Weltreise geplatzt – «Odyssey» fährt ohne Passagiere weiter
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWas war passiert?
Wegen explodierender Treibstoffkosten hatte der US-Anbieter Villa Vie Residences zuletzt den Betrieb überraschend ausgesetzt. Während der monatliche Spritaufwand pro Kabine früher durchschnittlich rund 1.800 US-Dollar (etwa 1.600 Euro) betrug, seien es in Asien zuletzt schätzungsweise 6.000 bis 8.000 US-Dollar gewesen, hatte der Betreiber mitgeteilt. Die Passagiere aus rund einem Dutzend Ländern mussten ihre Sachen packen und verloren innerhalb weniger Stunden ihr Heim auf See. Das Konzept des Unternehmens verbindet langfristige Weltreisen auf dem Meer mit dem Komfort eines festen Zuhauses. Ursprünglich sollte die dreijährige Tour alle sieben Kontinente umfassen und noch bis Ende 2027 dauern. Kambodschanischen Politikern zufolge sollen einige der Betroffenen berichtet haben, für die endlose Kreuzfahrt ihre Häuser und Autos verkauft zu haben.Was machen die Passagiere jetzt?
Die ehemaligen Bewohner müssen derweil ihre Weiterreise organisieren. Berichten zufolge unterstützten die Behörden die Gestrandeten unter anderem bei der Suche nach Unterkünften und Transportmöglichkeiten. Nach Angaben der kambodschanischen Nachrichtenseite «ThmeyThmey» hielten sich zu Wochenbeginn noch knapp 100 der ursprünglich mehr als 200 Passagiere in der Küstenprovinz Preah Sihanouk auf, andere reisten durch das Land. Einige weitere sollen Kambodscha bereits verlassen und in ihre Heimatländer oder zu anderen Zielen in der Region geflogen sein. Wie es mit der «Odyssey» weitergeht, ist derzeit unklar.
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