Antelope Canyon, Reise

Antelope Canyon bei Page: Magische Lichtschluchten im Südwesten der USA

20.05.2026 - 19:00:20 | ad-hoc-news.de

Antelope Canyon bei Page in den USA ist eine der fotogensten Slot Canyons der Welt – aber auch streng reguliertes Navajo-Land. Was Sie heute wissen müssen, bevor Sie Ihre Reise planen.

Antelope Canyon, Reise, USA
Antelope Canyon, Reise, USA

Rot leuchtende Sandsteinwände, die sich in Wellen über Ihrem Kopf schließen, feine Lichtstrahlen, die wie Scheinwerfer durch schmale Spalten fallen – der Antelope Canyon bei Page wirkt, als wäre er für Fotografen inszeniert worden. In Wahrheit ist dieser Slot Canyon ein heiliger Ort der Navajo, geformt von Jahrtausenden seltener, aber gewaltiger Sturzfluten in der Wüste von Arizona.

Antelope Canyon: Das ikonische Wahrzeichen von Page

Der Antelope Canyon (sinngemäß „Antilopen-Schlucht”) ist heute eines der bekanntesten Naturwahrzeichen des amerikanischen Südwestens. Die Schlucht liegt in der Nähe der Kleinstadt Page im Norden des Bundesstaats Arizona, unweit des Lake Powell und des Glen Canyon Dam. Reisemagazine wie National Geographic und GEO Saison zeigen den Canyon immer wieder als Symbolbild für die wilden, farbintensiven Landschaften im Gebiet rund um den Colorado River.

Der Canyon besteht eigentlich aus zwei getrennten Abschnitten: dem Upper Antelope Canyon („The Crack”) und dem Lower Antelope Canyon („The Corkscrew”). Beide sind enge Slot Canyons, in die das Sonnenlicht nur zeitweise und in spektakulären Winkeln einfällt. Laut der offiziellen Tourismusbehörde von Arizona sowie der Navajo Parks and Recreation Department gehört der Antelope Canyon zu den meistbesuchten Naturattraktionen des Navajo Nation Tribal Parks, zu dem auch der berühmte Monument Valley Navajo Tribal Park zählt.

Für Reisende aus Deutschland ist der Canyon ein klassisches Highlight auf Rundreisen durch Arizona und Utah – oft kombiniert mit dem Grand Canyon, dem Zion National Park und dem Bryce Canyon. Im Unterschied zu diesen Nationalparks liegt der Antelope Canyon jedoch nicht in einem US-Bundesstaaten-Park oder Nationalpark, sondern vollständig auf dem Gebiet der Navajo Nation, einem souveränen indianischen Territorium mit eigenen Regeln und kultureller Prägung. Das sorgt für ein ganz anderes Besuchserlebnis als in vielen anderen US-Naturparks.

Geschichte und Bedeutung von Antelope Canyon

Geologisch ist der Antelope Canyon ein Produkt langsamer Erosion: Sturzfluten, die nach seltenen, aber heftigen Gewitterregen durch die ansonsten trockenen Wadis fließen, haben sich über sehr lange Zeiträume in den weichen Navajo-Sandstein eingegraben. Fachartikel der US-Behörde National Park Service und Beiträge der National Geographic Society betonen, dass solche Slot Canyons typische Erscheinungen in den Hochwüsten von Arizona und Utah sind, der Antelope Canyon aber als besonders zugänglich und fotogen gilt, weil er nur wenige Kilometer von Page entfernt liegt und gut erschlossen ist.

Für die Navajo, die den Canyon seit Generationen kennen, ist die Schlucht mehr als ein Fotomotiv. Informationen der offiziellen Seite der Navajo Nation Parks & Recreation und des lizenzierten Anbieters Antelope Canyon Tours, die eng mit der Stammesverwaltung zusammenarbeiten, weisen darauf hin, dass der Canyon als heiliger Ort gilt. Er steht in Verbindung mit Geschichten und Zeremonien, die in der mündlichen Tradition der Navajo verankert sind. Besucherinnen und Besucher werden während der Touren meist darauf hingewiesen, respektvoll zu bleiben, nicht zu schreien und keine Steine oder Sand mitzunehmen.

Als touristisches Ziel rückte der Antelope Canyon vor allem ab den 1980er- und 1990er-Jahren ins internationale Blickfeld. Reiseberichte in US-Medien wie der New York Times und Bildstrecken in renommierten Fotografiemagazinen machten die spektakulären Lichtstrahlen im Upper Antelope Canyon populär. Spätestens mit der Verbreitung digitaler Spiegelreflex- und Smartphonekameras wurde der Canyon zu einer Art Pilgerort für Fotografen aus aller Welt. Reiseführer wie Marco Polo USA Südwesten und das ADAC Reisemagazin zu Arizona und Utah markieren ihn heute als „Must-See“ auf klassischen Roadtrip-Routen.

Ein tragisches Kapitel der jüngeren Geschichte ist der schwere Unfall von 1997, bei dem in einem Seitenarm des Lower Antelope Canyons während einer plötzlichen Sturzflut mehrere Menschen ums Leben kamen. Sowohl US-Agenturen wie die Associated Press (AP) als auch deutschsprachige Medien wie die Süddeutsche Zeitung berichteten damals über das Unglück. In der Folge wurden die Sicherheitsvorschriften deutlich verschärft. Heute sind Besuche nur noch im Rahmen geführter Touren möglich, bei denen Ranger und Guides das Wetter genau beobachten und die Schlucht bei Gefahr rasch räumen können.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn es sich beim Antelope Canyon nicht um ein menschliches Bauwerk handelt, besitzt die Schlucht eine Art „natürliche Architektur“, die Architekten und Künstler gleichermaßen fasziniert. Die Wände aus rosafarbenem bis tiefrotem Sandstein sind oft nur wenige Meter voneinander entfernt und ziehen sich in weichen, skulpturalen Kurven nach oben. Der Canyon ist streckenweise nur so breit wie ein schmaler Gehweg, während die Wände mehrere Dutzend Meter in die Höhe ragen. Fachpublikationen zur Landschaftsfotografie, darunter Beiträge aus GEO Extra und National Geographic Deutschland, heben die weichen Linien und Schattierungen hervor, die in vielen Bildern fast wie abstrakte Malerei wirken.

Der Upper Antelope Canyon ist im Gegensatz zum Lower Antelope Canyon deutlich kürzer und ebenerdig zugänglich. Laut Informationen der offiziellen Touranbieter vor Ort sowie Reiseempfehlungen des Arizona Office of Tourism ist dieser Abschnitt besonders für Reisende geeignet, die wenig klettern möchten oder weniger mobil sind. Das Dach des Canyons ist weitgehend geschlossen, sodass nur schmale Spalten Licht ins Innere lassen. Um die Mittagszeit, etwa zwischen 11:00 und 13:00 Uhr, fallen bei geeigneter Sonneneinstrahlung die berühmten Lichtstrahlen (englisch „light beams“) durch die Öffnungen und bilden helle Säulen im Staub, der von den Guides manchmal bewusst aufgewirbelt wird.

Der Lower Antelope Canyon ist länger, schmaler und erfordert deutlich mehr Bewegung: Leitern, enge Stufen und teilweise steile Passagen machen die Tour etwas sportlicher. Sowohl das Navajo Parks & Recreation Department als auch deutschsprachige Reiseführer wie Merian live! zum Südwesten der USA weisen darauf hin, dass sich der Lower Canyon eher für trittsichere Besucherinnen und Besucher eignet, die keine Probleme mit engen Räumen haben. Wer klaustrophobische Tendenzen hat oder unter starker Höhenangst leidet, sollte dies bei der Buchung bedenken.

Fotografisch unterscheiden sich die beiden Abschnitte deutlich. Der Upper Canyon ist für die Lichtstrahlen berühmt, der Lower Canyon hingegen für seine geschwungenen Formen und die Vielfalt an Perspektiven. Viele der ikonischen Bilder, die in sozialen Medien kursieren – etwa die berühmte „Herzform“ oder Konturen, die an Tiere, Gesichter oder Wellen erinnern –, stammen aus dem Lower Canyon. Reise- und Fotomagazine empfehlen, die Belichtungszeit eher länger zu wählen und Stative nur zu nutzen, wenn sie von der Tourgesellschaft ausdrücklich erlaubt sind; in den vergangenen Jahren wurden reine „Fototouren“ mit Stativ vielerorts eingeschränkt oder eingestellt, um den Besucherfluss besser zu steuern.

Kulturell ist der Canyon eng mit der Navajo-Kunst verknüpft. In Page und an den Tourbasen bieten lokale Kunsthandwerker Schmuck, Teppiche, Töpferwaren und Fotografien an, die traditionelle Symbolik mit Motiven aus den Slot Canyons verbinden. Die Deutsche Welle und andere Kulturmedien betonen, dass der Tourismus im Antelope Canyon für die Navajo sowohl wirtschaftliche Chance als auch Herausforderung ist: Er schafft Einkommen, verlangt aber zugleich nach Schutzmaßnahmen für Natur und Kultur. Viele Touren beginnen deshalb mit kurzen Erläuterungen zur Geschichte der Navajo, zu traditionellen Vorstellungen von Natur und zu Verhaltensregeln im heiligen Gebiet.

Antelope Canyon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Antelope Canyon liegt wenige Kilometer östlich von Page im Norden Arizonas, nahe der Grenze zu Utah. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich meist ein Flug in die USA mit anschließendem Inlandsflug oder Roadtrip. Gängige Verbindungen führen von Frankfurt/Main, München oder Berlin über große Drehkreuze wie Dallas, Phoenix, Denver oder Las Vegas. Die reine Flugzeit von Deutschland in den Südwesten der USA liegt – je nach Route – bei rund 11 bis 13 Stunden, hinzu kommen Umstiegs- und Fahrzeiten. Von Las Vegas aus sind es mit dem Mietwagen typischerweise etwa 440 km nach Page, was bei gemütlicher Fahrt rund fünf bis sechs Stunden entspricht, von Phoenix etwa 450 km. Sowohl der ADAC als auch das Arizona Office of Tourism empfehlen, genügend Zeit für Zwischenstopps einzuplanen, da die Strecke landschaftlich sehr reizvoll ist.
  • Besuch nur mit autorisierten Touren
    Wichtiger Unterschied zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten: Der Antelope Canyon kann ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour besucht werden. Die offizielle Verwaltungsbehörde Navajo Parks & Recreation und die lizenzierten Veranstalter vor Ort betonen, dass unabhängige Wanderungen in der Schlucht verboten sind. Dies dient sowohl dem Schutz der Besucherinnen und Besucher – vor allem wegen plötzlicher Sturzfluten – als auch dem Schutz des heiligen Ortes. Touren sollten unbedingt im Voraus online reserviert werden, insbesondere in der Hauptsaison von Frühling bis Herbst. Viele Anbieter sind mehrere Tage oder Wochen im Voraus ausgebucht.
  • Öffnungszeiten
    Der Canyon selbst hat keine klassischen „Öffnungszeiten“ wie ein Museum, die Touren jedoch schon. Startzeiten variieren je nach Jahreszeit und Abschnitt (Upper oder Lower Canyon). Da die Touren in Navajo-Hand liegen und sich Abläufe an Wetter, Saison und Nachfrage anpassen, sollten aktuelle Zeiten direkt bei den gewählten Touranbietern oder bei Navajo Parks & Recreation geprüft werden. Grundsätzlich finden Touren tagsüber statt; Dämmerungs- oder Sonnenaufgangstouren sind seltener und oft teurer.
  • Eintritt und Tourpreise
    Der Zugang zum Antelope Canyon setzt sich in der Regel aus einer Tourgebühr und einer Navajo-Park-Abgabe zusammen. Reiseportale großer Veranstalter und Informationen mehrerer Touranbieter zeigen, dass die Preise je nach Saison, Tageszeit (Lichtstrahlen-Touren um die Mittagszeit sind meist teurer), Dauer und Anbieter deutlich variieren und sich auch ändern können. Daher sollten aktuelle Preise direkt beim Anbieter geprüft werden. Als Orientierung können Reisende mit einem mittleren zweistelligen Betrag pro Person in US-Dollar rechnen, also grob im Bereich von mehreren Dutzend Euro (in US-Dollar umgerechnet). Wichtig ist: Die Zahlung erfolgt vor Ort oder bei Onlinebuchung meist in US-Dollar; Kreditkarten werden weit verbreitet akzeptiert.
  • Beste Reisezeit
    Laut Empfehlungen des Arizona Office of Tourism und von etablierten Reiseführern bietet das Frühjahr (etwa März bis Mai) und der Herbst (etwa September bis Oktober) eine gute Kombination aus moderaten Temperaturen und relativ stabiler Wetterlage. Im Sommer kann es in der Region sehr heiß werden, häufig deutlich über 30 °C, und Gewitter können Sturzfluten auslösen. Touren werden dann aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt. Die berühmten Lichtstrahlen im Upper Antelope Canyon sieht man in der Regel eher in den Monaten um die Sommersonnenwende, wenn die Sonne hoch genug steht, und um die Mittagszeit. Wer vor allem in Ruhe fotografieren möchte, nimmt eher Randzeiten in Kauf, muss dann aber auf spektakuläre Lichtstrahlen eventuell verzichten.
  • Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Page und bei den meisten Touranbietern wird Englisch gesprochen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und große US-Reiseführer weisen darauf hin, dass in touristischen Regionen des Südwestens teilweise auch spanisch gesprochen wird, Deutsch jedoch nur selten. Basis-Englischkenntnisse sind deshalb hilfreich. Bei der Bezahlung sind Kreditkarten der großen Anbieter (Visa, Mastercard) weit verbreitet; Bargeld in US-Dollar kann für Trinkgelder und kleinere Ausgaben nützlich sein. In den USA ist Trinkgeld ein wichtiger Teil des Einkommens im Dienstleistungssektor. Für Guides im Antelope Canyon wird häufig ein Trinkgeld im Rahmen von etwa 10 bis 20 % des Tourpreises empfohlen, sofern der Service zufriedenstellend war.
  • Ausrüstung und Kleidung
    Die Schlucht ist sandig, stellenweise eng und kann bei Wetteränderungen rutschig sein. Bewährte Tipps von Outdoor-Magazinen wie dem Alpin Magazin und Reiseportalen mit Fokus auf den Südwesten lauten: geschlossene, rutschfeste Schuhe, bequeme, atmungsaktive Kleidung, eine leichte Jacke je nach Jahreszeit und wenig lose Ausrüstung. Große Rucksäcke, Kamerataschen und Stative sind auf vielen Touren aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen nicht erlaubt. Wer empfindlich auf Staub reagiert, sollte ggf. ein Tuch oder eine Maske mitnehmen. Wasser ist in der Wüste essenziell; allerdings darf im Canyon oft nicht gegessen werden, und Müll muss wieder mitgenommen werden.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Antelope Canyon liegt in den USA, daher gelten die Einreisebestimmungen der Vereinigten Staaten. Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger sollten die jeweils aktuellen Regelungen, etwa zum Visa Waiver Programm (ESTA), sowie Gesundheits- und Sicherheitshinweise vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Da es sich um eine Fernreise außerhalb der EU handelt, ist eine Reisekrankenversicherung mit Auslandsschutz dringend zu empfehlen. Für Aufenthalte in größeren Höhen (Page liegt auf rund 1.250 m) gilt: Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte dies vorab ärztlich abklären.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Page und der Antelope Canyon liegen in Arizona, das überwiegend der Mountain Time Zone zugeordnet ist. Laut US-Zeitdienst und Informationen der Deutschen Zentrale für Tourismus beträgt die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit in der Regel ?8 Stunden im Winter (MEZ) und ?8 oder ?9 Stunden im Sommer, je nach Umstellung auf Sommerzeit in den USA und in Europa. Da Arizona eine Sonderrolle bei der Sommerzeit spielt (nicht alle Regionen stellen um), sollten Reisende die konkrete Zeitdifferenz vor Abflug noch einmal prüfen, insbesondere bei Anschlussflügen und Tourterminen.
  • Sicherheit vor Ort
    Die größte natürliche Gefahr im Antelope Canyon sind plötzliche Sturzfluten, die sich auch bei Regenfällen viele Kilometer entfernt entwickeln können. Navajo Parks & Recreation sowie US-Wetterdienste überwachen deshalb Wetterlagen sehr genau. Wenn Touren aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, ist dies ernst zu nehmen; Erstattungsregeln sind je nach Anbieter unterschiedlich. Reisende sollten pünktlich zum Treffpunkt erscheinen und den Anweisungen der Guides unbedingt folgen. Auf eigene Faust die Schlucht zu betreten ist streng verboten und kann lebensgefährlich sein.

Warum Antelope Canyon auf jede Page-Reise gehört

Kaum ein anderer Ort im Südwesten der USA vereint auf so engem Raum die Themen Landschaftsfotografie, indigene Kultur und Wüstenerlebnis wie der Antelope Canyon. Während der Grand Canyon mit seiner gewaltigen Weite beeindruckt, wirkt der Slot Canyon intim und geheimnisvoll: Man bewegt sich direkt zwischen den wind- und wassergeformten Wänden, sieht, wie das Licht im Minutentakt die Farben von warmem Beige über kräftiges Orange bis zu tiefem Rot verändert, und hört dabei oft nur die leisen Schritte der Gruppe auf dem Sand.

Für viele Reisende aus Deutschland ist schon der Anblick der ersten Bilder der Auslöser, eine USA-Südwestreise zu planen. Reisemagazine wie das ADAC Reisemagazin, Merian und Geo Saison zeigen Antelope Canyon regelmäßig als Beispiel dafür, wie vielfältig die Landschaften zwischen Arizona und Utah sind. Im Vergleich zu anderen Canyons wie dem Slot Canyon im Zion National Park ist der Zugang hier zwar stärker reguliert, dafür aber auch für weniger geübte Wanderinnen und Wanderer zugänglich – vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf die geführte Struktur einzulassen.

Praktisch ist, dass der Antelope Canyon sich hervorragend mit weiteren Attraktionen rund um Page kombinieren lässt. Der nahe Horseshoe Bend, eine markante Schleife des Colorado River, ist nur wenige Fahrminuten entfernt und inzwischen ebenfalls zu einer ikonischen Fotoperspektive geworden. Der Lake Powell bietet Möglichkeiten für Bootstouren, Kajakfahrten und Badeausflüge; Reiseführer wie der Baedeker Südwesten USA empfehlen, mindestens zwei Nächte in Page einzuplanen, um die Highlights der Region entspannt zu erleben.

Wer sich für Kultur interessiert, findet in der Umgebung zudem mehrere Stätten, die Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Navajo und weiterer indigener Gruppen geben, etwa Museen mit regionaler Kunst oder geführte Touren durch weitere heilige Landschaften. Damit wird der Besuch des Antelope Canyon mehr als nur ein Fotostopp: Er kann auch ein Anstoß sein, sich intensiver mit der Geschichte des Landes auseinanderzusetzen, das man auf einem typischen Roadtrip oft nur aus dem Autofenster betrachtet.

Für Familien mit Kindern bietet der Canyon dank seiner relativ kurzen Gehstrecke und der spannenden Lichtsituation ein eindrucksvolles Erlebnis, wobei der Lower Canyon mit seinen Leitern und engen Passagen eher für ältere, trittsichere Kinder geeignet ist. Paare und Alleinreisende schätzen häufig die fast meditative Atmosphäre, die entsteht, wenn man in einer stillen Sektion kurz innehalten kann – auch wenn der Antelope Canyon selbst längst kein Geheimtipp mehr ist.

Antelope Canyon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Antelope Canyon ist in sozialen Medien zu einem Symbol für „Bucket-List“-Reisen geworden. Auf Instagram, TikTok und YouTube kursieren Millionen von Bildern und Videos, die die Lichtstrahlen, Farbverläufe und abstrakten Formen der Schlucht inszenieren. Reisejournalistische Analysen von Medien wie der New York Times und der BBC zeigen, dass solche Bilder weltweit Erwartungen schüren – und damit den Besucherstrom weiter erhöhen. Zugleich betonen sie, dass viele dieser Aufnahmen sorgfältig geplant und nachbearbeitet sind; wer den Canyon besucht, erlebt deshalb zwar eindrucksvolle Szenen, sollte aber nicht erwarten, dass jede Sekunde genauso aussieht wie auf perfekten Werbefotos.

Für deutsche Reisende können soziale Medien dennoch eine gute Vorbereitung sein: Sie vermitteln einen Eindruck der Enge der Schlucht, der typischen Kleidung der Besucher und der Lichtstimmungen zu verschiedenen Tageszeiten. Besonders hilfreich sind kurze Clips, in denen Guides erklären, wie man Kameraeinstellungen für den Canyon anpasst oder warum bestimmte Verhaltensregeln – etwa das Verbot, Blitzlicht zu nutzen oder zu lange an einem Fotospot zu verweilen – notwendig sind, um den Ablauf für alle angenehm zu gestalten.

Häufige Fragen zu Antelope Canyon

Wo liegt der Antelope Canyon genau?

Der Antelope Canyon befindet sich im Norden des US-Bundesstaats Arizona, wenige Kilometer östlich der Stadt Page und nahe der Grenze zu Utah. Er liegt vollständig auf dem Gebiet der Navajo Nation, einem souveränen indianischen Territorium, und ist nur über autorisierte Touranbieter zugänglich.

Was ist der Unterschied zwischen Upper und Lower Antelope Canyon?

Der Upper Antelope Canyon („The Crack”) ist kürzer, ebenerdig und durch ein nahezu geschlossenes „Dach“ geprägt, durch das die berühmten Lichtstrahlen zur Mittagszeit einfallen. Er eignet sich gut für Besucherinnen und Besucher, die keine Leitern steigen möchten. Der Lower Antelope Canyon („The Corkscrew”) ist länger, schmaler und erfordert den Einsatz von Leitern und das Passieren enger Passagen. Er gilt als etwas sportlicher und bietet besonders vielfältige Formen und Perspektiven für Fotografen.

Kann man den Antelope Canyon ohne geführte Tour besuchen?

Nein. Sowohl das Navajo Parks & Recreation Department als auch alle offiziellen Touranbieter stellen klar, dass Besuche nur im Rahmen geführter Touren erlaubt sind. Dies dient der Sicherheit der Gäste – vor allem wegen der Gefahr plötzlicher Sturzfluten – und dem Schutz der kulturellen und natürlichen Ressourcen der Navajo Nation. Eigenständige Wanderungen in der Schlucht sind verboten und können strafrechtliche Folgen haben.

Wann ist die beste Reisezeit für den Antelope Canyon?

Als besonders angenehm gelten Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen in der Region um Page moderat sind. Wer die berühmten Lichtstrahlen im Upper Antelope Canyon sehen möchte, hat nach Empfehlungen von Touranbietern und der Tourismusbehörde von Arizona in den Monaten um den Sommer herum zur Mittagszeit die besten Chancen, allerdings ist dies auch die Hauptsaison mit entsprechend hohem Besucheraufkommen. Im Sommer kann es sehr heiß werden, und Gewitter können Tourabsagen erzwingen; im Winter ist es ruhiger, die Lichtstimmung aber anders, und einige Touren können eingeschränkt sein.

Wie gelangt man von Deutschland aus zum Antelope Canyon?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst in eine US-Großstadt wie Phoenix, Las Vegas, Los Angeles oder Denver und reisen von dort mit einem Inlandsflug oder dem Mietwagen nach Page weiter. Die Flugzeit von Deutschland in den Südwesten der USA liegt, abhängig von Route und Umstiegszeiten, bei rund 11 bis 13 Stunden. Von Las Vegas oder Phoenix sind es jeweils etwa 440 bis 450 km mit dem Auto bis nach Page, was bei entspannter Fahrweise ungefähr fünf bis sechs Stunden entspricht. Vor der Reise sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt geprüft werden.

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