Türkei: Elf Tote bei Busunfall nahe Manisa
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 10:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ermittlungen nach Zusammenstoß bei Akhisar
- Der Bus war am Sonntag von Bursa in Richtung Izmir unterwegs.
- Die Unfallmeldung ging kurz nach 11.00 Uhr nahe der Autobahnauffahrt Akhisar ein.
- Die 27 Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.
Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Transportfahrzeug sind am Sonntagmittag im westtürkischen Manisa elf Menschen ums Leben gekommen.
Bus fuhr von Bursa nach Izmir
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu war der Reisebus von Bursa in Richtung Izmir unterwegs. Die Provinzverwaltung von Manisa meldete den Unfall nahe der Autobahnauffahrt Akhisar.
Zunächst war von einem Abschleppwagen die Rede. Auf nachgereichten Fotos war jedoch ein Lastwagen zu sehen, der Holz transportierte.
Verletzte in Kliniken gebracht
27 weitere Menschen wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Ob sich unter den Reisenden auch ausländische Staatsbürger befanden, war zunächst nicht bekannt.
Der türkische Innenminister Mustafa Ciftci bezeichnete die Opfer in einem Beitrag auf der Plattform X als türkische Staatsbürger.
Staatsanwaltschaft koordiniert Arbeiten
Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Nach Angaben des Gouverneurs von Manisa, Vahdettin Özkan, dauerten die Arbeiten am Unfallort unter Koordination der Staatsanwaltschaft an.
Özkan verwies auf die Bedeutung der Verkehrsregeln. Die Ermittler sollen nun den genauen Ablauf des Zusammenstoßes und die Verantwortlichkeiten klären.
Schwere Unfälle auf türkischen Fernstraßen
Der Unfall ereignete sich auf einer wichtigen Verkehrsverbindung im Westen der Türkei. Die Strecke zwischen Bursa und Izmir verbindet mehrere große Städte und wird von Reisebussen, Lastwagen und anderen Fernverkehrsfahrzeugen genutzt. Ein Zusammenstoß mit mehreren Fahrzeugen kann dort wegen der hohen Geschwindigkeiten und des dichten Verkehrs besonders schwere Folgen haben.
Die genaue Unfallursache ist noch offen. Für die Bewertung kommen grundsätzlich verschiedene Faktoren infrage, darunter Fahrfehler, Sicht- und Straßenverhältnisse, technische Mängel oder Verstöße gegen Geschwindigkeits- und Abstandsregeln. Welche Rolle einzelne Umstände spielten, müssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die technische Untersuchung der Fahrzeuge klären.
Ermittlungen und Folgen
Die Zahl von elf Todesopfern und 27 Verletzten macht den Zusammenstoß zu einem schweren Verkehrsunfall mit zahlreichen Betroffenen. Neben der medizinischen Versorgung steht zunächst die Identifizierung der Toten sowie die Benachrichtigung ihrer Angehörigen im Mittelpunkt. Für die Verletzten hängt die weitere Entwicklung vom Schweregrad ihrer Verletzungen ab.
Der Appell des Gouverneurs zur Einhaltung der Verkehrsregeln verweist auf die zentrale offene Frage: Erst wenn der Unfallhergang rekonstruiert ist, lässt sich beurteilen, ob menschliches Verhalten, Fahrzeugtechnik oder die Verkehrssituation maßgeblich waren. Die laufenden Ermittlungen sollen deshalb nicht nur die Verantwortlichkeit klären, sondern auch mögliche Sicherheitsmängel sichtbar machen.
