Alter Hafen Recife, Recife Antigo

Alter Hafen Recife: Wie Recife Antigo zum Herzen der Stadt wurde

17.06.2026 - 08:43:53 | ad-hoc-news.de

Am Alten Hafen Recife, dem historischen Recife Antigo, treffen Kolonialfassaden, Street Art und Atlantikbrise aufeinander – warum dieser Stadtteil in Recife, Brasilien, deutsche Besucher so fasziniert.

Alter Hafen Recife, Recife Antigo, Reise
Alter Hafen Recife, Recife Antigo, Reise

Wenn sich am Alten Hafen Recife die Sonne im Wasser spiegelt und die bunten Kolonialfassaden von Recife Antigo („altes Recife“) in warmes Licht taucht, zeigt die Hafenstadt im Nordosten Brasiliens ihr vielleicht schönstes Gesicht. Zwischen alten Lagerhäusern, modernem Kulturzentrum und entspannter Uferpromenade offenbart sich hier ein Viertel, das Geschichte, Kunst und Alltag wie ein lebendiges Freilichtmuseum verbindet.

Alter Hafen Recife: Das ikonische Wahrzeichen von Recife

Der Alte Hafen Recife, lokal Recife Antigo genannt, gilt als historischer Kern der Millionenstadt Recife im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco. Hier, auf einer Insel am Zusammenfluss der Flüsse Capibaribe und Beberibe kurz vor dem Atlantik, begann im 16. Jahrhundert die europäische Besiedlung der Region. Noch heute sind die Konturen des alten Hafenviertels deutlich spürbar: Kopfsteinpflaster, schmale Gassen, ehemalige Lagerhäuser und Kontore, die zu Bars, Galerien und Museen umgebaut wurden.

Für Reisende aus Deutschland ist Recife Antigo ein idealer Einstieg in die Stadt: Der Stadtteil ist kompakt, größtenteils fußläufig erschließbar und vereint viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Recifes auf engem Raum – vom Kulturzentrum Paço do Frevo über das Museu Cais do Sertão bis zu den farbig gestrichenen Häuserreihen entlang des Hafenbeckens. Gleichzeitig öffnet sich der Blick immer wieder über das Wasser auf moderne Hochhäuser und die Strände von Boa Viagem – ein reizvoller Kontrast aus Tradition und Gegenwart.

Brasilianische Medien und Tourismusbehörden betonen regelmäßig die symbolische Rolle des Viertels: Recife Antigo steht für die „Wiege Recifes“ und ist heute einer der wichtigsten Kultur- und Freizeitorte der Stadt. Stadtplaner und Kulturverantwortliche sehen im sanierten Hafenquartier ein Beispiel für gelungene Stadtrevitalisierung, bei der historisches Erbe nicht museal konserviert, sondern in den Alltag zurückgeholt wurde.

Geschichte und Bedeutung von Recife Antigo

Die Geschichte des Alten Hafens von Recife reicht bis in die frühe Kolonialzeit Portugals in Brasilien zurück. Im 16. Jahrhundert entstand hier ein Handelshafen für Zucker und andere Kolonialwaren, die von den Plantagen im Hinterland über die Flüsse zum Meer transportiert wurden. Die günstige Lage an einer geschützten Flussmündung, aber in unmittelbarer Nähe zum Atlantik, machte Recife schnell zu einem strategisch bedeutenden Umschlagplatz.

Im 17. Jahrhundert geriet die Region unter niederländischen Einfluss: Unter der Herrschaft des Gouverneurs Johann Moritz von Nassau-Siegen (portugiesisch „Maurício de Nassau“) wurde Recife zeitweise zu einem der modernsten Kolonialstädte Amerikas ausgebaut. Aus dieser Phase stammen die ersten systematischen Stadtplanungen, Festungsanlagen und Verwaltungsgebäude, die die weitere Entwicklung des Hafens prägten. Für deutsche Leser ist dieser Bezug interessant, da Nassau-Siegen aus einem Gebiet des heutigen Deutschland stammte und in der brasilianischen Geschichtsschreibung bis heute eine bekannte Figur ist.

Nach der Rückkehr der Portugiesen und später der Unabhängigkeit Brasiliens entwickelte sich Recife im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Hafen- und Industriezentren Nordostbrasiliens. Der Alte Hafen war Dreh- und Angelpunkt des Exporthandels, was sich in der Architektur der Lagerhäuser, Speicher und Kaufmannshäuser entlang der Kais widerspiegelt. Viele der farbenfrohen Fassaden, die Besucher heute als „typisch Recife Antigo“ wahrnehmen, gehen auf diese Zeit zurück oder wurden später in diesem Stil restauriert.

Im 20. Jahrhundert verlagerte sich der kommerzielle Hafenbetrieb schrittweise in modernere Anlagen außerhalb des historischen Kerns. Wie in vielen Hafenstädten führte das zu einem Niedergang des alten Quartiers: Gebäude verfielen, viele Firmen zogen weg, und das Viertel galt zeitweise als vernachlässigt. Erst ab den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts begann eine umfassende Revitalisierung. Stadtverwaltung, Kulturinstitutionen und private Investoren investierten in die Sanierung der Bausubstanz, die Umnutzung alter Lagerhäuser und die Schaffung öffentlicher Räume wie Uferpromenaden und Plätze.

Heute ist Recife Antigo ein Symbol für diesen Wandel: Aus einem einstigen, teils heruntergekommenen Hafenareal wurde ein lebendiges Kultur- und Ausgehviertel. Gerade an Wochenenden und Abenden füllen sich die Straßen mit Besucherinnen und Besuchern, Live-Musik schallt aus Bars, und Kunstprojekte bespielen Fassaden und Plätze. Für Reisende aus Deutschland bietet dieser Wandel ein anschauliches Beispiel dafür, wie Hafenstädte weltweit ihren historischen Kern neu entdecken.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist der Alte Hafen Recife ein Mosaik aus Kolonialarchitektur, eklektischen Fassaden aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert und zeitgenössischen Umbauten in historischen Hüllen. Typisch sind zwei- bis dreigeschossige Häuser mit hohen Fenstern, schmiedeeisernen Balkonen und farbig verputzten Fronten, die an portugiesische und brasilianische Kolonialstädte erinnern. Dazwischen finden sich frühindustrielle Gebäude mit schlichten Backsteinfassaden, die auf ihre frühere Nutzung als Lagerhäuser hinweisen.

Besonders prägnant ist die Lage direkt am Wasser: Promenaden ziehen sich entlang der Kais, von denen aus man die Brücken über den Capibaribe, die Skyline von Recife und die Mangroveninseln im Flussdelta sehen kann. Der Blick erinnert entfernt an andere Hafenstädte, ist aber durch das tropische Licht, die Vegetation und die Kombination aus historischen und modernen Bauten klar in Nordostbrasilien verortet.

Kulturelle Highlights sind insbesondere die beiden großen Museen im Viertel, die von brasilianischen Kulturinstitutionen immer wieder hervorgehoben werden: Das Museu Cais do Sertão widmet sich der Kultur des „Sertão“, der halbtrockenen Hinterlandregion des Nordostens, und verbindet historische Exponate mit multimedialen Installationen. Das Thema ist für Besucher aus Europa oft wenig bekannt, bietet aber einen tiefen Einblick in Musik, Literatur und Alltagsleben einer Region, die Brasilien kulturell entscheidend geprägt hat. Das Paço do Frevo wiederum ist dem „Frevo“, einem rasanten Musik- und Tanzstil aus Recife und Olinda, gewidmet, der eng mit dem Karneval der Region verbunden ist.

Beide Häuser sind in ehemaligen Hafen- und Verwaltungsgebäuden untergebracht, die behutsam restauriert und modern ausgestattet wurden. Architekturbüros und Gestalter nutzten die historischen Strukturen als Bühne für zeitgenössische Ausstellungskonzepte – eine Verbindung, die internationale Architektur- und Kulturmagazine immer wieder als beispielhaft vorstellen. So wird der Alte Hafen selbst zum Exponat: Die Gebäude erzählen von der Handels- und Hafenvergangenheit, die Ausstellungen von der kulturellen Gegenwart des Nordostens.

Auch der öffentliche Raum ist gestalterisch geprägt: Plätze wie der Praça do Marco Zero („Nullpunkt-Platz“) fungieren als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Von hier starten Stadtrundgänge, Straßenkünstler treten auf, und bei Festivals verwandelt sich der Bereich in eine große Freiluftbühne. Die Uferlinie wird von Kunstinstallationen und Skulpturen begleitet, die an die Geschichte und die Natur der Region erinnern – etwa Figuren, die sich auf die Meeresgottheiten der afrobrasilianischen Religionen beziehen oder abstrakte Formen, die das Spiel von Wind und Wellen aufnehmen.

Street Art spielt in Recife Antigo ebenfalls eine wichtige Rolle: Hauswände und Mauern dienen als Leinwand für Wandbilder, die sich mit Themen wie Identität, Geschichte, sozialer Gerechtigkeit und Popkultur auseinandersetzen. Viele der Werke entstehen im Rahmen von Festivals oder städtischen Programmen und tragen dazu bei, dass sich das Viertel immer wieder neu erfindet. Für Fotografie-Fans aus Deutschland ist Recife Antigo damit ein besonders spannendes Motiv – sowohl tagsüber als auch in der blauen Stunde und nachts, wenn Beleuchtung und Spiegelungen im Wasser für dramatische Szenen sorgen.

Alter Hafen Recife besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Recife liegt an der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens, etwa 2.100 km nordöstlich von São Paulo. Der Alte Hafen Recife befindet sich nahe dem Stadtzentrum auf einer Insel im Mündungsgebiet des Flusses Capibaribe, unweit der Atlantikküste. Von Deutschland aus ist Recife über internationale Drehkreuze in Brasilien – typischerweise São Paulo oder Rio de Janeiro – per Flug erreichbar; je nach Verbindung sollte mit einer Gesamtflugzeit von rund 12 bis 15 Stunden ab Frankfurt, München oder Berlin gerechnet werden. Vom Flughafen Recife/Guararapes gelangt man per Taxi, App-basiertem Fahrdienst oder Bus in etwa 30 bis 40 Minuten in das Viertel Recife Antigo, abhängig vom Verkehr.
  • Fortbewegung vor Ort
    Innerhalb von Recife empfiehlt sich für viele Reisende eine Kombination aus Taxis, App-basierten Fahrdiensten und gegebenenfalls Bussen oder Metro für längere Strecken. Der Alte Hafen selbst ist am besten zu Fuß zu erkunden: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen in Laufdistanz, und der Reiz des Viertels erschließt sich insbesondere beim Flanieren entlang der Promenaden und durch die Seitenstraßen. Für den Besuch sollte man bequeme Schuhe und leichten Sonnenschutz einplanen, da es ganzjährig warm bis heiß ist.
  • Öffnungszeiten
    Der öffentliche Raum von Recife Antigo – Straßen, Plätze und Promenaden – ist jederzeit zugänglich. Museen, Kulturzentren und einzelne Attraktionen im Alten Hafen haben jeweils eigene Öffnungszeiten, die sich je nach Wochentag, Saison und Veranstaltungskalender ändern können. Da sich Zeiten gelegentlich ändern, sollten Reisende die aktuellen Öffnungszeiten direkt bei den Einrichtungen oder über die offizielle Tourismusinformation von Recife beziehungsweise Pernambuco prüfen. Insbesondere an brasilianischen Feiertagen und während des Karnevals kann es zu Sonderöffnungszeiten, Programmänderungen oder temporären Schließungen kommen.
  • Eintritt und Kosten
    Der Zugang zum Viertel Recife Antigo und den öffentlichen Bereichen am Alten Hafen ist frei. Für Museen wie das Museu Cais do Sertão oder das Paço do Frevo wird in der Regel Eintritt verlangt, häufig mit ermäßigten oder kostenlosen Tagen – etwa bestimmten Wochentagen oder Zeiten, an denen Einheimische und Besucher freien Zugang erhalten. Die Preise können variieren und ändern sich mit der Zeit; eine grobe Orientierung: Museumseintritte in Brasilien liegen oft im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich, umgerechnet. Da Wechselkurse schwanken und Konditionen angepasst werden, sollten Reisende die aktuellen Preise kurz vor dem Besuch direkt bei den Häusern prüfen. Vor Ort sind Eintrittskarten meist in brasilianischen Real (BRL) zu bezahlen; eine Angabe in Euro dient nur als ungefähre Orientierung.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Das Klima in Recife ist tropisch mit ganzjährig warmen Temperaturen, meist zwischen etwa 25 und 30 °C. Es gibt eine ausgeprägtere Regenzeit und eine relativ trockenere Phase, doch auch in der „Trockenzeit“ können kurze Schauer auftreten. Für Stadtspaziergänge im Alten Hafen eignen sich vor allem die Morgenstunden und der spätere Nachmittag bis in den Abend, wenn die Sonne nicht mehr ganz so hoch steht und die Hitze etwas nachlässt. Die Abendstunden sind besonders atmosphärisch: Die Gebäude werden beleuchtet, Bars und Restaurants öffnen, und entlang der Promenade entsteht eine lebhafte, aber meist entspannte Stimmung. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, besucht Recife Antigo eher an Wochentagen und außerhalb von Ferien- und Feiertagszeiten; wer hingegen das Viertel im vollen kulturellen Betrieb erleben will, wählt bewusst Wochenende oder Festtage.
  • Sprache und Kommunikation
    Amtssprache in Brasilien ist Portugiesisch. In Recife Antigo, das viele Besucher anzieht, sind in touristisch geprägten Einrichtungen, Hotels und einigen Restaurants häufig Grundkenntnisse in Englisch vorhanden, teilweise auch in Spanisch. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Für Reisende aus der DACH-Region empfiehlt es sich, einige grundlegende portugiesische Höflichkeitsfloskeln zu beherrschen und eine Übersetzungs-App auf dem Smartphone zu nutzen. Schilder in Museen und öffentlichen Räumen liegen meist auf Portugiesisch vor, gelegentlich ergänzt um englische Erläuterungen.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    In Brasilien wird mit brasilianischem Real (BRL) bezahlt. In Recife sind Kreditkarten in der Regel weit verbreitet, insbesondere in Hotels, größeren Restaurants, Museen und Geschäften. In kleineren Bars, bei Straßenständen oder für Trinkgelder ist Bargeld sinnvoll. Girocards nach deutschem Verständnis (früher „EC-Karten“) funktionieren nicht überall, weshalb internationale Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) die sicherere Option sind. Mobile Payment-Systeme wie kontaktloses Bezahlen oder Smartphone-Wallets werden zunehmend akzeptiert, doch nicht flächendeckend; Reisende sollten sich nicht allein darauf verlassen. Trinkgeld ist in Brasilien üblich, häufig wird in Restaurants eine Servicegebühr („serviço“) von rund 10 % automatisch auf die Rechnung gesetzt. Ist diese bereits enthalten, wird in der Regel kein zusätzliches Trinkgeld erwartet; freiwillige Aufrundungen sind aber möglich.
  • Sicherheit und Verhalten
    Wie in vielen Großstädten ist auch in Recife ein umsichtiges Verhalten ratsam. Im Alten Hafen und in Recife Antigo sind tagsüber und an belebten Abenden meist viele Menschen unterwegs, und Polizei oder Sicherheitskräfte zeigen Präsenz, insbesondere bei Veranstaltungen und am Marco Zero. Dennoch sollten Wertgegenstände unauffällig getragen, auffälliger Schmuck möglichst zuhause gelassen und große Bargeldbeträge vermieden werden. Nachts und in ruhigeren Seitenstraßen ist es ratsam, besonders aufmerksam zu bleiben und im Zweifel Taxis oder App-basierte Fahrdienste zu nutzen, statt lange Strecken zu Fuß zurückzulegen. Aktuelle Sicherheitshinweise, insbesondere zu Kriminalitätslage und möglichen Demonstrationen oder Unruhen, sollten Reisende vorab beim Auswärtigen Amt einsehen.
  • Kleidung, Klima und Gesundheit
    Aufgrund des tropischen Klimas sind leichte, atmungsaktive Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille) essenziell. Ein Regenschutz oder ein kleiner Schirm kann zu jeder Jahreszeit nützlich sein. Für den Besuch von Kirchen oder religiösen Stätten in der Umgebung ist respektvolle, nicht zu freizügige Kleidung angebracht. Reisende sollten außerdem an einen ausreichenden Mückenschutz denken, da in Brasilien auch von Mücken übertragene Krankheiten vorkommen können; konkrete medizinische Empfehlungen sollten mit Ärztinnen und Ärzten sowie mit Tropeninstituten abgestimmt werden. Eine Auslandskrankenversicherung, die medizinische Behandlungen und gegebenenfalls einen Rücktransport abdeckt, wird für Reisen nach Brasilien dringend empfohlen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Recife liegt in einer brasilianischen Zeitzone, die der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um wenige Stunden nachgeht. Je nach Jahreszeit und je nachdem, ob in Europa gerade Winter- oder Sommerzeit gilt, verschiebt sich die Differenz typischerweise um mehrere Stunden. Für eine sichere Planung sollten Reisende kurz vor Reiseantritt die aktuelle Zeitverschiebung überprüfen und insbesondere bei Umsteigeverbindungen und Anschlussflügen auf die korrekte lokale Zeit achten.
  • Einreisebestimmungen
    Für die Einreise nach Brasilien benötigen deutsche Staatsbürger grundsätzlich ein gültiges Reisedokument; zusätzlich können je nach politischer und gesundheitlicher Lage Visums-, Impf- oder andere Nachweispflichten bestehen. Da sich Vorschriften ändern können, sollten Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitsbestimmungen rechtzeitig vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) beziehungsweise bei den zuständigen Behörden ihrer Länder prüfen. Dies gilt insbesondere für Hinweise zu Sicherheitslage, Gesundheitsrisiken und empfohlenen Impfungen.

Warum Recife Antigo auf jede Recife-Reise gehört

Recife Antigo ist mehr als ein hübsches Fotomotiv – das Viertel ist der Schlüssel zum Verständnis von Recife und Teilen des brasilianischen Nordostens. Wer hier entlang der alten Kais spaziert, betritt ein Areal, in dem sich Kolonialgeschichte, Sklaverei, Zuckerboom, Einwanderung, Industrialisierung und heutige Kulturproduktionen überlagern. Die ehemaligen Lagerhäuser, heute Kulturzentren oder Kreativbüros, verkörpern die Verschiebung von einer Warenökonomie hin zu einer wissens- und kulturorientierten Stadtwirtschaft.

Für deutsche Reisende bietet der Alte Hafen einen konzentrierten Eindruck der Vielschichtigkeit Brasiliens: europäische Einflüsse aus Portugal und den Niederlanden, indigene Traditionen, afrikanische Wurzeln und moderne brasilianische Kultur verschmelzen hier zu einem eigenen Klang. Dieser Ausdruck zeigt sich in der Musik des Frevo, in Sambatönen, in Straßenfesten und Kunstprojekten ebenso wie in der Alltagskultur der Bars und in der Küche, die Einflüsse aus dem Landesinneren, aus Afrika und aus Europa aufnimmt.

Gleichzeitig ist Recife Antigo ein angenehmer Ort, um anzukommen und die oft überwältigende Größe und Dichte brasilianischer Metropolen in einem überschaubaren Rahmen zu erleben. Anders als in manchen reinen Badeorten verbindet sich hier das maritime Flair mit urbaner Substanz: Wer tagsüber Museen besucht und durch die Gassen streift, kann den Abend bei Sonnenuntergang am Wasser ausklingen lassen und später in Bars und Lokalen live Musik hören.

Inhaltlich lässt sich ein Besuch bestens mit anderen Zielen in der Region kombinieren. Besonders nahe liegt die historische Nachbarstadt Olinda, die nördlich von Recife auf einer Hügelkette über dem Meer thront und mit Kolonialarchitektur und Karnevalstradition beeindruckt. Viele Reisende wählen Recife Antigo als Ausgangsbasis oder Zwischenstopp, bevor sie die Strände des Nordostens – etwa Porto de Galinhas oder weiter entfernte Küstenabschnitte – besuchen. Für deutschsprachige Besucher entsteht so eine abwechslungsreiche Route, die Stadt, Kultur und Strand verbindet.

Nicht zuletzt ist der Alte Hafen Recife ein Ort der Kontinuität und Veränderung: Während die historischen Gebäude vom Zuckerhandel, vom Kolonialismus und von Migration erzählen, spiegeln Street Art, Festivals und moderne Museen aktuelle Debatten wider – von sozialer Ungleichheit über kulturelle Identität bis zu Umweltfragen. Wer nicht nur „Postkarten-Brasilien“ sehen möchte, sondern neugierig auf Hintergründe ist, findet in Recife Antigo einen idealen Beobachtungsraum.

Alter Hafen Recife in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht Recife Antigo regelmäßig als Kulisse für Reisevideos, Street-Art-Aufnahmen und Musikclips auf. Besonders beliebt sind dabei Panoramaaufnahmen vom Marco Zero über das Hafenbecken und Nachtaufnahmen, bei denen sich Lichter im Wasser spiegeln. Viele Beiträge betonen die Mischung aus historischem Ambiente und lebendiger Gegenwart – ein Motiv, das auch deutsche Reisende bei der Planung ihrer Brasilien-Reise inspiriert.

Häufige Fragen zu Alter Hafen Recife

Wo liegt der Alte Hafen Recife genau?

Der Alte Hafen Recife, lokal Recife Antigo genannt, liegt im historischen Zentrum der Stadt Recife im Nordosten Brasiliens. Das Viertel befindet sich auf einer Insel im Mündungsgebiet des Flusses Capibaribe, unweit der Atlantikküste. Vom internationalen Flughafen Recife aus erreicht man das Quartier je nach Verkehr in etwa 30 bis 40 Minuten per Taxi oder App-basiertem Fahrdienst.

Was ist das Besondere an Recife Antigo?

Recife Antigo gilt als historischer Kern Recifes und vereint maritimes Flair mit reichem Kulturerbe. Ehemalige Lagerhäuser und Kontore wurden zu Museen, Kulturzentren, Restaurants und Bars umgebaut. Hinzu kommen Street Art, Festivals, der belebte Platz Marco Zero und der Blick auf Fluss und Meer. Das Viertel verkörpert die Entwicklung von der kolonialen Hafenstadt zu einem modernen Kultur- und Kreativstandort.

Wie viel Zeit sollte man für den Alten Hafen Recife einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen einige Stunden, um entlang der Promenade zu flanieren, den Marco Zero zu besuchen und die Atmosphäre in den Straßen zu genießen. Wer zusätzlich ein oder zwei Museen wie das Museu Cais do Sertão oder das Paço do Frevo besichtigen und abends noch in einem Restaurant oder einer Bar einkehren möchte, sollte einen halben bis ganzen Tag einplanen. Bei kulturellen Festivals kann der Besuch leicht einen ganzen Tag und Abend füllen.

Ist der Besuch von Recife Antigo für Familien geeignet?

Das Viertel eignet sich grundsätzlich gut für Familien, da viele Bereiche verkehrsberuhigt oder für Fußgänger ausgelegt sind und Museen interaktive Elemente für Kinder und Jugendliche bieten. Wegen des tropischen Klimas sollten Familien ausreichend Pausen, Sonnenschutz und Flüssigkeit einplanen. Wie in jeder Großstadt ist es wichtig, auf Kinder in der Nähe von Straßen und Gewässern besonders zu achten und Wertgegenstände im Blick zu behalten.

Wann ist die beste Reisezeit, um den Alten Hafen Recife zu besuchen?

Der Alte Hafen Recife kann grundsätzlich ganzjährig besucht werden, da die Temperaturen warm bis heiß sind. Für längere Stadtrundgänge bieten sich jedoch Monate mit etwas weniger Niederschlag und Tage mit geringerer Luftfeuchtigkeit an; kurzfristige Regenschauer sind dennoch das ganze Jahr über möglich. Innerhalb eines Tages sind Morgenstunden und spätere Nachmittage bis in den Abend hinein besonders angenehm. Wer das Viertel im vollen kulturellen Betrieb erleben möchte, plant den Besuch rund um lokale Festivals oder den Karneval, muss dann aber mit mehr Betrieb und teils höheren Preisen rechnen.

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