Sturm Isaias: Vier Tote und 630.000 Stromanschlüsse ohne Strom
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 13:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStromausfälle und Warnungen in mehreren Bundesstaaten
- Gouverneur Ron DeSantis meldete in Florida 430.000 betroffene Stromanschlüsse.
- In Alabama waren nach Angaben des Katastrophenschutzes 200.000 Anschlüsse ohne Strom.
- „Isaias“ erreichte Florida am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde.
In den USA sind im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm „Isaias“ vier Menschen getötet worden.
Todesfälle in Florida und Alabama
Nach Angaben des Gouverneurs starb in Florida ein Mensch, als ein Baum auf das Dach eines Hauses stürzte. Ein weiteres Opfer wurde tot in einer Garage gefunden, in der ein Stromgenerator lief.
In Alabama meldete der Katastrophenschutz zwei weitere Todesfälle. In mehreren Bundesstaaten war vorsorglich der Notstand ausgerufen worden.
Überflutungen bedrohen die Ostküste
Der Sturm war zunächst als Hurrikan eingestuft worden, schwächte sich in der Nacht jedoch ab. Nach Angaben des Wetterdienstes besteht weiterhin Lebensgefahr durch Überflutungen.
„Isaias“ zieht inzwischen nordostwärts. Die zentralen Appalachen und die mittlere US-Atlantikküste mit Washington D.C., Philadelphia, Baltimore und New York müssen sich auf starke Regenfälle und plötzliche Überschwemmungen einstellen.
Wind und Tornados bleiben möglich
Weiter südlich besteht durch hohe Windgeschwindigkeiten weiterhin die Gefahr umstürzender Bäume. Zudem kann es zu weiteren Stromausfällen und örtlich zu Tornados kommen.
Mexiko erwartet Hurrikan „Simon“
In Mexiko bereiten sich die Menschen auf das Eintreffen des Hurrikans „Simon“ vor. Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes werden erste Auswirkungen an der Küste des Bundesstaates Jalisco am frühen Sonntag erwartet.
Der Hurrikan wurde in die Kategorie 4 eingestuft und erreichte im Zentrum Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde. Der Wetterdienst meldete, dass sich „Simon“ weniger als 200 Kilometer vor der mexikanischen Küste befinde.
Die Behörden rechnen mit Starkregen und Wellenhöhen von sechs bis acht Metern. In tiefer gelegenen Gebieten drohen Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche. Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung auf, an sicheren Orten zu bleiben und unnötige Wege zu vermeiden.
Sturmgefahr reicht weit ins Landesinnere
„Isaias“ zeigt, dass die größten Gefahren tropischer Wirbelstürme nicht auf die unmittelbare Küste begrenzt bleiben. Neben Wind und Sturmfluten können lang anhaltende Regenfälle Flüsse anschwellen lassen, Straßen überfluten und Rettungseinsätze erschweren. Besonders gefährdet sind tiefliegende Gebiete sowie Regionen, in denen Böden bereits gesättigt sind.
Die Stromausfälle verdeutlichen zudem die Verwundbarkeit der Infrastruktur. Beschädigte Leitungen beeinträchtigen Haushalte, Krankenhäuser, Verkehr und die Kommunikation. Für die Wiederherstellung sind zunächst sichere Wetterbedingungen nötig; gleichzeitig können umgestürzte Bäume und überflutete Straßen die Arbeit der Einsatzkräfte behindern.
Zwei Stürme belasten Behörden
Während sich „Isaias“ nordostwärts bewegt, bereitet sich Mexiko auf „Simon“ vor. Das erhöht den Koordinationsbedarf bei Katastrophenschutz, Evakuierungen und medizinischer Versorgung, auch wenn beide Systeme unterschiedliche Küsten und Wetterräume betreffen.
Für Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Zugbahn bleibt die Warnung vor plötzlichen Überschwemmungen besonders relevant. Auch nach einer Abschwächung des Sturms können starke Regenfälle, Stromausfälle und herabfallende Äste weiterhin lebensgefährlich sein. In Mexiko kommen bei „Simon“ zusätzlich hohe Wellen und mögliche Erdrutsche hinzu.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Bericht bestätige die Zahl der Toten und die großflächigen Stromausfälle in Florida und Alabama. Anders als die dpa-Meldung betone er zusätzlich mögliche Auswirkungen in Georgia, Mississippi und Tennessee sowie bereits angeordnete Schulschließungen und Evakuierungen in Mexiko.
Berliner Zeitung: „Hurrikan Isaias trifft Florida“ (10.10.2026)
Der Artikel bestätige den Landgang in Florida, die Stromausfälle und die anhaltende Überflutungsgefahr. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf Schäden an Dächern, unterbrochene Öl- und Gasförderung sowie die Belastung von Flughäfen und Bildungseinrichtungen.
Beide Berichte stimmten beim Landgang und bei den Folgen für die Stromversorgung mit der Meldung überein. Unterschiede lägen vor allem in der Darstellung der Infrastruktur- und Wirtschaftsfolgen; offen bleibe, wann die Versorgung vollständig wiederhergestellt werden könne.

