Wildpark Johannismühle: Tier verletzt Kind schwer
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 12:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRettungseinsatz und Ermittlungen im Wildpark
- Die Polizei setzte nach dem Angriff im Wildpark Johannismühle die Befragung möglicher Zeugen an.
- Ein Rettungshubschrauber war am Morgen am Wildpark bei Baruth/Mark im Einsatz.
- Der privat geführte Wildpark blieb nach dem Vorfall für Besucher geschlossen.
Polizei untersucht Angriff im Wildpark Johannismühle
Ein Kind ist im Wildpark Johannismühle bei Baruth/Mark von einem oder mehreren Tieren angegriffen und schwer verletzt worden. Die Polizei bestätigte den Vorfall, machte aber zunächst keine Angaben zur Tierart oder zum genauen Ablauf.
Rettungshubschrauber im Einsatz
Der Angriff ereignete sich nach Angaben einer Polizeisprecherin am Morgen. Ein Rettungshubschrauber war vor Ort, während die Einsatzkräfte den Vorfall aufnahmen.
Wolf als mögliches Angriffstier
Nach einem Bericht der Bild-Zeitung soll ein Wolf das Kind angegriffen haben. Die Polizei bestätigte diese Darstellung zunächst nicht und sprach lediglich von einem oder mehreren Tieren.
Wildpark bleibt geschlossen
Zum Alter des Kindes und zur Art der Verletzungen lagen zunächst keine Angaben vor. Die Polizei wollte Zeugen befragen; auch Seelsorger sollten vor Ort sein.
Der privat geführte Wildpark liegt rund 45 Kilometer südlich von Berlin. Nach dem Vorfall blieb die Anlage geschlossen; der Wildpark äußerte sich auf telefonische Anfrage zunächst nicht zu dem Zwischenfall.
Angriffe von Wildtieren in öffentlich zugänglichen Tierparks gehören zu den seltenen, aber besonders folgenreichen Ereignissen. Für die Betreiber stehen dabei zwei Aufgaben nebeneinander: die unmittelbare Versorgung Verletzter und die Sicherung des Geländes, damit Rettungskräfte und Besucher nicht zusätzlich gefährdet werden.
Der Wildpark Johannismühle liegt bei Baruth/Mark südlich von Berlin und wird privat geführt. Nach dem Vorfall blieb die Anlage geschlossen. Diese Maßnahme ermöglicht es, den betroffenen Bereich zu sichern, mögliche Zeugen zu befragen und den Ablauf des Angriffs zu klären.
Klärung des Ablaufs entscheidend
Für die weitere Bewertung kommt es darauf an, welches Tier beteiligt war, ob es sich um ein einzelnes oder mehrere Tiere handelte und unter welchen Umständen es zu dem Kontakt kam. Davon hängen auch mögliche behördliche und betriebliche Konsequenzen ab. Bis zur Klärung bleiben Alter und Verletzungsbild des Kindes ebenso offen wie die Frage, ob Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden müssen.
Für Besucher bedeutet die Schließung zunächst, dass das Gelände nicht betreten werden kann. Nach Abschluss der Ermittlungen dürften die Betreiber und Behörden insbesondere prüfen, wie das Tiergehege gesichert war und wie Besucher sowie Beschäftigte in vergleichbaren Situationen geschützt werden können.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Focus: „Kind wird in Wildpark von Wolf attackiert und verletzt“ (28.10.2026)
Der Artikel ordne den Vorfall unter Berufung auf einen Bericht der Bild als möglichen Wolfsangriff ein. Zugleich nenne er den bestätigten Angriff durch ein oder mehrere Tiere, den Einsatz eines Rettungshubschraubers und die Schließung des Wildparks.
Frankfurter Rundschau: „Wolf soll Kind in Wildpark attackiert haben: Mehrere Rettungskräfte vor Ort“ (28.10.2026)
Der Beitrag stelle ebenfalls einen möglichen Wolfsangriff in den Mittelpunkt und verweise auf den Rettungshubschrauber sowie die geschlossene Anlage. Offen bleibe auch dort, welches Tier den Angriff tatsächlich ausgelöst habe.
Beide Beiträge stimmten beim Ort, beim verletzten Kind und beim Rettungseinsatz überein. Der Schwerpunkt liege jeweils auf dem möglichen Wolf als Angreifer, während der genaue Ablauf und die Identität des Tieres offen blieben.
