Rush, Rockmusik

Neue Ära für Rush Rückkehr der Prog-Ikonen im Fokus

19.05.2026 - 19:56:33 | ad-hoc-news.de

Rush bleiben trotz Bandpause präsent Prog-Fans feiern Reissues Live-Erbe und Streaming-Boom der kanadischen Legende

Rush, Rockmusik, Musik-News
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Als Rush im Sommer 2015 ihre vorerst letzte große Tour beendeten, schien ein Kapitel Rockgeschichte abgeschlossen zu sein. Doch das Echo der kanadischen Prog-Ikonen ist lauter denn je: Katalog-Reissues, aufwendig produzierte Live-Aufnahmen und neue Streaming-Erfolge halten Rush im Gespräch und machen deutlich, wie zeitlos ihr Werk ist.

Aktuelle Entwicklung rund um Rush und warum ihr Erbe gerade jetzt wächst

In den vergangenen Jahren haben Rush ihren Fokus von der Konzertbühne auf ihr umfangreiches Archiv verlagert. Große Tourneen sind nach den Konzerten der R40-Live-Tour im Jahr 2015 zwar nicht mehr dazugekommen, doch die Band und ihr Umfeld versorgen Fans kontinuierlich mit neu aufbereitetem Material.

Der Musikexpress und der britische Rolling Stone heben besonders die aufwendig gestalteten Deluxe-Neuauflagen klassischer Rush-Alben hervor, die in den 2020er-Jahren erschienen sind. Dazu zählen erweiterte Editionen von Werken wie Permanent Waves, Moving Pictures oder Signals, die neben Remasters häufig Live-Mitschnitte, bisher unveröffentlichtes Demo-Material und ausführliche Liner Notes enthalten. Solche Editionen sprechen nicht nur Sammler an, sondern geben neuen Hörerinnen und Hörern einen kuratierten Einstieg in das Werk der Band.

Parallel dazu verzeichnet das Trio im Streaming-Bereich stabile Zuwächse. Branchenportale wie Billboard und das Magazin Variety betonen, dass die Katalog-Streams vieler klassischer Rockacts wachsen, seit Playlists und Algorithmen vermehrt auf Rock- und Prog-Klassiker setzen. Rush profitieren davon in erheblichem Maß: Titel wie Tom Sawyer, Limelight oder The Spirit of Radio gehören zu den meistgestreamten Songs der Gruppe und finden immer wieder den Weg in Serien-Soundtracks, Sportübertragungen und Social-Media-Clips.

Auch in Deutschland bleibt die Präsenz der Band spürbar. Die Offiziellen Deutschen Charts führen Alben wie Clockwork Angels oder frühere Klassiker zwar eher im Katalogsegment, doch Fachmedien wie laut.de oder Visions verweisen in Rückblicken regelmäßig darauf, wie einflussreich Rush für hiesige Prog- und Metal-Acts waren. Stand: 19.05.2026.

Ein weiterer zentraler Bezugspunkt der aktuellen Rezeption ist das Andenken an Schlagzeuger und Texter Neil Peart, der Anfang 2020 verstarb. Große Medien wie die BBC und der Guardian würdigten ihn als einen der wichtigsten Rock-Drummer der Musikgeschichte. Seitdem erscheinen immer wieder Bücher, Dokumentationen und lange Essays, die sich mit seiner Arbeit, seiner literarischen Handschrift und seiner Rolle als kreativer Motor der Band beschäftigen.

Für Fans wichtiger als neue Studioalben ist derzeit die Gewissheit, dass das vorhandene Material mit großer Sorgfalt behandelt wird. Offizielle Mitteilungen der Band und ihres Labels betonen, dass Qualität immer Vorrang vor Quantität habe. So entsteht die seltene Situation, dass ein Rock-Act ohne aktuelle Tour und ohne konkreten Albumfahrplan dennoch spürbar wächst – als Mythos, als Referenz und als Vorbild für eine ganze Generation von Musikerinnen und Musikern.

Um die aktuelle Phase der Band einzuordnen, lohnt ein Blick auf einige Eckdaten, die zeigen, wie aktiv das Rush-Universum geblieben ist, obwohl die Bühne vorerst leer bleibt:

  • Fortlaufende Deluxe-Reissues von Studioalben wie Permanent Waves, Moving Pictures und Signals
  • Hohe Streaming-Reichweiten von Klassikern wie Tom Sawyer, The Spirit of Radio und YYZ
  • Regelmäßige Würdigungen von Neil Peart in internationalen Leitmedien
  • Einfluss auf jüngere Prog- und Metal-Bands, die Rush als prägende Referenz nennen
  • Anhaltende Nachfrage nach Biografien, Dokumentationen und technischen Analysen des Rush-Sounds

Wer Rush sind und warum die Band gerade jetzt zählt

Rush wurden 1968 in Toronto gegründet und gehören zu den prägenden Prog-Rock-Bands des 20. Jahrhunderts. Das Trio – bestehend aus Geddy Lee (Gesang, Bass, Keyboards), Alex Lifeson (Gitarre) und ab Mitte der 1970er-Jahre Neil Peart (Schlagzeug, Texte) – entwickelte einen unverwechselbaren Stil, der komplexe Songstrukturen mit hoher instrumentaler Virtuosität verbindet.

Laut dem kanadischen Rundfunk CBC und dem US-Magazin Rolling Stone gilt Rush in ihrer Heimat als eine der erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt. Die Band erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrere Juno Awards, und wurde 2013 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. In Nordamerika füllt ihr Name seit den späten 1970er-Jahren große Arenen, während sie in Europa eher als Geheimtipp unter Prog-Fans gehandelt wurden.

Gerade jetzt rückt die Bedeutung der Band wieder stärker in den Fokus, weil sich die Perspektive auf progressive Musik verändert hat. Viele der Ideen, mit denen Rush in den 1970er- und 1980er-Jahren experimentierten – ungewöhnliche Taktarten, Konzeptalben, Synthesizer-Schichten – sind heute im Mainstream angekommen, von Alternative-Rock bis Metal und Djent. Bands wie Dream Theater, Tool oder auch deutsche Acts aus der Progressive-Szene verweisen offen auf Rush als Einfluss.

Hinzu kommt die bemerkenswerte Beständigkeit des Trios. Über Jahrzehnte hinweg blieben die drei Musiker ein enges kreatives Team, ohne die häufigen Besetzungswechsel, die in der Rockgeschichte fast schon die Regel sind. In Interviews mit Medien wie der FAZ und dem Magazin Classic Rock betonen Geddy Lee und Alex Lifeson immer wieder, wie wichtig gegenseitiger Respekt und ein stetiger Wille zur künstlerischen Weiterentwicklung für das Überleben einer Band seien.

Für ein deutsches Publikum spielt außerdem eine Rolle, dass Rush ein Bindeglied zwischen klassischem Hardrock, Prog und moderner Alternative-Musik darstellen. Wer etwa mit Pink Floyd, Genesis oder Led Zeppelin sozialisiert wurde, entdeckt in Alben wie 2112 oder Moving Pictures vertraute Elemente, während Jüngere über die technische Präzision und die unkonventionellen Rhythmen den Einstieg finden.

Nicht zuletzt ist Rush eine Band, die das Thema Arbeitsethos und künstlerische Integrität verkörpert. Statt sich früh auf Hits festzulegen, riskierten sie Anfang der 1980er-Jahre mit stärkerem Keyboard-Einsatz und New-Wave-Anleihen einen Soundwechsel, der sie zwar Teile des Hardrock-Publikums kostete, ihnen aber den Status einer kompromisslosen Prog-Gruppe sicherte. Diese Haltung wirkt bis heute inspirierend, gerade in Zeiten schneller Streaming-Hypes.

Herkunft und Aufstieg von Rush

Die Geschichte von Rush beginnt in den Vororten von Toronto. 1968 formierte sich die erste Inkarnation der Band mit Geddy Lee, Alex Lifeson und Schlagzeuger John Rutsey. Die frühen Jahre waren geprägt von Clubauftritten, Coverversionen und ersten Demoaufnahmen, die im Umfeld der lokalen Rockszene kursierten. Das selbstbetitelte Debütalbum Rush erschien 1974 und zeigte die Band noch stark von Led Zeppelin und dem Hardrock der frühen 1970er beeinflusst.

Der Wendepunkt kam im selben Jahr: John Rutsey stieg aus gesundheitlichen Gründen aus, und Neil Peart stieß zur Gruppe. Wie der Guardian und das Fachmagazin Modern Drummer übereinstimmend berichten, brachte Peart nicht nur außergewöhnliche technische Fähigkeiten am Schlagzeug mit, sondern auch eine Leidenschaft für Literatur und Science-Fiction. Er übernahm schnell den Großteil der Texte, die fortan philosophische, dystopische und gesellschaftskritische Themen behandelten.

Mit dem Album Fly by Night (1975) begann die Phase, in der Rush ihren eigenen Stil entwickelten. Komplexere Arrangements, längere Songformen und eine deutlich experimentellere Produktion zeichneten den Sound aus. Im selben Jahr erschien auch Caress of Steel, das ambitionierte Stücke enthielt, kommerziell aber zunächst hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Band stand kurz davor, vom Label fallen gelassen zu werden, entschied sich jedoch bewusst gegen eine Anpassung an den Mainstream.

Stattdessen nahmen Rush 1976 das Konzeptalbum 2112 auf, das laut Classic Rock und AllMusic als künstlerischer Befreiungsschlag gilt. Die epische Titelsuite erzählte die Geschichte eines futuristischen, totalitären Systems, in dem Musik verboten ist. Trotz oder gerade wegen seines anspruchsvollen Konzepts wurde das Album ein Achtungserfolg, besonders in Nordamerika. Es legte den Grundstein für die kommenden Jahre, in denen Rush zu einer festen Größe im Prog- und Hardrock etabliert wurden.

Der endgültige Durchbruch im breiten Rockpublikum gelang mit Permanent Waves (1980) und Moving Pictures (1981). Songs wie The Spirit of Radio, Freewill und Tom Sawyer verbanden komplexe Strukturen mit eingängigen Hooks und Radiotauglichkeit. Das Album Moving Pictures platzierte sich in Nordamerika hoch in den Charts; in den USA erreichte es laut Billboard die Top 5 der Billboard 200. In Deutschland blieben die Chartpositionen zwar zurückhaltender, aber das Album entwickelte sich unter Prog-Fans zu einem Dauerbrenner.

In den 1980er-Jahren experimentierten Rush verstärkt mit Synthesizern und New-Wave-Elementen. Werke wie Signals (1982), Grace Under Pressure (1984) und Power Windows (1985) zeigten eine Band, die sich dem Zeitgeist öffnete, ohne ihre spielerische Komplexität aufzugeben. Medien wie der NME und der Spiegel hoben damals hervor, dass Rush zu den wenigen klassischen Rockacts gehören, die den Sprung in das neue Jahrzehnt mit einem zeitgemäßen Sound meisterten.

Ab den 1990er-Jahren verschob sich der Stil erneut: Alben wie Roll the Bones, Counterparts und Test for Echo brachten den Gitarren-Sound wieder stärker in den Vordergrund. Nach einer längeren Pause, die auch durch persönliche Tragödien im Umfeld von Neil Peart bedingt war, kehrten Rush 2002 mit Vapor Trails zurück. Es folgten umfangreiche Tourneen und schließlich 2012 das Konzeptalbum Clockwork Angels, das von Kritikern wie dem Rolling Stone und Prog Magazine als späte kreative Hochphase gewürdigt wurde.

Die R40-Tour im Jahr 2015 markierte den Abschluss einer langen Live-Ära. Gesundheitsprobleme von Neil Peart sorgten dafür, dass die Band das Touren in dieser Form nicht fortsetzen konnte. Dennoch gelang es Rush, sich aus eigener Entscheidung von der Bühne zu verabschieden – ein seltener Luxus in einer Branche, in der viele Acts durch äußere Umstände zum Aufhören gezwungen werden.

Signature-Sound, Stil und Schlüsselwerke von Rush

Der Sound von Rush lässt sich schwer in eine Schublade stecken, befindet sich aber im Spannungsfeld von Hardrock, Progressive Rock und später New Wave. Charakteristisch sind die hohe Stimme von Geddy Lee, die oft mehrstimmigen, detailreich arrangierten Gitarrenparts von Alex Lifeson und das rhythmisch wie klanglich außergewöhnlich komplexe Schlagzeugspiel von Neil Peart. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Trio live meist ohne zusätzliche Musiker auftrat und viele Parts über Pedale oder Keyboards auslöste, was ihre technische Klasse noch deutlicher macht.

Produzenten wie Terry Brown prägten den klassischen Rush-Sound der 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Brown, der lange mit der Band zusammenarbeitete, legte Wert darauf, die Virtuosität der Musiker transparent abzubilden, ohne den Gesamtsound zu überfrachten. Später arbeiteten Rush unter anderem mit Produzenten wie Peter Collins und Nick Raskulinecz, die jeweils eigene Akzente setzten – von dicht geschichteten Synthesizer-Flächen bis zu einem bewusst raueren, gitarrenorientierten Klangbild.

Zu den zentralen Alben ihres Katalogs zählen:

2112 (1976): Dieses Werk gilt vielen Fans als das definitive Prog-Statement von Rush. Die fast 20-minütige Titelsuite kombiniert Science-Fiction-Erzählung, verschachtelte Riffs und dynamische Spannungsbögen. Kritiker wie jene von AllMusic sehen in 2112 den Moment, in dem Rush endgültig ihre Identität fanden.

Moving Pictures (1981): Das kommerziell erfolgreichste Studioalbum der Band ist eine Art Brückenschlag zwischen Prog und Radio-Rock. Tom Sawyer, Red Barchetta, YYZ und Limelight zählen zu den meistgespielten Rush-Songs überhaupt. Laut der RIAA wurde das Album in den USA mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Seine klare, aber kraftvolle Produktion machte es zu einem Referenzpunkt für viele spätere Rock-Produktionen.

Signals (1982): Mit diesem Album vertieften Rush ihre Affinität zu Synthesizern. Songs wie Subdivisions thematisieren den Druck der Vorstädte, Individualismus und gesellschaftliche Erwartungen. Viele Musiker der nachfolgenden Generation, von Industrial-Acts bis zu Emo- und Alternative-Bands, verweisen auf den emotionalen Gehalt dieser Songs.

Grace Under Pressure (1984) und Power Windows (1985): Diese Werke markieren die wohl synthie-lastigste Phase der Band. Die Texte setzen sich mit Themen wie Kaltem Krieg, Mediengesellschaft und Entfremdung auseinander. Kritiken in Magazinen wie Kerrang und Rolling Stone würdigten damals den Mut, sich klanglich immer weiter von den Ursprüngen zu entfernen.

Counterparts (1993) und Test for Echo (1996): In den 1990er-Jahren kehrten Rush wieder zu einem härteren, riffbetonten Klang zurück, der in einer Grunge-dominierten Rocklandschaft überraschend zeitgemäß wirkte. Die Gitarrenproduktion wurde trockener, der Bass aggressiver, und das Schlagzeug rückte noch stärker ins Zentrum.

Clockwork Angels (2012): Das letzte Studioalbum von Rush ist ein Konzeptwerk, das eine Steampunk-artige Geschichte erzählt. Produzent Nick Raskulinecz half der Band, einen wuchtigen, modernen Sound zu finden, ohne die typischen Prog-Elemente zu vernachlässigen. Kritikerinnen und Kritiker von Prog Magazine bis hin zu deutschen Medien wie Rocks lobten die Platte als würdigen Schlusspunkt des Studioœuvres.

Über die Studioalben hinaus genießen die Live-Veröffentlichungen der Band einen legendären Status. Alben und DVDs wie Exit...Stage Left, A Show of Hands, Rush in Rio oder R40 Live dokumentieren die enorme Spielfreude und Präzision des Trios. Viele Fans entdecken Rush über diese Live-Aufnahmen, in denen die Dynamik der Songs und das Zusammenspiel besonders deutlich werden.

Textlich ist Rush ein Sonderfall im Rock: Neil Peart griff immer wieder auf Literatur, Philosophie und Science-Fiction zurück. Dabei entwickelte er im Laufe der Jahre eine deutliche Distanz zu einfachen Heldenerzählungen und arbeitete sich mehr und mehr an Themen wie Individualität, Verantwortung und Vergänglichkeit ab. Medien wie die New York Times und der Spiegel würdigen bis heute, dass die Band dem Rockformat intellektuelle Tiefe verlieh, ohne belehrend zu wirken.

Kulturelle Wirkung und Vermächtnis von Rush

Der Einfluss von Rush reicht weit über das enge Prog-Publikum hinaus. In Nordamerika gehören sie zu den Bands mit den meisten Gold- und Platin-Auszeichnungen. Die RIAA listet eine lange Reihe zertifizierter Studioalben und Live-Veröffentlichungen, während der kanadische Verband Music Canada ebenfalls zahlreiche Mehrfach-Platin-Auszeichnungen führt. In Deutschland sind die offiziellen BVMI-Zertifizierungen zwar überschaubarer, doch die Band hat sich hierzulande einen Ruf als Musikergruppe für Kenner und Musikerkollegen erarbeitet.

Die Einflüsse auf die internationale Musikszene sind vielfältig. Bands wie Metallica, Iron Maiden, Dream Theater, Tool oder die Foo Fighters haben in Interviews – etwa mit dem Rolling Stone, der BBC oder der Süddeutschen Zeitung – wiederholt betont, wie prägend Rush für ihr eigenes Songwriting und ihr Verständnis von musikalischer Freiheit waren. Dave Grohl und Taylor Hawkins etwa widmeten der Band in der Rock and Roll Hall of Fame eine besonders emotionale Laudatio, in der sie das Trio als Held ihrer Jugend beschrieben.

In der deutschen Szene finden sich Spuren von Rush vor allem im Prog- und Metal-Bereich. Musikerinnen und Musiker aus Bands wie Vanden Plas oder Long Distance Calling verweisen auf die kanadische Band als Referenz in Sachen Arrangementkunst. Darüber hinaus wurden Rush-Songs immer wieder auf Festivals wie dem Wacken Open Air oder dem ProgPower Europe von anderen Bands gecovert, was ihren Status als Musikerband unterstreicht.

Kulturell interessant ist auch das Verhältnis zwischen Fanbasis und Kritikerinnen. Während Rush lange Zeit in einigen Feuilletons als reine Technikband galten, wandelte sich dieses Bild im Laufe der 2000er-Jahre. Medien wie die FAZ, Zeit Online und internationale Outlets rückten zunehmend die emotionale Seite der Musik und die Konsequenz in den Vordergrund, mit der das Trio seinen Weg gegangen ist. Der späte Kanonisierungseffekt – etwa die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame oder umfangreiche Retrospektiven in großen Magazinen – zeigt, wie sich der Blick auf progressive Rockmusik verändert hat.

Eine besondere Rolle in ihrem Vermächtnis spielt das Verhältnis zu den Fans. Rush galten stets als nahbar, bodenständig und humorvoll, trotz komplexer Musik. Dokumentationen und Tourtagebücher zeigen Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart als Menschen mit Selbstironie, die sich nie zu ernst nahmen. Diese Mischung aus Virtuosität und Bodenhaftung ist ein Grund, warum Fans der Band eine hohe Loyalität entgegenbringen.

In Zeiten der digitalen Archivierung und des Streaming-Booms erscheint Rush zudem als Musterbeispiel dafür, wie sich ein Katalog über Jahrzehnte frisch halten lässt. Remasters, Live-Veröffentlichungen, Making-of-Dokumentationen und hochwertige Vinyl-Reissues sorgen dafür, dass die Musik jeweils neuen Generationen vermittelt wird. Gleichzeitig verhindern die Band und ihr Umfeld eine inflationäre Veröffentlichungspolitik, was die Wertigkeit jeder einzelnen Edition erhöht.

Neil Pearts Tod im Jahr 2020 hat die Wahrnehmung der Band zusätzlich geprägt. Zahlreiche Nachrufe – von der BBC über den Guardian bis hin zu der New York Times – würdigten seine Rolle als einer der wichtigsten Schlagzeuger der Rockgeschichte. Sein Einfluss reicht weit in die Drummer-Community hinein; unzählige Lehrvideos, Tutorials und Analysen widmen sich seinem Spiel. In Deutschland greifen Musikschulen und Fachmagazine wie DrumHeads!! dieses Vermächtnis auf und stellen seine Techniken in Workshops vor.

Gleichzeitig bleibt offen, ob und in welcher Form Rush als Live- oder Studioprojekt noch einmal in Erscheinung treten werden. Geddy Lee und Alex Lifeson betonen in Interviews, dass sie die gemeinsame Geschichte respektvoll behandeln wollen und keine übereilten Entscheidungen treffen. Daraus entsteht eine besondere Art von Spannung: Die Band ist historisch abgeschlossen, aber emotional und kulturell hoch präsent.

Häufige Fragen zu Rush

Seit wann gibt es Rush und in welcher Besetzung wurden sie bekannt

Rush wurden 1968 in Toronto gegründet. Die klassische Besetzung, mit der die Band weltbekannt wurde, besteht aus Geddy Lee am Gesang, Bass und den Keyboards, Alex Lifeson an der Gitarre und Neil Peart am Schlagzeug, der 1974 zur Gruppe stieß und fortan auch die meisten Texte schrieb.

Welche Alben von Rush gelten als wichtigste Einstiegswerke

Als besonders geeignete Einstiegsalben gelten meist 2112, Permanent Waves und Moving Pictures, weil sie die verschiedenen Facetten des Sounds gut abbilden. Wer eher an der synthie-lastigen Phase interessiert ist, findet mit Signals oder Grace Under Pressure einen guten Zugang, während Clockwork Angels die späte, moderne Seite der Band zeigt.

Hat Rush in Deutschland große Charterfolge gefeiert

In den Offiziellen Deutschen Charts war Rush nie so dominant vertreten wie in Nordamerika oder Großbritannien. Einige Alben wie Roll the Bones oder Clockwork Angels tauchten zwar in den Albumcharts auf, erreichten aber eher mittlere Platzierungen. Trotzdem ist die Band in Deutschland bei Prog- und Rockfans sehr geschätzt und wird in Fachmedien regelmäßig ausführlich gewürdigt.

Gibt es noch Chancen auf neue Tourneen oder Studioalben von Rush

Seit der R40-Tour 2015 und insbesondere seit Neil Pearts Tod gibt es keine konkreten Pläne für neue Tourneen oder Studioalben von Rush. Geddy Lee und Alex Lifeson arbeiten an eigenen Projekten und schließen in Interviews zwar nichts kategorisch aus, betonen aber, dass sie die gemeinsame Geschichte der Band respektvoll behandeln möchten. Der Schwerpunkt liegt aktuell auf der Pflege des bestehenden Katalogs, etwa durch Reissues und Archivveröffentlichungen.

Was macht Rush für Musikerinnen und Musiker so einflussreich

Rush vereinen technische Virtuosität mit starkem Songwriting und einer hohen stilistischen Bandbreite. Die komplexen Rhythmen von Neil Peart, die markanten Bass- und Keyboardlinien von Geddy Lee und die kreativen Gitarrenarrangements von Alex Lifeson bieten unzählige Anknüpfungspunkte für Instrumentalistinnen und Songwriter. Viele Musiker schätzen außerdem, dass die Band sich immer wieder neu erfand, ohne ihre Grundidentität zu verlieren.

Rush in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Auch wenn die aktive Bandarbeit derzeit ruht, ist die Präsenz von Rush in sozialen Netzwerken und auf Streaming-Plattformen groß. Offizielle Kanäle veröffentlichen Archivmaterial, alte Interviews und Live-Clips, während Fans Performances analysieren, Coverversionen posten und Erinnerungen an Konzerte teilen.

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