The Rolling Stones, Charlie Watts

The Rolling Stones - Gedenkshows und das Erbe von Charlie Watts

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 13:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

The Rolling Stones ehren Charlie Watts noch immer auf der Bühne, zuletzt bei speziellen Tribute-Shows in London und New York mit Steve Jordan am Schlagzeug und einer Setlist voller Klassiker wie Jumpin’ Jack Flash und Gimme Shelter.

Jubelnde Menge vor Bühne mit LED-Wänden und Leinwand in pink-violettem Licht
Pink getauchte Show: Vor mehreren leuchtenden LED-Wänden und einer Leinwand reckt die feiernde Menge unzählige Arme empor., Illustration mit AI erstellt.

The Rolling Stones tragen ihren Bandnamen seit über sechs Jahrzehnten mit einer Beharrlichkeit, die im Rock kaum ihresgleichen hat. Auch nach dem Tod von Drummer Charlie Watts im August 2021 treten Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood mit Steve Jordan am Schlagzeug weiter auf und widmen einzelne Shows dem Andenken ihres langjährigen Mitstreiters.

Wie The Rolling Stones Charlie Watts auf der Bühne ehren

Charlie Watts war seit 1963 Teil von The Rolling Stones und prägte den Sound der Band mit seiner präzisen, jazzgeschulten Spielweise, die sich deutlich von der wuchtigen Rockästhetik vieler Zeitgenossen abhob. Auf späteren Tourneen, etwa der No Filter-Tour, wurde Watts vor Klassikern wie Paint It Black oder Gimme Shelter von Mick Jagger regelmäßig dem Publikum vorgestellt, oft unter großem Applaus.

Nach Watts’ Tod übernahm Steve Jordan, ein langjähriger Weggefährte von Keith Richards, die Rolle am Schlagzeug. Jordan spielte bereits seit den 1980er-Jahren mit Richards in dessen Projekt X-Pensive Winos und kennt das Repertoire der Stones im Detail, was die Band befähigte, auch komplexere Songs wie Can’t You Hear Me Knocking oder Midnight Rambler weiterhin sicher live zu präsentieren.

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Der musikalische Kern von Charlie Watts’ Stil

Charlie Watts war ursprünglich Jazz-Schlagzeuger, bevor er sich den Rolling Stones anschloss, und behielt diese Prägung sein Leben lang bei. Seine Grooves waren meist zurückgelehnt, leicht hinter dem Beat und auf das Zusammenspiel mit Bass und Rhythmusgitarre abgestimmt, statt auf spektakuläre Soli; gerade diese Zurückhaltung gab Songs wie Brown Sugar und Tumbling Dice ihre charakteristische Lässigkeit.

Im Studio setzte Watts auf einen trockenen, eher kleinen Drum-Sound, der die restlichen Instrumente atmen ließ, anstatt sie zu überdecken. Wer Produktionen wie Exile on Main St. oder Sticky Fingers aufmerksam hört, erkennt schnell, wie sehr sein präzises Timing und die sparsamen Fills den Songs Struktur geben, ohne sie zu dominieren.

Wie The Rolling Stones ihr Live-Erbe weitertragen

Auch ohne Charlie Watts bleibt die Live-Historie von The Rolling Stones ein zentraler Teil ihres Selbstverständnisses. Seit den frühen 1960er-Jahren hat die Band in unterschiedlichsten Besetzungen nahezu jede große Bühne der Welt bespielt, von kleinen Clubs über Hallen bis zu Stadien und Festivals. Das Bild des zierlichen Drummers, der stoisch hinter seinem Set sitzt, während Mick Jagger über die Bühne rennt, gehört zu den ikonischen Motiven der Rockgeschichte.

In späteren Jahren wurden die Shows der Stones zu hochpräzisen Produktionen, bei denen Licht, Video und Pyrotechnik eine größere Rolle spielten. Dennoch blieb das Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug der Kern der Konzerte, und gerade bei länger improvisierten Passagen zeigte sich, wie sehr die Band sich auf Watts’ Zeitgefühl und seine Fähigkeit, dynamische Spannungsbögen aufzubauen, verließ.

Was den Sound von The Rolling Stones ausmacht

Der typische Sound von The Rolling Stones entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Konstanten: Mick Jaggers markanter, oft leicht nasal gefärbter Gesang, Keith Richards’ Vorliebe für offene Gitarrenstimmungen, die bluesige Basis vieler Riffs und eben die stoische Ruhe des Schlagzeugs. Dieser Kern wurde über Jahrzehnte um verschiedene Klangfarben ergänzt, etwa Saxofonparts von Bobby Keys, Percussion von Darryl Jones oder Backgroundvocals.

Albumklassiker wie Beggars Banquet, Let It Bleed, Sticky Fingers und Exile on Main St. gelten vielen Kritikerinnen und Kritikern als Höhepunkte dieser Ästhetik. Sie verbinden kantige Rocknummern mit Gospel- und Country-Einflüssen, lassen Raum für Balladen und zeigen die Band in einem kreativen Höhenflug, der von Charlie Watts’ unaufgeregter Präsenz rhythmisch zusammengehalten wird.

Aktueller Karrierestatus von The Rolling Stones

Die Rolling Stones gelten trotz des Verlusts von Charlie Watts als weiterhin aktive Live- und Studio-Band, die ihr Erbe mit neuen Tourneen und gelegentlichen Studioarbeiten fortführt, auch wenn künftige konkrete Live-Termine jeweils separat angekündigt werden.

The Rolling Stones auf einen Blick

  • Act: The Rolling Stones
  • Genre: Rock / Blues-Rock
  • Herkunft: London, Vereinigtes Königreich
  • Aktiv seit: 1962
  • Besetzung: Mick Jagger (Gesang), Keith Richards (Gitarre), Ronnie Wood (Gitarre), Steve Jordan (Schlagzeug, Live)
  • Label: Unter anderem Decca, Rolling Stones Records, Virgin, Universal
  • Wichtige Werke: Beggars Banquet (1968), Let It Bleed (1969), Sticky Fingers (1971), Exile on Main St. (1972)
  • Aktuelles Album/Single: Hackney Diamonds (2023)
  • Charts / Zertifizierungen: Zahlreiche Top-10-Platzierungen in internationalen Albumcharts und diverse Gold- und Platin-Auszeichnungen
  • Nächster Live-Termin: derzeit ohne angekündigten Live-Termin

Haeufige Fragen zu The Rolling Stones

Wer war Charlie Watts bei The Rolling Stones?
Charlie Watts war seit 1963 der Schlagzeuger der Rolling Stones und blieb bis zu seinem Tod 2021 Teil der Band. Er galt als ruhender Pol des Ensembles und prägte den Sound mit seiner präzisen, jazznahen Spielweise.

Wie beeinflusste Charlie Watts den Live-Sound der Rolling Stones?
Watts hielt den Rhythmus der Band mit stoischer Ruhe zusammen, was besonders bei langen, dynamisch aufgebauten Songs wie Midnight Rambler oder Sympathy for the Devil deutlich wurde; sein zurückhaltender Stil ermöglichte den übrigen Musikern große Freiheiten.

Wer spielt heute Schlagzeug bei The Rolling Stones?
Seit dem Tod von Charlie Watts übernimmt Steve Jordan bei Live-Auftritten der Rolling Stones das Schlagzeug. Jordan ist ein langjähriger Weggefährte von Keith Richards und war zuvor unter anderem mit den X-Pensive Winos aktiv.

Wo man The Rolling Stones hoeren und folgen kann

Hinweis: Angaben zu Besetzung, Werken und Status von The Rolling Stones beziehen sich auf den aktuellen, allgemein bekannten Stand und koennen sich mit neuen Veroeffentlichungen oder Tourankuendigungen aendern.

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