Altstadt Guanajuato, Guanajuato Centro Historico

Altstadt Guanajuato: Farbenmeer im Herzen von Mexiko

10.06.2026 - 05:24:46 | ad-hoc-news.de

Zwischen pastellfarbenen Hügeln und kolonialen Plätzen erzählt die Altstadt Guanajuato, das Guanajuato Centro Historico, die Geschichte des Silberbooms Mexikos – und begeistert Reisende aus Deutschland.

Altstadt Guanajuato, Guanajuato Centro Historico, Reise
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Enge Gassen, die sich wie bunte Bänder durch die Hügel ziehen, Fassaden in Gelb, Rosa und Türkis, dazu das warme Licht über den Plätzen: Die Altstadt Guanajuato, lokal als „Guanajuato Centro Historico“ (auf Deutsch sinngemäß „Historisches Zentrum von Guanajuato“) bezeichnet, wirkt wie eine lebendige Bühne aus der Kolonialzeit. Wer hier am frühen Abend über den Hauptplatz „Jardín de la Unión“ schlendert, versteht sofort, warum dieser historische Stadtkern zu den atmosphärisch dichtesten Altstädten Lateinamerikas zählt.

Altstadt Guanajuato: Das ikonische Wahrzeichen von Guanajuato

Die Altstadt Guanajuato bildet das historische Herz der mexikanischen Stadt Guanajuato im zentralen Hochland Mexikos. Sie liegt eingebettet in ein enges Tal, umgeben von mineralreichen Hügeln, deren Silbervorkommen über Jahrhunderte zu den bedeutendsten der Welt gehörten. Die malerisch dicht bebaute Altstadt gilt als Sinnbild für diese Epoche des Silberbooms und als unverwechselbares Wahrzeichen der Region.

Der historische Stadtkern ist geprägt von einem dichten Netz aus schmalen Straßen, Treppengassen, Tunnelpassagen und kleinen Plätzen. Im Vergleich zu vielen rechtwinklig angelegten Kolonialstädten Mexikos wirkt das Guanajuato Centro Historico fast organisch gewachsen, mit verschlungenen Wegen und überraschenden Perspektiven. Dazu kommen die typischen, oft zweigeschossigen Häuser mit Balkonen und Arkaden, deren farbige Fassaden ein intensives Stadtbild schaffen.

International bekannt wurde die Altstadt Guanajuato auch durch ihren Status als Teil des UNESCO-Welterbes. Das historische Zentrum von Guanajuato und die umliegenden Minen gelten als bedeutende Zeugnisse der kolonialen Bergbaugeschichte Mexikos und der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Europa und der Neuen Welt. Für Reisende aus Deutschland ist die Altstadt damit nicht nur ein fotogenes Reiseziel, sondern auch ein Ort, an dem sich global verflochtene Geschichte unmittelbar erleben lässt.

Die Atmosphäre in der Altstadt ist zugleich lebendig und historisch: Straßenmusiker, kleine Cafés, Studierende der Universität und traditionelle „Estudiantinas“ (Musikgruppen, die durch die Gassen ziehen) machen den historischen Kern zu einem der kulturell vitalsten Zentren Mexikos. Abends füllen sich die Plätze mit Besucherinnen und Besuchern, die zwischen kolonialen Kirchen, Theatern und Bars flanieren.

Geschichte und Bedeutung von Guanajuato Centro Historico

Um die Bedeutung des Guanajuato Centro Historico zu verstehen, lohnt ein Blick in die Geschichte der Stadt. Guanajuato entwickelte sich im 16. Jahrhundert im Zuge der spanischen Kolonisation als Bergbauzentrum. In den Hügeln rund um die heutige Altstadt wurden bedeutende Silber- und Goldlagerstätten entdeckt, die über Jahre hinweg zu den ertragreichsten der Welt gehörten. Aus europäischer Perspektive lässt sich die historische Rolle Guanajuatos im Silberhandel mit der Bedeutung des Ruhrgebiets für die Kohle- und Stahlindustrie vergleichen – allerdings rund 300 Jahre früher.

Der Reichtum aus den Minen führte dazu, dass in der Altstadt zahlreiche repräsentative Bauwerke entstanden: Kirchen, Klöster, Verwaltungsgebäude, herrschaftliche Wohnhäuser und kulturelle Einrichtungen. Besonders im 18. Jahrhundert nahm das Stadtbild seine bis heute prägende Gestalt an. In diese Zeit fällt auch der Bau vieler barocker und neoklassizistischer Gebäude, die im Guanajuato Centro Historico bis heute zu sehen sind.

Guanajuato spielte zudem eine wichtige Rolle im mexikanischen Unabhängigkeitskampf. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und der spanischen Kolonialmacht. Das „Alhóndiga de Granaditas“, ein massiver Kornspeicher aus der Kolonialzeit, gilt in der Nationalgeschichte als Symbol dieser frühen Kämpfe. Für deutsche Leser lässt sich die Bedeutung dieses Ortes in etwa mit national geprägten Erinnerungsorten wie der Frankfurter Paulskirche vergleichen – allerdings mit starkem Bezug auf militärische und revolutionäre Ereignisse.

Die Anerkennung des historischen Zentrums als Teil des UNESCO-Welterbes unterstreicht den internationalen Stellenwert der Altstadt. Der Welterbestatus bezieht sich nicht nur auf die Altstadt selbst, sondern auch auf die umliegenden Bergwerksanlagen, die die wirtschaftliche Grundlage der Stadt bildeten. Fachleute für Welterbe betonen, dass Guanajuato ein besonders anschauliches Beispiel für eine Stadt ist, deren urbane Struktur und Architektur unmittelbar aus der Bergbautätigkeit hervorgegangen sind.

In kulturhistorischer Hinsicht ist die Altstadt Guanajuato auch als Schnittstelle zwischen Europa und Lateinamerika interessant. Der durch Silber geschaffene Wohlstand beeinflusste Handel, Kunst und Architektur weit über Mexiko hinaus. Silber aus Guanajuato gelangte auf dem Seeweg über Veracruz und spanische Häfen nach Europa und prägte dort unter anderem Münzsysteme und Kunsthandwerk. Aus deutscher Perspektive beleuchtet ein Besuch im Guanajuato Centro Historico somit auch die globalen wirtschaftlichen Verflechtungen der frühen Neuzeit.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch zeichnet sich die Altstadt Guanajuato durch eine reizvolle Mischung aus kolonialem Barock, Neoklassizismus und späteren Ergänzungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert aus. Viele der wichtigsten Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert, einer Phase, in der der Silberabbau einen Höhepunkt erreichte und sich im Stadtbild niederschlug.

Ein markantes Wahrzeichen ist die Basilika „Basílica Colegiata de Nuestra Señora de Guanajuato“. Sie beherrscht mit ihrer gelben Fassade und den roten Kuppeln einen zentralen Platz und ist ein eindrucksvolles Beispiel für den mexikanischen Barock. Im Inneren finden sich reich dekorierte Altäre und eine Marienfigur, die dem lokalen Glauben nach seit Jahrhunderten als Schutzpatronin gilt. Für Besucher aus Europa erinnert die Fülle der Ausstattung an barocke Kirchen in Süddeutschland oder Österreich, ist aber durch Farben und Materialien deutlich in der mexikanischen Tradition verankert.

Ein weiteres architektonisches Highlight im Guanajuato Centro Historico ist das „Teatro Juárez“, ein repräsentatives Theater mit auffälliger Säulenfassade und Figuren auf dem Dach. Es wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert errichtet und spiegelt den Einfluss europäischer Stilrichtungen dieser Zeit wider. In seinem Inneren verbindet es pompöse Gestaltung mit hervorragender Akustik und dient bis heute als wichtiger Kulturort, unter anderem für Musik- und Theaterveranstaltungen.

Charakteristisch für die Altstadt sind auch die engen Gassen und vieles, was man eher nicht mit klassischen Altstädten assoziiert: Unterirdische Straßenzüge und Tunnel, die ursprünglich zur Ableitung von Flusswasser dienten, wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts für den Autoverkehr umfunktioniert. Dadurch verläuft ein Teil der Verkehrswege unter der historischen Oberfläche, während die Fußgängerbereiche oben vergleichsweise frei bleiben. Besucher erleben dadurch eine ungewöhnliche Stadtstruktur, in der sich Verkehr und historische Bausubstanz auf mehreren Ebenen überlagern.

Ein besonders bekanntes Beispiel für die verwinkelte Topografie der Altstadt ist die „Callejón del Beso“ (auf Deutsch etwa „Kussgasse“). Es handelt sich um eine extrem schmale Treppengasse, in der sich die Balkone zweier Häuser so nahekommen, dass sich eine romantische Legende darum entwickelt hat. Diese Gasse ist zu einem beliebten Fotomotiv geworden, wobei insbesondere Paare den überlieferten Brauch pflegen, sich hier auf den Balkonen zu küssen.

Kunsthistorisch ist die Altstadt Guanajuato zudem durch ihre zahlreichen Kirchen und Klöster geprägt, in denen sich Werke religiöser Kunst aus verschiedenen Epochen finden. Die Kombination aus kolonialem Erbe, späteren architektonischen Ergänzungen und der lebendigen Nutzung im Alltag unterscheidet Guanajuato von eher museal wirkenden Altstadtkernen. Statt eines statischen Freilichtmuseums erleben Besucher einen lebendigen Stadtraum, in dem Wohnen, Studieren, Arbeiten und Kultur eng verzahnt sind.

Ein wichtiger Akteur im kulturellen Leben der Altstadt ist die Universität von Guanajuato. Ihre Gebäude, darunter das markante Hauptgebäude mit breiter Freitreppe, prägen das Stadtbild. Die Präsenz tausender Studierender sorgt dafür, dass Cafés, Bars und Kultureinrichtungen gut besucht sind und ein jugendliches Flair verbreiten. Dadurch wirkt das Guanajuato Centro Historico trotz seines hohen Alters erstaunlich dynamisch und modern.

Altstadt Guanajuato besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland und der DACH-Region ist die Altstadt Guanajuato ein attraktives Ziel im Rahmen einer Mexiko-Rundreise, insbesondere in Kombination mit anderen kolonialen Städten im Hochland wie San Miguel de Allende oder Querétaro. Einige praktische Hinweise helfen bei der Planung.

  • Lage und Anreise: Guanajuato liegt im Landesinneren von Mexiko, im Bundesstaat Guanajuato, etwa in der Mitte zwischen Mexiko-Stadt und Guadalajara. Von Deutschland aus führen in der Regel internationale Flüge über große Drehkreuze wie Mexiko-Stadt oder andere nordamerikanische Flughäfen. Eine gängige Reiseroute ist der Flug von Frankfurt, München oder Berlin nach Mexiko-Stadt mit anschließendem Inlandsflug oder einer mehrstündigen Busfahrt nach Guanajuato. Direktverbindungen ohne Umstieg sind derzeit nicht üblich, daher sollten Reisende ausreichend Umsteigezeit einplanen. Im Inland bieten Fernbusse ein verbreitetes und oft komfortables Verkehrsmittel, etwa von Mexiko-Stadt oder León aus.
  • Fortbewegung vor Ort: Innerhalb der Altstadt Guanajuato bewegt man sich überwiegend zu Fuß. Die Gassen sind oft eng, steil und zum Teil nur über Treppen begehbar, was bequeme Schuhe unverzichtbar macht. Viele innerstädtische Straßen sind für Autos nicht oder nur eingeschränkt zugelassen, und ein Teil des Verkehrs läuft durch die erwähnten Tunnel unterhalb der Altfläche. Taxen und lokale Fahrdienste können genutzt werden, um von Unterkünften außerhalb des historischen Zentrums in die Altstadt zu gelangen.
  • Öffnungszeiten: Die Altstadt selbst ist als urbaner Raum rund um die Uhr zugänglich. Für einzelne Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen oder das Teatro Juárez gelten jedoch jeweils eigene Öffnungszeiten, die sich ändern können. Da Zeiten und Wochentage variieren, sollten Reisende die aktuellen Angaben direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder über lokale Tourismusinformationen prüfen. Generell öffnen viele Museen am Vormittag und schließen am frühen Abend, einzelne Museen haben montags geschlossen.
  • Eintritt: Der Zugang zu den Straßen und Plätzen der Altstadt ist kostenfrei. Für bestimmte Museen, Kirchenbesichtigungen, Theaterführungen oder Veranstaltungen können Eintrittspreise anfallen. Diese variieren je nach Einrichtung und werden lokal festgelegt. Es ist ratsam, einige hundert Pesos (in Euro umgerechnet ein niedriger zweistelliger Betrag) als Reserve für Eintritte und Führungen einzuplanen, wobei Wechselkurse schwanken. Verlässliche Preisangaben sollten kurz vor Reiseantritt bei offiziellen Stellen oder direkt vor Ort geprüft werden, da sich Gebühren ändern können.
  • Beste Reisezeit: Guanajuato liegt im Hochland, was im Jahresverlauf relativ milde Temperaturen begünstigt. Die Trockenzeit erstreckt sich im Allgemeinen über die Monate Herbst bis Frühjahr, während in den Sommermonaten Regenfälle häufiger sind. Viele Reisende aus Europa bevorzugen die Zeit von etwa November bis März, wenn es tagsüber angenehm warm, aber nicht zu heiß wird. Abends kann es im Hochland kühl werden, weshalb eine leichte Jacke empfehlenswert ist. Wer kulturelle Veranstaltungen erleben möchte, kann den Besuch mit Festivals kombinieren, sollte sich dazu aber rechtzeitig über Termine und mögliche Besucherströme informieren.
  • Sprache vor Ort: Amtssprache ist Spanisch. In touristisch geprägten Bereichen der Altstadt und in vielen Unterkünften werden oft auch Englischkenntnisse anzutreffen sein, allerdings nicht flächendeckend. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Einfache Spanischkenntnisse – etwa für Begrüßung, Bestellung im Restaurant oder Wegfragen – erleichtern den Alltag und werden von der lokalen Bevölkerung meist positiv aufgenommen.
  • Zahlung und Währung: In Mexiko ist die Landeswährung der mexikanische Peso. Für Reisende aus Deutschland ist es üblich, mit international gängigen Kreditkarten zu zahlen, insbesondere in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften. In kleineren Läden, auf Märkten oder in einigen Bars wird Bargeld bevorzugt. Es empfiehlt sich, einen Mix aus Karte und Bargeld einzuplanen. Girokarten deutscher Banken werden nicht überall akzeptiert, weshalb eine gängige Kreditkarte (z. B. Visa, Mastercard) sinnvoll ist. Mobile Payment-Lösungen werden zunehmend verbreitet, sind aber längst nicht so flächendeckend wie in Westeuropa.
  • Trinkgeldkultur: Trinkgeld („propina“) ist in Mexiko üblich und ein wichtiger Bestandteil des Einkommens vieler Dienstleister. In Restaurants hat sich ein Trinkgeld von etwa 10–15 Prozent der Rechnungssumme etabliert, sofern kein Servicezuschlag bereits enthalten ist. Auch Taxifahrer, Zimmerpersonal oder Guides freuen sich über ein kleines Trinkgeld. Aus deutscher Perspektive ähnelt die Praxis in etwa der Trinkgeldkultur in touristischen Regionen Südeuropas, jedoch mit etwas stärkerer Erwartung in Dienstleistungsberufen.
  • Kleiderordnung und Fotografieren: In der Altstadt sind keine speziellen Kleidervorschriften zu beachten, jedoch sollte in Kirchen und religiösen Einrichtungen auf respektvolle Kleidung geachtet werden, etwa bedeckte Schultern und Knie. Fotografieren ist im öffentlichen Raum in der Regel problemlos möglich, manche Museen oder Kirchen können Einschränkungen haben. Es empfiehlt sich, vor Ort auf Hinweisschilder zu achten oder im Zweifel kurz nachzufragen.
  • Sicherheit und Gesundheit: Wie bei vielen Destinationen in Lateinamerika gilt: Guanajuato wird von zahlreichen internationalen Reisenden besucht, dennoch sollten einige allgemeine Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Wertgegenstände sollten möglichst unauffällig getragen und in Unterkünften sicher verwahrt werden. Nachts ist es ratsam, abgelegene Gassen zu meiden und registrierte Taxis oder bekannte Fahrdienste zu nutzen. Für medizinische Versorgung stehen Kliniken und Apotheken in der Stadt zur Verfügung. Für Reisende aus Deutschland ist eine Auslandskrankenversicherung sehr empfehlenswert, da die gesetzliche Krankenversicherung Behandlungen außerhalb Europas meist nicht abdeckt.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise für Mexiko beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel ist für touristische Aufenthalte eine bestimmte visumfreie Zeit vorgesehen, Details unterliegen jedoch Änderungen und sollten vor Reiseantritt aktuell recherchiert werden. Ein gültiger Reisepass ist obligatorisch, ein Personalausweis genügt nicht.
  • Zeitzone und Zeitunterschied: Guanajuato liegt in einer Zeitzone westlich der Mitteleuropäischen Zeit. Je nach Jahreszeit besteht in der Regel ein Zeitunterschied von mehreren Stunden zu Deutschland, meist einige Stunden zurück. Durch Sommerzeitregelungen sowohl in Europa als auch in Teilen Mexikos kann sich der genaue Unterschied im Jahresverlauf ändern. Für die Reiseplanung ist es sinnvoll, die aktuelle Zeitdifferenz kurz vor der Abreise zu überprüfen, insbesondere im Hinblick auf Anschlussflüge und Kommunikation mit Europa.

Warum Guanajuato Centro Historico auf jede Guanajuato-Reise gehört

Für einen Besuch der Stadt Guanajuato ist das Guanajuato Centro Historico mehr als nur ein Pflichtprogramm – es ist der Ort, an dem sich Geschichte, Alltag und Kultur in einmaliger Dichte überlagern. Wer hier über die Plätze und durch die Gassen streift, erlebt eine Stadt, die aus ihrem kolonialen Erbe keine Kulisse gemacht hat, sondern dieses Erbe in einen lebendigen Alltag integriert. Die Altstadt ist damit ein ideales Ziel für Reisende, die historische Tiefe und atmosphärische Dichte suchen.

Die Plätze der Altstadt – allen voran der „Jardín de la Unión“ – bieten ein ideales Setting, um das städtische Leben zu beobachten. Straßenmusiker, kleine Stände, Cafés mit Tischen im Freien und die wechselnde Lichtstimmung machen diesen Platz zu einem Fixpunkt vieler Stadtrundgänge. In den umliegenden Straßen finden sich Lokale mit regionaler Küche, von einfachen Restaurants bis hin zu gehobeneren Adressen. Die Nähe von Kulturorten wie dem Teatro Juárez sorgt dafür, dass Abendveranstaltungen bequem zu Fuß erreicht werden können.

Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann das durch den Besuch von Museen, historischen Gebäuden und Kirchen tun. Das Zusammenspiel aus musealen Angeboten, religiösen Stätten und Alltagsszenerie ermöglicht einen vielschichtigen Zugang zur Stadtgeschichte. Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, verschiedene Epochen auf engem Raum zu erleben: Kolonialzeit, Unabhängigkeitskampf, Porfiriato (eine politisch prägende Phase im 19. Jahrhundert) und die Entwicklung des modernen Mexiko.

Auch für Fotografie begeistert die Altstadt: Die bunt gestrichenen Häuser, die wechselnden Blickachsen durch die hügelige Topografie und das Spiel aus Licht und Schatten in den engen Gassen bieten unzählige Motive. Im Vergleich zu vielen europäischen Altstädten sind die Farbtöne intensiver, und die Kombination aus barokken Kirchen, neoklassizistischen Theatern und einfachen Wohnhäusern schafft ein sehr vielfältiges Bild. Besonders eindrucksvoll sind Aussichtspunkte oberhalb der Altstadt, von denen man auf das farbige Häusermeer hinabblicken kann.

Reisende aus Deutschland schätzen darüber hinaus die Mischung aus kulturellem Angebot und überschaubarer Größe. Das Guanajuato Centro Historico lässt sich gut zu Fuß erkunden, ohne die Dimension einer Millionenmetropole zu erreichen. Gleichzeitig bietet die Stadt genug Vielfalt, um mehrere Tage mit Entdeckungen zu füllen – von Kirchen und Museen über Gastronomie bis hin zu Ausflügen zu historischen Minen in der Umgebung.

Die Altstadt eignet sich zudem als Standort für weitere Erkundungen in der Region. In Tagesausflügen lassen sich andere Kolonialstädte oder landschaftlich reizvolle Ziele erreichen. So kann Guanajuato als Teil einer größeren Reiseroute dienen, die etwa auch Mexiko-Stadt, das Hochland und möglicherweise Küstenregionen einschließt. Für viele Besucher bildet der Aufenthalt in der Altstadt einen atmosphärischen Höhepunkt einer Mexiko-Reise, gerade weil hier das koloniale Erbe so eng mit dem heutigen Leben verknüpft bleibt.

Altstadt Guanajuato in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Altstadt Guanajuato längst zu einem wiederkehrenden Motiv geworden. Fotos von bunten Häusern, der „Callejón del Beso“ oder den Panoramaansichten über das Tal verbreiten sich auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok. Reisende teilen Eindrücke von Stadtführungen, Musikabenden im Teatro Juárez oder spontanen Begegnungen in den Gassen. Für potenzielle Gäste aus Deutschland bieten diese Inhalte eine anschauliche Ergänzung zu klassischen Reiseführern.

Häufige Fragen zu Altstadt Guanajuato

Wo liegt die Altstadt Guanajuato genau?

Die Altstadt Guanajuato liegt im Zentrum der Stadt Guanajuato im gleichnamigen Bundesstaat im zentralen Hochland von Mexiko. Sie befindet sich in einem Tal, das von Hügeln umgeben ist, und bildet den historischen Kern der Stadt. Von dort aus sind viele wichtige Sehenswürdigkeiten, Plätze und kulturelle Einrichtungen zu Fuß erreichbar.

Welche historische Bedeutung hat das Guanajuato Centro Historico?

Das Guanajuato Centro Historico ist eng mit der Geschichte des Silberbergbaus in Mexiko verbunden. Die Altstadt entwickelte sich während der spanischen Kolonialzeit als Zentrum einer der wichtigsten Silberregionen der Welt. Zudem war Guanajuato ein Schauplatz früher Kämpfe im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Kombination aus Bergbaugeschichte und politischer Bedeutung macht den historischen Stadtkern zu einem wichtigen Erinnerungsort.

Wie viel Zeit sollte man für die Altstadt Guanajuato einplanen?

Für einen ersten Eindruck der Altstadt reichen ein bis zwei Tage, um die wichtigsten Plätze, Kirchen und Aussichtspunkte zu besuchen. Wer Museen, das Theater, historische Gebäude und vielleicht auch Ausflüge zu Minen in der Umgebung einplanen möchte, sollte eher drei bis vier Tage vor Ort einplanen. So bleibt genügend Zeit, die besondere Atmosphäre des Guanajuato Centro Historico auch abseits der Hauptsehenswürdigkeiten zu genießen.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Altstadt?

Aufgrund der Hochlandlage ist die Altstadt Guanajuato grundsätzlich ganzjährig besuchbar. Viele Reisende bevorzugen die trockeneren und meist angenehm milden Monate von etwa November bis März. In dieser Zeit sind die Temperaturen oft angenehm, wobei es abends kühl werden kann. In der Regenzeit, besonders im Sommer, kann es zu stärkeren Schauern kommen, die den Aufenthalt in den engen Gassen beeinflussen. Wer Festivals oder besondere Kulturveranstaltungen erleben möchte, sollte konkrete Termine vorab recherchieren.

Ist die Altstadt Guanajuato für Reisende aus Deutschland gut zu erreichen?

Ja, die Altstadt ist über größere internationale Drehkreuze gut erreichbar, auch wenn es keine Direktflüge aus Deutschland nach Guanajuato gibt. Reisende fliegen meist nach Mexiko-Stadt oder andere große Städte in Mexiko und reisen von dort per Inlandsflug, Fernbus oder Mietwagen weiter. Aufgrund der teils engen und steilen Straßen im historischen Zentrum ist das eigene Auto dort wenig praktisch, weshalb viele Besucher Unterkünfte wählen, die fußläufig zur Altstadt oder gut an Taxi- und Busverbindungen angebunden sind.

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