Sturmtief Adam, Überschwemmungen Valencia

Sturmtief Adam fordert in Spanien mindestens vier Tote

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 15:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mindestens vier Menschen sterben bei schweren Unwettern an Spaniens Mittelmeerküste. Besonders betroffen sind Valencia und Alicante, wo Tausende Menschen evakuiert werden und die Regenfälle zunächst anhalten.

Rettungseinsätze in Oliva und auf den Balearen

  • In Oliva wurden rund 2.000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert.
  • In Pego fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 620 Liter Regen pro Quadratmeter.
  • Auf Mallorca und Ibiza fielen am Montag mehrere Flüge aus oder wurden umgeleitet.
  • Auf Mallorca blieb die Lage vergleichsweise ruhig. - Bild: Clara Margais/dpa
  • Autos stehen im Hochwasser einer überschwemmten Straße. - Bild: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa
  • Rund 2.000 Menschen wurden von sieben Campingplätzen evakuiert. - Bild: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa
Auf Mallorca blieb die Lage vergleichsweise ruhig. - Bild: Clara Margais/dpa Autos stehen im Hochwasser einer überschwemmten Straße. - Bild: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa Rund 2.000 Menschen wurden von sieben Campingplätzen evakuiert. - Bild: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa

Sturmtief Adam überflutet Spaniens Mittelmeerküste

Schwere Unwetter haben in den spanischen Provinzen Valencia und Alicante Straßen, Häuser und Campingplätze überflutet; mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Rettungskräfte befreiten Dutzende Menschen aus Gebäuden, von Dächern und aus Fahrzeugen, während auch Mallorca und Ibiza betroffen waren.

Evakuierungen und Rettungen in Oliva

In der Küstengemeinde Oliva wurden nach Angaben von Bürgermeisterin Yolanda Pastor rund 2.000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert. Einsatzkräfte setzten Hubschrauber und Boote ein; eine 93-Jährige wurde mit einem Surfbrett in Sicherheit gebracht.

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Vier Tote nach dem Sturmtief

In Oliva wurden heute zwei Leichen geborgen. Zwei weitere Todesopfer hatte es bereits am Wochenende gegeben: Eine Frau starb in Sagunto in der Provinz Valencia, eine weitere im katalanischen Cabrera de Mar.

Extreme Regenmengen in Valencia und Alicante

Der Wetterdienst Aemet registrierte in Oliva binnen 24 Stunden mehr als 530 Liter Regen pro Quadratmeter. In Pego in Alicante fielen sogar mehr als 620 Liter; in den betroffenen Küstenregionen wurde die höchste Alarmstufe Rot am frühen Nachmittag aufgehoben.

Ausgangssperre für Hunderttausende

Die Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Valencia rief die zweithöchste Notfallstufe aus. Zunächst galt für 145 Gemeinden mit insgesamt mehr als 800.000 Einwohnern eine mehrstündige Ausgangssperre, am Nachmittag war sie noch in acht Gemeinden in Kraft.

Flugausfälle und Unterrichtsstopp auf den Balearen

Auf Mallorca und Ibiza kam es bis zum Nachmittag zu zwei Flugausfällen, 16 Umleitungen und Dutzenden Verspätungen. Auf allen Balearen-Inseln fiel der Unterricht vorsorglich aus; auf Mallorca blieb die Lage trotz der höchsten Alarmstufe Rot vergleichsweise ruhig.

Das Sturmtief «Adam» trifft eine Region, die bereits vor knapp zwei Jahren von einer außergewöhnlich schweren Flutkatastrophe betroffen war. Damals starben in der Provinz Valencia mehr als 220 Menschen. Die aktuelle Lage zeigt erneut, wie schnell Starkregen an der dicht besiedelten Mittelmeerküste Straßen, Gebäude und Campingplätze unpassierbar machen kann.

Die gemessenen Regenmengen verdeutlichen die Größenordnung: In Oliva fielen binnen 24 Stunden mehr als 530 Liter pro Quadratmeter, in Pego sogar mehr als 620 Liter. Solche Mengen überlasten Entwässerungssysteme und lassen Wasser aus höher gelegenen Gebieten mit großer Geschwindigkeit in Küstenorte abfließen. Besonders gefährdet sind Menschen in tiefer gelegenen Häusern, Fahrzeugen und Ferienanlagen.

Gefahr bleibt trotz nachlassender Warnstufe

Für Betroffene bedeutet die schrittweise Aufhebung der höchsten Warnstufe keine sofortige Entwarnung. Überflutete Straßen, abgeschnittene Orte und weiter anschwellende Bäche können Rettungseinsätze erschweren. Zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt der Niederschläge nach Norden in Richtung Katalonien, während auch auf Mallorca und Ibiza Einschränkungen für Schulen und den Flugverkehr bestanden.

Die Ereignisse unterstreichen die wachsende Bedeutung verlässlicher Warnungen, schneller Evakuierungen und hochwasserangepasster Infrastruktur. Für Reisende sind kurzfristige Änderungen bei Straßen, Campingplätzen, Flügen und Unterricht wahrscheinlicher als ein normaler Ferienbetrieb.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Frankfurter Rundschau: „Unwetter-Chaos in Spanien: Costa Blanca überflutet – Campingplätze evakuiert, Urlauber fliehen“ (19.10.2026)

Der Artikel bestätige die Evakuierung von rund 2.000 Menschen in Oliva und beschreibe die Lage an der Costa Blanca als weiterhin angespannt. Einen Schwerpunkt setze er auf das Wetterphänomen DANA, die weitere Entwicklung der Niederschläge und die Auswirkungen auf Reisende.

tagesschau: „Mindestens zwei Tote durch Überschwemmungen im Osten Spaniens“ (19.10.2026)

Der Beitrag bestätige die extremen Regenmengen und die Rettungseinsätze in Valencia und Alicante. Anders als die dpa-Meldung ordne er den Stand der Todesfälle zu einem früheren Zeitpunkt ein und hebe die vergleichsweise ruhigere Lage auf Mallorca hervor.

Einigkeit besteht bei den Berichten über die Überschwemmungen, die Evakuierungen und die außergewöhnlichen Regenmengen. Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem jeweiligen Veröffentlichungszeitpunkt und dem dadurch unterschiedlichen Stand bei den Opferzahlen; offen bleibt die weitere Entwicklung der Regenfälle in den betroffenen Regionen.

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