Wetter in Deutschland: Hoch Jurij bringt Dauernebel und Kälte
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 12:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTemperaturen und Niederschlag zum Wochenende
- Hoch „Jurij“ bringt am Monatsende vielerorts Nebel und Hochnebel.
- Im Dauernebel bleiben die Temperaturen oft unter 10 Grad.
- Am Wochenende regnet es besonders im Osten und Südosten, in Hochlagen kann Schnee fallen.
Hoch Jurij bringt Deutschland trübe Herbsttage
Hoch „Jurij“ sorgt auf den letzten Oktobertagen in vielen Regionen für Nebel, sinkende Temperaturen und trübes Herbstwetter. Wegen des geringen Windes lösen sich die Nebelschwaden aus den kühlen Nächten tagsüber nur langsam auf.
Dauernebel hält Temperaturen niedrig
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes können sich Nebel und Hochnebel regional den ganzen Tag halten. Im Dauernebel bleiben die Temperaturen häufig unter 10 Grad.
Wo sich die Sonne zeigt, wird es dagegen mild bis sehr mild. Die besten Chancen auf freundliches Herbstwetter bestehen in den westlichen und südwestlichen Landesteilen; am Freitag kann es auch in Nordrhein-Westfalen länger sonnig werden.
Regen kommt am Wochenende
Am Wochenende mischt sich wegen eines Tiefdruckgebiets Regen in die Wetterlage. Besonders im Osten und Südosten wird es nass, während sich die Sonne bis Sonntag auch in anderen Regionen zunehmend zurückzieht.
Auf der Nordseite des Thüringer Waldes, des Erzgebirges und der Alpen kann es länger regnen. In den Hochlagen des Bayerischen Waldes und der Alpen ist sogar Schnee möglich.
Neue Woche bleibt kühl
Im Alpenvorland liegen die Höchstwerte am Wochenende bei etwa 7 Grad, im Nordwesten bei rund 12 Grad. Der DWD erwartet, dass sich der kühlere Trend in der neuen Woche fortsetzt; regional ist dann Bodenfrost möglich.
Hochdrucklagen bringen im Spätherbst nicht automatisch sonniges Wetter. Wenn die Luft am Boden feucht ist und nur wenig Wind weht, können sich Nebel und Hochnebel über viele Stunden halten. Der niedrige Sonnenstand erschwert ihre Auflösung zusätzlich.
Die regionale Verteilung bleibt dabei entscheidend: In Niederungen, Flusstälern und Becken können die Temperaturen trotz Hochdrucks einstellig bleiben, während höher gelegene Regionen und der Südwesten häufiger von längeren sonnigen Phasen profitieren. Der Unterschied zwischen grauem Tal und sonnigem Bergland kann an solchen Tagen deutlich ausfallen.
Abkühlung zum Monatswechsel
Mit dem angekündigten Regen am Wochenende verschiebt sich der Schwerpunkt von ruhigem Hochdruckwetter zu einer feuchteren und kühleren Wetterphase. Schnee ist dabei vor allem in höheren Lagen der Alpen und einzelner Mittelgebirge möglich; in tieferen Regionen stehen dagegen Regen, Nebel und Bodenfrost im Vordergrund.
Für den Alltag bedeutet das wechselhafte Bedingungen: Autofahrer müssen in Nebelgebieten mit eingeschränkter Sicht rechnen, während in den Bergen winterlichere Verhältnisse auftreten können. Anfang November dürfte der Gegensatz zwischen sonnigen Höhenlagen und trüben Niederungen zunächst bestehen bleiben.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Stern: „Wetter: Nebel und Hochnebel prägen das Wetter im Norden“ (29.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die erwartete Nebel- und Hochnebellage im Norden und nennt für Freitag Höchstwerte von 11 bis 13 Grad. Sein Schwerpunkt liegt auf regionalen Auflockerungen und der Entwicklung bis Samstag.
BR24: „Goldener Herbst vorbei? Kühlere und neblige Tagen stehen an“ (28.10.2026)
Der BR24-Beitrag ordnet die Lage für Bayern ein und hebt den Gegensatz zwischen nebligen Niederungen und sonnigeren höheren Lagen hervor. Anders als die Norddeutschland-Perspektive thematisiert er außerdem mögliche Schneefälle in den Alpen und die weitere Entwicklung Anfang November.
Beide Beiträge beschreiben eine durch Hochdruck geprägte, regional aber deutlich unterschiedliche Wetterlage. Unterschiede ergeben sich vor allem aus den betrachteten Regionen und den jeweiligen Schwerpunkten bei Nebel, Sonne und möglichen Niederschlägen.
