Altstadt Brügge, Historisch Centrum van Brugge

Altstadt Brügge: Warum das Historisch Centrum van Brugge verzaubert

07.06.2026 - 05:43:36 | ad-hoc-news.de

Die Altstadt Brügge, das Historisch Centrum van Brugge in Belgien, ist ein mittelalterliches Welterbe-Labyrinth aus Gassen, Grachten und Giebeln – und birgt mehr, als Postkarten zeigen.

Altstadt Brügge, Historisch Centrum van Brugge, Brügge
Altstadt Brügge, Historisch Centrum van Brugge, Brügge

Wenn sich am Abend das Licht in den stillen Grachten spiegelt, die Pferdekutschen über das Kopfsteinpflaster rollen und der Duft von Schokolade in der Luft liegt, zeigt die Altstadt Brügge, das Historisch Centrum van Brugge (auf Deutsch sinngemäß „Historisches Zentrum von Brügge“), ihre ganze Magie. Zwischen mittelalterlichen Giebelhäusern, Kanälen und Kirchtürmen entsteht ein Stadtbild, das in Europa seinesgleichen sucht und Brügge zu einem der stimmungsvollsten Reiseziele für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland macht.

Altstadt Brügge: Das ikonische Wahrzeichen von Brügge

Die Altstadt Brügge gilt als das Herz der Stadt und als ihr wichtigstes Wahrzeichen. Das Historisch Centrum van Brugge umfasst im Wesentlichen die mittelalterlich geprägte Innenstadt, die von einem nahezu geschlossenen Ring aus Kanälen – den Grachten – umgeben ist. Charakteristisch sind die schmalen, oft giebelständigen Backsteinhäuser, die historischen Plätze wie der Grote Markt und der Burgplatz sowie die Vielzahl an Kirchen, Klöstern und Speichern, die vom einstigen Reichtum der Handelsmetropole zeugen.

International bekannt wurde Brügge vor allem durch seine außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterliche Stadtstruktur. Im Altstadtbereich hat sich das Straßennetz im Kern seit dem Spätmittelalter nur wenig verändert. Kanäle, Brücken, Plätze und Parzellenzuschnitte bilden ein einzigartiges Ensemble, das Besucherinnen und Besucher unmittelbar in eine andere Epoche versetzt. Viele Reiseführer, darunter auch etablierte deutschsprachige Reihen, heben hervor, dass Brügge im Vergleich zu anderen europäischen Städten ungewöhnlich geschlossen wirkt, weil weder im Zweiten Weltkrieg noch in der Nachkriegszeit großflächige Zerstörungen oder radikale Modernisierungen erfolgten.

Die UNESCO würdigt diese Geschlossenheit ausdrücklich und führt das Historisch Centrum van Brugge als Welterbe, weil hier auf engem Raum die Entwicklung einer mittelalterlichen Handelsstadt in Nordwesteuropa sichtbar bleibt. Die Kombination aus städtischer Struktur, Wasserwegen und herausragenden Einzelbauten – etwa der Belfried auf dem Grote Markt oder die Liebfrauenkirche mit dem hohen Turm – macht die Altstadt Brügge zu einem faszinierenden Studienobjekt für Architektur- und Stadtgeschichte sowie zu einem Traumziel für Städtereisende aus dem deutschsprachigen Raum.

Geschichte und Bedeutung von Historisch Centrum van Brugge

Um die besondere Atmosphäre der Altstadt Brügge zu verstehen, hilft ein Blick in die Geschichte. Die Ursprünge Brügges reichen in die Frühzeit des Mittelalters zurück. Bereits im 9. Jahrhundert wurde in der Region eine Befestigung angelegt, die den Schutz vor Invasionen – insbesondere der Wikinger – verbessern sollte. Diese frühe Befestigung gab der Stadtstruktur ein erstes Gerüst, das im Laufe der Jahrhunderte verdichtet wurde. Im Hochmittelalter profitierte Brügge von seiner Lage nahe der Nordsee und entwickelte sich zu einem zentralen Knotenpunkt des europäischen Handels.

Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte Brügge eine Phase enormen Wohlstands. Die Stadt war ein wichtiges Zentrum der Hanse-ähnlichen Handelsnetze im Nordseeraum sowie ein bedeutender Umschlagplatz für Waren aus England, Skandinavien, dem Baltikum und dem Mittelmeerraum. Kaufleute aus Italien, Spanien und deutschen Territorien unterhielten Niederlassungen vor Ort. Der Wohlstand schlug sich in prächtigen Fassaden, großzügigen Bürgerhäusern und repräsentativen öffentlichen Gebäuden nieder, die bis heute das Historisch Centrum van Brugge prägen.

Ein weiterer Baustein der Bedeutung Brügges ist die Rolle als Zentrum der flämischen Kunst. Im 15. Jahrhundert war die Stadt Sitz des burgundischen Hofes beziehungsweise eng mit diesem verbunden. Mächtige Herzöge wie Philipp der Gute förderten Künstler, darunter die sogenannten Altniederländer wie Jan van Eyck und Hans Memling. In dieser Zeit entwickelte sich Brügge zu einem kulturellen Brennpunkt, an dem Malerei, Buchmalerei und Handel aufeinandertrafen. Noch heute sind Kunstwerke dieser Epoche in Museen und Kirchen der Altstadt zu sehen und verstärken den Eindruck eines lebendigen historischen Ensembles.

Im Verlauf der Neuzeit verlor Brügge jedoch an wirtschaftlicher Bedeutung, unter anderem weil der Zugang zur Nordsee durch Versandung zunehmend schwieriger wurde und neue Handelsrouten andere Städte bevorzugten. Dieser Niedergang hatte paradoxerweise eine konservierende Wirkung: Da weniger Neubauten nötig waren, blieb der historische Bestand weitgehend erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde Brügge von Künstlern und Reisenden der Romantik „wiederentdeckt“. Gemälde, Reiseberichte und später auch Fotografien inszenierten die Stadt als malerisches, fast zeitloses Refugium – ein Bild, das bis in die Gegenwart fortwirkt.

Die Aufnahme des Historisch Centrum van Brugge in die Liste des UNESCO-Welterbes am Ende des 20. Jahrhunderts markierte einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Altstadt. Die UNESCO betont unter anderem den außergewöhnlichen universellen Wert der Stadt als Beispiel für eine gut erhaltene mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole in Europa. Für Brügge selbst brachte dieser Status erhöhte Aufmerksamkeit, Verpflichtungen im Denkmalschutz und anhaltende Investitionen in die Erhaltung des historischen Gefüges.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist diese lange, vielschichtige Geschichte direkt vor Ort erfahrbar: vom frühmittelalterlichen Grundriss über gotische Kirchen und Bürgerhäuser bis hin zu Einflüssen der Renaissance und des Barock. Im Vergleich zu vielen deutschen Städten, die durch Kriege und Industrialisierung stärker überformt wurden, bietet Brügge einen ungewöhnlich dichten Einblick in eine vormoderne Stadtwelt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Altstadt Brügge geprägt von einer Mischung aus Backsteingotik, Stadthäusern der Renaissance und klassizistischen Fassaden, die oft vor ältere Konstruktionen gesetzt wurden. Besonders auffällig sind die Stufengiebel und Treppengiebel, die viele der Bürgerhäuser zieren. Sie verleihen den Straßenzügen eine rhythmisierte Silhouette, die sich – je nach Licht – immer wieder anders präsentiert. Typisch sind auch die schmalen Parzellen, die sich aus mittelalterlichen Grundstückszuschnitten ergeben.

Ein zentrales Element der Stadt ist der Grote Markt, der große Marktplatz im Herzen der Altstadt. Hier dominiert der Belfried, ein mittelalterlicher Glockenturm von beeindruckender Höhe, der als frühes Symbol städtischer Autonomie gilt. Vom Turm aus erstreckt sich ein Panoramablick über das dicht bebaute Historisch Centrum van Brugge, die Kanäle und die das Zentrum umgebenden Grünzüge. Viele touristische Bilder Brügges zeigen genau diesen Blick oder die Silhouette des Belfrieds im Gegenlicht.

Wenige Schritte entfernt liegt der Burgplatz, auf dem sowohl das historische Rathaus als auch die Heilig-Blut-Basilika zu finden sind. Das Rathaus zählt zu den ältesten gotischen Rathäusern in Westeuropa und steht stellvertretend für die Selbstbewusstheit mittelalterlicher Städte, die ihre Macht und ihren Wohlstand durch repräsentative Architektur demonstrierten. Die Heilig-Blut-Basilika vereint unterschiedliche Baustile und ist bis heute ein wichtiger religiöser Ort, an dem nach lokaler Tradition eine Reliquie verehrt wird.

Eine weitere markante Sehenswürdigkeit im Historisch Centrum van Brugge ist die Liebfrauenkirche mit ihrem hohen Turm aus Backstein, der weit über die Dächer der Stadt hinausragt. Im Inneren befindet sich eine berühmte Skulptur von Michelangelo, die „Madonna mit dem Kind“. Sie ist eines der wenigen Werke des Künstlers, die sich nördlich der Alpen in situ befinden, und unterstreicht den historischen Rang Brügges als Kultur- und Handelsstadt, in der Kunstwerke von höchstem Rang ankamen und bewahrt wurden.

Das Kanalsystem der Altstadt ist nicht nur atmosphärisches Element, sondern war historisch betrachtet eine zentrale Infrastruktur. Waren, Stoffe und Lebensmittel gelangten über die Wasserwege in die Stadt, während gleichzeitig Entwässerung und Verteidigung unterstützt wurden. Heute dienen die Kanäle vor allem als Bühne für Bootsrundfahrten, die Besuchende durch enge Wasserläufe, unter niedrigen Brücken hindurch und vorbei an Klostergärten und Speicherhäusern führen. Besonders eindrucksvoll ist die Perspektive von den Booten aus auf die Giebel und Hinterhöfe, die von den Straßen aus oft nicht sichtbar sind.

Auch das Begijnhof – ein historischer Wohnkomplex, der einst von Beginen, frommen, aber nicht klösterlich gebundenen Frauen, bewohnt wurde – ist ein architektonischer Höhepunkt. Die schlichte, weiße Bebauung um einen ruhigen Innenhof mit Bäumen bildet einen starken Kontrast zur geschäftigen Altstadt. Der Ort vermittelt anschaulich, wie religiös geprägtes Gemeinschaftsleben in der frühen Neuzeit organisiert war und wie unterschiedlich soziale Gruppen im engen Raum der Altstadt Brügge koexistierten.

Kunsthistorisch spielt Brügge vor allem durch die flämischen Primitiven – besser als Altniederländische Malerei bezeichnet – eine herausragende Rolle. Museen in der Altstadt präsentieren Gemälde von Meistern wie Jan van Eyck und Hans Memling, die für ihre detaillierten, lichtdurchfluteten Darstellungen bekannt sind. Ihre Werke zeigen häufig Kaufleute, Stifter und religiöse Szenen in mitteleuropäischen und städtischen Innenräumen, die Beobachtenden einen Eindruck von der materiellen Kultur und dem Alltag des 15. Jahrhunderts geben. Für Kulturreisende aus Deutschland ist dieser direkte Zugriff auf Originalwerke und ihre historischen Kontexte ein starkes Argument für einen Besuch.

Die UNESCO und Denkmalpfleger betonen immer wieder, dass die Altstadt Brügge nicht nur eine Ansammlung einzelner Sehenswürdigkeiten ist, sondern ein Gesamtensemble. Das bedeutet: Die Qualität des Ortes ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Straßenraum, Platzabfolgen, Wasserwegen, Verkehrsberuhigung, Bewahrung historischer Materialien und sensibler Integration moderner Funktionen. In vielen Bereichen sind Neubauten bewusst zurückhaltend gestaltet oder hinter historischen Fassaden verborgen, um das Stadtbild möglichst wenig zu stören.

Altstadt Brügge besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Brügge liegt im Nordwesten Belgiens, in der Region Flandern, nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Von Deutschland aus ist die Stadt gut per Bahn erreichbar, häufig über Brüssel. Ab Frankfurt am Main, Köln oder Düsseldorf führen ICE- und Thalys-/Eurostar-Verbindungen zunächst nach Brüssel, von dort verkehren regelmäßig Intercity-Züge nach Brügge. Die reine Bahnfahrzeit ab Frankfurt liegt – je nach Verbindung – meist zwischen 4 und 6 Stunden. Mit dem Auto gelangen Reisende über das Autobahnnetz Nordrhein-Westfalens und weiter über belgische Autobahnen nach Brügge; es ist jedoch mit Mautsystemen und möglichen Umweltzonen im In- und Ausland zu rechnen, weshalb eine vorherige Information sinnvoll ist. Flugreisende können über größere Drehkreuze wie Frankfurt, München oder Berlin nach Brüssel oder – je nach Angebot – nach Antwerpen oder Ostende-Brügge fliegen und von dort mit Bahn oder Bus weiterreisen.
  • Orientierung in der Altstadt: Das Historisch Centrum van Brugge ist relativ kompakt und lässt sich gut zu Fuß erschließen. Viele Sehenswürdigkeiten – vom Grote Markt über den Burgplatz bis zum Begijnhof – liegen in wenigen Gehminuten Abstand. Die Grachten bilden einen natürlichen Rahmen und helfen bei der Orientierung. Fahrräder werden in Brügge ebenfalls häufig genutzt; der Altstadtbereich ist jedoch teilweise gepflastert und kann zu Stoßzeiten stark besucht sein.
  • Öffnungszeiten: Die Altstadt selbst ist jederzeit zugänglich, da es sich um einen offenen Stadtbereich handelt. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie der Belfried, Museen, Kirchen und das Begijnhof haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die saisonal variieren können. Es empfiehlt sich, die jeweils aktuellen Zeiten direkt bei den offiziellen Stellen der Stadt Brügge oder den entsprechenden Einrichtungen zu prüfen. Gerade in der Hauptsaison im Frühjahr und Sommer sowie an Wochenenden können Tageszeiten mit geringerem Andrang – etwa der frühe Morgen oder der späte Abend – als besonders angenehm empfunden werden.
  • Eintritt: Die meisten Straßen und Plätze der Altstadt Brügge sind frei zugänglich. Für Museen, den Aufstieg auf den Belfried oder den Besuch bestimmter Kirchen werden in der Regel Eintrittspreise erhoben, die je nach Institution und gegebenenfalls Ermäßigungen (z. B. für Kinder, Studierende oder Gruppen) variieren. Da sich Preise ändern können, ist ein aktueller Blick auf die offiziellen Informationsseiten empfehlenswert. Für Vielbesucher existieren häufig Kombi- oder Museumskarten, die den Eintritt zu mehreren Einrichtungen bündeln.
  • Beste Reisezeit: Brügge liegt in einer gemäßigten Klimazone mit relativ milden Wintern und nicht zu heißen Sommern. Beliebt ist insbesondere die Zeit von Frühling bis Herbst, wenn die Grachten, Gärten und Plätze in voller Blüte oder in herbstlichen Farben stehen. Im Hochsommer kann es aufgrund von Tagesgästen und Kreuzfahrtpassagieren sehr voll werden. Wer die Altstadt Brügge in ruhigerer Atmosphäre erleben möchte, findet oft im späten Herbst, im Winter außerhalb der Feiertage oder unter der Woche im Frühjahr gute Bedingungen. Regen ist das ganze Jahr über möglich; wetterfeste Kleidung ist ratsam.
  • Sprache vor Ort: Brügge liegt in der niederländischsprachigen Region Flandern. Amtssprache und Beschilderung sind überwiegend Niederländisch. Gleichzeitig sind Englischkenntnisse in der Tourismusbranche weit verbreitet; auch Deutsch wird aufgrund der Nähe zu Deutschland und der hohen Zahl deutschsprachiger Gäste in vielen Hotels, Restaurants und touristischen Einrichtungen zumindest ansatzweise verstanden. Für den Alltag reichen Englischkenntnisse in der Regel aus; ein paar niederländische Höflichkeitsfloskeln werden jedoch positiv aufgenommen.
  • Zahlung und Währung: In Belgien wird wie in Deutschland mit Euro (€) bezahlt, sodass kein Währungswechsel nötig ist. Kartenzahlung ist in der Altstadt Brügge weit verbreitet; gängige Kreditkarten und häufig auch Debitkarten werden akzeptiert. Mobile Payment per Smartphone gewinnt an Bedeutung, ist aber nicht überall verfügbar. Es ist sinnvoll, etwas Bargeld für kleine Beträge, Märkte oder kleinere Lokale dabeizuhaben.
  • Trinkgeld-Gepflogenheiten: In Belgien ist das Bedienungsgeld meist bereits im Preis enthalten. Ein kleines zusätzliches Trinkgeld wird jedoch gerne gesehen – etwa das Aufrunden auf den nächsten vollen Betrag oder einige Prozent des Rechnungsbetrags, wenn man mit Service und Qualität zufrieden ist. In Cafés und Bars ist Trinkgeld ebenso üblich, aber nicht zwingend.
  • Einreisebestimmungen: Belgien ist Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise im Regelfall mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Hinweise und detaillierten Informationen vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Zeitzone: Belgien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) beziehungsweise in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Brügge, was An- und Abreise organisatorisch unkompliziert macht.
  • Fotografie und Atmosphäre: In den öffentlichen Straßen und auf Plätzen der Altstadt ist Fotografieren in der Regel erlaubt. In Museen und Kirchen gelten häufig eigene Regelungen; Blitzlicht und Stative sind meist untersagt, manchmal ist Fotografieren ganz verboten. Da die Altstadt Brügge stark frequentiert ist, empfiehlt es sich, Rücksicht auf andere Besuchende und Anwohnende zu nehmen und besonders idyllische Fotopunkte – etwa an schmalen Brücken – nicht zu blockieren.

Warum Historisch Centrum van Brugge auf jede Brügge-Reise gehört

Für Reisende aus Deutschland ist die Altstadt Brügge mehr als eine hübsche Kulisse. Sie bietet die seltene Gelegenheit, eine europäische Stadt in einer Dichte und Geschlossenheit zu erleben, wie sie im deutschsprachigen Raum nur noch an wenigen Orten möglich ist. Während viele deutsche Städte – von Köln bis Dresden – im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitten und anschließend in Teilen modern wiederaufgebaut wurden, konnte Brügge sein historisches Stadtbild weitgehend bewahren.

Das Historisch Centrum van Brugge verbindet auf engem Raum Kulturgeschichte, Architektur, Kunst und eine lebendige Gegenwart. Wer sich vom Grote Markt über den Burgplatz und entlang der Grachten zum Begijnhof treiben lässt, erlebt eine Atmosphäre, in der Geschichte und Alltag ineinanderfließen. Moderne Cafés und Chocolaterien befinden sich in jahrhundertealten Häusern, Bootsrundfahrten auf den Kanälen passieren Klöster, Museen und Privathäuser. Dieser Mix aus Vergangenheit und Gegenwart wird von vielen Reiseführern und Kulturinstitutionen als Schlüssel zum Reiz Brügges beschrieben.

Ein weiterer Grund, warum die Altstadt Brügge auf keine Brügge-Reise fehlen sollte, ist die Vielfalt der Perspektiven. Für Architekturinteressierte bietet die Stadt ein Lehrbuch der Backsteingotik und des historischen Städtebaus. Kunstfreunde finden hochrangige Werke der Altniederländischen Malerei und religiöse Kunst in Museen und Kirchen. Romantikerinnen und Romantiker genießen die Stimmung abends an den Kanälen, wenn das historische Zentrum beleuchtet ist. Familien schätzen die überschaubare Größe, die vielen autofreien Bereiche und die Möglichkeit, Sightseeing mit Bootstouren oder Kutschenfahrten zu kombinieren.

Die offizielle Tourismusorganisation Brügges legt Wert auf ein nachhaltiges Management der Besucherströme. Konzepte zur Lenkung von Touristen, etwa Empfehlungen zu Tageszeiten oder saisonalen Verteilungen, sollen dazu beitragen, das Historisch Centrum van Brugge als Wohn- und Lebensraum zu erhalten. Gleichzeitig wird der Erhalt der Bausubstanz durch kontinuierliche Restaurierungen und Pflegeprojekte unterstützt. Für Gäste aus Deutschland bedeutet das: Man bewegt sich in einem historischen Ensemble, das bewusst sowohl geschützt als auch weiterentwickelt wird.

Nicht zuletzt eignet sich die Altstadt Brügge hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen: Die Nordseeküste mit ihren Stränden ist nur eine kurze Zug- oder Autofahrt entfernt, Städte wie Gent, Antwerpen oder Brüssel lassen sich bequem als Tagesausflug erreichen. Damit eignet sich Brügge sowohl für einen verlängerten Wochenendtrip als auch als Teil einer größeren Belgien- oder Benelux-Rundreise.

Wer sich für europäische Geschichte interessiert, erkennt in Brügge ein Bindeglied zwischen verschiedenen Epochen: von den frühen Handelsnetzwerken des Mittelalters über die höfische Kultur der Burgunder bis hin zur modernen, auf Tourismus und Dienstleistung ausgerichteten Stadt. Diese Vielschichtigkeit, verbunden mit der außergewöhnlichen Ästhetik der Altstadt, macht das Historisch Centrum van Brugge zu einem Ziel, das lange im Gedächtnis bleibt.

Altstadt Brügge in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien spielt die Altstadt Brügge eine auffällige Rolle: Bilder der beleuchteten Grachten, der Giebelhäuser am Wasser und der Aussicht vom Belfried gehören zu den Motiven, die auf Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok besonders häufig geteilt werden. Viele Reisende aus Deutschland nutzen diese Eindrücke als Inspiration für ihre eigene Reiseplanung und kombinieren klassische Sehenswürdigkeiten mit weniger bekannten Ecken, die sie online entdeckt haben.

Häufige Fragen zu Altstadt Brügge

Wo liegt die Altstadt Brügge genau?

Die Altstadt Brügge, das Historisch Centrum van Brugge, liegt im Herzen der Stadt Brügge in der Region Flandern im Nordwesten Belgiens. Sie wird von einem Ring aus Kanälen umgeben und entspricht im Wesentlichen dem historischen Kern innerhalb dieses Wasser- und Straßenrings.

Warum gehört das Historisch Centrum van Brugge zum UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat das Historisch Centrum van Brugge als Welterbe anerkannt, weil die Altstadt eine außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterliche Handels- und Kulturstadt in Nordwesteuropa repräsentiert. Besonders gewürdigt werden die geschlossene Stadtstruktur, die Vielzahl historischer Gebäude, das Kanalsystem und die Rolle Brügges als Zentrum von Handel, Kunst und Religion.

Wie viel Zeit sollte man für die Altstadt Brügge einplanen?

Für einen ersten Eindruck der Altstadt Brügge eignet sich ein ganzer Tag, an dem sich zentrale Sehenswürdigkeiten wie Grote Markt, Burgplatz, Begijnhof und einige Kirchen bereits gut erkunden lassen. Wer Museen besuchen, eine Grachtenfahrt unternehmen und auch ruhigere Viertel entdecken möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen.

Ist ein Besuch der Altstadt Brügge auch für Kinder geeignet?

Ja, die kompakte Struktur, weitgehend verkehrsarme Zonen und Angebote wie Bootsrundfahrten sowie Kutschenfahrten machen das Historisch Centrum van Brugge auch für Familien attraktiv. Kinder finden häufig Gefallen an den Booten, an den Türmen und an der lebendigen Atmosphäre auf den Plätzen.

Wann ist die beste Reisezeit für deutsche Besucherinnen und Besucher?

Angenehm sind vor allem Frühjahr und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Besucherzahlen etwas geringer ausfallen als im Hochsommer. Wer die Altstadt möglichst ruhig erleben möchte, reist unter der Woche und vermeidet Ferienzeiten sowie große Feiertage.

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