Neue Ära für Muse nach Will of the People
30.05.2026 - 10:38:15 | ad-hoc-news.deStadionlichter, flackernde LED-Wände, ein verzerrtes Riff, das durch die Nacht schneidet: Wenn Muse heute auf eine Bühne treten, wirkt jeder Auftritt wie ein Science-Fiction-Film in Echtzeit. Seit der Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums Will of the People hat die britische Band eine der erfolgreichsten Phasen ihrer Karriere erlebt und arbeitet nun im Hintergrund an der nächsten Etappe.
Aktuelle Entwicklung rund um Muse
In den letzten Monaten stand bei Muse alles im Zeichen der weltweiten Tour zur Platte Will of the People, die die Band durch Europa, Nordamerika und nach Lateinamerika geführt hat. Laut dem britischen Magazin NME gehörten die Shows mit ihren dystopischen Bühnenbildern und politischen Visuals zu den spektakulärsten Rockproduktionen der vergangenen Jahre.
Für den deutschsprachigen Raum waren zuletzt vor allem die Headline-Auftritte bei Festivals sowie große Arena-Konzerte relevant. Wie der Rolling Stone und mehrere europäische Tourveranstalter berichteten, setzten Muse dabei auf eine Mischung aus neuen Songs wie Compliance und Klassikern aus der frühen Phase der Band.
Konkrete Termine für eine neue Tourrunde nach Abschluss der Will of the People-Phase liegen Stand: 30.05.2026 noch nicht vor. Auf der offiziellen Bandseite werden jedoch weiterhin vergangene Konzerte und der Abschluss der jüngsten Welttournee dokumentiert, was darauf hindeutet, dass Muse intern bereits an der nächsten Live-Strategie arbeiten.
Parallel dazu kursieren in internationalen Musikmedien Hinweise, dass Songwriting-Sessions für neues Material laufen. Offizielle Details oder ein Release-Datum für ein zehntes Studioalbum hat die Band bislang allerdings nicht bestätigt, und seriöse Medien wie die BBC betonen, dass man mit Ankündigungen eher langfristig rechnen sollte.
Die wichtigsten Eckpunkte der jüngsten Muse-Phase lassen sich so zusammenfassen:
- Albumzyklus rund um Will of the People mit weltweiter Stadiontour
- Kombination aus neuen Stücken wie Compliance und Fan-Favoriten wie Uprising
- Fortlaufende Spekulationen über kommende Projekte, aber noch keine offizielle Albumankündigung
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt damit vorerst die Hoffnung auf eine Rückkehr in die großen Arenen und Festivals im nächsten Zyklus – traditionell zählen Städte wie Berlin, München, Köln, Wien und Zürich zu den Stammstationen der Gruppe.
Wer Muse sind und warum die Band gerade jetzt zählt
Muse gehören seit Ende der 1990er-Jahre zu den prägenden Figuren des internationalen Alternative- und Stadionrock. Die Band besteht aus Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier), Chris Wolstenholme (Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug) und verbindet progressive Rockelemente mit Elektronik, Metal-Anleihen und hymnischen Pop-Melodien.
In einer Zeit, in der klassische Rockbands in den Charts weniger präsent sind, besetzen Muse eine Sonderrolle: Ihre Alben steigen regelmäßig in die Topregionen der internationalen Hitlisten ein, und die Gruppe bleibt eine der wenigen Gitarrenbands, die weltweit Stadien füllt. Wie das Branchenblatt Billboard hervorhebt, hat sich der Act damit eine Position erarbeitet, die irgendwo zwischen Radiohead, Queen und modernen Pop-Produktionen liegt.
Gleichzeitig ist Muse eine der politisch deutlichsten Formationen ihrer Generation. Von frühen Songs mit apokalyptischen Zukunftsszenarien bis zu expliziten Kommentaren zu Überwachung, Populismus und sozialen Medien greifen Bellamy und seine Mitstreiter Themen auf, die seit Jahren die globale Debatte prägen. Gerade in der jüngsten Phase mit Will of the People stand die Auseinandersetzung mit autoritären Tendenzen, digitaler Propaganda und gesellschaftlicher Fragmentierung im Mittelpunkt.
Für das deutsche Publikum ist Muse zudem durch wiederkehrende Gastspiele bei Festivals wie Rock am Ring, Hurricane und Southside präsent. Diese Konstanz im Livekalender, kombiniert mit immer wieder erneuerter musikalischer Experimentierfreude, macht die Band auch im Streamingzeitalter relevant.
Herkunft und Aufstieg
Gegründet wurde Muse Mitte der 1990er-Jahre im englischen Küstenort Teignmouth in Devon. Die drei Musiker kannten sich von der Schule, spielten zunächst unter verschiedenen Namen und fanden sich schließlich als Trio zusammen. Früh war klar, dass es ihnen nicht nur um Indie-Clubs ging, sondern um dramatisch inszenierte Musik mit großem Gestus.
Das erste Studioalbum Showbiz erschien 1999 und wurde von John Leckie produziert, der zuvor unter anderem für Radiohead gearbeitet hatte. In Großbritannien zog die Platte schnell Aufmerksamkeit auf sich, nicht zuletzt wegen Bellamys Falsettstimme und der theatralischen Gitarrenparts. Medien wie der New Musical Express sahen in Muse zunächst eine Art härtere kleine Schwester von Radiohead, doch schon die frühe Single Sunburn deutete an, dass die Band stärker in Richtung bombastischen Alternative-Rock tendierte.
Den endgültigen Durchbruch markierte 2001 das zweite Album Origin of Symmetry. Mit Songs wie Plug In Baby und New Born entwickelte sich Muse zu einer Stadionband im Wartestand. Die Riffs wurden härter, die Arrangements komplexer, und live etablierte sich die Gruppe als hochenergetischer Act mit starkem Fokus auf Lichtdesign und Improvisation. Besonders in Frankreich, Italien und Deutschland gewann die Band eine treue Fangemeinde, die die frühen Tourneen durch mittelgroße Hallen begleitete.
Mit dem dritten Album Absolution (2003) gelang der Schritt an die Spitze der Rockwelt. Das Werk erreichte hohe Chartplatzierungen in ganz Europa und brachte Klassiker wie Time Is Running Out und Hysteria hervor. In Großbritannien stieg die Platte in die Topregionen der UK Albums Chart ein, und auch in den Offiziellen Deutschen Charts etablierte sich Muse als feste Größe. Laut mehreren Chartarchiven war Absolution der Moment, in dem die Band den Sprung vom Insider-Tipp zum Mainstream-Phänomen schaffte.
Es folgten Alben wie Black Holes and Revelations (2006), das den Hit Supermassive Black Hole enthielt, der unter anderem durch den Einsatz im Blockbuster-Kino zusätzliche Bekanntheit erlangte. Spätestens jetzt war Muse ein globaler Headliner-Act, der in Europa, Nordamerika und darüber hinaus große Arenen füllte.
Der weitere Weg der Band war geprägt von kontinuierlicher stilistischer Veränderung: The Resistance (2009) brachte orchestrale Elemente und ein mehrteiliges Opus im Stil klassischer Symphonien, The 2nd Law (2012) experimentierte mit Dubstep-inspirierten Basslinien, während Drones (2015) wieder stärker auf Gitarrenrock und Military-Ästhetik setzte.
Signature-Sound, Stil und Schlüsselwerke
Der typische Muse-Sound basiert auf der Kombination aus Bellamys charakteristischer Tenorstimme mit Falsett, Wolstenholmes druckvollem Bass und Howards präzisem, oft komplexem Drumming. Hinzu kommen analoge und digitale Synthesizer, aufwendige Effekte und in den jüngeren Jahren vermehrt elektronische Beats.
Zu den Schlüsselwerken der Band zählen mehrere Alben, die gemeinsam eine Art Werkschau moderner Stadionmusik bilden:
Origin of Symmetry (2001): Ein wilder Mix aus Alternative-Rock, Prog-Einflüssen und raumgreifenden Arrangements. Songs wie Plug In Baby sind bis heute fester Bestandteil jedes Muse-Konzerts und zeigen eine Band, die ihre Außenseiterposition in kreativen Überschwang umsetzt.
Absolution (2003): Die apokalyptische Grundstimmung des Albums traf in einer Zeit post-9/11 einen Nerv. Der Sound ist dunkler, druckvoller, mit unvergesslichen Hooks. Time Is Running Out und Hysteria gehören zu den meistgespielten Rocksongs der 2000er-Jahre und trugen zur internationalen Durchsetzung der Band bei.
Black Holes and Revelations (2006): Hier öffneten Muse ihr Klangspektrum nochmal deutlich. Funkige Bassläufe, Italo-Western-Anklänge und elektronische Texturen trafen auf große Hymnen wie Starlight und Knights of Cydonia. Kritikerinnen und Kritiker von Magazinen wie Mojo und Q hoben die Platte immer wieder als kreativen Höhepunkt der Band hervor.
The Resistance (2009): Ein Konzeptalbum, das sich lose auf dystopische Literatur und politische Unterdrückung bezieht. Mit der dreiteiligen Exogenesis Symphony näherte sich Muse der klassischen Tradition und arbeitete mit großem Orchesteraufwand. Gleichzeitig blieben stadiontaugliche Hits wie Uprising nicht aus; gerade dieser Song ist in Deutschland zu einer Art Dauergast in Rock-Playlists geworden.
Drones (2015): Ein Rückgriff auf härteren, rifforientierten Rock, konzipiert als zusammenhängende Geschichte über Entfremdung, Militarisierung und technisierte Kriegsführung. Die Produktion betonte erneut Gitarren- und Bassarbeit, während elektronisches Experimentieren etwas in den Hintergrund trat.
Simulation Theory (2018) und Will of the People (2022): Diese Spätphase zeichnet sich durch eine deutliche Retro-Optik aus. 80er-inspirierte Synths, Neonfarben in den Visuals und Referenzen an Arcade-Kultur und Science-Fiction prägten diesen Abschnitt. Will of the People verband diesen Ansatz mit einer Auseinandersetzung mit dem Zustand der Demokratie im digitalen Zeitalter.
Produzentenseitig arbeiteten Muse im Lauf der Jahre mit verschiedenen Größen zusammen, darunter Rich Costey, der bei mehreren Alben die Klangarchitektur mitprägte. Die Band übernimmt gleichzeitig häufig selbst den Executive-Producer-Posten, um die Kontrolle über das Gesamtbild zu behalten.
Songwriting-technisch gilt Matthew Bellamy zwar als dominierender Autor, dennoch bringen auch Chris Wolstenholme und Dominic Howard eigene Ideen ein. Auf einigen Alben erscheinen Stücke mit Wolstenholme als Hauptkomponist, was dem Gesamtwerk zusätzliche Nuancen verleiht.
Live sind Muse berühmt für ihren Einsatz von modernster Bühnentechnik. Bewegliche LED-Screens, Lasershows, aufwendige Projektionsmapping-Elemente und teils theatrale Requisiten tragen dazu bei, dass ein Konzert eher wie ein hybrides Erlebnis aus Rockshow, Multimedia-Kunst und Kinobild wirkt. Gerade bei Festivalauftritten wird dies zum entscheidenden Faktor, der Muse von vielen anderen Acts abhebt.
Kulturelle Wirkung und Vermächtnis
Die kulturelle Wirkung von Muse ist vielschichtig. Auf der einen Seite steht der Status als Massive-Act, der regelmäßig hohe Chartplatzierungen erreicht. Zahlreiche Alben der Band schafften es auf die vorderen Ränge der UK Albums Chart und der Billboard 200, mehrfach wurden Nummer-1-Positionen in Großbritannien und anderen Ländern erreicht. In den Offiziellen Deutschen Charts gehören Muse insbesondere seit der Absolution-Phase zu den wiederkehrenden Stammgästen in den oberen Regionen.
Auf der anderen Seite ist das Trio zu einem Referenzpunkt für jüngere Bands geworden, die Rockmusik mit Synths und orchestraler Opulenz kombinieren wollen. In Interviews berufen sich etwa Acts aus der Indie- und Alternative-Szene immer wieder auf Muse als Vorbild für ambitionierte Liveshows. Selbst im Metal-Bereich und in Post-Rock-Kreisen werden einzelne Songstrukturen und Arrangements der Band als Inspiration genannt.
Die kritische Rezeption war dabei nicht immer einheitlich. Während Magazine wie der britische Rock Sound oder deutsche Medien wie Visions die Experimentierfreude des Trios loben, werfen andere Stimmen Muse gelegentlich Überladenheit oder Theatralik vor. Doch gerade diese Zuspitzung gehört zum Kern der Bandidentität: Muse bemühen sich bewusst nicht um Understatement, sondern um maximale Wirkung.
Institutionell wurde die Arbeit der Band mit zahlreichen Preisen anerkannt, darunter Brit Awards und Grammy-Auszeichnungen. Die Recording Academy zeichnete Muse unter anderem in der Kategorie Best Rock Album aus, was den internationalen Stellenwert unterstreicht. In Großbritannien sind sie zudem wiederkehrend bei Preisverleihungen und Medienrankings vertreten, die die wichtigsten Bands der 2000er- und 2010er-Jahre küren.
In Deutschland vergrößerte sich die Fangemeinde durch immer wiederkehrende Festival-Headliner-Slots. Auf Events wie Rock am Ring, Rock im Park, Hurricane oder Southside sorgten Muse mit ihren abendfüllenden Shows dafür, dass auch jüngere Generationen die Band entdeckten. Viele Fans lernten die Gruppe erstmals über diese großen Festivalauftritte kennen und blieben ihr anschließend über Streaming und Social Media treu.
Ein weiterer Aspekt des Vermächtnisses liegt in der politischen Dimension. Durch Songs, die sich mit Überwachung, Fake News, Extremismus oder der Erosion demokratischer Institutionen befassen, tragen Muse zu einer Diskussion bei, die über das reine Unterhaltungsfeld hinausgeht. Gerade im englischsprachigen Raum werden Texte des Trios immer wieder im Kontext gesellschaftlicher Debatten zitiert, auch wenn die Band selbst betont, keine eindeutigen Lösungen vorgeben zu wollen.
Häufige Fragen zu Muse
Seit wann gibt es Muse und wer gehört zur Besetzung?
Muse existieren seit der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre. Die feste Besetzung besteht aus Matthew Bellamy als Sänger, Gitarrist und Pianist, Chris Wolstenholme am Bass und Dominic Howard am Schlagzeug. Die drei Musiker kennen sich aus ihrer Jugend im südenglischen Teignmouth.
Welche Alben von Muse gelten als besonders wichtig?
Zu den meistgenannten Schlüsselalben zählen Origin of Symmetry, Absolution, Black Holes and Revelations, The Resistance, Drones, Simulation Theory und Will of the People. Sie markieren unterschiedliche Phasen vom frühen Prog-inspirierten Alternative-Rock bis zu elektronisch gefärbten Stadionhymnen.
Was macht die Liveshows von Muse so besonders?
Die Konzerte von Muse sind bekannt für ihre aufwendige Inszenierung: riesige LED-Wände, Laser, Projektionen, orchestrale Einspieler und teils filmische Dramaturgien. Die Band legt großen Wert auf Soundqualität und visuelle Details, sodass die Shows oft eher wie multimediale Spektakel wirken als klassische Rockkonzerte.
Wie erfolgreich sind Muse in den Charts und beim Streaming?
Mehrere Alben von Muse erreichten in Großbritannien die Spitzenposition der UK Albums Chart, auch in den USA platzierten sie sich auf vorderen Rängen der Billboard 200. In Deutschland sind die Alben regelmäßig in den oberen Regionen der Offiziellen Deutschen Charts vertreten. Im Streaming zählen Songs wie Uprising, Starlight oder Supermassive Black Hole zu den meistgeklickten Titeln der Band.
Gibt es Hinweise auf ein neues Album oder eine Tour von Muse?
Aktuell gibt es keine offiziell bestätigten Informationen zu einem konkreten Veröffentlichungsdatum für ein neues Studioalbum oder genaue Tourtermine. Branchenmedien berichten jedoch, dass Muse nach Abschluss der Will of the People-Phase an neuer Musik arbeiten. Fans sollten insbesondere die offiziellen Kanäle der Band im Blick behalten, um frühzeitig von Ankündigungen zu erfahren.
Muse in den sozialen Netzwerken und im Streaming
Muse sind auf allen wichtigen Plattformen präsent, von YouTube über Streamingdienste bis zu klassischen Social-Media-Kanälen. Dort teilt die Band Musikvideos, Tourrückblicke, Studioausschnitte und politische Statements, die Einblicke in die kreative und persönliche Arbeit des Trios geben.
Muse – Stimmungen, Reaktionen und Trends in den sozialen Netzwerken:
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