Altstadt Vilnius, Vilnius

Altstadt Vilnius: Warum Vilniaus senamiestis so verzaubert

20.05.2026 - 16:43:36 | ad-hoc-news.de

Die Altstadt Vilnius, lokal Vilniaus senamiestis genannt, ist das barocke Herz von Vilnius in Litauen – ein Welterbe voller Kontraste, Geschichten und versteckter Hinterhöfe.

Altstadt Vilnius, Vilnius, Reise
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Wer durch die Altstadt Vilnius schlendert, lokal Vilniaus senamiestis (wörtlich „Altstadt von Vilnius“) genannt, taucht in ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, Kirchenkuppeln und Innenhöfen ein, in dem sich Jahrhunderte litauischer, polnischer, jüdischer und russischer Geschichte überlagern. Zwischen Caféterrassen, Universitätsbögen und barocken Fassaden entsteht eine Atmosphäre, die zugleich melancholisch und lebendig wirkt – ein Stadtraum, der sich gerade für Besuchende aus Deutschland überraschend vertraut und doch vollkommen anders anfühlt.

Altstadt Vilnius: Das ikonische Wahrzeichen von Vilnius

Die Altstadt Vilnius ist das historische Zentrum der litauischen Hauptstadt Vilnius und zählt zu den größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädten in Osteuropa. Die UNESCO führt sie seit 1994 als Welterbestätte und betont die außergewöhnliche Mischung aus gotischer, Renaissance- und Barockarchitektur in einem kompakten Stadtgefüge. Nach Angaben der UNESCO und des litauischen Kulturministeriums umfasst das Schutzgebiet mehrere hundert historische Gebäude und ein Straßennetz, das sich teilweise seit dem Mittelalter nur wenig verändert hat.

Besonders auffällig ist der ungewöhnliche Maßstab: Anders als etwa in Tallinn oder Riga wirkt die Altstadt Vilnius weitläufig und gleichzeitig kleinteilig. Barockkirchen mit hellen Fassaden stehen neben schlichten Bürgerhäusern, Hinterhöfe öffnen sich zu Innengärten mit Weinranken, und über allem thronen die Hügel mit Gediminas-Turm und den Resten der Oberen Burg. Reiseführer wie „Merian Live! Vilnius“ und das „ADAC Reisemagazin“ heben hervor, dass gerade diese Mischung aus kleinstädtischer Intimität und großstädtischer Geschichte die Altstadt zu einem besonderen Reiseziel mache.

Für Reisende aus Deutschland ist die Altstadt zugleich ein Fenster in die Geschichte des Baltikums und eine überraschend junge, kreative Szene: Designläden in alten Gewölben, Street-Art an Brandmauern und moderne Gastronomie fügen sich in das jahrhundertealte Stadtbild ein. So entsteht ein Spannungsfeld, das viele Vilnius-Besucherinnen und -Besucher noch lange nach ihrer Rückkehr beschäftigt.

Geschichte und Bedeutung von Vilniaus senamiestis

Die Wurzeln von Vilniaus senamiestis reichen tief ins Mittelalter zurück. Historische Quellen litauischer und internationaler Historiker verorten eine erste Siedlung an der Mündung des Flusses Vilnia in die Neris bereits im 13. Jahrhundert. Unter Großfürst Gediminas entwickelte sich Vilnius im 14. Jahrhundert zur Hauptstadt des Großfürstentums Litauen, das sich zeitweise von der Ostsee bis weit nach Osten erstreckte. Die heutige Altstadt formierte sich rund um die Burganlage und den Kathedralplatz, wo sich politische und religiöse Macht konzentrierten.

Ein entscheidender Moment für die städtebauliche Entwicklung war die Gründung der Universität Vilnius im 16. Jahrhundert. Die Universität, eine der ältesten in Mitteleuropa, zog Gelehrte und Studierende aus vielen Regionen an und prägte die kulturelle Atmosphäre der Altstadt. Gleichzeitig wurde Vilnius zu einem multiethnischen Zentrum, in dem Litauer, Polen, Juden, Deutsche, Belarussen und andere Bevölkerungsgruppen zusammenlebten. Zeitgenössische Chroniken beschreiben eine Stadt, in der verschiedene Sprachen auf den Märkten und in den Höfen zu hören waren.

Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte Vilnius eine starke Barockisierung: Zahlreiche gotische und Renaissancekirchen erhielten barocke Fassaden und Innenausstattungen. Kunsthistorische Untersuchungen, unter anderem in Publikationen von „National Geographic Deutschland“ und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, betonen, dass Vilnius daher oft als „barocke Perle des Ostens“ bezeichnet wird. Brände, Kriege und Teilungen des polnisch-litauischen Staates hinterließen jedoch Spuren. Besonders das 19. Jahrhundert, geprägt von russischer Herrschaft, führte zu Veränderungen in der Nutzung vieler Gebäude und in der städtischen Elite.

Die Altstadt war bis zum Zweiten Weltkrieg auch ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Vilnius trug den Beinamen „Jerusalem des Nordens“, weil hier eine lebendige jüdische Gelehrsamkeit und Kultur beheimatet war. Die Shoah und die sowjetische Besatzung zerstörten diesen Teil der Stadtgeschichte weitgehend. Heute erinnern Gedenktafeln, das Jüdische Staatliche Museum und Stolperstein-ähnliche Initiativen an ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt.

Nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens 1990 begann eine umfassende Restaurierung von Vilniaus senamiestis. Laut Unterlagen der Stadtverwaltung Vilnius und der UNESCO wurden zahlreiche Häuser, Kirchen und Plätze behutsam renoviert, häufig unter Mitwirkung internationaler Expertenteams. Der UNESCO-Welterbestatus seit 1994 stärkte das Bewusstsein für den Wert der Altstadt und führte zu strengeren Denkmalschutzauflagen. Dabei wurde versucht, nicht nur Fassaden zu restaurieren, sondern auch traditionelle Nutzungen – etwa kleine Geschäfte, Cafés und Handwerksbetriebe – zu erhalten oder neu zu beleben.

Für Litauen ist die Altstadt Vilnius inzwischen ein identitätsstiftender Ort: Nationale Feiertage, kulturelle Festivals und politische Demonstrationen finden häufig auf dem Kathedralplatz, entlang der Pilies gatv? und in den angrenzenden Straßen statt. Damit ist Vilniaus senamiestis nicht nur ein historisches Ensemble, sondern auch Bühne der Gegenwart – ähnlich wie das Brandenburger Tor und der Pariser Platz für Berlin.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Altstadt Vilnius ein Lehrbuch der europäischen Baustile. Laut UNESCO-Nominierungsdossier vereint das Gebiet vor allem gotische, Renaissance-, Barock- und klassizistische Elemente, die in ungewöhnlicher Dichte auf engem Raum anzutreffen sind. Typisch sind lange Straßenachsen wie die Pilies gatv?, die von unterschiedlich hohen, meist zwei- bis dreigeschossigen Bürgerhäusern gesäumt werden. Hinter den oft schlichten Fassaden verbergen sich tief gestaffelte Hofstrukturen mit Galerien, Arkaden und Treppen, die das Stadtbild maßgeblich prägen.

Eines der bekanntesten gotischen Bauwerke ist die St.-Anna-Kirche, deren aufwendig gestaltete Backsteinfassade mit filigranen Türmen und Maßwerkbögen häufig als Wahrzeichen von Vilnius abgebildet wird. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass in ihrer Fassade Ziegel in verschiedenen Formen und Farben kombiniert wurden, um ein fast spitzenartiges Relief zu erzeugen. Direkt daneben steht die Bernhardinerkirche, die Gotik und spätere Umbauten vereint und so den Übergang zum Barock dokumentiert.

Barocke Pracht entfaltet sich insbesondere an der Fassade der Kirche St. Peter und Paul, die zwar knapp außerhalb des streng definierten Altstadtkerns liegt, aber in vielen Stadtrundgängen mit eingeschlossen wird. Innerhalb der Altstadt selbst sind die Universität, die zahlreichen Kirchen sowie das Tor der Morgenröte („Aušros Vartai“) wichtige Stationen. Das Tor beherbergt eine verehrte Marienikone, die für katholische Gläubige aus Litauen, Polen und Belarus ein bedeutender Wallfahrtsort ist. Reiseführer wie „Marco Polo Vilnius“ heben hervor, dass der kleine Kapellenraum über dem Stadttor oft von Pilgerinnen und Pilgern besucht wird, die Kerzen entzünden und in Stille beten – ein starker Kontrast zum geschäftigen Treiben darunter.

Ein besonderes Merkmal der Altstadt ist die Dichte an Kirchen verschiedener Konfessionen: römisch-katholische, orthodoxe und evangelische Gotteshäuser liegen nicht weit voneinander entfernt. Diese religiöse Vielfalt spiegelt die komplexe Geschichte des Großfürstentums Litauen und später des polnisch-litauischen Bundes wider. Die Farbpalette der Gebäude – von pastelligen Gelb- und Cremetönen bis zu kräftigem Ocker – verleiht den Straßenzügen einen mediterran anmutenden Charakter, der viele Besucherinnen und Besucher überrascht, die eher ein „nordisches“ Stadtbild erwarten.

Auch die Innenräume vieler Bauten sind bemerkenswert. Barockkirchen wie die St.-Kasimir-Kirche zeigen reich geschmückte Altäre, Stuckdekorationen und Fresken, die von italienischen und polnischen Künstlern beeinflusst wurden. Die Universität beeindruckt mit Innenhöfen, in denen verschiedene Bauphasen erkennbar sind; einige Höfe werden für Open-Air-Konzerte und Filmvorführungen genutzt, was der Altstadt in den Sommermonaten ein zusätzliches kulturelles Profil gibt.

In jüngerer Zeit hat sich in den Gassen der Altstadt eine lebendige Kunst- und Designszene etabliert. Galerien, Ateliers und kleine Designshops, oft in ehemaligen Lager- oder Handwerkshäusern, zeigen litauische Mode, Schmuck und Grafikdesign. Der Stadtteil Užupis, direkt angrenzend an den Altstadtkern, wird häufig als „künstlerische Republik“ beschrieben – mit eigener „Verfassung“, ironischen Wandtafeln und zahlreichen Kunstobjekten entlang des Flusses Vilnia. Obwohl Užupis formell nicht vollständig zum UNESCO-Gebiet gehört, erleben Reisende die Grenzen im Alltag als fließend.

Die Stadtverwaltung Vilnius und der litauische Denkmalschutz legen Wert darauf, moderne Funktionen behutsam in die historische Struktur zu integrieren. So wurden viele Häuser energetisch saniert, ohne die Straßenansichten drastisch zu verändern. Pflasterbeläge wurden an manchen Stellen erneuert, teilweise mit Rücksicht auf Barrierearmut, gleichzeitig aber angepasst an das historische Erscheinungsbild. Fachmagazine für Stadtplanung verweisen darauf, dass Vilnius hier einen Mittelweg zwischen konsequentem Erhalt und zeitgemäßer Nutzung beschreitet.

Altstadt Vilnius besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Altstadt Vilnius liegt zentral in Vilnius im Südosten Litauens, am Zusammenfluss von Neris und Vilnia. Vom Flughafen Vilnius (rund 6 km vom Zentrum) ist sie mit Taxi, App-basierten Fahrdiensten oder öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 15 bis 30 Minuten erreichbar. Aus Deutschland bestehen in verschiedenen Jahren saisonale und ganzjährige Direktflüge, zum Beispiel von Frankfurt, München oder Berlin nach Vilnius; oft wird Vilnius aber auch über Drehkreuze wie Warschau, Wien oder Riga erreicht. Typische Flugzeiten ab Deutschland liegen, je nach Abflugort und Verbindung, bei ungefähr 1,5 bis 2,5 Stunden.
  • Anreise per Bahn und Auto
    Mit der Bahn führt der Weg aus Deutschland meist über Polen (zum Beispiel via Warschau) weiter nach Vilnius, mit Umstiegen und einer Gesamtfahrzeit, die in der Regel deutlich über einem Reisetag liegt. Langstreckenbusse (etwa internationale Linienbusunternehmen) verbinden deutsche Städte mit Vilnius, häufig über Warschau oder Kaunas. Wer mit dem Auto anreist, fährt von Deutschland aus durch Polen nach Litauen; es gilt Rechtsverkehr, und auf einigen Strecken können Maut- oder Vignettenregelungen im Transitland Polen relevant sein. Vor einer Fahrt sollten aktuelle Informationen der jeweiligen Länder eingeholt werden.
  • Öffnungszeiten
    Da es sich bei Vilniaus senamiestis um ein historisches Stadtviertel handelt, ist die Altstadt selbst jederzeit frei zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten innerhalb der Altstadt – etwa Kirchen, das Universitätsgelände oder Museen – haben eigene Öffnungszeiten. Diese können je nach Saison, Wochentag, Feiertagen und Veranstaltungen variieren. Es empfiehlt sich, die tagesaktuellen Zeiten direkt auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Einrichtung oder beim Tourismusbüro von Vilnius zu prüfen.
  • Eintritt
    Der Spaziergang durch die Altstadt Vilnius ist kostenfrei. Für bestimmte Attraktionen innerhalb des Viertels – etwa Museumsausstellungen, Kirchtürme mit Aussichtsplattform oder geführte Touren – können Eintrittsgebühren anfallen. Die Preise schwanken je nach Angebot und werden üblicherweise vor Ort oder online kommuniziert. Da sie sich im Laufe der Zeit ändern können, sollten aktuelle Informationen direkt bei den Betreibern eingesehen werden.
  • Beste Reisezeit
    Vilnius liegt in einem gemäßigten kontinentalen Klima mit kalten Wintern und angenehmen Sommern. Für viele Reisende aus Deutschland bietet sich die Zeit von späten Frühling bis frühen Herbst an – grob von Mai bis September –, wenn die Temperaturen häufig zwischen mild und warm schwanken und viele Veranstaltungen im Freien stattfinden. Im Hochsommer kann es an Wochenenden in den Hauptgassen der Altstadt voller werden, während Frühling und Frühherbst oft etwas ruhiger sind. Der Winter mit Schnee und festlicher Beleuchtung hat seinen eigenen Reiz, allerdings bei deutlich kühleren Temperaturen, die unter dem deutschen Durchschnitt liegen können.
  • Sprache und Verständigung
    Amtssprache in Litauen ist Litauisch. In Vilnius, insbesondere in der Altstadt und im touristischen Umfeld, wird häufig Englisch gesprochen. Ältere Einwohnerinnen und Einwohner beherrschen oft Russisch oder Polnisch. Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet, können aber bei Personen mit Bezug zu Deutschland vorkommen. Für Reisende aus Deutschland ist Englisch in der Regel die praktischste Kommunikationsbasis.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Litauen gehört seit 2015 zur Eurozone; die Landeswährung ist der Euro (€). Für Reisende aus Deutschland entfällt damit der Währungswechsel. Kartenzahlung ist in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften üblich, gängige Kreditkarten und häufig auch kontaktlose Bezahlformen wie Apple Pay oder Google Pay werden akzeptiert. Kleinere Betriebe, Märkte oder Kioske freuen sich dennoch über Bargeld. Trinkgeld ist – ähnlich wie in Deutschland – nicht zwingend, aber anerkannt: In Restaurants werden etwa 5 bis 10 Prozent aufgerundet, wenn Service und Essen zufriedenstellend waren. Im Café reicht häufig das Aufrunden des Betrags.
  • Sicherheit und Verhalten
    Vilnius gilt nach Einschätzung europäischer und deutscher Reiseinformationen als vergleichsweise sichere Stadt. Wie in anderen touristischen Zentren sollten jedoch übliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, etwa Aufmerksamkeit in dicht gedrängten Bereichen und Umgang mit Wertsachen. In Kirchen und religiösen Orten innerhalb der Altstadt ist eine respektvolle Kleidung und leises Verhalten angebracht, insbesondere während Gottesdiensten oder Gebetszeiten.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Litauen ist EU- und Schengen-Mitglied. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Regelungen können sich ändern, daher sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitsinformationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für kurze Reisen genügt für gesetzlich Versicherte meist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC/GKV-Karte); dennoch kann eine ergänzende Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll sein, insbesondere für Leistungen, die über die Grundversorgung hinausgehen.
  • Zeitzone
    Vilnius liegt in der Osteuropäischen Zeit (OEZ). Der Zeitunterschied zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beträgt in der Regel +1 Stunde. Während der Sommerzeit entspricht die Osteuropäische Sommerzeit (OESZ) in Vilnius meist ebenfalls einem Vorsprung von einer Stunde gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Dadurch sollten Reisende bei Flügen, Bahnfahrten und verabredeten Tourzeiten stets die lokale Uhrzeit beachten.

Warum Vilniaus senamiestis auf jede Vilnius-Reise gehört

Vilniaus senamiestis ist für eine Reise nach Vilnius, und damit nach Litauen insgesamt, kaum zu ersetzen. Das Viertel bündelt in wenigen Quadratkilometern eine beeindruckende Dichte an Geschichte, Architektur, Religion und Alltagskultur. Wer sich Zeit für die Gassen, Höfe und Plätze nimmt, erhält einen unmittelbaren Eindruck von der wechselvollen Geschichte des Landes – von der Großmachtzeit des Großfürstentums Litauen über die polnisch-litauische Epoche und die Zäsuren des 20. Jahrhunderts bis hin zur europäischen Gegenwart.

Für Besuchende aus Deutschland bietet die Altstadt Vilnius eine interessante Vergleichsebene: Die gotischen und barocken Kirchen erinnern an mitteleuropäische Städte wie Krakau oder Prag, gleichzeitig haben viele Straßenzüge und Innenhöfe eine eigene, baltische Handschrift. Der Kontrast zwischen restaurierten Fassaden, moderner Street-Art, gemütlichen Cafés und teilweise noch unsanierten Gebäuden macht den besonderen Reiz aus. Reiseführer wie „GEO Saison“ betonen zudem die freundliche, oft unaufgeregte Atmosphäre, die sich deutlich von stark überlaufenen Metropolen unterscheidet.

Ein Spaziergang könnte etwa am Kathedralplatz beginnen, vorbei an der klassizistischen Kathedrale mit Campanile und dem Blick hinauf zum Gediminas-Turm. Von dort führen Pilies gatv? und die anschließende Didžioji gatv? durch das Herz der Altstadt, gesäumt von Souvenirshops, Buchläden, Restaurants und historischen Bürgerhäusern. Abzweigende Gassen öffnen unerwartet den Blick auf Innenhöfe der Universität, auf die orthodoxe Heiliggeistkirche oder die barocke Fassade der St.-Kasimir-Kirche. Später führt der Weg zum Tor der Morgenröte und weiter nach Süden, wo die Übergänge zur einstigen jüdischen Altstadt sichtbar werden.

Durch die kompakte Größe lässt sich die Altstadt gut zu Fuß erkunden. Wer die Perspektive wechseln möchte, findet an verschiedenen Punkten Aussichtspunkte, etwa auf dem Burgberg oder auf Plattformen bestimmter Kirchen (wo geöffnet). Bei Dämmerung, wenn Hausfassaden und Türme beleuchtet werden, entsteht ein besonders stimmungsvolles Bild, das viele Reisende fotografisch festhalten und in sozialen Medien teilen.

Auch kulinarisch lohnt der Aufenthalt in der Altstadt: Restaurants und Bistros verbinden traditionelle litauische Küche – etwa Kartoffelgerichte, Rote-Bete-Suppe oder gefüllte Teigtaschen – mit modernen Einflüssen. Cafés in Gewölbekellern oder auf kleinen Plätzen bieten eine ruhige Pause, um das Stadtleben zu beobachten. Für viele deutsche Gäste ist es spannend zu sehen, wie Vilnius kulinarisch sowohl osteuropäische als auch nordische Akzente aufgreift.

Nicht zuletzt ist die Altstadt ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in andere Teile der Stadt. Moderne Viertel, Museen zur sowjetischen Vergangenheit, kreative Industriegebiete und Flussufer liegen in fußläufiger oder kurzer ÖPNV-Distanz. Wer in Vilniaus senamiestis übernachtet, hat die meisten kulturellen Höhepunkte direkt vor der Haustür und kann die Stadt auch früh morgens oder spät abends in Ruhe erleben.

Altstadt Vilnius in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien präsentiert sich die Altstadt Vilnius als fotogenes, atmosphärisches Viertel, das besonders wegen seiner Kirchen, Street-Art und stimmungsvollen Gassen geteilt wird. Viele Nutzerinnen und Nutzer zeigen Sonnenuntergänge vom Burgberg, detailreiche Aufnahmen der St.-Anna-Kirche oder Alltagsszenen in Cafés und auf Märkten. Hashtags rund um Vilniaus senamiestis verbinden offizielle Tourismusaufnahmen mit authentischen Reiseeindrücken – eine hilfreiche Inspirationsquelle für die eigene Planung.

Häufige Fragen zu Altstadt Vilnius

Wo genau liegt die Altstadt Vilnius?

Die Altstadt Vilnius liegt im Zentrum der litauischen Hauptstadt Vilnius im Südosten des Landes, am Zusammenfluss der Flüsse Neris und Vilnia. Sie ist von modernen Vierteln umgeben und bildet das historische Herz der Stadt mit Kathedralplatz, Universität und zahlreichen Kirchen.

Warum ist Vilniaus senamiestis UNESCO-Welterbe?

Vilniaus senamiestis wurde von der UNESCO als Welterbe anerkannt, weil die Altstadt eine außergewöhnliche Dichte an gotischer, Renaissance-, Barock- und klassizistischer Architektur in einem weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtgrundriss aufweist. Zudem spiegelt sie die multikulturelle und multireligiöse Geschichte des Großfürstentums Litauen und später des polnisch-litauischen Staates wider.

Wie viel Zeit sollte man für die Altstadt Vilnius einplanen?

Für einen ersten Eindruck genügt häufig ein halber Tag, um die wichtigsten Straßen, Plätze und einige Kirchen zu sehen. Um die Atmosphäre wirklich zu erleben, Museen zu besuchen, in Ruhe zu essen und vielleicht eine Führung zu machen, ist jedoch ein ganzer Tag oder mehr empfehlenswert. Viele Reisende kombinieren die Altstadt mit dem Burgberg und angrenzenden Vierteln.

Ist die Altstadt gut zu Fuß begehbar?

Die Altstadt Vilnius ist grundsätzlich gut zu Fuß erschließbar, da die Entfernungen relativ kurz sind. Allerdings gibt es Kopfsteinpflaster, leichte Steigungen und einige unebene Stellen, die für Personen mit eingeschränkter Mobilität anspruchsvoller sein können. An manchen Orten wurden Wege verbessert, doch vollständige Barrierefreiheit ist nicht überall gegeben.

Welche Jahreszeit eignet sich besonders für einen Besuch aus Deutschland?

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bieten sich vor allem späte Frühjahrs- und Sommermonate sowie der frühe Herbst an, wenn die Temperaturen meist angenehm sind und viele Veranstaltungen im Freien stattfinden. Der Winter kann zwar kalt sein, zeigt die Altstadt aber mit Schnee und Lichterdekoration von einer besonders stimmungsvollen Seite.

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