Taifun Dujuan: Mindestens vier Tote im Großraum Tokio
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 07:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTaifun Dujuan hat im Großraum Tokio mindestens vier Menschen getötet, sechs weitere werden vermisst.
Erdrutsche in Chiba und Kanagawa
Der 25. Taifun der Saison löste in den Nachbarpräfekturen Chiba und Kanagawa Erdrutsche und Überschwemmungen aus. In Chiba starben drei Menschen infolge von Erdrutschen, wie lokale Medien berichteten.
In Kanagawa kam eine Bewohnerin ums Leben, als ein Erdrutsch ihr Haus traf und Schlamm in das Gebäude eindrang. Dutzende Häuser in Chiba, Kanagawa und der ebenfalls betroffenen Präfektur Ibaraki wurden beschädigt.
Gefahr weiterer Erdrutsche
Obwohl vielerorts wieder sonniges Wetter herrschte, blieb der Boden durch die starken Regenfälle aufgeweicht. Damit bestand weiterhin die Gefahr weiterer Erdrutsche.
Straßen standen unter Wasser. Der Bahn- und Flugverkehr war zeitweise beeinträchtigt.
Taifun zieht über die Ostküste ab
Der Wirbelsturm zog an Teilen der Ostküste vorbei und bewegte sich anschließend in nordöstliche Richtung über das Meer. Heftige Niederschläge hatten in Japan bereits seit Wochen wiederholt für Überschwemmungen und andere Schäden gesorgt.
Taifune und Starkregen in Japan
Taifun Dujuan trifft auf eine Region, die wiederholt von Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen ist. Für die Gefahrenlage ist nicht nur die Windstärke entscheidend: Aufgeweichte Böden können auch nach dem Abzug eines Wirbelsturms abrutschen, wenn weitere Niederschläge folgen.
Die Größenordnung der Vorsorge macht die Bedeutung für den Großraum Tokio deutlich. Vor dem Eintreffen des Sturms sollten sich dort 1,6 Millionen Menschen in Sicherheit bringen; mehr als 200 Flüge wurden gestrichen, und in Chiba waren Tausende Haushalte ohne Strom. Die Auswirkungen reichen damit über einzelne beschädigte Gebäude hinaus und betreffen Mobilität, Versorgung und öffentliche Veranstaltungen.
Risiken nach dem Sturm
Für die betroffenen Präfekturen bleibt die Lage auch bei sonnigerem Wetter angespannt. Überflutete Straßen können unpassierbar sein, beschädigte Verkehrswege den Alltag weiter beeinträchtigen. Besonders gefährlich sind Hänge und Böschungen, an denen sich Wasser im Untergrund gesammelt hat.
Für Bewohner und Reisende bedeutet das, Warnungen vor Erdrutschen und lokale Sperrungen ernst zu nehmen und Verkehrsverbindungen kurzfristig zu prüfen. Die wiederholten Unwetter der vergangenen Wochen zeigen zudem, dass sich die Folgen einzelner Regenereignisse summieren können: Je stärker Böden und Infrastruktur bereits belastet sind, desto größer ist die Gefahr zusätzlicher Schäden.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: „Starkregen und Erdrutsche befürchtet Japan wappnet sich für Taifun "Dujuan"“ (21.09.2026)
Der Bericht habe vor dem Eintreffen des Taifuns die Vorsorge im Großraum Tokio, Flugausfälle und die Warnungen vor Starkregen und Erdrutschen hervorgehoben. Anders als die aktuelle Meldung habe er den Schwerpunkt auf die Vorbereitung gelegt; die späteren Todesopfer und Schäden seien darin noch nicht enthalten.
n-tv: „Hunderte Flüge gestrichen: Großraum Tokio rüstet sich für Taifun "Dujuan"“ (21.09.2026)
Der Artikel habe ebenfalls die Warnungen, Stromausfälle und Verkehrseinschränkungen beschrieben und zusätzlich abgesagte oder verkürzte Veranstaltungen genannt. Er bestätige damit die bereits vor dem Sturm sichtbaren Belastungen, setze den Schwerpunkt aber stärker auf die Auswirkungen im Alltag und enthalte noch keine Bilanz der mindestens vier Todesfälle.
Beide Berichte hätten die Gefahren durch Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche sowie die erheblichen Beeinträchtigungen im Großraum Tokio betont; offen geblieben sei zu diesem Zeitpunkt vor allem das endgültige Ausmaß der Schäden.
