Zebra rammt Safari-Flieger: Notlandung am Kilimanjaro
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Safari-Flugzeug ist nach dem Zusammenstoß mit einem Zebra beim Start im tansanischen Serengeti-Nationalpark am Kilimanjaro notgelandet.
Kollision beim Start in der Serengeti
Die Maschine war am Sonntag mit 26 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern vom Flugplatz Seronera zu einem Flug auf die Insel Sansibar gestartet. Beim Start kam es zu dem Zusammenstoß mit dem Wildtier.
Bauchlandung am Kilimanjaro
Später meldete das Flugzeug ein Problem mit dem Fahrwerk. Es wurde daraufhin zum Kilimanjaro International Airport nahe der Stadt Arusha umgeleitet.
Dort absolvierte die Maschine eine Bauchlandung. Alle 30 Menschen an Bord blieben nach übereinstimmenden Angaben lokaler Medien unverletzt. Das Zebra verendete noch am Unfallort.
Untersuchung eingeleitet
Ob der Zusammenstoß mit dem Zebra tatsächlich die Ursache für die Probleme am Fahrwerk war, ist bislang unklar. Die tansanischen Luftfahrtbehörden haben den Ablauf bisher nicht offiziell bestätigt, eine Untersuchung wurde jedoch eingeleitet.
Flughafen zeitweise geschlossen
Der Betrieb am Kilimanjaro International Airport musste am Sonntag vorübergehend eingestellt werden. Der Flugplatz Seronera liegt mitten im Serengeti-Nationalpark, einem der bekanntesten Wildtiergebiete Afrikas, und wird in unmittelbarer Nähe zu den Tieren betrieben.
Flugbetrieb inmitten der Tierwanderung
Der Zwischenfall ereignete sich auf dem Flugplatz Seronera im Serengeti-Nationalpark. Solche Pisten liegen in einem Schutzgebiet und werden im Umfeld von Wildtieren betrieben. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von großen Verkehrsflughäfen, deren Start- und Landebahnen in der Regel durch Zäune, Fahrzeuge und feste Kontrollabläufe stärker vom Tierbestand getrennt sind.
Für Safari-Fluggesellschaften sind kurze Verbindungen zwischen abgelegenen Lodges, Nationalparks und Küstenzielen ein wichtiger Bestandteil des Tourismus in Tansania. Die direkte Nähe zur Natur verkürzt Reisezeiten, erhöht aber zugleich die Anforderungen an die Kontrolle der Startbahn. Ein einzelnes Tier kann bei Startgeschwindigkeit schwere Schäden an Fahrwerk, Propeller oder Rumpf verursachen.
Folgen für Sicherheit und Betrieb
Der Vorfall dürfte deshalb nicht nur die technische Untersuchung des beschädigten Flugzeugs betreffen. Im Mittelpunkt stehen auch die Frage, wie die Piste vor jedem Start kontrolliert wurde und ob zusätzliche Verfahren zum Schutz von Maschinen und Tieren nötig sind. Dabei müssen Sicherheitsmaßnahmen mit dem Schutzcharakter des Nationalparks vereinbar bleiben.
Für die 30 Menschen an Bord hatte die Notlandung keine Verletzten zur Folge. Der zeitweise unterbrochene Betrieb am Kilimanjaro International Airport zeigt dennoch, dass ein Unfall mit einem kleineren Safari-Flugzeug auch Auswirkungen auf einen größeren internationalen Flughafen haben kann. Die Untersuchung soll klären, ob der Zusammenstoß den Fahrwerksschaden verursacht hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
