Altstädter Ring Prag, Staromestske namesti

Altstädter Ring Prag: Warum dieser Platz Reisende fesselt

07.06.2026 - 09:17:11 | ad-hoc-news.de

Altstädter Ring Prag, das Staromestske namesti im Herzen von Prag, Tschechien: Geschichte, Architektur, Uhrenspiel – und praktische Tipps für Ihre nächste Reise.

Altstädter Ring Prag, Staromestske namesti, Prag
Altstädter Ring Prag, Staromestske namesti, Prag

Wenn sich zur vollen Stunde hunderte Köpfe nach oben drehen, das Glockenspiel ertönt und die Figuren der Astronomischen Uhr über dem Altstädter Ring Prag zum Leben erwachen, spürt man: Hier schlägt das historische Herz von Prag. Das Staromestske namesti („Altstädter Platz“) ist mehr als ein Postkartenmotiv – es ist einer der atmosphärisch dichtesten Stadträume Europas, in dem sich Jahrhunderte böhmischer, mitteleuropäischer und auch deutscher Geschichte überlagern.

Altstädter Ring Prag: Das ikonische Wahrzeichen von Prag

Der Altstädter Ring Prag liegt im Zentrum der Prager Altstadt und ist einer der berühmtesten Plätze in Tschechien. Umgeben von gotischen, barocken und Jugendstil-Fassaden bündelt er in wenigen hundert Metern viele der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: das Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Uhr, die barocke Nikolauskirche, der Blick hinüber zur Teynkirche und mehrere prachtvolle Bürgerhäuser. Für Reisende aus Deutschland ist dieser Platz häufig der erste Moment, in dem Prag seine ganze Kulisse und Geschichte auf einmal entfaltet.

Der Platz ist etwa rechteckig und wird heute als Fußgängerzone genutzt. Tagsüber füllen Straßenkünstler, Musiker und Stadtführungen die Fläche; abends taucht die Beleuchtung von Rathaus, Kirchen und Häusern das Staromestske namesti in warmes Licht. Anders als viele streng geplante Plätze des 19. Jahrhunderts ist der Altstädter Ring organisch gewachsen: Die leicht unregelmäßige Form und die unterschiedlichen Gebäudehöhen erzählen vom mittelalterlichen Marktplatz, der sich über Jahrhunderte immer wieder verändert hat.

Reiseführer wie „Marco Polo Prag“ und „ADAC Reisemagazin“ beschreiben den Altstädter Ring Prag seit Jahren als einen der „schönsten historischen Stadtplätze Europas“ und als unverzichtbaren Ausgangspunkt einer Prag-Reise. Das entspricht auch der Einschätzung der offiziellen Tourismusorganisation Prague City Tourism, die den Platz als zentrale Visitenkarte der Stadt darstellt. Für Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region ist der Platz daher nicht nur Sehenswürdigkeit, sondern Ankerpunkt: Von hier aus erschließen sich die Altstadtgassen, die Karlsbrücke und das Burgpanorama.

Geschichte und Bedeutung von Staromestske namesti

Das Staromestske namesti entwickelte sich im Mittelalter als zentraler Marktplatz der damals eigenständigen Altstadt Prag. Bereits im 12. und 13. Jahrhundert entstand hier ein Handelsplatz, an dem sich Kaufleute aus Böhmen, dem Heiligen Römischen Reich, Italien und anderen Teilen Europas trafen. Dass Prag als aufstrebende Residenzstadt böhmischer Könige und später als wichtiger Ort des Heiligen Römischen Reiches fungierte, spiegelt sich bis heute in der Dichte und Pracht der Bürgerhäuser rund um den Platz.

Im 14. Jahrhundert, zur Zeit Kaiser Karls IV., erreichte die Stadt eine erste große Blüte. Karl IV., der zugleich römisch-deutscher König und böhmischer König war, machte Prag zu einer Art Hauptstadt seines Reiches. In dieser Epoche wurden nicht nur die Karlsbrücke und viele Kirchen gebaut, sondern auch das städtische Selbstbewusstsein gestärkt. Das Altstädter Rathaus am Platz wurde zu einem Symbol für die kommunale Autonomie der Bürger – ähnlich wie die Rathäuser in deutschen Handelsstädten wie Lübeck oder Nürnberg.

Der Platz war aber nicht nur Schauplatz von Handel und Repräsentation, sondern immer wieder Ort dramatischer historischer Ereignisse. Zu den einschneidenden Momenten gehört die Hinrichtung von 27 böhmischen Adligen nach der Niederlage im Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1621. Zur Erinnerung an diese Opfer des Habsburger Sieges sind in der Pflasterung des Platzes Kreuze markiert. Für deutsche Reisende, die den Dreißigjährigen Krieg meist aus deutscher Perspektive kennen, eröffnet sich hier eine böhmische Sicht auf denselben Konflikt.

Im 19. Jahrhundert, als in Europa nationale Bewegungen erstarkten, wurde das Staromestske namesti zu einem Symbol des tschechischen Nationalbewusstseins. 1915 wurde in der Platzmitte das Monument für den Reformprediger Jan Hus errichtet, der im 15. Jahrhundert eine religiöse und nationale Erneuerungsbewegung anstieß und 1415 in Konstanz verbrannt wurde. Das Jan-Hus-Denkmal erinnert bis heute daran, dass Prag nicht nur ein touristisches Postkartenmotiv ist, sondern auch ein Ort, an dem Ringen um religiöse Freiheit und nationale Selbstbestimmung stattfand.

Im 20. Jahrhundert war der Altstädter Ring Prag mehrfach Schauplatz politischer Kundgebungen und historischer Wendepunkte – etwa bei Demonstrationen während der kommunistischen Zeit und bei den Umbrüchen von 1989. Für heutige Besucher ist diese politische Geschichte oft nicht sofort sichtbar, doch Stadtführungen und Hinweistafeln machen darauf aufmerksam. So wird der Platz zu einem historischen Lesebuch, in dem jede Epoche ihre Spuren hinterlassen hat.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Was den Altstädter Ring Prag architektonisch so faszinierend macht, ist die ungewöhnliche Gleichzeitigkeit vieler Stilepochen. Gotische Giebel stehen neben barocken Fassaden, Renaissance-Sgraffiti treffen auf Jugendstil-Ornamente. Anders als in vielen deutschen Städten, die im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurden, ist die Altstadt von Prag in ihrer historischen Struktur weitgehend erhalten geblieben. Das Ergebnis ist eine urbane Bühne, die für architekturinteressierte Reisende aus Deutschland besonders reizvoll ist.

Dominant ist das Ensemble aus Altstädter Rathaus und Astronomischer Uhr. Der älteste Teil des Rathausturms stammt aus dem 14. Jahrhundert; im Laufe der Jahrhunderte wurde der Komplex stetig erweitert. Die Astronomische Uhr (Orloj) an der Südfassade entstand im 15. Jahrhundert und gilt als eine der ältesten noch funktionierenden astronomischen Uhren der Welt. Sie zeigt nicht nur die Uhrzeit, sondern auch astronomische Informationen wie Sonnen- und Mondstand sowie einen Kalender mit Monatsdarstellungen.

Zu jeder vollen Stunde setzt sich das berühmte Figurenspiel in Bewegung: Die zwölf Apostel erscheinen in kleinen Fenstern, allegorische Figuren – etwa der Tod mit der Sanduhr – erinnern an die Vergänglichkeit des Lebens. Dieser Moment zieht zuverlässig Menschenansammlungen an und gehört zu den meistfotografierten Szenen Prags. Viele Reiseführer empfehlen, etwas früher zu kommen, um einen guten Platz zu bekommen, und die Uhr auch einmal aus näherer Distanz im Detail zu betrachten.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes prägt die Teynkirche (Kostel Matky Boží p?ed Týnem) mit ihren beiden spitzen Türmen die Silhouette. Auch wenn ihr Haupteingang in einer Seitenstraße liegt, bildet sie optisch eine Art Hintergrundkulisse für den Altstädter Ring. Ihre hochaufragenden Türme werden oft mit den Türmen des Kölner Doms verglichen – beide sind markante Beispiele gotischer Vertikalität, auch wenn ihre Dimensionen unterschiedlich sind.

In der Mitte des Platzes befindet sich das monumentale Jan-Hus-Denkmal, das 1915 enthüllt wurde. Die Skulpturengruppe zeigt Hus sowie symbolische Figuren, die Unterdrückung und Erneuerung darstellen. Gerade für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland lohnt sich ein Blick in einen Reiseführer oder eine Infotafel, um die Bedeutung von Hus für die tschechische Geschichte zu verstehen: Seine Lehren beeinflussten später auch Martin Luther und die Reformation in deutschen Territorien.

Unter den Bürgerhäusern rund um das Staromestske namesti stechen mehrere Gebäude hervor. Das „Haus zur Steinernen Glocke“ gilt als eines der wichtigsten erhaltenen gotischen Bürgerhäuser in Prag, wurde später umgebaut und im 20. Jahrhundert restauriert. Heute wird es als Ausstellungshaus der Städtischen Galerie Prag genutzt und verbindet mittelalterliche Struktur mit moderner Kunstpräsentation. Weitere Häuser tragen Namen wie „Zum Einhorn“ oder „Zur Minute“ und sind mit Sgraffito-Dekor, Stuck und Bemalungen versehen.

Neben der religiösen und bürgerlichen Architektur spielt auch die Erinnerungskultur eine Rolle: In das Pflaster eingelassene Kreuze und Gedenksteine, Tafeln an den Fassaden und das Hus-Denkmal bilden ein dichtes Netz historischer Verweise. Kunsthistoriker und Stadtführer betonen immer wieder, dass der Altstädter Ring nicht als einheitliches, zu einer bestimmten Zeit geplantes Ensemble verstanden werden darf, sondern als gewachsene Collage – gerade dies macht seinen Reiz aus.

Altstädter Ring Prag besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Altstädter Ring Prag liegt in der Altstadt (Stare Mesto), wenige Gehminuten von der Karlsbrücke entfernt. Für Reisende aus Deutschland ist Prag aus vielen Städten gut erreichbar. Von Frankfurt am Main, München, Berlin oder Dresden bestehen regelmäßige Bahnverbindungen mit der Deutschen Bahn und tschechischen Bahnen, oft mit einem Umstieg in Nürnberg, Dresden oder Berlin. Die Fahrzeit liegt – je nach Ausgangspunkt – meist zwischen etwa 4 und 7 Stunden. Mit dem Auto führt die Route aus Süddeutschland häufig über die A6/A93 und dann tschechische Autobahnen, aus Ostdeutschland über die A17 und weiter Richtung Prag. In Tschechien besteht Mautpflicht für Autobahnen; eine digitale Vignette ist erforderlich. Flüge von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) nach Prag (Václav-Havel-Flughafen) dauern in der Regel rund 1 bis 1,5 Stunden. Vom Flughafen gibt es Busse und Taxis ins Zentrum; mit öffentlichem Verkehr benötigt man meist 30 bis 45 Minuten bis in die Altstadt.
  • Orientierung vor Ort: Vom Prager Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) ist der Altstädter Ring Prag zu Fuß in etwa 15 bis 20 Minuten erreichbar; alternativ fahren mehrere Straßenbahn- und U-Bahn-Linien in die Nähe (u. a. Station Staromestska auf der Metrolinie A). Von dort sind es nur wenige Hundert Meter durch historische Gassen zum Platz.
  • Öffnungszeiten: Der Platz selbst ist jederzeit frei zugänglich. Einzelne Gebäude wie das Altstädter Rathaus, die Aussichtsplattform des Rathausturms, die Nikolauskirche oder Ausstellungsräume im Haus zur Steinernen Glocke haben eigene Öffnungszeiten, die je nach Saison, Tag und Veranstaltung variieren können. Es empfiehlt sich, die aktuellen Zeiten direkt bei den offiziellen Stellen (z. B. Altstädter Rathaus, Städtische Galerie Prag oder Prague City Tourism) zu prüfen, da sich Öffnungszeiten etwa an Feiertagen oder bei Veranstaltungen kurzfristig ändern können.
  • Eintritt: Der Aufenthalt auf dem Staromestske namesti ist kostenlos. Für den Rathausturm, Führungen im Rathaus, Sonderausstellungen oder Kirchenbesuche können Eintrittsgebühren anfallen. Da diese sich ändern können und oft unterschiedliche Tarife für Erwachsene, Ermäßigungsberechtigte und Familien gelten, sollten Reisende die aktuellen Preise direkt bei den offiziellen Anbietern nachsehen. Zur Orientierung: In Prag liegen Eintrittspreise für kommunale Museen und Türme häufig im unteren zweistelligen Euro-Bereich, umgerechnet in die lokale Währung.
  • Währung und Zahlung: In Tschechien ist die offizielle Währung die Tschechische Krone (CZK). Viele touristische Betriebe akzeptieren zwar Kartenzahlung, teilweise auch Euro, aber es ist empfehlenswert, zumindest einen kleineren Betrag in Kronen dabei zu haben. In der Altstadt sind Geldautomaten verbreitet, und Kreditkarten werden in Restaurants, Hotels und vielen Geschäften üblich akzeptiert. Deutsche Girokarten funktionieren nicht überall, internationale Debit- und Kreditkarten (Visa, Mastercard) sind gängiger. Mobile Payment über Apple Pay oder Google Pay setzt die Akzeptanz der jeweiligen Karte voraus, ist aber gerade in touristischen und städtischen Bereichen zunehmend verbreitet. Preisangaben in Euro sollten immer nur als ungefähre Orientierung verstanden werden, da Wechselkurse schwanken.
  • Trinkgeld: In Restaurants und Cafés in Prag hat sich eine Trinkgeldkultur etabliert, die auch für deutsche Reisende vertraut wirkt. Üblich sind etwa 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags, abhängig von Zufriedenheit und Service. Es ist sinnvoll, Trinkgeld bar auf dem Tisch zu lassen oder ausdrücklich anzusagen, welchen Gesamtbetrag man zahlen möchte, wenn mit Karte bezahlt wird.
  • Sprache: Die Landessprache ist Tschechisch. In den touristischen Bereichen rund um den Altstädter Ring Prag wird häufig Englisch gesprochen; in Hotels, Restaurants und bei Stadtführungen finden sich auch deutschsprachige Angebote. Deutsche Reisende kommen mit Englisch meist gut zurecht; wenige tschechische Begriffe wie „Dekuji“ (Danke) werden aber sehr geschätzt.
  • Zeitzone: Prag liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und in der Sommerzeit in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen der DACH-Region und Tschechien.
  • Beste Reisezeit: Der Altstädter Ring Prag ist das ganze Jahr über attraktiv, aber auch entsprechend gut besucht. Viele Reiseführer empfehlen Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Anfang Oktober) als angenehm, weil die Temperaturen oft mild sind und der Andrang etwas geringer ist als in den Sommerferien. Im Sommer kann es sehr voll werden, besonders tagsüber zwischen etwa 10:00 und 17:00 Uhr, wenn viele Tagesgäste und Gruppen unterwegs sind. Im Winter hat die Altstadt ihren eigenen Reiz, insbesondere zur Adventszeit, wenn Weihnachtsmärkte auf und um den Platz für besondere Stimmung sorgen. Fotografen und Ruhe suchende Reisende schätzen die frühen Morgenstunden sowie die späten Abendstunden, wenn der Platz deutlich leerer ist.
  • Praxis-Tipps: Kleidung, Verhalten, Fotografieren: Der Altstädter Ring ist ein öffentlicher Platz ohne besondere Kleiderordnung. Beim Betreten von Kirchen wie der Nikolauskirche oder der Teynkirche sollte jedoch auf angemessene Kleidung geachtet werden (Schultern und Knie möglichst bedeckt, Kopfbedeckung abnehmen). Fotografieren im Freien ist uneingeschränkt möglich; in Kirchen, Museen oder im Rathaus können Beschränkungen gelten oder Gebühren für das Fotografieren erhoben werden. Es ist ratsam, auf Taschendiebe zu achten, insbesondere bei großem Gedränge zur vollen Stunde vor der Astronomischen Uhr.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit: Tschechien gehört zur Europäischen Union und zum Schengenraum. Deutsche Staatsbürger können mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für EU-Bürger gilt im Notfall die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) der gesetzlichen Krankenkasse; dennoch empfehlen viele Verbraucherschützer und Reiseexperten eine ergänzende Auslandsreisekrankenversicherung, insbesondere, um Rücktransporte oder private Leistungen abzudecken.

Warum Staromestske namesti auf jede Prag-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der erste Schritt auf den Altstädter Ring Prag ein Moment des Wiedererkennens: Bilder aus Schulbüchern, Reisemagazinen und Filmen werden plötzlich real. Die Mischung aus lebendigem Stadtraum, historischer Schwere und touristischer Inszenierung sorgt dafür, dass der Platz selten neutral lässt. Wer sich darauf einlässt, entdeckt in kurzer Zeit sehr unterschiedliche Facetten.

Zum einen ist da die sinnliche Erfahrung: das Kopfsteinpflaster unter den Schuhen, die Glocken der Astronomischen Uhr, der Duft von Trdelník-Ständen oder Kaffee aus den umliegenden Cafés, das Stimmengewirr auf Tschechisch, Deutsch, Englisch und vielen anderen Sprachen. Zum anderen bietet der Platz einen kompakten Überblick über zentrale Kapitel der mitteleuropäischen Geschichte: mittelalterliche Handelswege, die Rolle Prags im Heiligen Römischen Reich, die Reformation und Gegenreformation, die nationalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts und die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.

Für Städtereisende aus der DACH-Region, die vielleicht schon Plätze wie den Marienplatz in München, den Altmarkt in Dresden oder den Stephansplatz in Wien kennen, wirkt das Staromestske namesti wie eine verdichtete europäische Geschichte auf engem Raum. Die Beeindruckung kommt nicht aus der Größe – der Platz ist überschaubar – sondern aus dem Detailreichtum: Jeder Blickwinkel offenbart neue Fassaden, Figuren, Inschriften und Sichtachsen.

Hinzu kommt die Nähe zu weiteren Highlights. Von der Mitte des Altstädter Rings sind es nur wenige Gehminuten über die berühmte Karlsbrücke in die Kleinseite, weiter zum Aufstieg zur Prager Burg. In die andere Richtung führen Gassen in das ehemalige jüdische Viertel Josefov und hinüber zu modernen Einkaufsstraßen. Der Platz eignet sich daher ideal als Ausgangs- oder Endpunkt thematischer Spaziergänge – sei es zum Thema „Jüdisches Prag“, „Barockes Prag“ oder „Architektur des 20. Jahrhunderts“.

Viele Kulturmagazine betonen, dass sich der wahre Zauber des Platzes erst entfaltet, wenn man sich Zeit nimmt. Statt nur das Uhrenspiel mitzunehmen und weiterzuziehen, lohnt es sich, eine halbe Stunde auf einer Bank zu verbringen, die Details der Fassaden mit dem Blick abzufahren oder an einer historisch orientierten Stadtführung teilzunehmen. Wer früh am Morgen oder spät abends kommt, erlebt den Platz in einer ungewohnt ruhigen Atmosphäre – ein reizvoller Kontrast zum Gedränge des Tages.

Auch für Familien mit Kindern bietet der Altstädter Ring Prag Anknüpfungspunkte: Die beweglichen Figuren der Astronomischen Uhr, die Türme der Teynkirche und die Möglichkeit, den Rathausturm zu besteigen (sofern geöffnet), sprechen Kinder oft intuitiv an. Gleichzeitig ist der Platz groß genug, um Kinder im Blick zu behalten, aber überschaubar genug, um nicht zu überfordern.

Altstädter Ring Prag in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist der Altstädter Ring Prag längst zu einem internationalen Motiv geworden: Ob Zeitraffer-Videos des Uhrenspiels auf YouTube, stimmungsvolle Sonnenaufgangs-Fotos auf Instagram oder Reiseberichte auf TikTok – der Platz wird auf unterschiedlichste Weise inszeniert. Für Reisende aus Deutschland können diese Eindrücke eine Inspiration sein, zugleich aber auch einen realistischen Eindruck vom Andrang vermitteln. Wer gezielt nach weniger überlaufenen Momenten sucht, findet in Vlogs und Erfahrungsberichten hilfreiche Tipps zu Tageszeiten oder Blickwinkeln abseits der dichtesten Menschenmengen.

Häufige Fragen zu Altstädter Ring Prag

Wo liegt der Altstädter Ring Prag genau?

Der Altstädter Ring Prag liegt im historischen Zentrum der tschechischen Hauptstadt Prag, im Stadtteil Stare Mesto (Altstadt). Er befindet sich zwischen dem Ufer der Moldau, der Karlsbrücke und dem ehemaligen jüdischen Viertel Josefov und ist von mehreren Metro- und Straßenbahnhaltestellen aus fußläufig erreichbar.

Was ist das Besondere an Staromestske namesti?

Das Besondere am Staromestske namesti ist die ungewöhnlich dichte Kombination aus Geschichte, Architektur und städtischem Leben auf engem Raum. Rund um den Platz gruppieren sich das Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Uhr, die Teynkirche, barocke Kirchen, gotische und barocke Bürgerhäuser sowie das Jan-Hus-Denkmal. Gleichzeitig ist der Platz ein lebendiger Treffpunkt mit Cafés, Straßenkünstlern und Veranstaltungen.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen etwa 30 bis 60 Minuten, um den Altstädter Ring Prag zu umrunden, die wichtigsten Gebäude von außen zu betrachten und das Uhrenspiel zu erleben. Wer den Rathausturm besteigen, Museen oder Kirchen besichtigen und die Atmosphäre in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, sollte zwei bis drei Stunden oder mehr einplanen – insbesondere, wenn der Platz Ausgangspunkt für weitere Spaziergänge in der Altstadt ist.

Wann ist die beste Tageszeit für einen Besuch?

Tagsüber, vor allem zwischen etwa 10:00 und 17:00 Uhr, ist der Altstädter Ring sehr gut besucht, besonders zur vollen Stunde während des Uhrenspiels. Für ruhigere Eindrücke bieten sich die frühen Morgenstunden an, wenn die Stadt langsam erwacht, oder der späte Abend, wenn Tagesgäste abgereist sind und die Fassaden wunderschön beleuchtet sind. Fotografen schätzen insbesondere die Morgen- und Abendstunden wegen des weicheren Lichts.

Eignet sich der Altstädter Ring Prag auch für Familien?

Ja, der Altstädter Ring Prag eignet sich gut für Familien. Kinder lassen sich meist von der Astronomischen Uhr, den Turmaufstiegen und der lebendigen Atmosphäre begeistern. Eltern sollten allerdings wegen des Kopfsteinpflasters auf geeignetes Schuhwerk achten und Kinder bei starkem Gedränge, etwa beim Uhrenspiel, nah bei sich behalten.

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