Altstadt Carcassonne, Cite de Carcassonne

Altstadt Carcassonne: Mittelalterliche Festungsstadt mit magischer Silhouette

17.06.2026 - 21:28:06 | ad-hoc-news.de

Die Altstadt Carcassonne, die Cite de Carcassonne, zieht mit doppelten Mauerringen, 52 Türmen und verwinkelten Gassen Jahr für Jahr Besucher nach Carcassonne in Frankreich an – was macht diesen Ort für Reisende aus Deutschland so unwiderstehlich?

Altstadt Carcassonne, Cite de Carcassonne, Carcassonne
Altstadt Carcassonne, Cite de Carcassonne, Carcassonne

Wenn sich in der Abendsonne die Silhouette der Altstadt Carcassonne über den Weinbergen des Languedoc abzeichnet, wirkt die Cite de Carcassonne (sinngemäß „Stadt Carcassonne“) wie eine Filmkulisse: doppelte Mauerringe, Dutzende Türme, Zugbrücken und enge, gepflasterte Gassen. Für viele Reisende aus Deutschland ist sie die vielleicht eindrucksvollste mittelalterliche Festungsstadt in Frankreich – und zugleich eine der atmosphärischsten Altstädte Europas.

Altstadt Carcassonne: Das ikonische Wahrzeichen von Carcassonne

Die Altstadt Carcassonne ist das Wahrzeichen der südfranzösischen Stadt Carcassonne im Département Aude in der Region Okzitanien. Wie ein steinernes Schiff thront die Cite de Carcassonne auf einem Hügel über dem Fluss Aude und der modernen Unterstadt. Ihre Dimensionen und der außergewöhnlich gut erhaltene Zustand der Mauern haben ihr international den Ruf einer der eindrucksvollsten Festungsstädte des Mittelalters eingebracht.

Die Altstadt besteht aus einem vollständig ummauerten, ovalen Stadtbereich mit zwei dichten Mauerringen und einer Vielzahl von Türmen. Experten und offizielle Stellen betonen, dass dieser zweifache Befestigungsgürtel im europäischen Vergleich besonders selten ist und der Anlage ihren einzigartigen Charakter verleiht. In den Gassen finden sich Wohnhäuser, kleine Plätze, Kirchen, Museen, Restaurants und Souvenirgeschäfte – ein lebendiger Stadtorganismus innerhalb historischer Mauern.

Für deutsche Besucher lässt sich die Wirkung der Altstadt Carcassonne mit einem Blick auf bekannte heimische Bauten einordnen: So ist die Festung deutlich größer und komplexer als etwa die Wartburg und beeindruckt weniger durch einen einzelnen Palast als durch das geschlossene Bild einer ganzen befestigten Stadt. Aus der Ferne erinnert der Mauerring mit seinen vielen Türmen an ein steinernes Diadem, das die Hügelkuppe schmückt.

Die Altstadt ist heute eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Offizielle Tourismusstellen von Stadt und Region heben hervor, dass Carcassonne zu den wichtigsten Reisezielen zwischen Mittelmeerküste und Pyrenäen zählt. Die Kombination aus mittelalterlicher Militärarchitektur, lebendiger Altstadtatmosphäre und landschaftlichem Umfeld macht die Cite de Carcassonne zu einem idealen Ziel für Kulturreisen, Familienurlaube und Rundreisen mit dem Auto oder der Bahn.

Geschichte und Bedeutung von Cite de Carcassonne

Die Ursprünge der Besiedlung auf dem Hügel von Carcassonne reichen weit in die Antike zurück. Bereits in der Zeit der Kelten und Römer war der Standort wegen seiner Lage an wichtigen Verkehrswegen zwischen Atlantik und Mittelmeer sowie nahe den Pyrenäen von strategischer Bedeutung. Später entwickelte sich hier eine befestigte mittelalterliche Stadt, die immer wieder ausgebaut wurde.

Im Mittelalter spielte Carcassonne eine Schlüsselrolle in den Auseinandersetzungen um die Macht im Süden Frankreichs. Die Region war geprägt von Adelsfamilien, religiösen Spannungen – insbesondere im Zusammenhang mit der Bewegung der Katharer – und dem wachsenden Einfluss der französischen Krone. Carcassonne wurde dabei zu einem Stützpunkt königlicher Macht und diente als Bollwerk gegen Einfälle und Aufstände.

Die heute sichtbaren Mauern und Türme gehen im Kern auf das Hoch- und Spätmittelalter zurück. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Befestigung erweitert, repariert und verstärkt. Mit dem Wandel der Kriegstechnik, insbesondere durch den Einsatz von Kanonen, verlor die Festung zunehmend ihre militärische Bedeutung. Wie viele Befestigungsanlagen in Europa verfiel sie nach und nach, Teile wurden abgetragen, Bausteine dienten als Steinbruch, und die Altstadt verarmte.

Im 19. Jahrhundert stand die Altstadt Carcassonne zeitweise sogar vor dem Abriss. In dieser Phase gewann der Denkmalschutz erstmals an Bedeutung: Französische Behörden und engagierte Persönlichkeiten setzten sich für den Erhalt des historischen Ensembles ein. Die Rettung und Restaurierung der Festungsstadt wurde zu einem Schlüsselprojekt der frühen Denkmalpflege in Frankreich.

Ein zentraler Name in dieser Geschichte ist der Architekt Eugène Viollet-le-Duc. Er wurde im 19. Jahrhundert mit der Restaurierung der Festung beauftragt und prägte das heutige Erscheinungsbild maßgeblich. Viollet-le-Duc verfolgte dabei einen Ansatz, der historische Substanz mit seiner Interpretation des mittelalterlichen Originals verband. So rekonstruierte er etwa Dächer, Türme und Zinnen nach seinem Verständnis von gotischer Architektur. Dieser Ansatz ist bis heute Gegenstand von Diskussionen in der Denkmalpflege, gilt aber zugleich als ikonisches Beispiel für die romantische Wiederentdeckung des Mittelalters.

Die Bedeutung der Altstadt Carcassonne wurde im 20. Jahrhundert international anerkannt. Sie gilt als herausragendes Beispiel einer befestigten mittelalterlichen Stadt im westlichen Europa. Die Anlage steht symbolisch für mehrere historische Ebenen: für die antike und mittelalterliche Grenzlage zwischen Kulturräumen, für Königsmacht und Stadtgeschichte, aber auch für den modernen Umgang mit Architekturdenkmalen.

Für deutsche Leser ist interessant, dass die Restaurierungsgeschichte der Cite de Carcassonne zeitlich in eine ähnliche Phase fällt wie die Wiederentdeckung und Sicherung vieler deutscher Burgen und Dome im 19. Jahrhundert. Während in Deutschland etwa der Kölner Dom vollendet und zahlreiche Burgruinen gesichert wurden, entstand in Carcassonne ein vollständiges Bild einer mittelalterlichen Festungsstadt – stilistisch geprägt von der damaligen Vorstellung vom „idealtypischen Mittelalter“.

Heute wird die Altstadt von staatlichen und lokalen Stellen in Frankreich unter Schutz gestellt und museal wie touristisch zugleich genutzt. Sie ist ein wichtiges Symbol regionaler Identität in Okzitanien und ein internationaler Anziehungspunkt für Kulturinteressierte.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch beeindruckt die Altstadt Carcassonne durch ihren zweifachen Mauerring, die Vielzahl von Türmen und Toren sowie durch die Mischung verschiedener Baustile, die über Jahrhunderte hinweg entstanden sind. Beim Rundgang wird deutlich, dass hier kein einheitliches Bauprogramm verfolgt wurde, sondern sich Schichten von Geschichte ablesen lassen.

Ein charakteristisches Merkmal sind die zahlreichen, meist rechteckigen oder runden Türme, die sich in kurzen Abständen an den Mauern aneinanderreihen. Ihre Dächer – heute in markanten Formen mit Ziegeln gedeckt – gehen zu Teilen auf die umfangreiche Restaurierung im 19. Jahrhundert zurück. Dieser „Bilderbuch-Look“ macht die Festung für Besucher besonders fotogen, sorgt aber auch dafür, dass Fachleute die Anlage nicht nur als authentisches Mittelalter, sondern auch als Zeugnis historistischer Restaurierung ansehen.

Die beiden Mauerringe sind durch einen Graben und Zwischenraum getrennt. Wer entlang der Mauern spaziert, erlebt die Festungsarchitektur sehr direkt: Schießscharten, Wehrgänge und Zinnen machen die Verteidigungslogik nachvollziehbar. Viele Reiseführer und offizielle Informationen betonen, dass gerade dieser geschlossene Verteidigungsgürtel die Altstadt Carcassonne von vielen anderen Burgen und Stadtmauern unterscheidet.

Im Inneren der Mauern befindet sich eine dichte Bebauung aus schmalen Häusern, engen Gassen und kleinen Plätzen. Die Bebauung verbindet mittelalterliche Strukturen mit späteren Anpassungen, etwa aus der Frühen Neuzeit. Die Straßen sind oft gepflastert, die Häuser aus hellem Stein errichtet, Fensterläden in warmen Farben akzentuieren das Bild.

Ein zentrales Bauwerk innerhalb der Altstadt ist eine Kirche im gotischen Stil, die durch ihre Fenster mit farbigen Glasmalereien auffällt. Die Kunstgeschichte hebt häufig die Qualität und Vielfalt dieser Glasfenster hervor, die Szenen aus der christlichen Bildwelt zeigen und das Kircheninnere in farbiges Licht tauchen. Für Besucher aus Deutschland, die gotische Glasfenster aus Kathedralen wie in Köln, Chartres oder Straßburg kennen, bietet Carcassonne einen kleineren, aber atmosphärisch dichten Vergleich.

Ebenfalls bedeutsam ist das Innere der Festung mit einem Burgkomplex, der die militärische Funktion der Anlage verdeutlicht. Hier werden oft Ausstellungen zur Geschichte der Stadt, der Festungsbaukunst und der Restaurierung gezeigt. Offizielle Informationen verweisen darauf, dass Besucher dort mehr über die Entwicklung der Festungsanlage erfahren können, von antiken Ursprüngen über das Mittelalter bis hin zur denkmalpflegerischen Sicherung im 19. und 20. Jahrhundert.

Die Kunstgeschichte würdigt die Cite de Carcassonne als seltenes Beispiel einer nahezu vollständig erhaltenen befestigten Stadt. Gleichzeitig wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das heutige Erscheinungsbild einen Dialog zwischen Originalsubstanz und historistischer Ergänzung darstellt. Für Besucher ist dies weniger ein Problem als vielmehr Teil des Reizes: Die Anlage wirkt wie eine konzentrierte, begehbare Vorstellung vom mittelalterlichen Stadtraum.

Auch abends bietet die Architektur ein spektakuläres Bild. Beleuchtete Türme und Mauern zeichnen sich gegen den dunklen Himmel ab, und von den Wehrgängen aus eröffnet sich ein Panorama über die Unterstadt und die umliegende Landschaft. Dieses Zusammenspiel von Licht, Stein und Landschaft ist einer der Gründe, warum die Altstadt Carcassonne auch in sozialen Medien häufig als Fotomotiv erscheint.

Altstadt Carcassonne besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Carcassonne liegt im Süden Frankreichs, etwa in der Mitte zwischen Toulouse im Westen und Montpellier im Osten, unweit der Mittelmeerküste. Für Reisende aus Deutschland bieten sich unterschiedliche Anreisewege an. Mit dem Flugzeug ist Carcassonne meist über größere Drehkreuze wie Toulouse oder Montpellier erreichbar, die von deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf aus mit Umstieg in Frankreich oder anderen europäischen Städten angeflogen werden. Von dort geht es per Bahn oder Mietwagen weiter nach Carcassonne. Mit der Bahn ist eine Anreise über den TGV oder andere Fernverkehrsverbindungen, zum Beispiel über Paris oder Lyon, möglich; die Deutsche Bahn bietet Verbindungen mit Umstieg in französische Hochgeschwindigkeitszüge an. Autofahrer erreichen Carcassonne über das französische Autobahnnetz, insbesondere Strecken, die über Straßburg, Lyon und weiter Richtung Mittelmeer führen. In Frankreich fallen auf vielen Strecken Mautgebühren an.
  • Öffnungszeiten
    Die Altstadt Carcassonne als Stadtbereich ist grundsätzlich rund um die Uhr begehbar, da es sich um einen bewohnten historischen Stadtteil handelt. Einzelne Sehenswürdigkeiten innerhalb der Mauern – etwa Museen, der Burgbereich oder kirchliche Einrichtungen – haben jedoch gesonderte Öffnungszeiten, meist tagsüber im Rahmen klassischer Besuchszeiten. Öffnungszeiten können saisonabhängig variieren, etwa zwischen Sommer- und Wintermonaten, und können an Feiertagen abweichen. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch die aktuellen Angaben auf den offiziellen Informationsseiten der Altstadt Carcassonne oder der Tourismusorganisation von Carcassonne zu prüfen, da sich Zeiten ändern können.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Altstadt Carcassonne als Stadtviertel ist in der Regel frei. Für bestimmte Bereiche, zum Beispiel den inneren Burg- oder Festungsabschnitt oder einzelne Museen, kann ein Eintrittsgeld erhoben werden. Die Preise richten sich häufig nach Art der Besichtigung, Alter der Besucher und gegebenenfalls nach angebotenen Führungen. Da Eintrittspreise gelegentlich angepasst werden und Sondertarife für Familien, Jugendliche oder Senioren möglich sind, ist es sinnvoll, vorab die offiziellen Informationsseiten zu besuchen oder aktuelle Prospekte der Tourismusinformation zu konsultieren. Dort finden sich üblicherweise die neuesten Angaben zu Tickets, Kombikarten und eventuellen Online-Reservierungsmöglichkeiten.
  • Beste Reisezeit
    Die Altstadt Carcassonne kann grundsätzlich ganzjährig besucht werden. Das Klima im Süden Frankreichs ist meist mild, mit warmen bis heißen Sommern und eher gemäßigten Wintern. Die Hauptreisezeit liegt in den Sommermonaten, wenn viele Urlauber die Region für Badeferien, Rundreisen und Kultururlaube nutzen. In dieser Zeit ist mit erhöhtem Besucherandrang zu rechnen, vor allem tagsüber. Wer die Festungsstadt in ruhigerer Atmosphäre erleben möchte, profitiert von der Vor- und Nachsaison im Frühling und Herbst. Dann sind die Temperaturen angenehm und die Gassen meist weniger überlaufen. Unabhängig von der Jahreszeit sind frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag und Abend häufig ruhiger als die Mittagszeit. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch bei Sonnenuntergang, wenn sich die Mauern im warmen Licht färben.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In Carcassonne ist die Alltagssprache Französisch, in der Region auch die regionale Sprache Okzitanisch in kulturellen Kontexten präsent. In der Altstadt kommen Besucher mit Englisch meist gut zurecht, da viele Beschäftigte im Tourismus grundlegende Fremdsprachenkenntnisse haben. Deutsch wird deutlich seltener gesprochen, kann aber in Einzelfällen in Hotels oder Restaurants mit internationalem Publikum vorkommen. Für den Alltag reicht grundlegendes Englisch, einfache Höflichkeitsformeln auf Französisch werden jedoch meist positiv aufgenommen.
    Bezahlen lässt sich in Frankreich überwiegend problemlos mit gängigen Kreditkarten. In kleineren Geschäften, auf Märkten oder in kleinen Cafés ist Bargeld weiterhin üblich. Die in Deutschland verbreitete Girocard kann in Frankreich nicht überall wie gewohnt funktionieren, weshalb eine Kreditkarte sinnvoll ist. Kontaktloses Bezahlen und mobile Zahlungssysteme werden zunehmend akzeptiert, vor allem in touristischen Bereichen.
    Beim Trinkgeld gelten in Frankreich in Restaurants meist bereits Servicegebühren als im Preis enthalten, dennoch ist ein kleines zusätzliches Trinkgeld von etwa 5–10 Prozent üblich, wenn man zufrieden ist. Im Café oder bei kleineren Beträgen sind wenige Münzen angemessen. Für geführte Touren oder besondere Dienstleistungen in der Altstadt ist ein freiwilliges Trinkgeld ebenfalls üblich, wenn der Service überzeugt.
    Hinsichtlich Verhalten und Kleiderordnung gibt es in der Altstadt keine strengen Vorschriften, allerdings sollte in Kirchen und sakralen Räumen auf angemessene Kleidung geachtet werden – Schultern und Knie werden idealerweise bedeckt. Fotografieren ist im Freien und auf den Straßen der Altstadt üblicherweise erlaubt, in Kirchen, Museen oder speziellen Ausstellungsbereichen können jedoch Beschränkungen gelten. Hinweise vor Ort sollten beachtet werden.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Frankreich gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise in der Regel mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass möglich. Dennoch sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Änderungen, Sicherheitsinformationen oder besondere Vorgaben. Innerhalb der EU können gesetzlich Versicherte in der Regel mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise der Chipkarte ihrer Krankenversicherung medizinische Basisleistungen in Anspruch nehmen. Trotzdem ist eine ergänzende Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, um etwaige Zusatzkosten abzudecken. Frankreich liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland; es besteht daher keine Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beziehungsweise Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ).

Warum Cite de Carcassonne auf jede Carcassonne-Reise gehört

Die Cite de Carcassonne ist weit mehr als ein schönes Fotomotiv: Sie bündelt Geschichte, Architektur und Atmosphäre auf engem Raum. Wer durch eines der monumentalen Stadttore die Altstadt betritt, spürt oft unmittelbar den Wechsel von der lebhaften Unterstadt in eine eigene, fast zeitlose Welt. Kopfsteinpflaster, jahrhundertealte Mauern, schmale Gassen und Häuser mit Holzbalkonen vermitteln ein dichtes, historisches Flair.

Für Reisende aus Deutschland ist die Altstadt Carcassonne ein ideales Ziel, um französische Geschichte jenseits der großen Metropolen zu erleben. Hier lassen sich Themen wie mittelalterliche Stadtentwicklung, Festungsbau, Religionskonflikte und die Rolle des Südens im französischen Königreich nachvollziehen – anschaulich und eingebettet in eine eindrucksvolle Kulisse. Gleichzeitig bleibt der Besuch alltagstauglich: Cafés, Crêperien, kleine Läden und Restaurants sorgen für kulinarische Pausen, während Aussichtspunkte spektakuläre Blicke über die Landschaft eröffnen.

Die Umgebung von Carcassonne ergänzt den Besuch: Weinberge, das Tal des Flusses Aude, historische Kanäle und nahegelegene Dörfer bieten Möglichkeiten für Ausflüge, etwa zu anderen mittelalterlichen Orten oder in die Natur der Vorpyrenäen. So lässt sich ein Aufenthalt in der Altstadt Carcassonne gut in eine Rundreise durch Südfrankreich integrieren – mit Stationen an der Mittelmeerküste, in den Städten Toulouse oder Montpellier oder in den Weinregionen des Languedoc.

Neben dem individuellen Erkunden der Gassen lohnt sich für viele Besucher eine geführte Tour. Offizielle Führungen und Audioguides vermitteln Hintergründe zur Entstehung der Festung, zu den Verteidigungstechniken und zur Restaurierungsgeschichte. Wer sich für Architektur interessiert, erhält dabei einen Einblick in die unterschiedlichen Bauphasen und in die Diskussionen um den Umgang mit historischen Bauwerken.

Familien mit Kindern schätzen in der Altstadt vor allem die Möglichkeit, Geschichte „zum Anfassen“ zu erleben. Wehrgänge, Türme und Stadttore regen die Fantasie an, und viele Kinder verbinden den Besuch mit Vorstellungen von Rittern, Burgen und Abenteuern. Gleichzeitig sollten Erwachsene darauf achten, dass einige Bereiche steile Stufen, unebene Wege oder Geländer aufweisen, die Aufmerksamkeit erfordern.

Auch kulinarisch bietet die Region typische Spezialitäten, etwa rustikale Gerichte mit Bohnen und Fleisch, lokale Weine oder regionale Käse. Ein Besuch in einem traditionellen Restaurant in der Altstadt oder in der Unterstadt ergänzt das kulturelle Erlebnis um eine geschmackliche Dimension. Wer regionale Produkte liebt, findet auf Märkten und in kleinen Geschäften zudem lokale Erzeugnisse wie Wein, Olivenöl oder Süßwaren.

Zusammengenommen spricht vieles dafür, die Cite de Carcassonne als festen Bestandteil einer Reiseplanung für Südfrankreich zu sehen: Die Altstadt verknüpft eindrucksvolle Bilder, historische Tiefe und gut erreichbare touristische Infrastruktur – ein Mix, der gerade für Besucher aus Deutschland mit Interesse an Kultur, Geschichte und Landschaft besonders attraktiv ist.

Altstadt Carcassonne in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht die Altstadt Carcassonne regelmäßig als Fotomotiv, Reels-Hintergrund oder Kulisse für Reiseberichte auf. Nutzerinnen und Nutzer teilen Ansichten der illuminierten Mauern bei Nacht, Drohnenaufnahmen über den Dächern der Festung oder Detailbilder von Gassen und Türmen. Hashtags und Geotags machen die Cite de Carcassonne zu einem festen Bestandteil des digitalen Reisebildes von Südfrankreich.

Häufige Fragen zu Altstadt Carcassonne

Wo liegt die Altstadt Carcassonne genau?

Die Altstadt Carcassonne liegt auf einem Hügel über dem Fluss Aude in der Stadt Carcassonne im Département Aude in Südfrankreich. Sie befindet sich in der Region Okzitanien, etwa zwischen Toulouse und Montpellier, und ist über Straße und Bahn gut erreichbar.

Was ist historisch besonders an der Cite de Carcassonne?

Historisch besonders ist die Kombination aus zweifachem Mauerring, zahlreichen Türmen und der weitgehend geschlossenen Struktur einer mittelalterlichen Festungsstadt. Die Anlage spiegelt mehrere Epochen wider – von antiken Anfängen über die mittelalterliche Blüte bis zur Restaurierung im 19. Jahrhundert – und gilt als eines der markantesten Beispiele befestigter Städte in Europa.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Für einen ersten Eindruck reicht oft ein halber Tag, um durch die Gassen zu schlendern, die Mauern zu betrachten und in einem Café zu verweilen. Wer zusätzlich den Burgbereich, Ausstellungen, Kirchen und die Wehrgänge intensiv erkunden möchte, sollte eher einen ganzen Tag einplanen. Viele Reisende kombinieren den Besuch mit einer Übernachtung, um die Atmosphäre auch am Abend zu erleben.

Ist die Altstadt Carcassonne familienfreundlich?

Ja, die Altstadt Carcassonne ist grundsätzlich familienfreundlich. Kinder erleben die Festung oft als Abenteuerspielplatz voller Türme und Mauern. Eltern sollten jedoch auf unebenes Kopfsteinpflaster, steile Stufen und gelegentlich hohe Geländer achten. Kinderwagen sind in manchen Bereichen nur eingeschränkt praktisch nutzbar, eine Trage kann zu Vorteil sein.

Wann ist die beste Reisezeit für Besucher aus Deutschland?

Angenehm für Besucher aus Deutschland sind vor allem Frühjahr und Herbst mit milden Temperaturen und moderatem Besucherandrang. Im Sommer ist die Region sehr beliebt, entsprechend voller und oft heiß. Winterbesuche sind ruhiger; einige Angebote können dann jedoch eingeschränkt sein. Unabhängig von der Jahreszeit sind Morgen- und Abendstunden meist atmosphärisch und weniger überlaufen.

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