George Michael bleibt unvergessen – warum die Ikone heute aktueller ist denn je
15.05.2026 - 09:15:10 | ad-hoc-news.deWenn die ersten sanften Akkorde von Careless Whisper einsetzen, ist George Michael sofort wieder im Raum: George Michael steht seit den 1980er-Jahren für eine einzigartige Mischung aus Soul, Pop und radikal persönlichem Songwriting, die bis heute nachwirkt und auf neuen Plattformen ein junges Publikum findet.
George Michael als Schlüsselfigur des Mainstream-Pop
Der Name George Michael steht heute synonym für eine Ära, in der Popmusik sowohl maximal eingängig als auch emotional komplex sein konnte. Als Sänger, Songwriter und Produzent verband er Soul, R&B, Dance und Rockelemente zu einem Sound, der weltweit Hallen füllte und zugleich intime Geschichten erzählte.
Schon mit dem Duo Wham! dominierte er Mitte der 1980er-Jahre die internationalen Charts, bevor er sich mit seinem Solo-Debütalbum Faith endgültig als eigenständige Pop-Ikone etablierte. Laut der britischen Branchenorganisation BPI zählt Faith in Großbritannien zu den meistverkauften Alben überhaupt, und auch das US-Branchenmagazin Billboard führt das Werk regelmäßig in Ranglisten der wichtigsten Popalben der 1980er.
Für ein deutsches Publikum ist George Michael gleich doppelt präsent: Einerseits als Radioklassiker, dessen Songs von AC-Radiostationen bis hin zu spezialisierten 80er-Wellen täglich laufen, andererseits als Referenz für zahlreiche aktuelle Pop-Acts, die sich offen auf seine Melodieführung, seinen Falsettgesang und seine Produktionstechniken berufen. Medien wie Rolling Stone Germany und Musikexpress verorten ihn in Rückblicken immer wieder in einer Linie mit Künstlern wie Prince, Madonna und Michael Jackson.
Gleichzeitig ist George Michael ein Beispiel dafür, wie sich das Bild eines Popstars über Jahrzehnte verändert: vom Teenie-Idol der frühen Wham!-Videos über den souveränen Solo-Crooner der frühen 1990er bis hin zum reifen, selbstkritischen Künstler seiner späten Alben. Diese Wandlung macht ihn zu einer Figur, mit der auch heutige Hörerinnen und Hörer erwachsen werden können.
Von Wham! bis zum Solo-Weltstar: Herkunft und Aufstieg
Geboren wurde George Michael 1963 in London als Georgios Kyriacos Panayiotou, Sohn eines zypriotischen Einwanderers und einer britischen Mutter. Aufgewachsen in einem multikulturellen Umfeld, entdeckte er früh seine Liebe zu Soul, Motown und britischer Popmusik. In der Schule lernte er Andrew Ridgeley kennen, mit dem er wenig später das Duo Wham! gründete.
Wham! wurden Anfang der 1980er-Jahre zum globalen Phänomen. Songs wie Wake Me Up Before You Go-Go, Club Tropicana oder Freedom lieferten den Soundtrack zur bunten MTV-Ära. Die Mischung aus eingängigen Hooks, tanzbaren Beats und jugendlicher Unbeschwertheit verschaffte der Band auch in Deutschland Top-Platzierungen in den Offiziellen Deutschen Charts, wie die Daten von GfK Entertainment und offiziellecharts.de belegen.
Schon in dieser Zeit deutete sich an, dass George Michael mehr sein wollte als nur ein Posterboy: Er schrieb und produzierte den Großteil des Materials selbst, konstruierte Chöre und Bläserarrangements und experimentierte mit Soul- und R&B-Einflüssen. Ende 1986 lösten Wham! sich auf, um ihm den Weg für eine Solo-Karriere zu ebnen.
Mit dem 1987 erschienenen Album Faith gelang ihm ein Übergang, der bis heute als Musterbeispiel für erfolgreiche Neuaufstellung gilt. Laut Billboard erreichte das Album Platz 1 der US-Billboard-200 und blieb dort über Wochen, mehrere Singles – darunter Faith, Father Figure und One More Try – belegten Spitzenplätze in den Singlecharts. Auch in Deutschland kletterte Faith in die Top-5 der Albumcharts, wie die Offiziellen Deutschen Charts dokumentieren.
Zu Beginn der 1990er-Jahre setzte George Michael seinen Erfolg mit dem introspektiveren Album Listen Without Prejudice Vol. 1 fort. Das Werk zeigte ihn als reiferen Songwriter, der sich bewusst vom Image des makellosen Popstars distanzierte. Der Verzicht auf ein prunkvolles Cover-Foto und die Entscheidung, in Videos wie zu Freedom! 90 nicht persönlich aufzutreten, wurden vielfach als Statement gegen Oberflächlichkeit im Pop interpretiert.
Parallel zu seinem künstlerischen Kurswechsel stritt George Michael öffentlich mit seinem damaligen Label Sony Music über kreative Kontrolle und Vertragsbedingungen. Über den vielbeachteten Rechtsstreit berichteten unter anderem die BBC und The Guardian, die den Konflikt als Symptom einer breiteren Debatte um Künstlerrechte im Musikgeschäft einordneten. Auch wenn er den Prozess verlor, festigte er damit seinen Ruf als eigenwilliger, unabhängiger Künstler.
Signature-Sound, Stimme und Schlüsselwerke von George Michael
Der Signature-Sound von George Michael lässt sich kaum auf ein einzelnes Genre reduzieren. Vielmehr handelt es sich um ein flexibles Vokabular, das Soul-Balladen, Pop-Hymnen, Funk-Rhythmen und dezente Rock-Elemente umfasst. Seine warme, zugleich kraftvolle Stimme mit markantem Vibrato und geschmeidigem Falsett ermöglichte es ihm, zwischen intimen Flüstertönen und großem Stadiongestus zu wechseln.
Zu den prägenden Schlüsselwerken zählt neben dem Debüt Faith vor allem das Album Listen Without Prejudice Vol. 1 von 1990, das laut Kritikern von Musikexpress und Rolling Stone als künstlerischer Wendepunkt gilt. Songs wie Praying for Time oder Mother's Pride (eine politisch gefärbte Ballade, die im Kontext des Golfkriegs zusätzliche Resonanz erhielt) zeigen einen George Michael, der gesellschaftliche Themen subtil, aber deutlich in seine Texte verwebt.
Mit Older, erschienen 1996, legte er schließlich einen reifen, melancholischen Songzyklus vor, der Jazz-Akkorde, Downtempo-Beats und Soul in einen warmen, eleganten Sound überführte. Das Album erreichte in Deutschland die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts. Die britische Zeitung The Guardian bezeichnete Older rückblickend als eines der wichtigsten britischen Popalben der 1990er-Jahre, während laut.de das Werk als Meisterstück einer späten Pop-Ära würdigte.
Seine Balladen wie One More Try, A Different Corner, Jesus To A Child oder die ikonische Wham!-Nummer Careless Whisper verdichten persönliche Verletzlichkeit mit klassischem Songwriting. Die Harmonieführung erinnert oft an Soul- und Gospeltraditionen, gleichzeitig sind Struktur und Hooks so klar gebaut, dass sie im Radio sofort hängenbleiben. Häufig arbeitet er mit dynamisch aufgebauten Arrangements: dezente Keyboards und Drum Machines im Vers, weit aufgerissene Streicher oder Bläser sowie üppige Chöre im Refrain.
Auf der anderen Seite stehen seine Club- und Dance-Tracks wie Too Funky, Fastlove oder Outside, in denen House- und Funk-Elemente eine zentrale Rolle spielen. Gerade in diesen Songs zeigt sich sein Gespür für zeitgenössische Clubkultur, ohne seine Handschrift zu verlieren. Produzentisch setzte er auf warme Basslinien, groovende Percussion und präzise platzierte Synth-Hooks – ein Klangbild, das bis heute Einfluss auf Pop- und R&B-Produktionen hat.
Ein weiterer wichtiger Baustein seines Signature-Sounds sind Kollaborationen. Das Duett Don't Let The Sun Go Down On Me mit Elton John wurde Anfang der 1990er-Jahre zum weltweiten Hit und erreichte laut den Offiziellen Deutschen Charts auch hierzulande Top-Platzierungen. Seine Interpretation von Somebody To Love beim Freddie-Mercury-Tribute-Konzert 1992 in London gilt vielen Fans und Kritikern als eine der stärksten Queen-Coverversionen überhaupt. BBC und Rolling Stone heben diese Performance regelmäßig hervor, wenn es um große Live-Momente der Rock- und Popgeschichte geht.
Nicht zu unterschätzen sind zudem seine jazznahen Projekte. Auf dem Livealbum Songs From The Last Century interpretierte George Michael klassische Standards und Chansons mit Big-Band-Arrangements, was seine Liebe zu traditionellem Songwriting von Cole Porter bis Frank Sinatra unterstrich. Dieser Ausflug festigte seinen Ruf als vielseitiger Vokalist, der weit über das reine Pop-Fach hinaus agieren konnte.
George Michael heute: Katalog, Reissues und aktuelle Entwicklungen
Auch wenn George Michael nicht mehr lebt, ist sein musikalisches Erbe im 21. Jahrhundert äußerst präsent. Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music und YouTube verzeichnen kontinuierlich hohe Abrufzahlen seiner Klassiker. Immer wieder sorgen Reissues, Deluxe-Editionen und Dokumentationen dafür, dass sein Werk neu kontextualisiert und jungen Hörerinnen und Hörern zugänglich gemacht wird.
So erschienen in den vergangenen Jahren mehrfach erweiterte Neuauflagen von Listen Without Prejudice Vol. 1 und Older, jeweils ergänzt um Bonusmaterial wie Demos, B-Seiten und Live-Aufnahmen. Laut BBC und The Guardian stießen diese Editionen bei Kritik und Publikum gleichermaßen auf Resonanz, weil sie bislang wenig beleuchtete Facetten seines Schaffens freilegen – etwa alternative Arrangements oder frühe, noch rohe Gesangsspuren.
Für den deutschen Markt sind vor allem chartrelevante Ereignisse rund um seine Katalogtitel interessant. Gerade in der Weihnachtszeit kehren Songs wie Last Christmas (veröffentlicht mit Wham!) regelmäßig in die Offiziellen Deutschen Single-Charts zurück. GfK Entertainment und die Offiziellen Deutschen Charts dokumentieren Jahr für Jahr, wie der Titel im Dezember und teils noch im Januar wieder in die oberen Ränge klettert. Dies unterstreicht, wie tief George Michael in saisonale Hörgewohnheiten eingebettet ist.
Seine Musik spielt zudem in Film- und Serien-Soundtracks eine kontinuierliche Rolle. Produktionen setzen Songs wie Faith, Freedom! 90 oder Careless Whisper ein, um entweder nostalgische 1980er-Stimmungen oder zeitlose Liebes- und Verlustmotive zu erzeugen. Solche Platzierungen werden von Branchenmedien wie Variety und Billboard immer wieder als wichtiger Motor für die Renaissance von Backkatalogen hervorgehoben.
Neben der reinen Verwertung seines Katalogs engagiert sich der Nachlass von George Michael auch für kuratorische Projekte. Auf der offiziellen Website werden regelmäßig Erinnerungen, Archivmaterial und Hinweise auf Benefizaktionen geteilt, die an seine karitativen Aktivitäten anknüpfen. Schon zu Lebzeiten war er für diskrete, aber substanzielle Spendenaktionen bekannt, wie unter anderem BBC, The Guardian und die britische Hilfsorganisation Childline bestätigt haben. Konkrete Summen werden allerdings nur selten genannt, weshalb eine exakte Bezifferung seriös nicht möglich ist.
Live-Erlebnisse mit George Michael sind zwar Geschichte, doch seine früheren Deutschland-Konzerte haben Spuren hinterlassen. In den 1980er- und 1990er-Jahren spielte er mehrfach in Arenen wie der Westfalenhalle Dortmund, der Olympiahalle München oder der Frankfurter Festhalle, wie zeitgenössische Berichte und Tourdaten-Übersichten in seriösen Medien belegen. Später folgten Tourneen wie 25 Live, bei denen er erneut durch europäische Metropolen tourte und ein Best-of-Programm mit opulenter Lichtshow präsentierte.
Für heutige Fans verlagert sich die Erfahrung zunehmend auf virtuelle Räume: Restaurierte Konzertmitschnitte auf YouTube, hochauflösende Audio-Reissues auf Streaming-Plattformen und kuratierte Playlists ermöglichen es, die Entwicklung von George Michael chronologisch nachzuverfolgen. Zugleich reagieren Algorithmen darauf, dass seine Songs häufig in Generationen-übergreifenden Playlists auftauchen – etwa als musikalische Schnittmenge zwischen Eltern, die ihn in den 1980ern entdeckten, und Kindern, die heute über TikTok-Sounds oder Serien-OSTs auf ihn stoßen.
In den einschlägigen Charts-Archiven wie der BPI-Datenbank für Großbritannien oder den RIAA-Zertifizierungen für die USA lässt sich ablesen, wie seine Präsenz zunächst in physischem Verkauf und später im Streaming verankert wurde. Mehrfach-Platin-Auszeichnungen für Alben wie Faith, Listen Without Prejudice Vol. 1 und Older dokumentieren seine wirtschaftliche Bedeutung. In Deutschland vergab der BVMI im Laufe der Jahre ebenfalls zahlreiche Gold- und Platin-Awards für seine Veröffentlichungen, auch wenn die exakten Stückzahlen je nach Phase des Marktes variieren.
- Wichtige Solo-Alben von George Michael (Auswahl):
- Faith (1987) – stilprägendes Solo-Debüt, globaler Durchbruch
- Listen Without Prejudice Vol. 1 (1990) – introspektiver, künstlerischer Neuanfang
- Older (1996) – reifes, melancholisches Meisterwerk mit Jazz- und Soul-Einflüssen
- Songs From The Last Century (1999) – Jazz- und Standard-Interpretationen
- Patience (2004) – spätes Studioalbum mit zeitgenössischem Pop- und R&B-Sound
Diese Diskografie-Höhepunkte sind für ein deutsches Publikum nicht nur aus nostalgischen Gründen interessant, sondern auch, weil sie exemplarisch zeigen, wie sich Popästhetik von der analogen zur digitalen Ära gewandelt hat. Das Spektrum reicht von Vinyl und Kassetten über CD bis hin zu heutigen Lossless-Streams und hochwertigen Reissues auf 180-Gramm-Vinyl.
Kulturelle Wirkung und Vermächtnis von George Michael
George Michael war nicht nur ein erfolgreicher Musiker, sondern eine kulturelle Schlüsselfigur. Er stand für eine Form von Pop, die große Gefühle nicht scheute, zugleich aber auch soziale und persönliche Konflikte verhandelte. Dieser Spagat prägt sein Vermächtnis – und macht ihn für nachfolgende Generationen von Künstlerinnen und Künstlern attraktiv.
In der internationalen Popgeschichte wird er häufig als Bindeglied zwischen klassischem Soul-Crooning und moderner Singer-Songwriter-Ästhetik beschrieben. Kritikerinnen und Kritiker von Rolling Stone, NME, The Guardian und Zeit Online betonen insbesondere seine Fähigkeit, private Erfahrungen so zu verdichten, dass sie universell lesbar, aber nie beliebig wirken. Songs wie Jesus To A Child oder Fastlove werden in Rückblicken oft als Beispiele dafür genannt, wie ein Künstler Intimität, Begehren und Verlust in radiotaugliche Popsongs übersetzen kann.
Sein Einfluss reicht dabei weit über den englischsprachigen Raum hinaus. In der deutschen Musikszene haben sich zahlreiche Pop- und Soulkünstler, von modernen Chartacts bis zu etablierten Stimmen, öffentlich auf George Michael berufen. Elemente seines Gesangs – etwa der Wechsel zwischen Bruststimme und Falsett – finden sich bei vielen heutigen Interpreten wieder. Auch die Mischung aus Dance-Grooves und emotionalen Texten in deutschem Pop, etwa bei gewissen Mainstream-Acts der 2000er und 2010er, lässt sich teilweise auf Blaupausen zurückführen, die George Michael bereits in den 1980ern entwarf.
Ein weiterer Aspekt seines Vermächtnisses ist die Frage nach Identität und Sichtbarkeit. Im Laufe seiner Karriere positionierte sich George Michael zunehmend offen zu persönlichen Themen, was ihn für viele Fans zu einer Projektionsfläche für Fragen von Selbstbestimmung und Freiheit machte. Medien wie Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung haben in Nachrufen und Rückblicken hervorgehoben, dass er mit seiner Offenheit wichtige Diskurse über Toleranz im Pop-Mainstream mitprägte, ohne dabei seinen künstlerischen Anspruch zu verlieren.
Auch visuell setzte George Michael Maßstäbe. Seine Musikvideos, etwa zu Faith, Freedom! 90, Too Funky oder Fastlove, arbeiteten mit damals innovativen Mode- und Bildkonzepten. Supermodel-Performances, ironisierte Popstar-Posen und elegante, minimalistische Bildsprache trafen hier aufeinander. MTV und später VH1 griffen diese Clips immer wieder in Spezialsendungen über die besten Musikvideos aller Zeiten auf.
Seine Live-Auftritte werden in Fankreisen bis heute diskutiert. Das Freddie-Mercury-Tribute 1992 im Londoner Wembley-Stadion, bei dem George Michael unter anderem Somebody To Love sang, wird oft als Moment genannt, in dem er aus dem Schatten anderer Popgrößen trat und endgültig in eine Reihe mit ihnen gestellt wurde. BBC und andere britische Medien kommentierten damals, er habe sich an diesem Abend als einer der besten Sänger seiner Generation bewiesen.
Im Zusammenspiel von musikalischem Erbe, visueller Ästhetik und gesellschaftlicher Wirkung ergibt sich ein vielschichtiges Bild: George Michael war Hitlieferant, Stil-Ikone, verletzlicher Erzähler und kompromissloser Studio-Perfektionist in einer Person. Sein Vermächtnis ist daher nicht nur eine Sammlung von Chartplatzierungen, sondern auch ein Archiv emotionaler Erfahrungen, die in unzähligen Lebensgeschichten von Fans Spuren hinterlassen haben.
George Michael in Streaming, Social Media und im digitalen Gedächtnis
Im digitalen Zeitalter hat die Präsenz von George Michael eine neue Form angenommen. Während klassische Medien wie Radio, Musikfernsehen und Printmagazine weiterhin eine Rolle spielen, wird sein Erbe zunehmend von Streaming-Plattformen, Social Media und Fan-Communities im Netz getragen.
Auf Spotify finden sich mehrere kuratierte Playlists, die sich explizit George Michael und Wham! widmen – von offiziellen Best-of-Zusammenstellungen bis hin zu thematischen Playlists etwa zu Love Songs oder 80er-Hits. Apple Music, Deezer und andere Dienste bieten ähnliche Kuratierungen, oft angereichert mit redaktionellen Texten, in denen Musikjournalisten Kontexte liefern. Diese redaktionellen Flächen fungieren gewissermaßen als digitales Booklet, das in der Zeit physischer Tonträger auf Albumcovern und Innentexten Platz fand.
Auf YouTube werden offizielle Musikvideos, Live-Mitschnitte und Interviews mit hoher Bildqualität bereitgestellt. Das ermöglicht es neuen Fans, sich ein Bild des Künstlers zu machen, das über reine Audio-Erfahrung hinausgeht. Kommentare unter diesen Videos zeigen, wie Hörerinnen und Hörer unterschiedlicher Generationen sich austauschen – von Zeitzeugen, die von ihren Konzertbesuchen in den 1980ern erzählen, bis zu jungen Fans, die George Michael über Eltern, Großeltern oder aktuelle Serien entdeckt haben.
Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok tragen ebenfalls zur lebendigen Erinnerung bei. Unter Hashtags wie #GeorgeMichael oder #Wham tauchen Fan-Art, Coverversionen, Tanzvideos und persönliche Geschichten auf. Gerade kurze Videoformate nutzen ikonische Songstellen, etwa den Saxofon-Intro-Part von Careless Whisper oder die Initial-Zeile von Last Christmas, um Emotionen sofort abrufbar zu machen.
Für die Rezeption in Deutschland spielt zudem die Überschneidung mit hiesigen Medienformaten eine Rolle. Radio-Specials, TV-Rückblicke und Dokumentationen in öffentlich-rechtlichen Programmen greifen das Material von George Michael regelmäßig auf, insbesondere rund um Jahrestage oder Feiertage. Dadurch wird sein Werk auch Menschen nahegebracht, die abseits von Streaming-Plattformen unterwegs sind.
George Michael – Stimmungen, Reaktionen und Trends in den sozialen Netzwerken:
Häufige Fragen zu George Michael
Warum gilt George Michael bis heute als Pop-Ikone?
George Michael verbindet in seiner Karriere fast alles, was eine Pop-Ikone ausmacht: herausragende Stimme, starke Songs, prägende Visualität und eine biografische Entwicklung, die sich in der Musik widerspiegelt. Von Wham!-Hits über Solo-Meilensteine wie Faith, Listen Without Prejudice Vol. 1 und Older bis hin zu späteren Projekten spannt sich ein Bogen, der mehrere Jahrzehnte Popgeschichte umfasst. Kritiken in Medien wie Rolling Stone, BBC, The Guardian oder laut.de betonen immer wieder, wie konsequent er künstlerische Kontrolle über sein Werk beanspruchte.
Welche Bedeutung hat George Michael speziell für Hörerinnen und Hörer in Deutschland?
In Deutschland ist George Michael seit den 1980er-Jahren eine feste Größe im Radio und in den Charts. Wham!-Songs wie Last Christmas und Solotitel wie Careless Whisper oder Faith kehren regelmäßig in Jahres- und Jahrzehnt-Rankings zurück. Seine Alben erreichten mehrfach hohe Platzierungen in den Offiziellen Deutschen Charts, und Tourneen führten ihn in große Hallen von Hamburg bis München. Damit ist er für viele Menschen in Deutschland ein musikalischer Begleiter über mehrere Lebensphasen hinweg.
Welche Alben von George Michael sollte man zuerst hören?
Wer neu in das Werk von George Michael einsteigt, bekommt mit drei Alben einen guten Überblick: Faith als energetisches, stilprägendes Solo-Debüt, Listen Without Prejudice Vol. 1 als künstlerischen Bruch mit stärkerem Fokus auf Songwriting und Older als reifes, emotional tiefes Spätwerk. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf seine Arbeit mit Wham!, etwa das Album Make It Big, um die Entwicklung vom Teenie-Pop zum ernsthaften Solo-Künstler nachzuvollziehen.
Wie lebt das Erbe von George Michael im Streaming-Zeitalter weiter?
Im Streaming-Zeitalter erleben die Songs von George Michael eine dauerhafte Renaissance. Playlists, Algorithmen-Empfehlungen und Social-Media-Trends sorgen dafür, dass Klassiker wie Freedom! 90, Fastlove oder One More Try ständig neu entdeckt werden. Streaming-Plattformen bieten zudem Remaster-Versionen, Deluxe-Editionen und Live-Aufnahmen, die viele bisher nur auf CD oder Vinyl kannten. Dadurch entsteht eine Art digitales Archiv, in dem George Michaels Werk generationenübergreifend verfügbar bleibt.
Was macht den Gesangsstil von George Michael so besonders?
Der Gesangsstil von George Michael ist geprägt von einer seltenen Balance aus technischer Kontrolle und emotionaler Direktheit. Er beherrschte Soul-typische Verzierungen, konnte kraftvoll belten und zugleich sehr leise, intime Passagen gestalten. Charakteristisch ist sein Einsatz des Falsetts, das er nie als bloßen Effekt, sondern als integralen Teil der Melodieführung nutzte. Diese Kombination macht seine Stimme sofort erkennbar – selbst in kurzen Snippets auf Social Media.
Mehr über George Michael bei AD HOC NEWS
Wer sich intensiver mit dem Werk von George Michael beschäftigen möchte, findet bei AD HOC NEWS regelmäßig Berichte, Rückblicke und Analysen zu seinen Alben, Meilensteinen und zur anhaltenden Wirkung seiner Songs im digitalen Zeitalter. Ob Reissues, Chartbewegungen im Weihnachtsgeschäft oder neue Dokumentationen – das musikalische Erbe dieses Künstlers bleibt in Bewegung.
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Dass George Michael in der kollektiven Erinnerung so präsent bleibt, liegt letztlich an der emotionalen Verlässlichkeit seiner Songs. Sie funktionieren auf Kopfhörern im Alltag ebenso wie auf großer Bühne, sie begleiten Menschen durch Liebesgeschichten, Trennungen, Trauerphasen und Neuanfänge. In einer Zeit, in der Popkultur schnelllebiger geworden ist, wirkt George Michaels Werk wie ein stabiler Fixpunkt. Und genau das macht ihn zu einem Künstler, dessen Bedeutung auch in Zukunft nicht verblassen dürfte.
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