Oktoberfest, Freefall-Tower

Tödlicher Unfall auf Oktoberfest: Öffnet der Freefall-Tower wieder?

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Tod eines 52-jährigen Mitarbeiters auf dem Münchner Oktoberfest ist offen, ob der Freefall-Tower «Hangover» weiter betrieben werden darf. Der Betreiber berät mit seinen Mitarbeitern über das weitere Vorgehen.

  • Der tödliche Unfall ereignete sich am späten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Der tödliche Unfall ereignete sich am späten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa
Der tödliche Unfall ereignete sich am späten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa

Nach dem Tod eines 52-jährigen Mitarbeiters bei einem Unfall am Freefall-Tower «Hangover» auf dem Münchner Oktoberfest ist offen, ob das Fahrgeschäft wieder öffnen darf.

Betreiber hält sich bedeckt

Unter den Mitarbeitern war die Betroffenheit nach dem Tod des Kollegen groß. Der Betreiber sagte, er könne noch nichts zu dem Vorfall und dazu sagen, wie es mit dem «Hangover» auf der Wiesn weitergehe.

Derzeit liefen Besprechungen. Eine Entscheidung über den weiteren Betrieb des Fahrgeschäfts lag zunächst nicht vor.

Mitarbeiter im Krankenhaus gestorben

Der Mann war am Montag nach dem Unfall an dem Freefall-Turm in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort starb er später an seinen schweren Verletzungen.

Bei dem Fahrgeschäft rauschen Fahrgäste in einer Gondel aus großer Höhe nach unten. Der Mitarbeiter soll sich nach ersten Angaben in einem Bereich aufgehalten haben, in dem er nicht hätte sein dürfen.

Unfallhergang wird untersucht

Der Mann wurde demnach von der Anlage getroffen, möglicherweise auch eingequetscht. Rettungskräfte reanimierten den lebensgefährlich Verletzten noch vor Ort, bevor er in eine Klinik gebracht wurde.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Betriebsunfalls dauern an. Ob und unter welchen Bedingungen der «Hangover» wieder für Besucher öffnen kann, ist daher weiterhin ungeklärt.

Sicherheitsprüfung vor einer möglichen Wiedereröffnung

Ob der Freefall-Tower «Hangover» weiter betrieben werden darf, hängt nach dem tödlichen Unfall von den behördlichen Ermittlungen und einer erneuten technischen sowie betrieblichen Prüfung ab. Im Mittelpunkt dürfte neben dem Zustand der Anlage auch stehen, wie der abgesperrte Bereich gesichert war und weshalb sich der Mitarbeiter dort aufhielt.

Für Besucher ist entscheidend, dass die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals getrennt betrachtet wird: Nach den vorliegenden Angaben waren Fahrgäste bei dem Unfall nicht in Gefahr. Eine Freigabe des Fahrgeschäfts würde deshalb nicht allein vom Ausgang der Ermittlungen abhängen, sondern auch davon, ob die zuständigen Stellen sämtliche relevanten Schutzvorkehrungen und Abläufe als ausreichend bewerten.

Besondere Belastung für das Oktoberfest

Das Oktoberfest zieht jährlich mehr als sechs Millionen Menschen an und läuft 2026 vom 19. September bis zum 4. Oktober. Rund um die 16 Festtage arbeiten Sicherheits- und Rettungskräfte im Dauereinsatz; nach einem weiteren Zwischenfall mit einem Fahrgeschäft am ersten Wochenende steht die Kontrolle der Attraktionen zusätzlich im Fokus.

Für die Besucher bedeutet die offene Entscheidung zunächst, dass der Betrieb des betroffenen Turms nicht als selbstverständlich gelten kann. Maßgeblich sind die offiziellen Festlegungen nach Abschluss der Untersuchungen; bis dahin bleibt offen, ob, wann und unter welchen Auflagen der «Hangover» wieder öffnen darf.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „Oktoberfest: Mitarbeiter stirbt bei Unfall mit Free-Fall-Turm“ (22.09.2026)

Der Bericht bestätige den tödlichen Ausgang des Unfalls und hebe hervor, dass die Polizei zu den Umständen des Betriebsunfalls ermittle und Fahrgäste zu keiner Zeit in Gefahr gewesen seien. Einen zusätzlichen Schwerpunkt lege der Artikel auf die Belastung der Sicherheits- und Rettungskräfte durch das große Volksfest sowie auf die Betreuung von Augenzeugen.

n-tv: „Oktoberfest-Mitarbeiter nach Unfall gestorben“ (22.09.2026)

Der Bericht bestätige ebenfalls den Unfalltod des 52-jährigen Mitarbeiters und stelle die Ermittlungen zur Ursache in den Mittelpunkt. Anders als die dpa-Meldung ordne er den Vorfall als zweiten Zwischenfall mit einem Fahrgeschäft beim diesjährigen Oktoberfest ein und verweise auf eine zuvor behobene Panne an einem Drehkarussell; offen bleibe auch dort die Entscheidung über den Weiterbetrieb des Freefall-Towers.

Beide Berichte stimmten beim Unfallhergang in den wesentlichen Punkten, beim Tod des Mitarbeiters und bei der fehlenden Gefahr für Fahrgäste überein. Unterschiede ergäben sich vor allem beim zusätzlichen Blick auf die Rettungsinfrastruktur beziehungsweise auf den vorausgegangenen technischen Zwischenfall; die Ursache des tödlichen Unfalls und die Zukunft des Fahrgeschäfts blieben offen.

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