schiffahrt geprägt sind, steht an der Laguna de Apoyo der geschlossene Kraterkessel im Mittelpunkt. Der Blick vom Rand auf das kreisförmige Wasserbecken hat etwas Meditatives – besonders in den Morgenstunden, wenn Nebelreste über der Wasseroberfläche schweben.
Ein weiterer Pluspunkt sind die vergleichsweise kurzen Wege in der Region. Innerhalb eines Tages lassen sich, je nach Planung, die Apoyo-Lagune, der Masaya-Vulkan und Teile der Kolonialarchitektur von Granada erleben. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann an der Lagune mehrere Nächte verbringen und so das Wechselspiel der Tageszeiten am See intensiv wahrnehmen – vom ersten Sonnenlicht bis zum Sternenhimmel fernab großer Städte.
Apoyo-Lagune in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien taucht die Laguna de Apoyo immer wieder in Bildstrecken und Reisevideos auf – oft als „geheimer“ Badesee abseits klassischer Karibikstrände. Besonders beliebt sind Aufnahmen von Stegen, die in das stille Wasser führen, von Kajaks im Morgenlicht und von Panoramablicken, die den runden Kratersee aus der Vogelperspektive zeigen.
Apoyo-Lagune — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Apoyo-Lagune
Wo liegt die Apoyo-Lagune genau?
Die Apoyo-Lagune (Laguna de Apoyo) liegt im Westen Nicaraguas zwischen den Städten Masaya und Granada, südlich der Hauptstadt Managua. Sie füllt einen nahezu kreisförmigen Vulkankrater, der Teil einer aktiven Vulkanzone entlang des Pazifiks ist. Die Fahrzeit von Managua zur Lagune beträgt in der Regel weniger als eine Stunde, von Granada aus ist sie noch schneller erreichbar.
Wie ist die Apoyo-Lagune entstanden?
Die Lagune ist das Ergebnis eines vulkanischen Großereignisses. Nach einem starken Ausbruch brach der Vulkan ein, es entstand eine Caldera, die sich im Laufe der Zeit mit Wasser füllte. So entwickelte sich der heutige Kratersee. Die geologische Entstehung ist Teil der Geschichte der pazifischen Vulkankette, die sich durch ganz Nicaragua zieht und dem Land seine markante Landschaft verleiht.
Kann man in der Apoyo-Lagune schwimmen?
Ja, die Apoyo-Lagune ist ein beliebter Ort zum Schwimmen und für andere Wasseraktivitäten wie Kajakfahren oder Stand-up-Paddling. Viele Unterkünfte und Tagesressorts am See verfügen über Stege und Einstiege ins Wasser. Wie an allen Naturgewässern sollten Besucher auf Sicherheit achten, Hinweisschilder beachten, nicht alleine weit hinaus schwimmen und bei Kindern besondere Vorsicht walten lassen.
Wie gelangt man von Deutschland zur Laguna de Apoyo?
Von Deutschland aus führen die meisten Routen mit dem Flugzeug über europäische oder amerikanische Drehkreuze nach Managua, den internationalen Flughafen Nicaraguas. Die gesamte Reisezeit liegt – je nach Verbindung – meist im Bereich von 14 bis 18 Stunden. Vom Flughafen aus sind es per Taxi, Shuttle oder Bus rund 40 bis 60 Minuten zur Apoyo-Lagune. Viele Unterkünfte bieten Transfers an oder organisieren Fahrdienste über lokale Partner.
Welche Reisezeit eignet sich besonders für einen Besuch?
Als besonders angenehm gilt die trockene Jahreszeit von etwa November bis April, wenn die Regenwahrscheinlichkeit geringer und die Wege leichter zu befahren sind. In dieser Zeit ist auch die Kombination von Kulturstädten, Vulkanausflügen und Badeaufenthalten an der Lagune beliebt. Wer die sattgrüne Landschaft und weniger Staub bevorzugt, kann auch in der Regenzeit reisen, muss dann aber mit kürzeren, teils intensiven Schauern rechnen. Die Wassertemperatur bleibt meist das ganze Jahr über mild bis warm.
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