Yoko Ono, Konzeptkunst und Performance

Yoko Ono, Retrospektive Music of the Mind in Los Angeles

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 10:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Yoko Ono steht mit der Retrospektive Music of the Mind im Museum The Broad in Los Angeles im Zentrum. Die Ausstellung laeuft seit 23. Mai 2026 und zeigt mehr als sieben Jahrzehnte ihres konzeptuellen und partizipativen Werkes.

Yoko Ono, Konzeptkunst und Performance, The Broad Los Angeles, Illustration mit AI erstellt.
Yoko Ono, Konzeptkunst und Performance, The Broad Los Angeles, Illustration mit AI erstellt.

Yoko Ono praesentiert mit der Retrospektive Yoko Ono: Music of the Mind im Museum The Broad in Los Angeles eine umfassende Schau ihres Werkes. Wie das Museum The Broad mitteilt, ist die Ausstellung seit 23. Mai 2026 zu sehen und laeuft bis 11. Oktober 2026. Die Schau ist die erste Solo-Museumsausstellung von Yoko Ono in Suedkalifornien und wurde gemeinsam mit der Tate Modern organisiert.

Die Ausstellung im Broad Museum

Die Sonderausstellung Yoko Ono: Music of the Mind im Broad in Downtown Los Angeles zeigt mehr als sieben Jahrzehnte kuenstlerischer Praxis von Yoko Ono, von fruehen textbasierten Arbeiten der 1950er und 1960er Jahre bis zu grossformatigen Installationen ihrer juengeren Friedens-Projekte. Laut der Ausstellungsseite des Broad ist die Schau seit 23. Mai 2026 geoeffnet und bis 11. Oktober 2026 zu sehen, mit kostenfreiem Eintritt an Donnerstagen von 17:00 bis 20:00 Uhr. Ausstellungsseite des Broad

Inhaltlich verfolgt die Retrospektive Yoko Onos radikalen Umgang mit Sprache, Partizipation und Konzeptkunst. Besucher koennen etwa Wuensche an Baeume knuepfen, Naegel in ein Bild schlagen oder persoenliche Aussagen an Waenden befestigen, wodurch sich ihre fruehen Instruktionsarbeiten und interaktiven Projekte verdichten. Die Ausstellung fuegt sich in eine internationale Tour ein, die zuvor Stationen in London, Berlin, Duesseldorf und Chicago hatte.

Live-Auffuehrungen von Cut Piece

Begleitend zur Retrospektive wird Yoko Onos ikonische Performance Cut Piece aus dem Jahr 1964 in Los Angeles neu interpretiert. Wie der Bericht des Guardian vom 14. Juli 2026 ausfuehrt, zeigt The Broad im Ausstellungsraum historische Aufnahmen der Carnegie-Hall-Performance von 1965 und hat zugleich zwei Live-Auffuehrungen im Redcat Theater am 18. und 19. Juli 2026 mit der Kuenslerin MPA in Auftrag gegeben. Guardian-Bericht zu Cut Piece

Die Neuauffuehrung von Cut Piece stellt die Frage nach Verletzlichkeit und Vertrauen zwischen Kuenslerin und Publikum neu, wie The Art Newspaper am 21. Juli 2026 beschreibt. Dort wird betont, dass die aktuelle Version in Los Angeles als eine Art kollektiver Vertrauensakt gelesen werden kann, bei dem das Publikum Verantwortung uebernimmt, anstatt bloss Konsument zu sein. The-Art-Newspaper-Reportage

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Wie die Retrospektive aufgebaut ist

Die Retrospektive Music of the Mind ist kuratorisch in mehrere Kapitel gegliedert, die die Entwicklung von Yoko Onos Werk nachzeichnen. Besucher treffen auf fruehe Instruktionsarbeiten, bei denen knappe Texte Handlungsanweisungen geben und das eigentliche Kunstwerk im Kopf der Betrachter entsteht. Diese Werke stehen neben dokumentierten Performances wie Cut Piece, in denen Ono den Koerper zum Austragungsort kollektiver Projektion und gesellschaftlicher Spannungen macht.

Weitere Saele widmen sich grossformatigen Installationen und partizipativen Projekten der letzten Jahrzehnte, darunter Wuensche-Baeume, Reparatur-Tische und raumgreifende Arbeiten zu Themen wie Frieden, Trauma und Heilung. Die Struktur ermoeglicht es, Onos Werk nicht als lineare Karriere, sondern als Netz von Ideen zu lesen, in dem sich Sprachbilder, Aktionen und gestische Spuren immer wieder ueberlagern.

Der Montag-Schwerpunkt Ausstellung & Show

Im Kontext des Montag-Schwerpunkts steht die Frage im Zentrum, wie Yoko Ono ihre langjaehrige Performance- und Konzeptpraxis in den musealen Raum uebersetzt. Die Broad-Schau arbeitet stark mit Dokumentation und Aktivierung zugleich: historische Videos und Fotografien werden gezeigt, aber die Besucher werden auch dazu aufgefordert, aktuelle Instruktionen auszufuehren. So entsteht eine hybride Ausstellungsform zwischen Archiv, Labor und Aktionsraum.

Besonders markant ist dabei, dass The Broad die Ausstellung mit einem breiten Begleitprogramm verschraenkt. Die Zeitung Los Angeles Times beschreibt, dass neben der Schau eine Peace-Billboard-Kampagne im Stadtraum gestartet wurde und Konzerte wie das Musik-Event Yoko Only am 8. August 2026 und I Am Yoko am 19. September 2026 stattfinden, die Onos musikalisches Werk und ihre Aktivismus-Historie in die Gegenwart holen. Diese Programmatik zeigt, wie Ausstellungen heute als Plattformen fuer Diskurse und kollaborative Formate dienen.

Was die Werkpraxis von Yoko Ono ausmacht

Yoko Ono arbeitet seit den spaeten 1950er Jahren vor allem konzeptuell und performativ, mit einem starken Fokus auf Text, Sprache und partizipative Strukturen. Ihre Instruktionsarbeiten, etwa im Buch Grapefruit, bestehen aus knappen Sätzen, die Handlungen vorschlagen und dabei den Raum zwischen Idee und Ausfuehrung betonen. Gleichzeitig hat sie in den 1960er Jahren wesentlich zur Entwicklung eines transnationalen Fluxus-Kontextes beigetragen, in dem Musik, Aktion und visuelle Kunst ineinander greifen.

In den spaeteren Jahrzehnten treten weltpolitische Themen wie Frieden, Gewalt und Erinnerung staerker in den Vordergrund. Arbeiten wie die Kampagne Imagine Peace oder partizipative Projekte mit Wuensch-Baeumen verknuepfen individuelle Wuensche mit globalen Forderungen. Trotz der Vielfaeltigkeit der Medien bleibt der Kern ihrer Praxis eine Einladung zum Mitdenken und Mit-Handeln, die das Kunstwerk als offenen Prozess versteht.

Wo Yoko Ono gerade steht

Mit der laufenden Retrospektive Yoko Ono: Music of the Mind im Broad in Los Angeles, die bis 11. Oktober 2026 geoeffnet ist, befindet sich Yoko Ono in einer Phase intensiver musealer Sichtbarkeit, die ihre sieben Jahrzehnte umfassende Praxis erneut systematisch zur Diskussion stellt.

Yoko Ono auf einen Blick

  • Kuenstler: Yoko Ono
  • Medium / Gattung: Konzeptkunst, Performance, Installation, Musik
  • Geburtsjahr & -ort: 1933, Tokio/Japan
  • Wirkungsort(e): Studio in New York und internationale Projekte
  • Aktiv seit: spaete 1950er Jahre, erste Fluxus-Aktionen und Instruktionsarbeiten
  • Wichtige Werkgruppen: Grapefruit, Cut Piece, Sky Ladder, Imagine Peace
  • Aktuelle/letzte Ausstellung: Yoko Ono: Music of the Mind, The Broad, Los Angeles, 23. Mai 2026 bis 11. Oktober 2026
  • Wichtige Sammlungen: MoMA (New York), Tate (London), Museum of Contemporary Art Chicago, verschiedene weitere internationale Museen
  • Auszeichnungen: diverse Musik- und Friedenspreise, darunter Lennon-Ono Grant for Peace als eigenes Vergabeformat
  • Naechster Termin: laufende Retrospektive Yoko Ono: Music of the Mind im Broad in Los Angeles bis 11. Oktober 2026

Haeufige Fragen zu Yoko Ono

Wo ist Yoko Ono derzeit mit einer grossen Ausstellung vertreten?
Aktuell ist Yoko Ono mit der Retrospektive Yoko Ono: Music of the Mind im Broad Museum in Los Angeles vertreten, die vom 23. Mai bis 11. Oktober 2026 laeuft und mehr als sieben Jahrzehnte ihres Werkes zeigt.

Welche Rolle spielt Cut Piece in der Broad-Schau?
Cut Piece erscheint in der Ausstellung als historisches Video und wurde durch zwei Live-Auffuehrungen am 18. und 19. Juli 2026 im Redcat Theater in Los Angeles neu aktiviert, was die Performance-Tradition in die Gegenwart traegt.

Wie ist Yoko Onos Werk in internationalen Museen praesent?
Yoko Onos Arbeiten befinden sich in wichtigen oeffentlichen Sammlungen wie dem MoMA in New York und der Tate in London und wurden in umfassenden Retrospektiven in Chicago, Berlin, Duesseldorf und nun in Los Angeles gezeigt.

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.

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