Yorkshire Wildlife Park, Tigerangriff

Yorkshire Wildlife Park: Mann stirbt nach Tigerangriff in England

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 15:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein Mann ist im Yorkshire Wildlife Park nahe Doncaster nach einem Angriff durch einen Sibirischen Tiger gestorben. Der Tierpark blieb nach dem Vorfall zunächst geschlossen; der Tiger soll nicht eingeschläfert werden.

Der sibirische Tiger oder Amur-Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Illustration) - Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Der sibirische Tiger oder Amur-Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In einem Zoo in England wurde ein Mann von einem der Tiere getötet, nachdem er dessen Gehege betreten hatte. (Illustration) - Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Tigergehege im Yorkshire Wildlife Park

  • Der Mann starb am Samstagnachmittag trotz Rettungsmaßnahmen noch am Ort des Vorfalls.
  • Der Vorfall ereignete sich im Yorkshire Wildlife Park nahe Doncaster in South Yorkshire.
  • Der Zoo teilte mit, dass der Tiger Altai unverletzt sei und nicht eingeschläfert werde.

Ein Mann ist im Yorkshire Wildlife Park in England von einem Tiger angegriffen und getötet worden.

Polizei untersucht den Ablauf

Nach Angaben der Polizei in South Yorkshire erlitt der Mann schwere Verletzungen und starb noch vor Ort. Seine Familie wurde informiert und von speziell geschultem Personal betreut.

Warum der Mann das Gehege am frühen Samstagnachmittag betrat, war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten britischen Medien zufolge, er sei möglicherweise von einer Aussichtsplattform in das Gehege gesprungen.

Zoo blieb am Wochenende geschlossen

Der Yorkshire Wildlife Park nahe Doncaster blieb nach dem Vorfall das Wochenende über geschlossen. Der Tiger sei während des Geschehens in seinem Gehege geblieben; eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe nach Polizeiangaben nicht bestanden.

Tierpfleger setzten Warnschüsse ein

Nach Augenzeugenberichten feuerte das Personal mehrere Warnschüsse ab, woraufhin sich der Tiger in sein Innengehege zurückzog. Der Tierpark wurde evakuiert, außerdem soll ein Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen sein.

Der Zoo erklärte, viele Menschen hätten sich wegen des Tigers Altai gemeldet. Das Tier sei unverletzt und werde wegen des Vorfalls nicht eingeschläfert. Die Polizei rief dazu auf, im Internet kursierende Videos nicht zu teilen.

Zwei Sibirische Tiger im Tierpark

Der Yorkshire Wildlife Park beherbergt zwei Sibirische Tiger, die auch Amur-Tiger genannt werden. Das weitläufige Gehege kann von einem hölzernen Steg aus besichtigt werden.

Sicherheitsfragen in Tierparks

Der Vorfall im Yorkshire Wildlife Park macht sichtbar, dass weitläufige Tiergehege zugleich Besuchererlebnis und Hochsicherheitsbereich sind. Der Park nahe Doncaster lässt die Sibirischen Tiger von einem hölzernen Steg aus beobachten. Entscheidend ist deshalb die Trennung zwischen Besucherräumen und Tierbereich.

Für die Ermittlungen stehen zunächst der genaue Zugang des Mannes zum Gehege, die Abläufe vor Ort und die Reaktion des Personals im Mittelpunkt. Die Polizei hat mitgeteilt, dass der Mann trotz der Rettungsmaßnahmen noch am Ort des Geschehens starb. Zugleich blieb der Tiger unverletzt, und nach Behördenangaben bestand keine Gefahr für die Öffentlichkeit.

Folgen für Park und Besucher

Die vorübergehende Schließung des Tierparks dient der Sicherung des Geländes und der Aufklärung des Ablaufs. Sie betrifft damit auch Besucher, Beschäftigte und den weiteren Betrieb des Parks. Für Angehörige des getöteten Mannes steht die Betreuung durch speziell geschultes Personal im Vordergrund.

Besonders relevant ist die Entscheidung, den Tiger nicht einzuschläfern. Sie trennt die Verantwortung für den tödlichen Vorfall von der Frage, wie das Tier reagiert hat: Nach Angaben des Zoos blieb Altai in seinem Gehege und wurde nicht verletzt. Weitere Konsequenzen dürften sich aus den Ermittlungen und einer Prüfung der Sicherheitsvorkehrungen ergeben.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „England: Mann betritt Tiger-Gehege im Yorkshire Wildlife Park und wird tödlich verletzt“ (11.10.2026)

Der Bericht bestätige den tödlichen Angriff im Yorkshire Wildlife Park und hebe hervor, dass die Umstände des Betretens zunächst offen seien. Anders als die dpa-Meldung konzentriere er sich stärker auf die unklare Ursache und den Aufruf der Polizei, kursierende Videos nicht zu verbreiten.

n-tv: „Tragischer Vorfall in England: Mann stirbt nach Tiger-Attacke in Zoo“ (10.10.2026)

Der Bericht bestätige ebenfalls den Todesfall, die unverletzte Raubkatze und die zunächst unklare Ursache. Zusätzlich schildere er anhand einer Augenzeugin die Evakuierung des Geländes sowie gehörte Schüsse und einen Hubschrauber; offen bleibe auch dort, wie der Mann in das Gehege gelangt sei.

Beide Berichte stimmten beim Todesfall, beim unverletzten Tiger und bei der offenen Ursache überein. Unterschiede lägen vor allem in der Darstellung der Augenzeugenbeobachtungen und im Schwerpunkt auf dem Umgang mit Videos.

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