Altstadt Salzburg, Salzburg

Altstadt Salzburg: Barockjuwel zwischen Festung und Salzach

07.06.2026 - 08:37:32 | ad-hoc-news.de

Die Altstadt Salzburg in Salzburg, Österreich, vereint barocke Pracht, Mozart-Erbe und alpine Kulisse. Warum dieses UNESCO-Welterbe gerade für Reisende aus Deutschland so faszinierend ist, zeigt dieser Guide.

Altstadt Salzburg, Salzburg, Reise
Altstadt Salzburg, Salzburg, Reise

Wenn sich in der Altstadt Salzburg (auf Deutsch sinngemäß „Altstadt von Salzburg“) die Glocken der Kirchen mit dem Rauschen der Salzach mischen und über den Dächern die Festung Hohensalzburg thront, entsteht eine Atmosphäre, die selbst viel gereiste Besucher innehalten lässt. Zwischen barocken Fassaden, engen Gässchen und versteckten Innenhöfen wirkt Salzburgs historische Altstadt wie eine Bühne, auf der Geschichte, Musik und Alltag bis heute gleichzeitig stattfinden.

Altstadt Salzburg: Das ikonische Wahrzeichen von Salzburg

Die Altstadt Salzburg ist das geschichtliche Herz von Salzburg und eine der kompaktesten, zugleich dichtesten historischen Stadtlandschaften Europas. Sie liegt beiderseits der Salzach, eingerahmt von den Stadtbergen Mönchsberg und Kapuzinerberg, was ihr ein beinahe theatralisches Erscheinungsbild verleiht. Charakteristisch sind die schmalen Gassen wie die Getreidegasse, die reich dekorierten Barockkirchen und Plätze sowie die durchgehende historische Bausubstanz.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat die Altstadt Salzburg 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und würdigt sie als herausragendes Beispiel eines mitteleuropäischen Stadtensembles, in dem italienisch geprägter Barock und die Bautätigkeit der Salzburger Fürsterzbischöfe eine besondere Synthese bilden. Laut offizieller Beschreibung hebt UNESCO insbesondere die außergewöhnliche Verbindung von Architektur, Musiktradition und der spektakulären Landschaft hervor. Die österreichische Welterbestätte umfasst sowohl die linke Altstadtseite rund um Domplatz, Residenzplatz, Getreidegasse und Festung als auch die rechte Altstadtseite mit Linzergasse, Steingasse und Teilen des Kapuzinerberges.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die Altstadt Salzburg zudem leicht erreichbar und kulturell vertraut. Deutsch ist Amtssprache, die Geschichte des ehemaligen Fürsterzbistums Salzburg ist eng mit dem Heiligen Römischen Reich und damit mit vielen süddeutschen Territorien verbunden, und musikalisch spielt die Stadt durch Wolfgang Amadeus Mozart und die weltberühmten Salzburger Festspiele seit über einem Jahrhundert in der europäischen Spitzenliga.

Geschichte und Bedeutung von Altstadt Salzburg

Die Geschichte der Altstadt Salzburg lässt sich bis in die römische Antike zurückverfolgen. An Stelle der heutigen Altstadt befand sich das römische Municipium Iuvavum, das im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet wurde. Die Stadt profitierte von ihrer Lage an wichtigen Verkehrswegen durch die Alpen und vom Salzhandel, der der Region über Jahrhunderte Wohlstand brachte. Der Name „Salzburg“ verweist direkt auf das Salz, das als „weißes Gold“ galt und über die Salzach transportiert wurde.

Im frühen Mittelalter entwickelte sich Salzburg unter den Bischöfen und späteren Fürsterzbischöfen zu einem kirchlichen und politischen Zentrum im Ostalpenraum. Die Christianisierung des heutigen Österreich und Süddeutschlands wurde von Salzburg aus maßgeblich geprägt. Der Salzburger Dom, dessen heutiger barocker Bau im 17. Jahrhundert fertiggestellt wurde, gilt als sichtbares Symbol dieser geistlichen Macht. Die Altstadt wuchs um den Dom und den Residenzbezirk, der Wohn- und Regierungssitz der Fürsterzbischöfe war.

Der eigentliche Charakter der Altstadt Salzburg, wie Reisende ihn heute erleben, wurde vor allem im 17. und 18. Jahrhundert geprägt. Mehrere Fürsterzbischöfe, darunter Wolf Dietrich von Raitenau und seine Nachfolger Markus Sittikus und Paris Lodron, orientierten sich architektonisch stark an Italien. Architekten wie Vincenzo Scamozzi oder Santino Solari brachten Formen und Ideen aus Venedig und Rom in die Stadt. Dadurch entstand eine barocke Stadtanlage mit Plätzen, Achsen und eindrucksvollen Kirchenfassaden, die Salzburg den Beinamen „Barockjuwel“ eingebracht hat.

Mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts verlor Salzburg seinen Status als eigenständiges geistliches Fürstentum und wurde sukzessive in die politischen Strukturen des Kaisertums Österreich eingebunden. Die Altstadt blieb jedoch weitgehend von großflächigen Eingriffen verschont. Anders als viele deutsche Städte wurde Salzburg im Zweiten Weltkrieg zwar bombardiert, doch die historische Altstadt blieb im Kern erhalten. Damit bietet sie heute ein seltenes, nahezu geschlossenes Stadtbild, das die Stadtentwicklung vom Mittelalter bis in die Barockzeit nachvollziehbar macht.

Die Ernennung zum UNESCO-Welterbe Mitte der 1990er-Jahre verstärkte das Bewusstsein für den Schutz und die Pflege der Altstadt. Seitdem werden Restaurierungen, Verkehrslenkung und touristische Nutzung in einem internationalen Rahmen diskutiert. Stadt Salzburg und Land Salzburg arbeiten mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt und der UNESCO zusammen, um Erhaltungsstrategien weiterzuentwickeln und die Balance zwischen täglichem Leben, Kulturveranstaltungen und Massentourismus zu wahren.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Altstadt Salzburg besticht durch eine außergewöhnliche Dichte an Baudenkmälern verschiedener Epochen, die dennoch ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Romanische Elemente – etwa im Bereich des Domes – mischen sich mit gotischen Bauten wie der Franziskanerkirche und dominierenden barocken Anlagen. Die typische Silhouette der Stadt mit Festung, Domtürmen und Kirchturmspitzen ist von nahezu jeder Perspektive aus wiedererkennbar.

Ein zentraler Ort ist der Domplatz mit dem Salzburger Dom. Der Dom, ein dreischiffiger barocker Bau, gilt als erste vollendete barocke Kirche nördlich der Alpen. Seine klare Fassade, der Kupferdachstuhl der Türme und der geräumige Innenraum mit reichem Stuckdekor setzen Maßstäbe für das barocke Salzburg. In direkter Nähe liegen die Alte Residenz und die Neue Residenz mit dem Glockenspiel. Das Zusammenspiel dieser Gebäude schafft einen repräsentativen Hof- und Kirchenbezirk, der an italienische Stadtbilder erinnert.

Wenige Gehminuten entfernt öffnet sich die Getreidegasse, die zu den bekanntesten Einkaufsstraßen Österreichs gehört. Charakteristisch sind die schmalen, in die Tiefe gehenden Bürgerhäuser mit oft kunstvoll geschmückten Hausfassaden und schmiedeeisernen Zunftschildern. In einem dieser Häuser, der heutigen Hausnummer 9, wurde 1756 Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Das sogenannte „Mozarts Geburtshaus“ ist heute Museum und Gedenkstätte, in der Besucher Einblicke in das Leben der Musikerfamilie erhalten. Originalinstrumente, Dokumente und Portraits vermitteln, wie eng die Welt des jungen Mozart mit Salzburg verbunden war.

Auch abseits der berühmten Orte lohnt sich ein genauer Blick. Zahlreiche Durchhäuser und Arkaden verbinden Gassen miteinander, Hinterhöfe überraschen mit Laubengängen, Brunnen oder kleinen Gärten. Innenhöfe wie am Universitätsplatz oder an der Getreidegasse wirken oft wie versteckte Bühnen. Viele dieser Strukturen sind bis ins Mittelalter zurückzuverfolgen und wurden schrittweise überbaut oder barock überformt, ohne ihren Grundriss grundlegend zu verändern.

Die rechte Altstadtseite auf der anderen Salzachuferseite, etwa rund um Linzergasse und Steingasse, zeigt ein etwas anderes Gesicht. Hier spürt man stärker den Charakter einer einstigen Handwerker- und Handelsstadt mit schmalen Gassen, Treppenwegen und einfachen Häusern, die sich an den Hang des Kapuzinerbergs schmiegen. Die Steingasse gilt als eine der ältesten Straßenzüge Salzburgs; ihr Verlauf folgt einer römischen Straße. Von hier aus führen Wege den Berg hinauf zu Aussichtspunkten mit Blick auf Altstadt und Festung.

Ein besonderer Akzent ist die Festung Hohensalzburg, die hoch über der Altstadt auf dem Festungsberg thront. Sie zählt zu den größten mittelalterlichen Burganlagen Europas, die nie erobert wurde. Für Besucher bildet sie gewissermaßen den Aussichtsbalkon über der Altstadt, von dem sich das gesamte UNESCO-Welterbe mit seinen Dächern, Plätzen und Kirchenkuppeln überblicken lässt. Die Festung ist historisch zwar älter als die barocken Stadtteile, doch als Gesamtbild gehören Altstadt und Festung untrennbar zusammen.

Kunsthistoriker betonen außerdem den Stellenwert der sakralen Kunst in der Altstadt Salzburg. In Kirchen wie der Kollegienkirche, der Franziskanerkirche, der Kirche St. Peter oder in den Friedhöfen von St. Peter und St. Sebastian finden sich bedeutende Grabmäler, Skulpturen und Altäre. Der Friedhof von St. Peter, einer der ältesten christlichen Friedhöfe im deutschsprachigen Raum, vermittelt mit seinen Arkaden und Felskatakomben eine beinahe zeitlose Stimmung.

Moderne Interventionen in der Altstadt sind zurückhaltend, aber bewusst gesetzt. Museen, Geschäfte und gastronomische Betriebe werden zunehmend in die historischen Strukturen integriert, ohne die Bausubstanz übermäßig zu verändern. Die Stadt setzt auf denkmalgerechte Sanierung, die oft mehrere Jahre in Anspruch nimmt und eng mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt wird. Dadurch sollen originale Materialien, historische Fassadengliederungen und Innenhofstrukturen weitestgehend erhalten bleiben.

Altstadt Salzburg besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Altstadt Salzburg liegt im Zentrum von Salzburg in Österreich, direkt an der Salzach. Aus Deutschland ist sie sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto oder Flugzeug gut erreichbar. Von München aus beträgt die Entfernung rund 145 km; mit dem Zug (z.?B. Railjet/EuroCity) sind Reisende in etwa 1,5 bis 2 Stunden in Salzburg. Von Frankfurt am Main aus dauert die Zugfahrt mit Umstieg, meist in München, je nach Verbindung etwa 5 bis 6 Stunden. Berlin ist per Bahn in der Regel über München oder Nürnberg angebunden, mit Reisezeiten um 7 bis 8 Stunden. Mit dem Auto erfolgt die Anreise aus Deutschland häufig über die Autobahn A8 Richtung Salzburg; in Österreich besteht auf Autobahnen Vignettenpflicht. Der Salzburger Flughafen liegt einige Kilometer außerhalb des Zentrums und ist von größeren deutschen Städten meist mit Umstieg in einem internationalen Drehkreuz erreichbar.
  • Orientierung vor Ort: Die Altstadt ist weitgehend fußläufig erschließbar. Besucher können viele Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichen. Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen verbindet die Altstadt mit Bahnhöfen, Hotspots und Vororten. Aufgrund enger Gassen und verkehrsberuhigter Bereiche ist das Parken in unmittelbarer Altstadtnähe eingeschränkt; mehrere Parkgaragen befinden sich jedoch in fußläufiger Distanz.
  • Öffnungszeiten: Da es sich bei der Altstadt Salzburg um ein städtisches Ensemble handelt, ist sie grundsätzlich rund um die Uhr frei zugänglich. Öffnungszeiten betreffen vor allem einzelne Sehenswürdigkeiten wie den Salzburger Dom, Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburtshaus oder Museen. Diese variieren je nach Saison, Wochentag und Veranstaltung. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder bei der offiziellen Tourismusinformation Salzburg aktuelle Zeiten zu prüfen. In der Hauptsaison sind viele Sehenswürdigkeiten ab dem Vormittag bis in den späten Nachmittag geöffnet, einige Museen bieten einzelne Abendöffnungen.
  • Eintritt: Der Besuch der Altstadt an sich ist kostenfrei. Einzelne Attraktionen, etwa Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburtshaus oder spezielle Ausstellungen, erheben Eintrittsgebühren. Die Höhe des Eintritts variiert nach Attraktion, Saison und möglichen Kombitickets. Da Preise und Angebote regelmäßig angepasst werden, ist es ratsam, vorab direkt bei der offiziellen Website oder der Tourismusinformation die aktuellen Tarife zu prüfen. Für viele Besucher aus dem deutschsprachigen Raum kann sich der Erwerb einer Salzburg Card lohnen, die Eintritt in zahlreiche Sehenswürdigkeiten und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bündelt.
  • Beste Reisezeit: Die Altstadt Salzburg ist ganzjährig besuchbar, jede Jahreszeit bietet eine eigene Stimmung. Der Frühling bringt milde Temperaturen und weniger Andrang, der Sommer ist geprägt von vollen Gassen, Straßencafés und kulturellen Veranstaltungen, darunter die Salzburger Festspiele mit ihrem Zentrum rund um den Festspielbezirk. Im Herbst taucht das weiche Licht die barocken Fassaden in warme Töne, während das Umland farbenprächtig wird. Der Winter mit Advent- und Christkindlmärkten auf Dom- und Residenzplatz schafft eine besonders stimmungsvolle, vorweihnachtliche Atmosphäre. Für Besucher, die Menschenmengen vermeiden möchten, empfehlen sich Wochentage außerhalb von Schulferien sowie frühe Vormittags- oder späte Nachmittagsstunden.
  • Sprache und Verständigung: Die Amtssprache in Salzburg ist Deutsch. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Verständigung damit unkompliziert; lediglich regionale Dialekte können im Alltag etwas anders klingen. Englisch wird in der Tourismusbranche, in Hotels, Restaurants und bei Führungen weit verbreitet gesprochen. Führungen durch die Altstadt, den Dom oder Museen werden häufig auf Deutsch und Englisch angeboten, gelegentlich in weiteren Sprachen.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld: In Österreich ist der Euro (€) Landeswährung. Kartenzahlung mit gängigen Kreditkarten und Debitkarten ist in der Altstadt weit verbreitet, ebenso kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch. In kleineren Lokalen, auf Märkten oder bei traditionellen Ständen ist Bargeld jedoch weiterhin üblich. Beim Trinkgeld orientieren sich viele Gäste an ähnlichen Gepflogenheiten wie in Deutschland: In Restaurants und Cafés sind etwa 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags üblich, sofern Service und Leistung zufriedenstellend waren. Im Taxi oder bei kleineren Dienstleistungen wird häufig aufgerundet.
  • Zeitzone: Salzburg liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es besteht daher keine Zeitverschiebung zur deutschen Zeit, was Reisen besonders unkompliziert macht.
  • Kleiderordnung und Fotografieren: In der Altstadt Salzburg selbst gibt es keine spezielle Kleiderordnung. Beim Besuch von Kirchen wie dem Dom, der Franziskanerkirche oder der Kirche St. Peter wird jedoch angemessene Kleidung empfohlen, also bedeckte Schultern und Knie. In Gottesdiensten wird diskrete Kleidung erwartet, und laute Gespräche oder Fotografieren können als störend empfunden werden. Viele Kirchen erlauben das Fotografieren ohne Blitz außerhalb von Gottesdiensten, jedoch können einzelne Bereiche aus Rücksicht auf Gläubige und Kunstwerke ausgenommen sein. Museen und Ausstellungen haben eigene Foto-Regelungen, die vor Ort ausgeschildert sind.
  • Sicherheit und Gesundheit: Salzburg gilt im mitteleuropäischen Vergleich als sicheres Reiseziel. Übliche Vorsichtsmaßnahmen wie das Achten auf Wertsachen in Menschenmengen sind sinnvoll. Reisende aus Deutschland können in Österreich medizinische Leistungen über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise ihre Krankenversicherungskarte in Anspruch nehmen; dennoch wird der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreisekrankenversicherung individuell abgewogen. In den Sommermonaten können hohe Besucherzahlen in der Altstadt zu dichtem Gedränge führen, weshalb bequeme Schuhe und ausreichend Trinkpausen empfehlenswert sind.
  • Einreisebestimmungen: Österreich gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsangehörige können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

Warum Altstadt Salzburg auf jede Salzburg-Reise gehört

Die Altstadt Salzburg ist nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein lebendiger Stadtraum. Musikstudierende eilen zwischen Proben und Vorlesungen, Einheimische kaufen auf dem Grünmarkt ein, während Reisegruppen sich um Stadtführer mit Regenschirm versammeln. Die Mischung aus Alltagsleben und Hochkultur macht den Reiz aus. Anders als bei reinen Museumsstädten ist die Altstadt kein statisches Freilichtmuseum, sondern ein gewachsenes, benutztes Zentrum.

Für kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die Nähe zu bekannten Namen ein starkes Argument: Mozart, die Salzburger Festspiele, aber auch Filmgeschichte – etwa durch die internationale Bekanntheit von „The Sound of Music“, das in und um Salzburg spielt – tragen zur weltweiten Aura der Stadt bei. Viele deutschsprachige Medien und Reiseführer heben hervor, dass die Altstadt Salzburg eine seltene Kombination aus überschaubarer Größe und inhaltlicher Dichte bietet: Zahlreiche Kirchen, Museen, Plätze, traditionelle Kaffeehäuser und moderne Galerien liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt.

Gleichzeitig eignet sich die Altstadt als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Umland. Der nahegelegene Salzburger Flachgau, das Salzkammergut oder die Berchtesgadener Alpen auf deutscher Seite sind in kurzer Zeit erreichbar. Damit lässt sich eine Städtereise nach Salzburg problemlos mit Naturerlebnissen kombinieren – vom Spaziergang am Wolfgangsee bis zum Besuch des Königssees. Für Reisende aus Süddeutschland wirkt Salzburg oft eher wie eine Nachbarstadt denn wie ein Auslandsziel, was spontane Wochenendtrips begünstigt.

Auch kulinarisch ist die Altstadt ein Anziehungspunkt. Neben klassischen Kaffeehäusern mit Melange und Sachertorte finden sich Gasthäuser mit regionalen Spezialitäten wie Salzburger Nockerl, Kasnocken oder deftigen Fleischgerichten. Moderne Lokale interpretieren die alpine Küche neu, ergänzen vegetarische Varianten und legen Wert auf regionale Produkte. In den Gassen und auf den Plätzen herrscht insbesondere in den warmen Monaten eine lebhafte Außengastronomie-Kultur.

Für Fotografierende und Social-Media-affine Reisende bietet die Altstadt zudem unzählige Motive. Die Aussicht von der Festung auf die Altstadt, der Blick vom Kapuzinerberg hinunter auf Salzach und Dom, die engen Durchgänge der Getreidegasse, beleuchtete Kirchenfassaden am Abend – all dies trägt zu der Bildsprache bei, die Salzburg weltweit bekannt gemacht hat. Viele Besucher verbinden die Stadt mit einer fast märchenhaften, „bühnenhaften“ Kulisse, die in vielen Reisereportagen betont wird.

Wer die Altstadt Salzburg intensiver erleben möchte, kann thematische Führungen nutzen: Stadtführungen zu Mozart, Architekturführungen zu barocken Bauten, kulinarische Spaziergänge oder Touren, die sich gezielt mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Salzburg beschäftigen. Letzteres ist wichtig, um die historische Auseinandersetzung der Stadt mit dem 20. Jahrhundert zu verstehen, die in den klassischen Barockbildern oft weniger sichtbar ist.

Altstadt Salzburg in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Die Altstadt Salzburg ist in sozialen Medien stark präsent. Bilder von schneebedeckten Gassen, sommerlichen Straßencafés oder abendlichen Domplatz-Kulissen verbreiten sich schnell und machen Lust auf einen Besuch. Viele Reisende teilen ihre Eindrücke unmittelbar, wodurch laufend neue Perspektiven auf das historische Zentrum entstehen – von Drohnenaufnahmen der Stadtberge bis hin zu Detailaufnahmen alter Hauszeichen.

Häufige Fragen zu Altstadt Salzburg

Wo genau liegt die Altstadt Salzburg?

Die Altstadt Salzburg liegt im Zentrum der Stadt Salzburg in Österreich, beiderseits der Salzach, eingerahmt von Mönchsberg und Kapuzinerberg. Sie umfasst unter anderem den Bereich um Domplatz, Residenzplatz, Getreidegasse, Festung Hohensalzburg sowie Teile der rechten Altstadtseite rund um Linzergasse und Steingasse.

Warum gehört die Altstadt Salzburg zum UNESCO-Welterbe?

Die Altstadt Salzburg wurde als UNESCO-Welterbe anerkannt, weil sie ein herausragendes Beispiel einer mitteleuropäischen Stadt ist, in der sich mittelalterliche Strukturen mit einer geschlossenen barocken Stadtanlage verbinden. Die UNESCO betont insbesondere die außergewöhnliche Verbindung von Architektur, Musiktradition und landschaftlicher Kulisse.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch der Altstadt Salzburg einplanen?

Für einen ersten Überblick über die Altstadt Salzburg reichen vielen Besucherinnen und Besuchern ein bis zwei Tage, um Dom, Getreidegasse, Festung Hohensalzburg und einige Museen zu sehen. Wer tiefer einsteigen und Museen, Kirchen, Konzerte und thematische Führungen nutzen möchte, kann problemlos drei bis vier Tage oder länger mit abwechslungsreichem Programm füllen.

Ist die Altstadt Salzburg gut zu Fuß erkundbar?

Ja, die Altstadt Salzburg ist sehr kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß entdecken. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Lediglich der Aufstieg zur Festung oder zu Aussichtspunkten am Mönchsberg und Kapuzinerberg erfordert etwas Kondition; alternativ stehen Aufzüge oder eine Festungsbahn zur Verfügung.

Welche Reisezeit eignet sich besonders für einen Besuch aus Deutschland?

Besucher aus Deutschland schätzen vor allem Frühling und Herbst wegen der angenehmen Temperaturen und etwas geringeren Besucherzahlen. Der Sommer lockt mit Festivals und Open-Air-Veranstaltungen, kann aber sehr belebt sein. Der Advent mit Weihnachtsmärkten in der Altstadt ist atmosphärisch besonders reizvoll, jedoch mit entsprechendem Andrang verbunden.

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