System of a Down, Rockmusik

System of a Down Rueckkehr-Faszination und Erbe

16.05.2026 - 12:30:03 | ad-hoc-news.de

System of a Down bleibt Kult: Wie die Crossover-Band mit seltenen Auftritten, Klassikern und Politikfans in Deutschland bindet.

System of a Down, Rockmusik, Musik-News
System of a Down, Rockmusik, Musik-News

Wenn in deutschen Arenen zehntausende Stimmen den Refrain von Chop Suey! anstimmen, wird deutlich, welche Kraft System of a Down bis heute entfaltet. Die Band aus Los Angeles, die Metal, Punk und armenische Volksmusik mit politischem Protest verbindet, ist trotz seltener Veröffentlichungen eine feste Gro?ße fu?r Fans von harten Gitarren und Haltung.

Aktuelle Entwicklung rund um System of a Down

Eine tagesaktuelle Meldung im engeren Sinn gibt es zu System of a Down derzeit nicht. Weder auf der offiziellen Website noch in den Social-Media-Kana?len der Formation wurden innerhalb der letzten 72 Stunden neue Singles, ein Album oder eine frische Tournee mit Deutschland-Terminen angeku?ndigt. Auch einschla?gige Musikmedien wie Rolling Stone und NME verzeichnen in diesem Zeitraum keine neuen Exklusivmeldungen zur Band.

Allerdings sind System of a Down seit einigen Jahren in einer besonderen Lage: Sie treten unregelma?ßig bei großen Festivals und Einzelshows auf, bleiben aber im Studio weitgehend stumm. 2020 vero?ffentlichte die Gruppe mit den Songs Protect the Land und Genocidal Humanoidz erstmals seit 15 Jahren wieder neues Material, um auf die erneute Eskalation im Konflikt um Bergkarabach aufmerksam zu machen. Wie der britische Guardian und das US-Magazin Billboard damals u?bereinstimmend berichteten, spendeten die Musiker sa?mtliche Einnahmen der beiden Tracks an Hilfsorganisationen fu?r Armenien.

Seitdem blieb es bei diesen beiden Stu?cken. Von einem vollsta?ndigen neuen Studioalbum ist o?ffentlich nichts Konkretes bekannt. Die Band selbst hat in Interviews mehrfach auf interne kreative Differenzen verwiesen, ohne ins Detail zu gehen. Weil diese Aussagen in unterschiedlichen Medien zitiert werden und sich teilweise widersprechen, konzentriert sich dieser Artikel auf die gesicherten Fakten und die anhaltende Wirkung der bisherigen Vero?ffentlichungen.

Fu?r deutsche Fans bleibt vor allem die Frage relevant, ob und wann System of a Down erneut fu?r Konzerte nach Deutschland zuru?ckkehren. In der Vergangenheit za?hlten Auftritte bei Rock am Ring, Rock im Park oder Einzelshows in Arenen wie der Ko?lnarena zu den Ho?hepunkten des hiesigen Festivalsommers. Offizielle Besta?tigungen fu?r neue Termine liegen laut den u?berpru?ften Quellen aktuell jedoch nicht vor (Stand: 16.05.2026).

Bis dahin ru?ckt die Rezeption des bestehenden Werkes in den Vordergrund. Die fru?hen Studioalben der Band werden regelma?ßig als zeitlose Klassiker des Alternative Metal genannt, und Streaming-Zahlen sowie Chartstatistiken zeigen, dass ihre Relevanz im deutschsprachigen Raum la?ngst nicht abgeebbt ist. Dieser Text zeichnet nach, wie System of a Down diesen Status erreicht haben – und warum sie fu?r viele Ho?rerinnen und Ho?rer hierzulande zu einem moralischen Kompass im Metal geworden sind.

Wer System of a Down sind und warum die Band gerade jetzt za?hlt

System of a Down sind eine US-amerikanische Rockband mit armenischen Wurzeln, gegru?ndet in der Mitte der 1990er-Jahre in Los Angeles. Die Gruppe besteht aus Sa?nger Serj Tankian, Gitarrist und Zweitsa?nger Daron Malakian, Bassist Shavo Odadjian und Schlagzeuger John Dolmayan. Alle vier Mitglieder haben armenische Familienhintergru?nde, was sich in ihrer politischen Haltung und in stilistischen Motiven ihrer Songs niederschla?gt.

Im Kern verbinden System of a Down Elemente aus Thrash- und Alternative-Metal mit Hardcore-Punk, Prog-Rock, Funk und traditionellen Melodien. Pra?gnante Tempiwechsel, abrupte Stimmungsbru?che und die Mischung aus melodischem Gesang, Falsett und aggressivem Shouting sind zu ihrem Markenzeichen geworden. Themen wie Krieg, Massenu?berwachung, Umweltzersto?rung und historische Verantwortung ziehen sich durch große Teile des Werks.

Gerade in Deutschland stoßen diese Inhalte auf offene Ohren. Die Auseinandersetzung mit Geschichte und politischen Machtstrukturen geho?rt zur o?ffentlichen Kultur, und viele Ho?rerinnen und Ho?rer scha?tzen Ku?nstler, die zu gesellschaftlichen Debatten beitragen. System of a Down treffen hier auf ein Publikum, das sowohl musikalische Komplexita?t als auch klare Haltung einscha?tzen kann. Laut den Offiziellen Deutschen Charts erreichten mehrere ihrer Alben Top-10-Platzierungen, was die breite Akzeptanz im Mainstream unterstreicht.

Hinzu kommt, dass die Band in einer a?ra pra?gte, in der Nu Metal und Crossover-Acts wie Linkin Park, Korn oder Slipknot die Jugendzimmer fu?llten. Wa?hrend manche Vertreter dieser Szene vor allem fu?r ihren Sound stehen, gelten System of a Down bis heute als Ausnahmeerscheinung, weil sie sich musikalisch sta?ndig verformten und gleichzeitig mit politisch motivierten Texten und Kampagnen auftraten. Diese Doppelrolle als Live-Maschine und aktivistische Stimme sorgt dafu?r, dass die Gruppe auch 2026 in Diskussionen u?ber relevanteste Rock-Acts ihrer Generation regelma?ßig genannt wird.

Vor diesem Hintergrund ist es fu?r eine deutsche Leserschaft interessant, nicht nur auf mo?gliche ku?nftige Aktivita?ten zu warten, sondern die bisherige Geschichte und das kulturelle Gewicht des Quartetts genauer anzusehen. System of a Down sind la?ngst mehr als eine Band aus der Nu-Metal-Welle; sie sind zu einem Symbol fu?r ku?nstlerische Eigenwilligkeit und fu?r den Versuch geworden, Lautsta?rke und Verantwortung miteinander zu verbinden.

Herkunft und Aufstieg von System of a Down

Die Anfa?nge von System of a Down liegen in der armenischen Diaspora von Los Angeles. Serj Tankian und Daron Malakian lernten sich in einer privaten armenischen Schule in Kalifornien kennen. Beide waren zuna?chst in anderen Bands aktiv, bevor sie Mitte der 1990er-Jahre beschlossen, ein gemeinsames Projekt zu starten. Herko?mmliche Genregrenzen sollten dabei explizit keine Rolle spielen. Entscheidend war die Idee, harte Musik mit gesellschaftlichem Bewusstsein zu verbinden.

Die fru?hen Demos der Band zirkulierten in der lokalen Metalszene von Los Angeles und erregten Aufmerksamkeit durch ihre eigenwillige Mischung aus komplexen Riffs, unvorhersehbaren Songstrukturen und Serj Tankians theatralischem Gesang. Wie Rolling Stone und Metal Hammer in Ru?ckblicken beschreiben, war es insbesondere die Live-Energie, die die Aufmerksamkeit großer Labels auf sich zog. Schließlich unterschrieb die Formation bei American Recordings, dem Label von Produzentenlegende Rick Rubin, das damals bereits Acts wie Slayer und Johnny Cash betreute.

1998 erschien das selbstbetitelte Debu?talbum System of a Down. Die Platte verband rohe Aggression mit politischen Botschaften und surrealen Textfragmenten. Obwohl der kommerzielle Durchbruch zuna?chst in den USA stattfand, strahlte der Hype rasch nach Europa aus. In Deutschland etablierten sich Songs wie Spiders und Suite-Pee in Metal-Clubs und auf alternativen Radiostationen.

Der eigentliche globale Durchbruch gelang 2001 mit dem zweiten Studioalbum Toxicity. Produziert unter anderem von Rick Rubin, nahm es eine zentrale Stellung in der damals dominierenden Nu-Metal- und Alternative-Metal-Bewegung ein. Die Kombination aus extrem dichten Riffs, melodischen Refrains und komplexen Rhythmen machte die Platte fu?r ein junges Publikum ebenso zugänglich wie fu?r kritische Ho?rerinnen und Ho?rer. Wie die Offiziellen Deutschen Charts ausweisen, erreichte Toxicity in Deutschland die Top 10 der Album-Hitliste.

Mit dem Single-Hit Chop Suey! gelang System of a Down ein Song, der bis heute als einer der pra?gendsten Rocktracks der fru?hen 2000er gilt. Der Track wurde weltweit im Radio gespielt, tauchte in Videospiel-Soundtracks und TV-Formaten auf und entwickelte sich zum Dauerbrenner in Playlists. Die US-amerikanische Recording Industry Association of America (RIAA) zeichnete das Album spa?ter mit Mehrfach-Platin aus. Die Kombination aus kommerziellem Erfolg und kritischer Anerkennung katapultierte die Band in die internationale Headliner-Liga.

In der Folge bauten System of a Down ihre Diskografie rasch aus. 2002 erschien Steal This Album!, eine Sammlung von Songs aus den Toxicity-Sessions, die stilistisch zwischen experimentellem Metal und punkiger Direktheit pendelte. 2005 folgte ein ambitioniertes Doppelprojekt: Zuna?chst kam im Fru?hjahr Mezmerize auf den Markt, im Herbst desselben Jahres dann das Schwesteralbum Hypnotize. Beide Alben wurden getrennt vero?ffentlicht, aber als zusammenha?ngendes Werk konzipiert.

Beide Vero?ffentlichungen debu?tierten in zahlreichen La?ndern auf Platz 1 der Albumcharts. Laut Billboard gelang der Band damit in den USA ein bemerkenswerter Erfolg: Zwei Studioalben in einem Jahr direkt an der Spitze der Charts. Auch in Deutschland erreichten Mezmerize und Hypnotize Top-Positionen, was ihre Stellung als eine der wichtigsten Metal-Gruppen der 2000er-Jahre festigte. Nach dieser intensiven Phase ku?ndigte die Formation 2006 eine Pause auf unbestimmte Zeit an.

Die Mitglieder gingen eigene Wege: Serj Tankian vero?ffentlichte Soloalben wie Elect the Dead, Daron Malakian gru?ndete die Band Scars on Broadway, John Dolmayan spielte in anderen Projekten und Shavo Odadjian war als DJ und Ku?nstler aktiv. Gelegentlich traten sie bei Benefizkonzerten gemeinsam auf, eine vollsta?ndige Reunion mit neuen Studioalben blieb jedoch vorerst aus.

Signature-Sound, Stil und Schlu?sselwerke

Der Sound von System of a Down la?sst sich nur schwer auf eine einzige Genre-Schublade reduzieren. Im Zentrum steht eine Gitarrenarbeit, die zwischen thrashigen Riffs, orientalisch anmutenden Skalen und melodischen Akkordfolgen pendelt. Daron Malakian setzt ha?ufig auf schnelle, palm-muted Riffs, die von plo?tzlich einsetzenden, beinahe tanzbaren Grooves abgelo?st werden. John Dolmayan steuert dazu ein pra?zises, oft stark synkopiertes Schlagzeugspiel bei, wa?hrend Shavo Odadjian mit einem durchsetzungsfa?higen Basssound fu?r Fundament und zusa?tzliche Rhythmen sorgt.

Serj Tankians Stimme ist ein wesentlicher Faktor fu?r die Wiedererkennbarkeit der Band. Sein Spektrum reicht von tiefen, rezitativartigen Passagen u?ber melodischen Gesang bis hin zu extremen Schreien und experimentellen Lautmalereien. Ha?ufig wechselt er innerhalb eines Songs mehrfach die Stimmfarbe und die expressive Haltung. Diese Vielseitigkeit erlaubt es System of a Down, innerhalb weniger Sekunden von slapstickartiger U?berdrehtheit zu bitterernster Anklage zu wechseln.

Textlich sind die Songs stark politisiert, ohne als eindimensionale Parolen zu funktionieren. Themen wie die Verantwortung der USA im Nahen Osten, der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich oder Kritik an Konsumgesellschaft und Medienlandschaft werden mit surrealen, oft bewusst fragmentierten Bildern verknu?pft. In Prison Song etwa kritisiert die Band das US-Strafrechtssystem und den Krieg gegen Drogen; in BYOB wird der Zynismus von Kriegspropaganda angeprangert. Viele dieser Songs haben in Deutschland gerade deshalb Anklang gefunden, weil sie politische Fragen aufwerfen, ohne einfache Antworten vorzugeben.

Zu den Schlu?sselwerken der Diskografie za?hlen neben Toxicity insbesondere Mezmerize und Hypnotize. Die beiden Alben zeigen System of a Down auf dem Gipfel ihrer kompositorischen Ambitionen. Songs wie B.Y.O.B., Question!, Hypnotize oder Lonely Day verknu?pfen eingängige Hooks mit komplexen Strukturen und vielschichtigen Arrangements. Laut Kritiken von Musikexpress und laut.de galt der Doppelzyklus bereits kurz nach Vero?ffentlichung als vorla?ufiger Ho?hepunkt im Schaffen der Band.

Einen besonderen Stellenwert hat auch das Debu?talbum System of a Down, das mit Tracks wie Suite-Pee oder Temper die urspru?ngliche Radikalita?t des Projekts dokumentiert. Die rohen, oft chaotisch wirkenden Kompositionen verweisen auf Einflu?sse aus Punk, Hardcore und avantgardistischer Rockmusik. Gerade in der deutschsprachigen Szene von Metal-Fans, die gerne in Subgenres wie Mathcore, Prog oder Extreme Metal eintauchen, wird diese fru?he Phase ha?ufig als besonders authentisch wahrgenommen.

Auch live gelten System of a Down als intensiver Act. Historisch belegt sind große Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park, bei denen die Band Headliner- oder Co-Headliner-Slots einnahm. Besonders die Konzerte in den fru?hen 2000er-Jahren werden von Fans in Foren und Ru?ckblicken immer wieder als bislang unerreichte Mischung aus Wucht, Pra?zision und kollektiver Katharsis beschrieben. Die Setlists verbanden schnelle, aggressive Stuecke mit ruhigeren Momenten und politischer Ansprache.

Produzent Rick Rubin spielte auf mehreren Vero?ffentlichungen eine zentrale Rolle. Er ist bekannt dafu?r, Bands auf das Wesentliche ihres Sounds zu konzentrieren, und arbeitete u?ber die Jahre mit unterschiedlichsten Acts von Red Hot Chili Peppers bis Run-D.M.C. zusammen. Im Kontext von System of a Down trug seine Produktion dazu bei, dass selbst sehr dicht arrangierte Songs transparent und druckvoll klingen. Im Studio wurde zudem viel Wert auf die Dynamik zwischen leiseren Passagen und eruptiven Ausbru?chen gelegt – ein Stilmittel, das vor allem auf Toxicity pra?gnant zum Tragen kommt.

Die letzten bislang vero?ffentlichten Songs Protect the Land und Genocidal Humanoidz zeigen, dass die Band auch nach langer Pause ihren charakteristischen Sound beibehalten kann, ihn aber mit noch sta?rkerer Fokussierung auf aktuelle politische Ereignisse versieht. Die Tracks wurden bewusst als Reaktion auf die Lage in Armenien und Bergkarabach vero?ffentlicht. Wie BBC und Rolling Stone u?bereinstimmend berichteten, stand bei dieser Vero?ffentlichung weniger der kommerzielle Erfolg als vielmehr die Aufmerksamkeit fu?r humanita?re Anliegen im Vordergrund.

Kulturelle Wirkung und Vermächtnis

Die kulturelle Wirkung von System of a Down reicht weit u?ber ihre Verkaufszahlen hinaus. In vielen La?ndern, darunter Deutschland, wird die Band als eine der wenigen großen Metal-Formationen wahrgenommen, die eine klar artikulierte politische Agenda mit ku?nstlerischer Experimentierfreude verbinden. Dies hat sie fu?r eine Generation von Ho?rerinnen und Ho?rern zu einer Art Einstiegsdroge in gesellschaftskritische Themen gemacht.

In Interviews betont Serj Tankian immer wieder, dass Kunst fu?r ihn untrennbar mit Verantwortung verbunden sei. Dabei geht es der Gruppe nicht darum, konkrete Parteipolitik zu betreiben, sondern strukturelle Fragen von Macht, Gewalt und Gerechtigkeit zu beleuchten. Gerade die Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Armeniern, dessen Anerkennung in vielen Staaten lange umstritten war, zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Songs wie P.L.U.C.K. haben vielen Menschen weltweit einen ersten Zugang zu diesem dunklen Kapitel der Geschichte ermo?glicht.

In Deutschland, wo die Erinnerung an den Holocaust und an andere Formen staatlicher Gewalt fest im kollektiven Geda?chtnis verankert ist, stoßen solche Themen auf besondere Resonanz. Musikkritikerinnen und -kritiker in Medien wie Der Spiegel oder Sueddeutsche Zeitung heben wiederholt hervor, dass System of a Down mit ihrer Mischung aus Humor, Absurdita?t und Ernsthaftigkeit einen unverwechselbaren Weg gefunden haben, politisches Bewusstsein in Popkultur zu verankern, ohne belehrend zu wirken.

Auch aus charttechnischer Sicht ist die Bedeutung belegt. Mehrere Alben der Band haben in Deutschland hohe Platzierungen erreicht; in anderen Ma?rkten wurden sie mit Gold- oder Platin-Auszeichnungen bedacht. In den USA verlieh die RIAA sowohl Toxicity als auch den Doppelzyklus Mezmerize/Hypnotize Mehrfach-Platin. Fu?r Deutschland sind detaillierte BVMI-Daten nicht fu?r alle Vero?ffentlichungen o?ffentlich zugänglich, doch die wiederkehrenden Spitzenpositionen in den Offiziellen Deutschen Charts weisen auf signifikante Verkaufszahlen hin.

U?ber die Jahre hat die Formation zahlreiche ju?ngere Ku?nstlerinnen und Ku?nstler beeinflusst. Bands aus den Bereichen Metalcore, Progressive Metal und Alternative Rock nennen System of a Down regelma?ßig als Referenz. In der deutschsprachigen Szene za?hlen etwa modernere Metal- und Hardcore-Acts zu denjenigen, die sich von der kompromisslosen Herangehensweise des Quartetts inspiriert zeigen. Auch im Bereich der elektronischen Musik gibt es Remixe und Neuinterpretationen, die die unverwechselbaren Riffs in andere Kontexte u?berfu?hren.

Die Live-Historie in Deutschland tra?gt ebenfalls zur Legendenbildung bei. Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park, bei denen die Band in der Du?mmerung oder spa?t in der Nacht auftrat, sind fu?r viele Fans bis heute Referenzpunkte fu?r das, was ein Metal-Konzert leisten kann. Die Kombination aus visueller Intensita?t, politischer Botschaft und kollektiver Energie schuf Momente, die in Fanberichten immer wieder als pra?gend fu?r die eigene Musiksammlung und sogar fu?r das politische Bewusstsein beschrieben werden.

Auch die Entscheidung, nach der kreativen Hochphase eine la?ngere Studiopause einzulegen, hat paradoxerweise zum Mythos beigetragen. Wa?hrend andere Bands aus derselben Zeit ihren Output sta?ndig erho?hten, nahmen sich System of a Down zuru?ck und sorgten dafu?r, dass ihre wenigen Vero?ffentlichungen umso intensiver diskutiert wurden. Jede neue Aktivita?t, sei es ein Festivalauftritt oder ein einzelner Song, wird seitdem als mo?glicher Beginn einer neuen A?ra interpretiert.

In der wissenschaftlichen Bescha?ftigung mit Metal und Popkultur tauchen System of a Down regelma?ßig auf. Analysen bescha?ftigen sich mit ihrer Darstellung der armenischen Identita?t, mit ihrem Umgang mit Humor in politischer Kunst oder mit der Frage, wie ihre komplexen Rhythmen und Songstrukturen dazu beitragen, Ho?rgewohnheiten aufzubrechen. Diese akademische Auseinandersetzung sta?rkt zusa?tzlich die Wahrnehmung der Band als kulturell relevante Kraft.

Indem System of a Down harte Musik mit einer deutlich antiautorita?ren, menschenrechtlich orientierten Haltung verbinden, haben sie ein Vermächtnis geschaffen, das weit u?ber kurzfristige Trends hinausreicht. Fu?r deutsche Fans, die Metal nicht nur als Soundtrack, sondern auch als Ausdruck von Haltung verstehen, bleibt die Gruppe deshalb ein unverzichtbarer Bezugspunkt.

Häufige Fragen zu System of a Down

Warum gelten System of a Down als so einflussreich?

System of a Down verbinden als Formation harte, oft experimentelle Musik mit einer ausgesprochen politischen und humanistischen Haltung. Sie zeigen, dass Metal nicht nur Eskapismus sein muss, sondern auch als Kommentar zu Krieg, Unterdru?ckung und historischer Verantwortung funktionieren kann. Diese Verbindung aus ku?nstlerischer Eigenwilligkeit und Engagement macht sie fu?r viele Bands und Fans zu einem Vorbild.

Welches Album von System of a Down eignet sich als Einstieg?

Fu?r die meisten Ho?rerinnen und Ho?rer ist Toxicity der ideale Einstieg, weil es einige der bekanntesten Songs der Band wie Chop Suey!, Toxicity oder Aerials vereint und den typischen Sound in kompakten, gut zuga?nglichen Songs pra?sentiert. Wer danach tiefer einsteigen mo?chte, findet auf Mezmerize und Hypnotize komplexere Strukturen und eine noch gro?ßere stilistische Bandbreite.

Gibt es Pla?ne fu?r ein neues Studioalbum von System of a Down?

Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist kein neues Studioalbum offiziell angeku?ndigt. Zwar kursieren in Interviews immer wieder Aussagen einzelner Mitglieder u?ber mo?gliche Ideen und unvero?ffentlichte Songs, doch eine besta?tigte Vero?ffentlichungsplanung liegt nicht vor. Da verla?ssliche Informationen erst dann vorliegen, wenn sie u?ber offizielle Kana?le oder große Branchenmedien kommuniziert werden, bleibt der Status spekulativ (Stand: 16.05.2026).

Wie erfolgreich sind System of a Down in Deutschland?

System of a Down za?hlen in Deutschland zu den bekanntesten Metal-Acts der 2000er-Jahre. Mehrere Alben erreichten Top-Positionen in den Offiziellen Deutschen Charts, und die Band war sowohl auf großen Festivals wie Rock am Ring als auch in ausverkauften Hallen unterwegs. Genauere Verkaufszahlen werden nicht fu?r alle Vero?ffentlichungen vero?ffentlicht, doch Chartverlaufe und die Pra?senz im Live-Sektor weisen auf eine stabile, große Fangemeinde hin.

Warum sind die politischen Themen der Band fu?r deutsche Fans relevant?

Deutschland hat eine starke Erinnerungskultur und fu?hrt seit Jahrzehnten intensive Debatten u?ber Verantwortung, Menschenrechte und den Umgang mit Geschichte. System of a Down sprechen in ihren Songs Themen wie Genozid, Krieg und Machtmissbrauch an und verknu?pfen sie mit perso?nlichen und kulturellen Hintergru?nden. Fu?r viele Ho?rerinnen und Ho?rer hierzulande wirkt diese Kombination aus persönlicher Perspektive und globalen Fragen besonders authentisch und anregend.

System of a Down in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Wer sich ein eigenes Bild vom Sound und von der Live-Energie von System of a Down machen mo?chte, findet in den sozialen Netzwerken und bei Streaming-Diensten zahlreiche Anknu?pfungspunkte – von offiziellen Videos u?ber Konzertmitschnitte bis zu Fan-Diskussionen.

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