Sturmböen bis 110 km/ h: Herbstwetter wird ungemütlich
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 15:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWind und Kälte erreichen Deutschland
- Der DWD erwartet auf Gipfeln der Mittelgebirge Böen bis 110 Stundenkilometer.
- An der Nordsee und im Bergland sind am Donnerstag stürmische Böen möglich.
- Für Freitag werden 9 bis 14 Grad, für Samstag 8 bis 13 Grad vorhergesagt.
Deutscher Wetterdienst erwartet Sturm und Kälte
Sturmböen, Regen und sinkende Temperaturen bestimmen in Deutschland die kommenden Tage. Der Deutsche Wetterdienst erwartet im höheren Bergland und an den Küsten Böen bis 80 Stundenkilometer, in den Niederungen bis 70 und auf Gipfeln bis 110 Stundenkilometer.
Schnee in den Alpen möglich
In den Alpen oberhalb von 1.500 Metern kann in der Nacht zum Donnerstag leichter Schnee fallen. Auch am Freitag und Samstag bleibt es im Bergland sehr windig, auf den Gipfeln sind erneut orkanartige Böen möglich.
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Vorsicht auf Balkon und Terrasse
Der DWD rät, lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen zu sichern. Die Meteorologin Jacqueline Kernn beschreibt die Wetterentwicklung mit den Worten: „Der Herbst gibt Vollgas.“
Frost bedroht empfindliche Pflanzen
In der Nacht zum Freitag kann es im äußersten Südosten verbreitet Frost geben. Empfindliche Pflanzen sollten deshalb geschützt und für den Winter vorbereitet werden.
Auch beim Autofahren ändern sich die Bedingungen. Der DWD hält den Zeitpunkt für den Wechsel auf Winterreifen für gekommen.
Höchstwerte bleiben einstellig
Für Freitag werden Höchsttemperaturen zwischen 9 und 14 Grad erwartet, am Samstag liegen die Werte voraussichtlich zwischen 8 und 13 Grad. Oberhalb von 1.200 Metern kann am Samstag Schneeregen oder Schnee fallen.
Die Wetterlage markiert den Übergang von einem milden Spätherbst zu einer deutlich kühleren und windreicheren Phase. Besonders exponierte Höhenlagen und Küsten sind stärker betroffen als geschützte Regionen im Binnenland.
Für die Bevölkerung entstehen vor allem praktische Risiken: Ungesicherte Gegenstände können bei kräftigen Böen zu Gefahrenquellen werden, nasse Straßen verlängern den Bremsweg und Frost kann empfindliche Pflanzen beschädigen. In höheren Lagen kann Schnee die Fahrbedingungen zusätzlich erschweren.
Wetterwechsel mit Folgen für den Alltag
Die erwarteten Temperaturen liegen deutlich unter dem für die Jahreszeit häufig noch angenehmen Niveau. Der Wechsel auf Winterreifen wird damit nicht nur wegen möglicher winterlicher Niederschläge in den Bergen relevant, sondern auch wegen kalter Nächte und veränderter Straßenverhältnisse.
Die Entwicklung zeigt zugleich, dass sich die Belastung regional unterscheidet: Während im Flachland Wind und Regen dominieren, kommen in Mittelgebirgen und Alpen Kälte sowie Schnee hinzu. Für Freitag und Samstag bleibt die Wetterlage wechselhaft, bevor sich die Bedingungen erneut ändern können.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Frankfurter Rundschau: „Sturm erreicht schon bald Deutschland – Zeitpunkt könnte sich als Problem entpuppen“ (21.10.2026)
Der Beitrag ordnet die erwarteten Böen regional ein und nennt für exponierte Gipfellagen ebenfalls Werte um 110 Kilometer pro Stunde. Anders als die dpa-Meldung legt er den Schwerpunkt auf mögliche Auswirkungen auf Straßen und Schienen.
SWR: „Erster Herbst-Sturm im Anmarsch: Diese Gefahren drohen in Rheinland-Pfalz“ (21.10.2026)
Der Bericht konzentriert sich auf Rheinland-Pfalz und beschreibt starke bis stürmische Böen sowie viel Regen. Damit bestätigt er die regionale Zuspitzung, setzt aber einen engeren Schwerpunkt als die bundesweite Wetterprognose.
Übereinstimmung besteht bei der erwarteten Verschärfung von Wind und Regen. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der regionalen Betrachtung und der Frage, welche Folgen für Verkehr und Alltag im Vordergrund stehen.
