Südafrika: Elf Tote nach Schusswaffenangriff auf Feier nahe Durban
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einem Schusswaffenangriff auf eine Feier in KwaMakhutha nahe Durban sind elf Menschen getötet und drei weitere verletzt worden.
Drei Bewaffnete eröffnen das Feuer
Nach Angaben der Polizei drangen drei bewaffnete Männer in der Nacht zum Mittwoch in ein Haus in der südafrikanischen Ortschaft ein und eröffneten das Feuer. Die Ermittler fahnden nach den Tätern.
In dem Haus hatten nach ersten Erkenntnissen 13 Männer und eine mutmaßlich schwangere Frau gefeiert. Zehn Menschen starben laut Polizei direkt am Tatort.
Viertes Opfer stirbt im Krankenhaus
Ein weiteres Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Unter den Toten ist auch die Frau, die vermutlich schwanger war.
Motiv noch unklar
Das Motiv des Angriffs ist nach Angaben der Polizei noch offen. Die Ermittler verwiesen darauf, dass einige Opfer im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten bekannt gewesen seien.
Eine Fehde zwischen rivalisierenden Gruppierungen könne deshalb nicht ausgeschlossen werden. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen und den gesuchten Tätern lagen zunächst nicht vor.
KwaMakhutha im Umfeld hoher Gewaltkriminalität
Der Angriff ereignete sich in KwaMakhutha, einer Siedlung südlich von Durban in der Provinz KwaZulu-Natal. Die Region gehört zu den Teilen Südafrikas, in denen tödliche Gewalt, organisierte Kriminalität und der Einsatz illegaler Schusswaffen die Sicherheitslage seit Jahren prägen. Polizeiliche Ermittlungen müssen deshalb neben persönlichen Motiven auch mögliche Verbindungen zu lokalen kriminellen Netzwerken prüfen.
Ermittlungen zum Motiv
Die Polizei hat eine Fehde zwischen rivalisierenden Gruppierungen bislang nicht als Ursache festgestellt, sondern als eine mögliche Erklärung genannt. Entscheidend dürften nun die Identifizierung der Opfer, Zeugenaussagen, die Auswertung von Spuren am Tatort und die Fahndung nach den drei Tätern sein. Dass mehrere Opfer der Polizei wegen illegaler Aktivitäten bekannt gewesen sein sollen, kann den Ermittlungsansatz beeinflussen, ersetzt aber keine abschließende Motivfeststellung.
Bedeutung für die Bevölkerung
Die hohe Zahl der Todesopfer macht den Angriff zu einem besonders schweren Fall. Für die Bevölkerung steht zunächst die Fahndung nach den Bewaffneten im Mittelpunkt; zugleich muss die Polizei klären, ob die Tat gezielt gegen die Feiernden gerichtet war oder ob weitere Menschen gefährdet sind. Der Fall lenkt den Blick erneut auf die Verbreitung von Schusswaffen und die Schwierigkeiten, organisierte Gewalt in betroffenen Gemeinden einzudämmen.
