Wolfssichtung, Hamburg

Wolf in Hamburg: Behörde prüft Sichtungen im Klövensteen

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 18:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Im Klövensteen haben Bürger erneut ein wolfsähnliches Tier gemeldet. Die Umweltbehörde prüft Fotos und Spuren und gibt Verhaltenstipps für Spaziergänger und Hundebesitzer.

Hinweise aus dem Klövensteen

  • Im Bereich des Klövensteen gingen bei der Umweltbehörde mehrere Meldungen über mutmaßliche Wolfssichtungen ein.
  • Die Behörde wertet Bild- und Spurenmaterial aus und beobachtet die Lage vor Ort.
  • Hunde sollen im Klövensteen und angrenzenden Gebieten unbedingt an der kurzen Leine geführt werden.
Im Hamburger Westen gibt es Meldungen über die Sichtung eines Wolfes. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Umweltbehörde prüft Meldungen aus dem Klövensteen

Im Hamburger Klövensteen haben Bürger erneut einen Wolf gemeldet, doch ein gesicherter Nachweis steht noch aus. Die Umweltbehörde wertet Bild- und Spurenmaterial aus und beobachtet die Lage vor Ort.

Mehrere Hinweise eingegangen

Nach Angaben der Behörde liegen mehrere Meldungen über mutmaßliche Sichtungen im Bereich des Klövensteen vor. Das Wald- und Naherholungsgebiet liegt an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein.

Die Hinweise würden sehr ernst genommen, teilte die Umweltbehörde mit. Ob tatsächlich ein Wolf gesichtet wurde, ist bislang nicht bestätigt.

Abstand halten und Hunde anleinen

Bei einer Begegnung mit einem Wolf oder einem wolfsähnlichen Tier sollen Spaziergänger Ruhe bewahren und Abstand halten. Sie sollen sich dem Tier nicht nähern, es nicht verfolgen oder füttern und nicht weglaufen.

Bei Bedarf können sich Menschen durch lautes Sprechen oder Klatschen bemerkbar machen. Hunde sollen im Klövensteen und angrenzenden Gebieten unbedingt an der kurzen Leine geführt werden.

Sichtungen an Monitoring melden

Beobachtungen können dem Wolfsmonitoring der Behörde per E-Mail an wolfsberatung@bukea.hamburg.de oder über die Telefon-Notfallhotline 0174 6330335 gemeldet werden.

Früherer Wolf verletzte Frau in Einkaufspassage

Ende März war ein Wolf aus dem Hamburger Westen bis zur Binnenalster gelaufen. Zuvor hatte er sich in eine Einkaufspassage in Altona verirrt und dort nach Behördenangaben in Panik eine Frau verletzt.

Am Jungfernstieg fing die Polizei das Jungtier ein. Es wurde später mit einem Sender versehen in Niedersachsen ausgewildert.

Wenige Wochen danach rissen die Funksignale ab. Die Umweltbehörde geht davon aus, dass das Tier tot ist.

Die erneuten Meldungen aus dem Klövensteen treffen auf ein Gebiet, das als Wald- und Naherholungsraum an der Grenze zu Schleswig-Holstein täglich von Spaziergängern, Radfahrern und Hundebesitzern genutzt wird. Für die Bewertung einer möglichen Wolfssichtung sind deshalb belastbare Hinweise wie Fotos, Spuren oder andere dokumentierbare Beobachtungen entscheidend.

Die Umweltbehörde wertet genau dieses Material aus und beobachtet die Lage vor Ort. Solange ein gesicherter Nachweis fehlt, bleibt offen, ob tatsächlich ein Wolf oder ein wolfsähnliches Tier gesehen wurde. Die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen gelten unabhängig davon: Abstand halten, nicht verfolgen oder füttern, nicht weglaufen und Hunde kurz anleinen.

Erfahrungen aus dem Frühjahr

Die Aufmerksamkeit in Hamburg ist besonders groß, weil Ende März ein Wolf aus dem Westen der Stadt bis zur Binnenalster gelangte. Nach Behördenangaben verletzte das Tier zuvor in einer Altonaer Einkaufspassage eine Frau, wurde am Jungfernstieg eingefangen und mit einem Sender versehen in Niedersachsen ausgewildert.

Die Funksignale dieses Tieres rissen wenige Wochen später ab; die Umweltbehörde geht davon aus, dass es tot ist. Die aktuelle Meldung bezeichnet damit keinen bestätigten Zusammenhang mit dem früheren Tier. Für Besucher des Klövensteen bedeutet sie vor allem, behördliche Hinweise zu beachten und Beobachtungen mit Ort, Zeit und möglichst aussagekräftigem Material zu melden.

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