Walid Raad und die Museums- und Biennale-Präsenz 2026
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 11:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Walid Raad steht 2026 mit mehreren institutionellen Projekten im internationalen Ausstellungsbetrieb. Seine laufende Präsenz in Museums- und Biennale-Kontexten verdeutlicht, wie kuratorische Programme sein komplexes Werk zwischen Archiv, Fiktion und politischer Geschichte verorten.
Walid Raad in Museumskontexten
Walid Raad ist seit den 1990er Jahren eng mit Museen verbunden, die sein Werk in monografischen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen zeigen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Langzeitprojekte wie Scratching on things I could disavow, die die Infrastruktur der Kunst im arabischen Raum untersuchen.
Ein prominentes Beispiel ist die Ausstellung Festival of (In)Gratitude in der Moderna Galerija in Ljubljana, die vom 21. November 2025 bis 17. Mai 2026 lief und Werke aus mehreren Langzeitprojekten vereinte. Dort wurden unter anderem Arbeiten aus The Atlas Group (1989–2004), Scratching on Things I Could Disavow und Sweet Talk: Beirut (Commissions) in einem musealen Rahmen gezeigt.
Museale Rezeption zwischen Europa und Amerika
Museen in Europa und Amerika greifen Walid Raads Werk oft über thematische Ausstellungen und Auftragsarbeiten auf. So entwickelte er für das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid die Werkgruppe Cotton Under My Feet, die die Entstehung und Sammlungsgeschichte des Hauses fiktional und dokumentarisch verschränkt.
Auch Häuser wie das Kunsthaus Zürich integrieren seine Lecture-Performances in Sammlungsräume. Dort fungiert das Format walkthrough als geführte Tour, in der Raad Besucher durch die Sammlung begleitet und dabei museale Narrative mit erfundenen Episoden, alternativen Archivpraktiken und politischen Lesarten überblendet.
Walid Raad in Sammlungen und Ausstellungen
Der Überblick zu Walid Raad vertieft die museale und kuratorische Rezeption seines Werks und verweist auf weitere Berichte im Archiv von AD HOC NEWS.
Walid Raad auf der Biennale-Bühne
Walid Raad ist 2026 Teilnehmer der 61. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia. Laut Angaben der Paula Cooper Gallery ist er im kuratorischen Projekt In Minor Keys, betreut von Koyo Kouoh, vertreten; seine Arbeiten werden bis November 2026 in Giardini und Arsenale gezeigt.
Im Giardini ist die Serie Far from quieting (1969–2026) zu sehen, in der Betten dargestellt werden, in denen Yasser Arafat möglicherweise übernachtete, während er zahlreichen Attentatsversuchen zu entgehen versuchte. Im Arsenale präsentiert Raad mit Postscript to the Arabic Edition (2026) eine Installation aus Porträts mittlerer Osten-Künstler, die angeblich unter Versandpaletten entdeckt wurden.
Galerien und institutionelle Vernetzung
Galerien flankieren die Museums- und Biennale-Präsenz von Walid Raad mit Solo- und Gruppenausstellungen. Sfeir-Semler in Beirut listet für 2026 Projekte wie Festival of (in)gratitude im Rahmen des Festival d’Automne à Paris sowie die Ausstellung Like a rubber rung on a ladder in der Galerie Thomas Schulte in Berlin.
Die Paula Cooper Gallery wiederum präsentiert Walid Raad in der Gruppenausstellung WOODS LANDS MEADOWS im Rahmen von Frieze House Seoul. Dort ist unter anderem das Werk We have never been so populated _ Plate II aus dem Projekt Walid Raad / The Atlas Group 1989–2004 vertreten, was die fortdauernde Relevanz seiner fotografischen und archivarischen Praxis im Markt- und Ausstellungskontext unterstreicht.
So arbeitet Walid Raad im institutionellen Rahmen
Walid Raad, geboren 1967 im Libanon, arbeitet vor allem mit Fotografie, Video, Installation, Lecture-Performance und konzeptueller Archivpraxis. Seine Projekte wie The Atlas Group (1989–2004), Scratching on Things I Could Disavow und Sweet Talk: Beirut (Commissions) verbinden erfundene Dokumente, reale politische Ereignisse und die Untersuchung von Kunstinstitutionen.
Aktueller Stand im Werk und in den Sammlungen
Walid Raad ist 2026 in mehreren musealen und biennalen Formaten präsent, darunter die 61. Biennale di Venezia und Ausstellungen wie Festival of (In)Gratitude in Ljubljana, wobei seine Projekte weiterhin in großen öffentlichen Sammlungen und kuratorischen Programmen diskutiert werden.
Walid Raad in Zahlen und Fakten
- Kuenstler: Walid Raad
- Medium / Gattung: Konzeptuelle Foto-, Video- und Installationskunst, Lecture-Performance
- Geburtsjahr & -ort: 1967, Libanon
- Wirkungsort(e): Studio-Praxis zwischen Beirut, Europa und Nordamerika
- Aktiv seit: Anfang der 1990er Jahre mit Projekten zu den Kriegen im Libanon
- Wichtige Werkgruppen: The Atlas Group (1989–2004), Scratching on Things I Could Disavow, Sweet Talk: Beirut (Commissions), Cotton Under My Feet
- Aktuelle/letzte Ausstellung: Festival of (In)Gratitude, Moderna Galerija, Ljubljana, 21. November 2025 bis 17. Mai 2026
- Wichtige Sammlungen: MoMA (New York), Museo Nacional Thyssen-Bornemisza (Madrid), Kunsthaus Zürich, Moderna Galerija (Ljubljana)
- Auszeichnungen: kuratorische Einladungen zu Großausstellungen wie Biennale di Venezia, Festival d’Automne à Paris
- Naechster Termin: Beteiligung an der 61. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia bis November 2026
Haeufige Fragen zu Walid Raad
Wo ist Walid Raad 2026 institutionell am deutlichsten sichtbar?
2026 ist Walid Raad vor allem durch seine Teilnahme an der 61. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia und durch die noch frische Ausstellung Festival of (In)Gratitude in der Moderna Galerija Ljubljana präsent.
Welche Werkgruppen von Walid Raad sind für Museen besonders relevant?
Museen zeigen vor allem Arbeiten aus den Langzeitprojekten The Atlas Group (1989–2004), Scratching on Things I Could Disavow, Sweet Talk: Beirut (Commissions) und jüngere, institutionsbezogene Serien wie Cotton Under My Feet.
Wie verbinden Museumsprojekte und Biennalen Walid Raads Werk mit aktuellen Diskursen?
Kuratierte Ausstellungen und Biennale-Beiträge stellen seine Arbeiten in den Kontext von Kriegsfolgen, Erinnerungspolitik, institutioneller Infrastruktur, Sammlungslogik und den Machtverhältnissen des globalen Kunstsystems.
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.
