Starnberger See: Vermisster Student nach vier Monaten tot geborgen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSuchaktion im Starnberger See endet
- Ein Taucher barg am Mittwochnachmittag eine Leiche aus der Starnberger Bucht.
- Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass es sich um den vermissten Studenten handelt.
- Wasserwacht und Wasserschutzpolizei suchten zuvor mit Drohnen, Hunden und einem Sonarboot.
Student nach Bootsausflug im Starnberger See geborgen
Etwa vier Monate nach seinem Verschwinden ist ein 23-jähriger Student tot aus dem Starnberger See geborgen worden. Ein Taucher einer Münchner Spezialfirma holte am Mittwochnachmittag eine Leiche aus der Starnberger Bucht, bei der es sich nach bisherigen Erkenntnissen um den Vermissten handelt.
Vermisster sprang mit Freunden ins Wasser
Der Mann war Mitte Juni mit zwei Freunden in einem Boot auf dem See unterwegs. Die drei sprangen abwechselnd ins Wasser, doch der 23-Jährige schaffte es nach etwa einer halben Stunde offenbar nicht mehr zurück ins Boot.
Nach den bisherigen Erkenntnissen konnte der Mann nicht schwimmen. Seine beiden Freunde versuchten, ihn zu retten, gerieten dabei aber selbst in Not, weil sich der Untergehende so stark an ihnen festklammerte, dass sie ihn nicht ins Boot ziehen konnten.
Rettungskräfte suchten monatelang
Nach dem Alarm beteiligten sich die Wasserwacht und die Wasserschutzpolizei Starnberg an der Suche. Dabei kamen unter anderem Drohnen, Suchhunde und ein Sonarboot zum Einsatz.
Die Bergung am Mittwochnachmittag beendet die Suche nach dem Studenten. Die Polizei teilte mit, dass die Identifizierung nach bisherigen Erkenntnissen feststeht.
Der Fund beendet eine monatelange Suche im Starnberger See. Der 23-Jährige war Mitte Juni beim Baden von einem Boot aus verschwunden, nachdem er nach bisherigen Erkenntnissen nicht mehr zurück ins Boot gelangt war.
Der Einsatz zeigt die besonderen Bedingungen einer Suche unter Wasser. Anders als bei einer Suche an Land können Sichtweite, Tiefe, Wetter, Wellengang und die Größe des Gewässers die Ortung erschweren. Deshalb kamen zunächst unterschiedliche Mittel zum Einsatz: Drohnen, Suchhunde und ein Sonarboot.
Aufwendige Suche unter Wasser
Dass nun ein Taucher einer Spezialfirma eingesetzt wurde, verweist auf die technische und organisatorische Komplexität solcher Bergungen. Die Wasserwacht und die Wasserschutzpolizei übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben von der ersten Rettung über die Suche bis zur Sicherung des Fundorts.
Für die Angehörigen bedeutet die Bergung nach rund vier Monaten Gewissheit über das Schicksal des Studenten. Zugleich bleibt der Vorfall eine Warnung für das Baden von Booten aus: Wer nicht schwimmen kann, gerät schon in kurzer Zeit selbst und gemeinsam mit Helfern in Lebensgefahr. Rettungsversuche im Wasser können weitere Menschen gefährden, wenn die Betroffenen sich gegenseitig festhalten.
Rettung im Wasser birgt Risiken
Die entscheidende Hilfe besteht in solchen Situationen darin, sofort den Notruf zu wählen, den Verunglückten möglichst aus sicherer Distanz zu unterstützen und Rettungsmittel wie Leinen oder Rettungsringe einzusetzen. Unkontrollierte Rettungsversuche ohne ausreichende Schwimm- und Rettungskenntnisse können die Lage verschärfen.
