Starnberger See: Vermisster Student nach 15 Monaten tot geborgen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 16:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSuche und Bergung im Starnberger See
- Ein Taucher holte am Mittwochnachmittag eine Leiche aus der Starnberger Bucht.
- Der 23-Jährige war im Juni 2025 mit zwei Freunden auf einem Boot unterwegs.
- Die Suche nutzte Drohnen, Suchhunde und ein Sonarboot.
Leichenfund beendet Suche nach Studenten
Mehr als ein Jahr nach seinem Verschwinden ist ein vermisster 23-Jähriger tot aus dem Starnberger See geborgen worden. Ein Taucher einer Spezialfirma aus München holte am Mittwochnachmittag eine Leiche aus der Starnberger Bucht, bei der es sich nach bisherigen Erkenntnissen um den vermissten Studenten handelt.
Unglück bei Bootsfahrt im Juni 2025
Der Student war im Juni 2025 mit zwei Freunden auf dem See unterwegs. Die drei sprangen abwechselnd vom Boot ins Wasser.
Nach etwa einer halben Stunde schaffte es der 23-Jährige, der nicht schwimmen konnte, vermutlich nicht mehr zurück ins Boot. Seine beiden Freunde versuchten, ihn zu retten.
Freunde gerieten selbst in Not
Der Untergehende klammerte sich jedoch so stark an die Helfer, dass auch diese in Not gerieten. Sie konnten ihn nicht ins Boot ziehen.
Umfangreiche Suche blieb zunächst erfolglos
Wasserwacht und Wasserschutzpolizei Starnberg suchten nach dem Alarm unter anderem mit Drohnen, Suchhunden und einem Sonarboot nach dem Vermissten.
Die Bergung erfolgte nun durch einen Taucher einer Spezialfirma aus München. Die Polizei teilte mit, dass es sich nach bisherigen Erkenntnissen um den vermissten Studenten handelt.
Der Fund beendet die Suche nach dem Studenten, die im Juni 2025 mit einem umfangreichen Rettungseinsatz begonnen hatte. Nach dem Verschwinden waren Wasserwacht und Wasserschutzpolizei beteiligt; zum Einsatz kamen unter anderem Drohnen, Suchhunde und ein Sonarboot.
Der Fall verdeutlicht die besonderen Gefahren des Starnberger Sees. Auch kurze Distanzen zum Boot können für Nichtschwimmer lebensgefährlich werden, wenn sie nach einem Sprung ins Wasser den Halt oder die Orientierung verlieren. Zugleich erschweren Tiefe, Sichtverhältnisse und wechselnde Bedingungen unter Wasser die Suche nach einer versunkenen Person.
Suche unter schwierigen Bedingungen
Dass nun ein Taucher einer Spezialfirma eingesetzt wurde, zeigt den technischen und organisatorischen Aufwand, den eine Bergung nach langer Zeit erfordern kann. Die Identifizierung soll nach den Angaben der Polizei den bisherigen Erkenntnisstand bestätigen.
Für Angehörige bedeutet der Fund nach mehr als einem Jahr traurige Gewissheit. Für die Ermittlungsbehörden steht nun neben der Identifizierung auch die abschließende Klärung des Unglückshergangs im Mittelpunkt. Die Schilderung der Rettungsversuche zeigt zudem, wie schnell eine Bergung durch ungeschulte Helfer selbst lebensgefährlich werden kann.
