Deutschland, Unwetter

Glatter Morgen - Schnee und Eis bremsen Autos und Bahnen

26.01.2026 - 08:15:29

Vereiste Oberleitungen legen Berlins Trams lahm, Lastwagen blockieren Autobahnen und ein Auto landet im Kirchgarten. Ist nach einem schneereichen Tagesbeginn mit Entspannung zu rechnen?

  • Bei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

  • Der Winterdienst rückt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

  • Schneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpa

    Philipp Schulze/dpa

  • Vorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

Bei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpaDer Winterdienst rückt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpaSchneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpaVorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Starker Schneefall und Eisregen haben am Morgen in weiten Teilen Deutschlands den Berufsverkehr behindert. Regional häuften sich Unfälle auf den Straßen, etwa in Teilen Sachsens, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Meistens blieb es bei Blechschäden. Zeitweise war es auch für Fußgänger und Radfahrer gefährlich glatt, weil sich Regen auf gefrorenen Böden in Eis verwandelte. 

Bei der Deutschen Bahn ist im Fernverkehr mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Dies gelte für den gesamten Süden Deutschlands sowie die Verbindungen von und nach Berlin, Hamburg und Hannover.

Oberleitungen vereist - kein Tramverkehr

In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Die gestreuten Hauptstraßen waren hingegen problemlos befahrbar. Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder wurde vorübergehend eingestellt.

Den Südwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen gezählt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere Unfälle waren nicht dabei.

Regional noch Unwetterwarnungen 

Am Morgen galten noch für Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen der Gefahr von Glatteis. Für Teile des nördlichen Bayerns galten noch Unwetterwarnungen wegen Schneefalls, wie aus dem Internetauftritt des DWD hervorging. 

Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, «weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen», wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefährlichen Anfahrtswege abgesagt.

Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche

Mit steigenden Temperaturen über den Gefrierpunkt entspannte sich die Lage regional wieder. So hob der Deutsche Wetterdienst die Glatteiswarnung für Sachsen auf. Zuvor gab es im Vogtland und im Raum Leipzig mehrere Unfälle als Folge der Glätte.

Bei Nürnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschüssigen Straße ab, fuhr auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Die Wetteraussichten

Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Der Wetterdienst erwartet im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands weitere Schneefälle, die allmählich nachlassen. Mit den größten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen, örtlich bis zu 15 Zentimeter. Abseits der Küsten bleibt es frostig bei 0 bis minus 5 Grad.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Eis und Schnee legen Züge lahm – Bahn kämpft mit Störungen. Hunderte Bahn-Mitarbeitende arbeiten daran, Weichen von Schnee und Eis zu befreien – auch spezielle Putzloks sind im Einsatz. Das Wintertief sorgt für Zugausfälle und Verzögerungen. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 15:59) weiterlesen...

Schnee und Eis plagen Autofahrer und Bahn. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiterem gefrierenden Regen. Glatte Straßen, Zugausfälle, gestoppte Trams: Schnee und Eis sorgen bundesweit für Verkehrsprobleme. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 13:54) weiterlesen...

Schneefront zieht durch - Viele Unfälle auf glatten Straßen. Warum vielerorts weiterhin erhöhte Vorsicht geboten ist. Glätte, Verspätungen, gesperrte Strecken: Der Winterdienst ist im Dauereinsatz. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 10:37) weiterlesen...

Eisregen und Schnee macht Autofahrern zu schaffen. Auch Straßenbahnen müssen pausieren. Schnee und Eis behindern den Berufsverkehr: In Berlin warnt die Polizei vor extremer Glätte. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 07:14) weiterlesen...

Glätte und Schneefall - Weiter Unwettergefahr. Wo Autofahrer besonders aufpassen müssen und in welcher Region viel Schnee herunterkommen könnte. Gefrierender Regen macht die Straßen weiter rutschig – besonders im Nordosten. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 05:15) weiterlesen...

Schlechte Luft in vielen Regionen Deutschlands Die Feinstaubwerte sind in diesen Tagen vielerorts hoch. (Unterhaltung, 25.01.2026 - 18:29) weiterlesen...