Finanzen, Recht

Wenn der Ehevertrag zur Falle wird: Martina Ammon verrät, warum Frauen bestehende Vereinbarungen prüfen lassen sollten

06.07.2026 - 14:45:54 | presseportal.de

München - Jahrelang liegt der Ehevertrag unbeachtet im Ordner – schließlich wurde er gemeinsam unterschrieben und notariell beurkundet. Doch während die Vereinbarung unverändert bleibt, verändert sich das Leben oft grundlegend. Warum genau das für viele Frauen zum finanziellen Risiko werden kann und weshalb eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

Wenn der Ehevertrag zur Falle wird: Martina Ammon verrät, warum Frauen bestehende Vereinbarungen prüfen lassen sollten - Bild: presseportal.de
Wenn der Ehevertrag zur Falle wird: Martina Ammon verrät, warum Frauen bestehende Vereinbarungen prüfen lassen sollten - Bild: presseportal.de

Ein Ehevertrag soll Sicherheit schaffen. Doch genau diese Sicherheit kann trügerisch sein. Denn während die Vereinbarung oft über Jahre unverändert bleibt, verändert sich das Leben vieler Ehepaare grundlegend. Kinder werden geboren, berufliche Rollen verschieben sich, Unternehmen wachsen und Vermögen entwickelt sich weiter. Trotzdem verlassen sich viele Frauen darauf, dass die damaligen Regelungen ihre Interessen auch heute noch angemessen schützen. Dabei bildet ein Ehevertrag immer die Lebenssituation zum Zeitpunkt seines Abschlusses ab. Gerade in Unternehmer- und Gesellschafterehen verändert sich die wirtschaftliche Realität jedoch häufig erheblich: Unternehmen wachsen, Beteiligungen gewinnen an Wert und das Vermögen entwickelt sich weiter. Gleichzeitig übernehmen viele Frauen einen Großteil der Familienarbeit oder stellen ihre berufliche Entwicklung zugunsten der Familie zurück. Was einst ausgewogen erschien, kann dadurch später erhebliche wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen. „Viele Frauen wiegen sich jahrelang in Sicherheit. Erst wenn die Trennung bevorsteht, merken sie, dass sie durch ihren Ehevertrag auf Vermögen, Unterhalt oder Altersvorsorge verzichten müssen – und dann ist es für eine einvernehmliche Lösung oft zu spät“, erklärt Martina Ammon.

„Genau deshalb sollte ein Ehevertrag nicht erst geprüft werden, wenn die Trennung bereits im Raum steht. Wer seine rechtliche Situation frühzeitig kennt, gewinnt Klarheit, Handlungsspielraum und kann mögliche Anpassungen noch ohne den Druck eines akuten Konflikts angehen“, sagt Martina Ammon. Seit mehr als 25 Jahren begleitet die Fachanwältin für Familienrecht Frauen und Familien bei Trennungen, Scheidungen und komplexen vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen. Mehr als 3.500 Familien hat sie bereits beraten und über 500 Frauen im Rahmen ihres Mentorings begleitet. Dabei verbindet sie ihre juristische Expertise mit einem besonderen Fokus auf die wirtschaftliche Absicherung von Frauen. Ihr Ziel ist es nicht, Eheverträge grundsätzlich infrage zu stellen. Vielmehr unterstützt sie Frauen dabei, bestehende Vereinbarungen an die heutige Lebensrealität anzupassen und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Gerade Frauen in vermögenden Familien sowie Ehefrauen von Unternehmern oder Gesellschaftern profitieren davon, ihre rechtliche Ausgangslage regelmäßig überprüfen zu lassen. Denn nur wer die tatsächlichen Auswirkungen seines Ehevertrags kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und rechtzeitig reagieren.

Wann ein bestehender Ehevertrag neu bewertet werden sollte

Nicht jede Veränderung während einer Ehe macht automatisch eine Anpassung des Ehevertrags erforderlich. Es gibt jedoch typische Wendepunkte, an denen sich eine fachkundige Prüfung besonders empfiehlt. Denn häufig zeigt sich erst dann, ob die ursprünglichen Regelungen noch zur heutigen Lebensrealität passen.

Ein solcher Anlass kann die Geburt gemeinsamer Kinder sein. Übernimmt ein Ehepartner – häufig die Frau – den Großteil der Kinderbetreuung und Familienorganisation oder reduziert seine berufliche Tätigkeit, verändern sich oft die wirtschaftlichen Voraussetzungen, auf denen der Ehevertrag ursprünglich beruhte. Ähnliches gilt, wenn während der Ehe ein Unternehmen gegründet oder erheblich ausgebaut wird, Unternehmensbeteiligungen an Wert gewinnen oder Immobilien- und Kapitalvermögen deutlich wachsen. Gerade deshalb sollten auch Frauen, die im Unternehmen ihres Ehepartners mitarbeiten, organisatorische Verantwortung übernehmen oder den unternehmerischen Erfolg im Hintergrund mittragen, ihre vertragliche Situation regelmäßig überprüfen lassen. Je stärker sich Rollenverteilung, Vermögen oder wirtschaftliche Verantwortung verändern, desto wichtiger wird es, den Ehevertrag an der heutigen Lebensrealität zu messen. „Viele Frauen sehen nur den Vertrag. Ich schaue auf die Ehe, wie sie tatsächlich gelebt wird. Oft klaffen beide nach vielen Jahren weit auseinander“, erklärt Martina Ammon.

Welche Regelungen besonders sorgfältig geprüft werden sollten

Ob ein Ehevertrag noch zur aktuellen Lebenssituation passt, zeigt sich vor allem an den Regelungen, die im Fall einer Trennung unmittelbare finanzielle Auswirkungen haben. Dazu zählen insbesondere der Zugewinnausgleich, der nacheheliche Unterhalt und der Versorgungsausgleich. Dabei regelt der Zugewinnausgleich den Ausgleich des Vermögenszuwachses, den Ehegatten während der Ehe erwirtschaften, sofern sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben. Wird dieser Ausgleich ausgeschlossen oder erheblich eingeschränkt, kann das weitreichende Folgen haben – insbesondere dann, wenn während der Ehe Unternehmen aufgebaut, Beteiligungen erworben oder Immobilienvermögen geschaffen wurden.

Auch Vereinbarungen zum nachehelichen Unterhalt sollten sorgfältig geprüft werden. Er dient dazu, einen Ehepartner finanziell abzusichern, wenn dieser nach der Scheidung wegen Kinderbetreuung oder familiärer Aufgaben nicht unmittelbar für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgen kann. Ein weitreichender Unterhaltsverzicht kann deshalb erhebliche wirtschaftliche Nachteile nach sich ziehen. Ähnliches gilt für den Versorgungsausgleich, der grundsätzlich die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften zwischen beiden Ehepartnern ausgleicht. Wurde auch dieser ausgeschlossen oder begrenzt, kann sich das später spürbar auf die Altersvorsorge auswirken.

Was eine Prüfung über den Ehevertrag hinaus leisten muss

Ein Ehevertrag lässt sich nicht losgelöst von der Ehe beurteilen, die tatsächlich gelebt wurde. Deshalb reicht es nicht aus, einzelne Klauseln zu lesen oder den Vertrag isoliert zu bewerten. Entscheidend ist vielmehr, ihn mit der heutigen Lebens- und Vermögenssituation abzugleichen. Erst dadurch wird sichtbar, welche konkreten Auswirkungen die vereinbarten Regelungen im Fall einer Trennung tatsächlich hätten.

Dazu gehört auch der Vergleich mit der gesetzlichen Ausgangslage. Welche Ansprüche würden ohne Ehevertrag grundsätzlich bestehen? Welche wurden durch die Vereinbarung ausgeschlossen, eingeschränkt oder verändert? „Viele Frauen erwarten bei einer Prüfung eine einfache Antwort: Der Vertrag ist gut oder schlecht. So einfach ist es aber nicht. Entscheidend ist immer, welche Folgen die einzelnen Regelungen in ihrer persönlichen Situation tatsächlich haben“, erklärt Martina Ammon.

Ergibt diese Gesamtbetrachtung, dass der Vertrag nicht mehr zur heutigen Lebensrealität passt, kann eine Anpassung sinnvoll sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide Ehepartner einer neuen Vereinbarung zustimmen. Gerade bei Unternehmer- und Gesellschafterehen empfiehlt sich darüber hinaus häufig eine interdisziplinäre Beratung, weil neben familienrechtlichen Fragen oft auch steuerliche und gesellschaftsrechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen.

Rechtzeitig handeln schafft mehr Handlungsspielraum

Ist die eigene rechtliche Situation erst einmal geklärt, lassen sich Entscheidungen häufig deutlich sachlicher treffen. Eine frühzeitige Prüfung schafft Transparenz darüber, ob der bestehende Ehevertrag noch zur aktuellen Lebensrealität passt oder ob Anpassungsbedarf besteht. Gleichzeitig bleibt ausreichend Zeit, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln – ohne den zusätzlichen Druck eines laufenden Trennungsverfahrens.

Erfolgt die Überprüfung dagegen erst im Zuge einer Trennung, stehen häufig emotionale Belastungen, Zeitdruck und schwierige Verhandlungen im Vordergrund. Zwar können Eheverträge unter bestimmten Voraussetzungen auch gerichtlich überprüft werden, etwa wenn sie einen Ehepartner unangemessen benachteiligen. Darauf sollten Betroffene jedoch nicht vertrauen. Ob einzelne Regelungen tatsächlich korrigiert werden, hängt dabei immer vom konkreten Einzelfall ab. „Am Ende entscheidet nicht der Ehevertrag allein über die Zukunft, sondern auch der Zeitpunkt, an dem man sich mit ihm auseinandersetzt. Wer früh Klarheit schafft, hat die deutlich besseren Handlungsmöglichkeiten“, fasst Martina Ammon zusammen.

Sie möchten wissen, ob Ihr Ehevertrag auch heute noch zu Ihrer Lebenssituation passt und welche rechtlichen sowie wirtschaftlichen Folgen die bestehenden Vereinbarungen tatsächlich haben? Dann melden Sie sich jetzt bei Martina Ammon und vereinbaren einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch!

Pressekontakt:

Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de; presse@martinaammon.de
Website: https://martinaammon.de

Original-Content von: Martina Ammon übermittelt durch news aktuell

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