Simon & Garfunkel, Rockmusik

Neue Ära für Simon & Garfunkel Fans entdecken das Erbe neu

22.05.2026 - 18:29:43 | ad-hoc-news.de

Simon & Garfunkel bleiben Ikonen der Folk-Rock-Ära, ihre Songs gewinnen im Streaming ein neues Publikum weltweit

Simon & Garfunkel, Rockmusik, Popmusik
Simon & Garfunkel, Rockmusik, Popmusik

Ein leiser Gitarrenanschlag, dazu zwei perfekt ineinandergreifende Stimmen: Wenn Simon & Garfunkel in Klassik-Playlists oder Streaming-Radios auftauchen, wirkt es, als öffne sich ein akustisches Fenster in die späten Sechziger.

Warum Simon & Garfunkel gerade jetzt wieder wichtig sind

Auch wenn Simon & Garfunkel seit Jahrzehnten kein neues Studioalbum mehr veröffentlicht haben, erleben die Folk-Rock-Pioniere im digitalen Zeitalter eine anhaltende Renaissance. Auf Streaming-Plattformen wandern Klassiker wie The Sound of Silence, Bridge over Troubled Water oder Mrs. Robinson in zeitlose Playlists zwischen aktuellen Indie-Releases und moderner Songwriter-Musik.

Wie Branchenmagazine wie Rolling Stone und Billboard übereinstimmend analysieren, gehören die Songs des Duos zu den meistgestreamten Katalogtiteln der Sechziger. Sie finden sich in Playlists zu Themen wie Roadtrip, Coffeehouse oder Acoustic Moods und erreichen so ein Publikum, das bei der ursprünglichen Veröffentlichung noch gar nicht geboren war.

Besonders sichtbar wird das im Film- und Serienbereich: Immer wieder greifen Regisseurinnen und Regisseure bei Coming-of-Age- oder Retro-Stoffen auf Simon-&-Garfunkel-Stücke zurück. Die emotionale Direktheit und die klaren, akustischen Arrangements lassen sich nahtlos in moderne Soundtracks einbauen, was die Relevanz des Duos für die Popkultur fortschreibt.

Ein weiterer Faktor ist die intensive Kuratierung durch große Streaming-Dienste. Offizielle Playlists widmen sich der Folk-Rock-Geschichte oder der Entwicklung des Singer-Songwriter-Genres und stellen Songs von Simon & Garfunkel bewusst neben aktuelle Acts wie Phoebe Bridgers oder Ben Howard. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen Generationen und Stilen, der das Werk des Duos neu kontextualisiert.

Hinzu kommt die anhaltende Vinyl-Renaissance. Neuauflagen von Alben wie Bridge Over Troubled Water und Parsley, Sage, Rosemary and Thyme werden in Audiophilen-Foren und Musikmagazinen immer wieder als Referenzaufnahmen für warmen, detailreichen Analogklang hervorgehoben. Medien wie der Musikexpress und der deutsche Rolling Stone nehmen diese Reissues regelmäßig zum Anlass, die Bedeutung der Band für die Entwicklung des Folk-Rock zu beleuchten.

In Deutschland sind Simon & Garfunkel zudem ein fester Bezugspunkt für Singer-Songwriter und Chanson-beeinflusste Popacts. Von der Hamburger Schule bis zu heutigen Indie-Folk-Formationen verweisen Musikerinnen und Musiker auf die Kunst des Duos, große Themen in intime, fast kammermusikalische Arrangements zu übersetzen. Diese künstlerische Linie sorgt dafür, dass ihre Musik auch in musikaffinen Milieus hierzulande präsent bleibt.

Die Offiziellen Deutschen Charts führen die Alben von Simon & Garfunkel regelmäßig in Katalogauswertungen, wenn Jubiläumseditionen oder Sonderveröffentlichungen erscheinen. Stand: 22.05.2026 werden die Verkäufe des Duos weltweit in Hunderten Millionen Tonträgern und Streams beziffert, wobei verschiedene Quellen die genauen Zahlen unterschiedlich angeben. Klar ist: Die kommerzielle Reichweite geht weit über die klassische Rock-Fanbasis hinaus.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Bildungsbereich. Viele Gitarrenschulen und Musikpädagogen nutzen Stücke wie Scarborough Fair / Canticle oder America, um Fingerpicking-Techniken und zweistimmigen Gesang zu vermitteln. So lernen junge Musikerinnen und Musiker die Songs nicht nur aus Streaming-Playlists kennen, sondern auch praktisch als Handwerksmaterial.

  • Klassiker von Simon & Garfunkel zählen weltweit zu den meistgehörten Folk-Rock-Songs der Sechziger im Streaming.
  • Reissues auf Vinyl und Remaster-Editionen halten den Katalog audiophil präsent.
  • Filme, Serien und Werbespots nutzen die emotionalen Qualitäten der Songs.
  • In Deutschland dienen die Stücke häufig als Referenzmaterial für Singer-Songwriter.

Wer Simon & Garfunkel sind und warum das Duo bis heute zählt

Simon & Garfunkel bestehen aus dem Songwriter Paul Simon und dem Sänger Art Garfunkel, die sich ursprünglich in New York als Teenager kennenlernten. Zunächst traten sie unter dem Namen Tom & Jerry auf, bevor sie Mitte der Sechziger unter ihrem bürgerlichen Nachnamen-Duo zum Synonym für fein gesponnenen Folk-Rock wurden.

Ihre internationale Karriere setzte ein, als das ursprünglich eher unbeachtete Debütalbum Wednesday Morning, 3 A.M. durch eine neu abgemischte, elektrisch unterlegte Version von The Sound of Silence plötzlich doch noch ein Hitvehikel wurde. Der Song stieg in den USA an die Spitze der Billboard Hot 100 und öffnete das Feld für nachfolgende, ambitioniertere Werke.

In der Bundesrepublik wurden Simon & Garfunkel vor allem mit den späten Sechzigern und frühen Siebzigern identifiziert, als sich die westdeutsche Jugendkultur zwischen Protestbewegung, Hippie-Ästhetik und wachsender Konsumgesellschaft bewegte. Songs wie The Boxer oder Mrs. Robinson waren Soundtrack dieser Zeit und liefen sowohl im Radio als auch auf Studentenpartys.

Die Stärke des Duos liegt bis heute in der Verbindung aus Paul Simons Songwriting-Kunst und Art Garfunkels glockenheller, klassisch geschulter Tenorstimme. Die Arrangements sind oft sparsam, aber sorgfältig ausgearbeitet, mit akustischer Gitarre, behutsam eingesetzten Streichern und gelegentlichen Ausflügen in Richtung Pop-Orchester.

In der Rezeption gilt das Duo als eine der Schlüsselfiguren für die Popularisierung des Singer-Songwriter-Ansatzes in der Mainstream-Popmusik. Kritikerinnen und Kritiker wie Greil Marcus oder deutsche Feuilletons der Zeit und der Süddeutschen Zeitung verweisen regelmäßig darauf, dass sich in den Texten von Simon & Garfunkel existenzielle Fragen mit alltagsnahen Bildern verbinden.

Während viele ihrer Zeitgenossen stärker auf politische Protestlieder setzten, verschob das Duo die Perspektive auf Innenwelten, Beziehungen, Entfremdung und die Suche nach Sinn in einer sich rasant wandelnden Gesellschaft. Gerade diese universellen Themen sorgen dafür, dass die Songs auch in heutigen Krisenzeiten Resonanz erzeugen.

Im Konzertkontext wurden Simon & Garfunkel für ihre akustische Präzision und die fast schon kammermusikalische Intimität gelobt. Live-Aufnahmen aus den späten Sechzigern und frühen Siebzigern dokumentieren ein eng verzahntes Zusammenspiel, bei dem die Stimmen kaum voneinander zu trennen sind und die Gitarre mehr als nur Begleitung liefert.

Auch die öffentliche Wahrnehmung der beiden Persönlichkeiten trägt zur anhaltenden Faszination bei. Paul Simon wurde nach der Trennung des Duos zu einem der renommiertesten Songwriter seiner Generation, während Art Garfunkel neben seiner Solokarriere auch als Schauspieler in Erscheinung trat. Diese unterschiedlichen Wege nähren bis heute das Narrativ vom kreativen, aber spannungsreichen Duo.

Herkunft und Aufstieg von Simon & Garfunkel

Paul Simon und Art Garfunkel wuchsen in Queens, einem Stadtteil von New York, auf. Bereits als Jugendliche traten sie gemeinsam bei Schulveranstaltungen auf und waren von Doo-Wop-Gruppen und frühen Rock-'n'-Roll-Acts geprägt. Unter dem Namen Tom & Jerry nahmen sie Ende der Fünfziger erstmals eine Single auf und sammelten erste Studioerfahrung.

Der entscheidende Schritt war die Hinwendung zum Folk, die sich in den frühen Sechzigern vollzog, als in den USA eine neue Folk-Revival-Szene entstand. Künstler wie Bob Dylan oder Joan Baez gaben den Ton an, und auch Simon & Garfunkel orientierten sich an dieser Bewegung, ohne deren expliziten Protestkurs vollständig zu übernehmen.

Ihr Debütalbum Wednesday Morning, 3 A.M. erschien 1964 beim Label Columbia Records, blieb zunächst jedoch hinter den Erwartungen zurück. Paul Simon gingen daraufhin nach England, spielte solo in Folk-Clubs und nahm dort das Album The Paul Simon Songbook auf, während Art Garfunkel sein Studium fortsetzte. Die Karriere des Duos schien vorerst ins Stocken geraten.

Parallel dazu begann sich in den USA jedoch etwas zu bewegen. Produzent Tom Wilson, der bereits mit Bob Dylan gearbeitet hatte, entschied ohne Wissen der Musiker, eine elektrische Begleitband unter die akustische Version von The Sound of Silence zu legen. Diese neue Fassung entwickelte sich im US-Radio zum Überraschungshit, wie der Rolling Stone und diverse Columbia-Archivquellen übereinstimmend berichten.

Der Song erreichte Anfang 1966 Platz 1 der Billboard Hot 100 und markierte den Durchbruch von Simon & Garfunkel. Columbia Records bat das Duo daraufhin, wieder zusammenzuarbeiten und weitere Aufnahmen zu machen. Es entstand das Album Sounds of Silence, das den Übergang vom reinen Folk zum Folk-Rock markierte.

Mit den folgenden Alben Parsley, Sage, Rosemary and Thyme und Bookends wurde der Klang komplexer. Paul Simon integrierte Einflüsse aus klassischer Musik, Jazz und Weltmusik, während die Arrangements aufwendiger wurden. Die Texte griffen Themen wie Einsamkeit, Alter, Medienkultur und das Auseinanderdriften von Biografien auf.

Ein wichtiger Popularitätsschub kam durch die Zusammenarbeit mit Regisseur Mike Nichols, dessen Film The Graduate (deutsch etwa Die Reifeprüfung) 1967 zum Kultwerk wurde. Mrs. Robinson, ursprünglich aus einem anderen Songfragment entwickelt, wurde zum Markenzeichen und erreichte die Spitze der US-Charts. In Deutschland sorgten die Filmvorführungen und das Radio für breite Bekanntheit.

1968 und 1969 stand das Duo im Zentrum einer von Folk und Rock geprägten Poplandschaft. Sie traten auf Festivals und in Fernsehsendungen auf, und ihre Alben verkauften sich in Millionenhöhe. Die UK Albums Chart und internationale Hitlisten dokumentieren diesen Höhenflug, der in Europa und insbesondere in der Bundesrepublik genau verfolgt wurde.

Der Höhepunkt und gleichzeitige Schlusspunkt der klassischen Simon-&-Garfunkel-Ära war das Album Bridge Over Troubled Water, das 1970 erschien. Die Platte stieg in zahlreichen Ländern, darunter auch in Deutschland und Großbritannien, an die Spitze der Charts. Das Titelstück, ein von Gospel und Pop beeinflusstes Klavierstück mit Garfunkel als Leadsänger, wurde zu einer Art universellem Trostlied.

Wie verschiedene Biografien und Interviews nahelegen, verschärften sich während der aufwendigen Produktion von Bridge Over Troubled Water interne Spannungen. Unterschiedliche künstlerische Vorstellungen und externe Projekte führten dazu, dass das Duo noch im selben Jahr getrennte Wege ging. Dennoch blieb der Katalog präsent und wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder neu aufgelegt.

Signature-Sound, Stil und Schlüsselwerke

Der typische Sound von Simon & Garfunkel basiert auf dem Zusammenspiel von akustischer Gitarre, feinen vokalen Harmonien und einem Gespür für melodische Eingängigkeit. Paul Simons Fingerpicking-Arbeit ist zentral: Er nutzt abwechslungsreiche Zupfmuster, die die harmonische Struktur tragen und rhythmische Impulse setzen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Art Garfunkels Stimme ergänzt dieses Fundament mit einer fast chorischen Klarheit. Das Duo arbeitete intensiv an der Präzision seiner zweistimmigen Arrangements, oft in knappen Intervallen, die ähnlich wie bei Barbershop-Gesang oder frühen Doo-Wop-Gruppen funktionieren, aber in einen Folk-Kontext übertragen werden.

Zu den Schlüsselalben gehört Sounds of Silence, das den Übergang von traditionellem Folk zu einem moderneren Sound markiert. Songs wie I Am a Rock verbinden introspektive Texte mit einem energischeren, von E-Gitarre und Schlagzeug unterstützten Arrangement. Das Album zeigt, wie das Duo die damals neue Klangsprache des Folk-Rock annahm, ohne seine Sensibilität zu verlieren.

Parsley, Sage, Rosemary and Thyme vertieft diesen Ansatz, mit kunstvolleren Arrangements, die Streicher, Chöre und Studiotechnik einbeziehen. Stücke wie Homeward Bound oder For Emily, Whenever I May Find Her verknüpfen melancholische Rückkehrmotive mit romantischen Fantasien und werden häufig als Höhepunkte ihrer Balladenkunst hervorgehoben.

Bookends gilt vielen Kritikerinnen und Kritikern als das konzeptionell geschlossenste Werk des Duos. Die A-Seite des Albums ist wie ein thematischer Zyklus über Jugend, Alter, Erinnerung und Verlust angelegt. Songs wie America und Old Friends zeichnen das Porträt einer Generation, die zwischen Aufbruch und Ernüchterung steht. Deutsche Feuilletons vergleichen diese Erzählweise mit literarischen Kurzgeschichten.

Bridge Over Troubled Water schließlich bündelt die unterschiedlichen Stränge in einem ambitionierten, stilistisch vielfältigen Werk. Neben der berühmten Klavierballade finden sich hier auch Experimente mit südamerikanischen Rhythmen wie in El Condor Pasa (If I Could) oder Pop-Soul-Einflüsse in Cecilia. Die Produktion, an der unter anderem der erfahrene Columbia-Produzent Roy Halee maßgeblich beteiligt war, gilt als Meilenstein der Studiotechnik jener Zeit.

Einzelne Songs haben einen besonderen Status erreicht. The Sound of Silence wird oft als Hymne der Isolation gelesen, in der sich Verstummen und Kommunikationsverlust spiegeln. Bridge Over Troubled Water dagegen wird als Trostversprechen verstanden, das sowohl in persönlichen als auch in gesellschaftlichen Krisen Anklang findet. Diese Vieldeutigkeit trägt dazu bei, dass die Lieder in unterschiedlichen Kontexten funktionieren, von Trauerfeiern bis zu Wohltätigkeitskonzerten.

Charakteristisch ist auch der Umgang mit Mehrdeutigkeit und feiner Ironie. In Mrs. Robinson etwa verbindet Paul Simon fröhliche Melodie und mitpfeifbare Hooks mit einer Geschichte über Affären, Desillusionierung und gesellschaftliche Doppelmoral. Diese Spannung zwischen Klang und Inhalt macht den Song bis heute interessant.

Studiotechnisch nutzten Simon & Garfunkel die Möglichkeiten der analogen Mehrspuraufnahmen, ohne sich in Effekten zu verlieren. Roy Halee und das Columbia-Team arbeiteten mit Hallräumen, Overdubs und aufwendigen Mikrofonierungen, um eine räumliche Tiefe zu erzeugen, die trotzdem intim wirkt. Audiophile loben die Balance zwischen Transparenz und Wärme.

Auch Live-Interpretationen gehören zu den Schlüsselwerken. Das legendäre Konzert im Central Park 1981, das nach der Trennung des Duos als großes Comeback-Event inszeniert wurde, demonstriert, wie die Songs in einem massiven Open-Air-Setting funktionieren können, ohne ihre Intimität zu verlieren. Orchestrale Arrangements, Bandunterstützung und das Meer aus Stimmen im Publikum verschmelzen zu einem kollektiven Erinnerungsspeicher.

In der Rückschau zeigt sich, wie variabel der Stil von Simon & Garfunkel war. Von puristischen, nahezu spartanischen Folkaufnahmen bis zu opulent orchestrierten Popstücken reicht das Spektrum. Dennoch bleibt ein roter Faden sichtbar: der Fokus auf melodischer Klarheit, präzisem Gesang und Texten, die sich mehr auf Stimmungen und Beobachtungen als auf Botschaften im plakativen Sinn konzentrieren.

Kulturelle Wirkung und Vermächtnis

Die kulturelle Wirkung von Simon & Garfunkel ist kaum zu überschätzen. In den USA, Großbritannien, Deutschland und vielen anderen Ländern wurden ihre Songs zu einer Art gemeinsamem kulturellen Gedächtnis für die späten Sechziger. Viele Menschen können Teile der Melodien mitsummen, selbst wenn sie die Band nicht bewusst verfolgt haben.

Kritikerinnen und Kritiker betonen immer wieder, dass das Duo eine Brücke zwischen der Folk-Tradition und der sich ausdifferenzierenden Poplandschaft schlug. Der Guardian und die New York Times heben hervor, wie Paul Simon traditionelle Formen absorbierte und in neue Songstrukturen überführte, ohne deren emotionale Dichte zu verlieren.

In der deutschen Musiklandschaft wurden Simon & Garfunkel früh rezipiert. Radio- und Fernsehsender der öffentlich-rechtlichen Anstalten spielten ihre Songs, und deutsche Übersetzungen kursierten in Singkreisen und Jugendgruppen. Später bezogen sich Liedermacher der Siebziger und Achtziger auf die Kunst des Duos, persönliche Geschichten in universelle Bilder zu fassen.

Aus zeichnungsrechtlicher Sicht erreichten die Alben zahlreiche Gold- und Platin-Auszeichnungen. Die RIAA in den USA listet mehrere Multiplatin-Zertifizierungen, während die BPI in Großbritannien und weitere nationale Verbände ähnliche Ehrungen verzeichneten. In Deutschland sind Einträge in den Datenbanken von BVMI und Offizielle Deutsche Charts dokumentiert, auch wenn exakte Zahlen je nach Quelle variieren.

Ihr Einfluss reicht in unterschiedlichste Genres hinein. Indie-Folk-Bands, alternative Rockacts und sogar einige Künstler aus der elektronischen Musik berufen sich auf die Klarheit der Songstrukturen von Simon & Garfunkel. Sampling-Kultur und Remixe greifen gelegentlich auf markante Phrasen oder Gitarrenfiguren zurück, die sich durch ihren Wiedererkennungswert anbieten.

Viele spätere Duos wurden mit Simon & Garfunkel verglichen, von Indigo Girls bis zu modernen Americana-Künstlern. Diese Vergleiche zeigen, dass das Duo zu einer Art Referenz geworden ist, wenn es um zweistimmigen Gesang, akustische Instrumentierung und introspektives Songwriting geht. Solche Parallelen tauchen regelmäßig in Rezensionen und Künstlerinterviews auf.

Auch im akademischen Kontext sind Simon & Garfunkel präsent. Musikwissenschaftliche Arbeiten untersuchen ihre Harmonik, Textpoetik und die Einbettung der Songs in gesellschaftliche Diskurse der Sechziger. Germanistische und kulturwissenschaftliche Studien betrachten zudem, wie die Lieder in übersetzten Fassungen oder Coverversionen in den deutschsprachigen Raum eingegangen sind.

Die wiederkehrenden Reunion-Konzerte, etwa das bereits erwähnte Central-Park-Konzert, trugen erheblich zur Mythenbildung bei. Sie zeigten, dass das Interesse am Duo weit über den ursprünglichen Veröffentlichungskontext hinaus anhält. Gleichzeitig machten Spannungen hinter den Kulissen deutlich, dass kreative Partnerschaften dieser Intensität selten dauerhaft stabil bleiben.

Ein wichtiger Bestandteil ihres Vermächtnisses ist die Rolle, die die Songs im privaten Leben vieler Hörerinnen und Hörer spielen. Stücke von Simon & Garfunkel laufen bei Hochzeiten, Abschiedsfeiern, Roadtrips und alltäglichen Momenten der Kontemplation. Diese intime Verankerung macht sie weniger zu historischen Artefakten als zu lebendigen Begleitern durch unterschiedliche Lebensphasen.

Im heutigen Streaming-Zeitalter werden die Klassiker des Duos von Algorithmen immer wieder neuen Generationen vorgeschlagen. Entdeckungs-Playlists, die Hörgewohnheiten analysieren, schlagen Nutzerinnen und Nutzern nach einigen Singer-Songwriter-Tracks nicht selten auch Simon & Garfunkel vor. So entsteht eine Art stiller Kanon, den viele Menschen teilen, ohne ihn bewusst gewählt zu haben.

In der deutschen Festival- und Konzertkultur tauchen die Songs regelmäßig in Cover-Sets auf, etwa bei Singer-Songwriter-Abenden auf kleineren Bühnen und Stadtfesten. Größere Acts zitieren Melodien oder covern einzelne Stücke als Zugaben, um eine Brücke zwischen eigenen Songs und dem kollektiven Gedächtnis des Publikums zu schlagen.

Häufige Fragen zu Simon & Garfunkel

Wann waren Simon & Garfunkel am erfolgreichsten?

Die kommerziell erfolgreichste Phase von Simon & Garfunkel erstreckte sich grob von Mitte der Sechziger bis 1970. In dieser Zeit erschienen die Alben Sounds of Silence, Parsley, Sage, Rosemary and Thyme, Bookends und Bridge Over Troubled Water, die in den USA, Großbritannien und vielen anderen Ländern hohe Chartpositionen erreichten. Besonders Bridge Over Troubled Water dominierte Anfang der Siebziger zahlreiche Hitlisten und erhielt international Mehrfach-Platin.

Warum haben sich Simon & Garfunkel getrennt?

Die Trennung von Simon & Garfunkel Anfang der Siebziger hatte mehrere Gründe. Unterschiedliche künstlerische Vorstellungen, externe Projekte wie Art Garfunkels Schauspielengagements und der wachsende Druck nach dem massiven Erfolg von Bridge Over Troubled Water spielten eine Rolle. In Interviews schilderten beide, dass die kreative Zusammenarbeit zwar produktiv, aber auch konfliktgeladen war. Offiziell ging man getrennte Wege, blieb aber privat in Kontakt und kam später immer wieder zu Reunion-Konzerten zusammen.

Welche Bedeutung haben Simon & Garfunkel für deutsche Musiker?

Für viele deutsche Musikerinnen und Musiker sind Simon & Garfunkel Referenzpunkte für anspruchsvolles Songwriting und feine vokale Arrangements. Singer-Songwriter, Vertreter der Hamburger Schule und Indie-Folk-Bands verweisen auf die Kunst des Duos, existenzielle Themen in scheinbar einfachen Songs zu verpacken. In Interviews in Medien wie Musikexpress oder laut.de werden Simon & Garfunkel häufig als Einfluss genannt, wenn es um mehrstimmigen Gesang und akustische Intimität geht.

Welche Songs von Simon & Garfunkel gelten als Einstiegsempfehlung?

Wer Simon & Garfunkel neu entdeckt, beginnt oft mit den bekanntesten Stücken: The Sound of Silence, Mrs. Robinson, Bridge Over Troubled Water, The Boxer und America. Diese Songs decken verschiedene Facetten ihres Schaffens ab, von minimalistischer Folk-Melancholie bis zu üppig produzierten Balladen. Ergänzend bieten sich Albumtracks wie Scarborough Fair / Canticle oder Homeward Bound an, um ein Gefühl für die Breite ihres Repertoires zu gewinnen.

Gibt es heute noch neue Veröffentlichungen von Simon & Garfunkel?

Neue Studioaufnahmen von Simon & Garfunkel im klassischen Sinne sind nicht in Sicht. Stattdessen erscheinen in größeren Abständen neu zusammengestellte Kompilationen, Remaster, Deluxe-Editionen oder Live-Mitschnitte aus früheren Jahrzehnten. Labels nutzen Jubiläen und technische Fortschritte im Remastering, um das vorhandene Material in aktualisierter Klangqualität zugänglich zu machen. Für Fans, die bereits alle Originalalben besitzen, bieten solche Editionen alternative Mixe, Bonus-Tracks oder ausführliche Booklets.

Simon & Garfunkel in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Auch wenn Simon & Garfunkel aus einer Vor-Internet-Ära stammen, spielt sich ein großer Teil ihrer heutigen Rezeption auf digitalen Plattformen ab.

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