Stanley Park Vancouver, Reise

Stanley Park Vancouver: Der grüne Pazifik-Klassiker neu entdecken

05.06.2026 - 15:13:21 | ad-hoc-news.de

Stanley Park Vancouver ist das grüne Herz von Vancouver in Kanada – zwischen Meer, Bergen und Skyline. Warum dieser Stadtpark deutsche Reisende immer wieder überrascht, zeigt dieser Premium-Guide.

Stanley Park Vancouver, Reise, Wahrzeichen
Stanley Park Vancouver, Reise, Wahrzeichen

Salzige Pazifikluft, das Rufen der Möwen, dazu dichte, dunkelgrüne Wälder und die glitzernde Skyline von Vancouver: Stanley Park Vancouver, auf Deutsch sinngemäß „Stanley-Park“, ist der Ort, an dem Kanadas Westküste ihren ganzen Zauber entfaltet. Nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt öffnet sich eine andere Welt – wild, kühl, lichtdurchflutet.

Stanley Park Vancouver: Das ikonische Wahrzeichen von Vancouver

Stanley Park Vancouver gilt als eine der berühmtesten urbanen Grünanlagen Nordamerikas. Der Stadtpark liegt auf einer Halbinsel direkt angrenzend an die Innenstadt von Vancouver in der Provinz British Columbia in Kanada und ist auf drei Seiten vom Pazifik umgeben. Wer hier entlang der Seawall-Promenade spaziert oder radelt, erlebt ständig wechselnde Panoramen: Containerfrachter in der Bucht von Burrard Inlet, Schneegipfel der North Shore Mountains, die filigranen Bögen der Lions Gate Bridge und immer wieder Blicke zurück auf die gläsernen Hochhäuser der Downtown.

Für deutsche Reisende ist Stanley Park damit ein seltenes Zusammenspiel aus Großstadtflair und fast unberührter Pazifiknatur. Während viele europäische Stadtparks streng gestaltet sind, wirkt Stanley Park Vancouver an vielen Stellen wie ein Stück temperierter Regenwald – mit hohen Douglasien, Western Red Cedars (Riesen-Lebensbäume) und Sitka-Fichten, in denen Grauhörnchen, Waschbären und zahlreiche Vogelarten leben. Gleichzeitig ist der Park hervorragend erschlossen, mit asphaltierten Wegen, Cafés und kulturellen Stationen.

Offizielle Institutionen wie die Stadt Vancouver und Tourism Vancouver präsentieren den Park als zentrales Wahrzeichen und Aushängeschild der Stadt. Reiseverlage wie Merian oder National Geographic Deutschland ordnen Stanley Park regelmäßig unter die schönsten Urban Parks der Welt ein. Das ist kein Zufall: Seit seiner Eröffnung im 19. Jahrhundert verbindet der Park Natur, indigene Kultur, Geschichte und Freizeit auf eine Art, die man in Europa selten findet.

Geschichte und Bedeutung von Stanley Park

Die Geschichte von Stanley Park Vancouver beginnt lange vor der Gründung des Parks. Das Gebiet war über Jahrhunderte Heimat und Nutzland der indigenen Bevölkerungsgruppen der Coast Salish, insbesondere der Musqueam, Squamish und Tsleil-Waututh. Sie fischten hier, sammelten Muscheln und nutzten den Wald als Ressource. Heute erinnern Totempfähle, Informationsschilder und Kooperationen mit indigenen Gemeinschaften an diese Vorgeschichte und machen deutlich, dass Stanley Park ein Ort mit tiefem kulturellem Gedächtnis ist.

Mit der europäischen Besiedlung der Region im 19. Jahrhundert gewann die Halbinsel strategische Bedeutung. Britische und kanadische Militärs nutzten das Gebiet zeitweise, bevor es Ende der 1880er-Jahre offiziell als öffentlicher Park ausgewiesen wurde. Der Park wurde nach Frederick Arthur Stanley benannt, dem damaligen Gouverneur von Kanada und späteren Namensgeber des berühmten Stanley Cup im Eishockey. Damit ist Stanley Park in etwa so alt wie viele große Stadtparks in Europa, wurde aber in einer ganz anderen Landschaft geschaffen – direkt am Pazifik, mit tief eingeschnittenen Buchten und dichtem Küstenwald.

Seit seiner Eröffnung diente der Park als „grüne Lunge“ der wachsenden Stadt. Die Stadt Vancouver wuchs rasant mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn und der Entwicklung des Hafens. Stanley Park blieb dabei weitgehend bewaldet und wurde bewusst als Naturpark erhalten, während andere Flächen urbanisiert wurden. In Deutschland lässt sich das vielleicht am ehesten mit dem Englischen Garten in München vergleichen – allerdings mit stärkerem Schwerpunkt auf ursprünglicher Natur und Meerblick statt Wiesenlandschaften.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Park zu einem Symbol für Lebensqualität in Vancouver. Internationale Medien und Reiseautoren betonen bis heute, dass Vancouver regelmäßig in Rankings der lebenswertesten Städte der Welt auftaucht und Stanley Park dabei eine Schlüsselrolle spielt. Als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung, als touristische Attraktion und als Symbol für die Verbindung von Stadt und Natur.

Mehrfach wurde der Park von Stürmen und Naturereignissen getroffen. Besonders starke Winterstürme haben in der Vergangenheit ganze Baumgruppen zu Fall gebracht und immer wieder großflächige Aufräum- und Wiederaufforstungsaktionen notwendig gemacht. Die Stadtverwaltung und Forstexperten nutzen diese Ereignisse, um ökologische Konzepte weiterzuentwickeln: Es werden heimische Baumarten gepflanzt, Biotope geschützt und Wege so geführt, dass sensible Bereiche geschont werden. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist dies ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie eine moderne Stadt mit einem historischen Park nachhaltig umgeht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn Stanley Park Vancouver vor allem für seine Natur bekannt ist, gibt es im Park selbst zahlreiche architektonische und künstlerische Highlights. Eine der ikonischsten Strukturen ist die Seawall, eine kilometerlange Uferpromenade aus Mauerwerk und Asphalt, die den Park nahezu vollständig umrundet. Sie wurde über Jahrzehnte abschnittsweise gebaut und immer wieder erweitert. Heute ist sie eine der meistgenutzten Lauf- und Radstrecken Kanadas – ideal, um in wenigen Stunden viele verschiedene Perspektiven des Parks zu erleben.

Am Brockton Point im Osten des Parks stehen die berühmten Totempfähle, die zu den meistfotografierten Motiven in Vancouver zählen. Es handelt sich um eine Sammlung von Totempfählen, die von Künstlerinnen und Künstlern verschiedener First Nations geschnitzt wurden. Sie erzählen Geschichten von Clans, Tieren, Sagenfiguren und historischen Ereignissen. Informationstafeln erklären symbolische Elemente und Ursprungsgemeinschaften – für deutsche Besucher ist dies oft der erste direkte Kontakt mit der Bildsprache der indigenen Kulturen an der Westküste Nordamerikas.

Nahebei befindet sich der Brockton Point Lighthouse, ein kleiner, weißer Leuchtturm mit roter Zierbinde, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Navigationshilfe für Schiffe dient, die in den Hafen von Vancouver einlaufen. Architektonisch ist er schlicht, aber seine Lage direkt an der Seawall mit Blick auf die Lions Gate Bridge macht ihn zu einem beliebten Fotomotiv. Hier wird besonders deutlich, wie nah sich in Stanley Park maritime Infrastruktur, Freizeitnutzung und Natur kommen.

Ein weiteres markantes Bauwerk ist die Lions Gate Bridge, die zwar offiziell nicht Teil des Parks ist, aber den nördlichen Zugang über den Burrard Inlet markiert. Die Hängebrücke verbindet den Park und die Innenstadt mit den nördlichen Stadtteilen und dem Vorort West Vancouver. Aus Perspektive des Parks bildet sie einen spektakulären Rahmen, gerade bei Sonnenuntergang, wenn die Fahrbahnbeleuchtung und die Skyline gleichzeitig aufleuchten.

Im Inneren von Stanley Park liegen mehrere Seen und Wasserflächen, darunter Lost Lagoon am Rand der Innenstadt und der kleinere Beaver Lake im zentralen Waldgebiet. Rund um Lost Lagoon führen Spazierwege, auf denen sich Wasservögel beobachten lassen. Beaver Lake wirkt deutlich wilder – mit Seerosen, dichtem Unterholz und einem eher naturbelassenen Charakter. Beide Gewässer sind wichtige Lebensräume für Vögel und Amphibien und werden von der Stadtverwaltung als ökologische Schwerpunkte gepflegt.

Kulturell spielt auch das Vancouver Aquarium eine große Rolle, das sich im Nordosten des Parks befindet. Es ist eine der bekanntesten Einrichtungen Kanadas für Meereskunde und Umweltbildung. Das Aquarium arbeitet mit Forschungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen zusammen und informiert über die Ökosysteme des Nordpazifiks, vom Küstenkaltwasser bis zu hocharktischen Regionen. Für Reisende aus Deutschland, die mit Kindern unterwegs sind oder sich für Meeresbiologie interessieren, ist das Aquarium ein wichtiger Baustein für einen längeren Parkaufenthalt.

Über den Park verteilt finden sich außerdem Skulpturen, Gedenktafeln und Denkmäler, die an historische Persönlichkeiten, Ereignisse und die Entwicklung Vancouvers erinnern. Dazu zählen Denkmäler für Entdecker, Kriegsgefallene und lokale Pioniere. Die Stadt Vancouver stellt auf ihren Informationsseiten Karten und Beschreibungen dieser Punkte bereit, sodass individuelle Themenrouten möglich sind – von militärischer Geschichte über indigene Kunst bis zu Naturerlebnissen.

Stanley Park Vancouver besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise aus Deutschland: Stanley Park Vancouver liegt direkt westlich der Innenstadt von Vancouver auf einer Halbinsel, die sich in den Pazifik schiebt. Vom zentralen Geschäftsviertel (Downtown) aus erreicht man die Parkeingänge in der Regel in 10 bis 20 Minuten zu Fuß, abhängig von der Lage des Hotels. Aus Deutschland führt der klassische Weg zunächst nach Vancouver International Airport (YVR). Es gibt immer wieder saisonale oder zeitweise Direktflüge ab großen deutschen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München; in vielen Fällen erfolgt der Flug jedoch über kanadische oder US-amerikanische Umsteigepunkte. Die reine Flugzeit auf der Nordatlantikroute liegt grob im Bereich von 10 bis 11 Stunden, exklusive Umstiegszeiten. Vom Flughafen gelangt man mit der Stadtbahn Canada Line in etwa 25 bis 30 Minuten nach Downtown; von dort ist der Park entweder zu Fuß, mit dem Bus, dem Fahrrad oder per Taxi in wenigen Minuten erreichbar.
  • Fortbewegung im Park: Innerhalb von Stanley Park verkehren öffentliche Busse der Stadt Vancouver, zudem gibt es mehrere Parkplätze für Autos entlang der Parkstraßen. Viele Besucherinnen und Besucher wählen jedoch das Fahrrad oder die eigenen Füße. Entlang der Seawall ist die Richtung für Radfahrende und Inlineskater in der Regel als Einbahnstrecke vorgegeben, um Konflikte zu vermeiden. Wer den Park zu Fuß umrunden möchte, sollte je nach Tempo und Fotostopps mehrere Stunden einplanen; per Fahrrad lässt sich die Strecke deutlich schneller bewältigen.
  • Öffnungszeiten: Stanley Park Vancouver ist als öffentlicher Stadtpark grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Die Zufahrtsstraßen, Parkplätze und einzelne Einrichtungen können allerdings je nach Saison, Witterung oder Veranstaltungen unterschiedliche Zeiten haben. Das gilt insbesondere für das Vancouver Aquarium, Restaurants, Cafés, Teestuben sowie saisonale Angebote wie Fahrradverleih. Da sich Öffnungszeiten ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Informationsseiten der Stadt Vancouver oder von Tourism Vancouver sowie – bei speziellen Einrichtungen – auf die Webseiten der jeweiligen Betreiber.
  • Eintritt und Kosten: Der Zugang zu Stanley Park selbst ist kostenfrei. Für bestimmte Attraktionen im Park wird jedoch Eintritt erhoben, etwa für das Vancouver Aquarium oder bei speziellen Veranstaltungen. Die Preise sind in kanadischen Dollar (CAD) ausgewiesen; zur Orientierung können sie überschlägig in Euro umgerechnet werden. Da Eintrittspreise und Wechselkurse schwanken, sollten aktuelle Angaben direkt bei den offiziellen Stellen überprüft werden. Für Parkplätze im Park und einzelne Freizeitangebote können ebenfalls Gebühren anfallen.
  • Beste Reisezeit: Vancouver liegt in einer gemäßigten, maritim geprägten Klimazone mit milden Wintern und vergleichsweise kühlen, oft angenehmen Sommern. Für Besuche in Stanley Park bieten sich vor allem späte Frühjahrs- und Sommermonate sowie der frühe Herbst an. Von Mai bis September ist die Wahrscheinlichkeit für längere trockene Phasen höher, die Temperaturen sind oft ideal für Aktivitäten im Freien. Im Winter kann es häufiger regnen, der Park wirkt dann besonders mystisch, mit Nebel über dem Wasser und tiefgrünen, feuchten Wäldern. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, plant Parkbesuche möglichst früh am Morgen oder in den Abendstunden; Kreuzfahrtsaison und Ferienzeiten können zu höherem Andrang führen.
  • Klima und Kleidung: Trotz der südlicheren Lage im Vergleich zu vielen deutschen Städten kann sich das Wetter an Kanadas Pazifikküste rasch ändern. Eine leichte, wasserabweisende Jacke, bequeme, wetterfeste Schuhe und ein „Zwiebelprinzip“ aus mehreren Schichten sind daher empfehlenswert. Selbst im Sommer können Brisen vom Meer frisch sein, insbesondere entlang der Seawall. Im Herbst und Winter kommt hinzu, dass Wege teilweise nass und rutschig sein können.
  • Sprache und Verständigung: Kanada ist offiziell zweisprachig (Englisch und Französisch), in Vancouver dominiert jedoch klar Englisch. In touristischen Bereichen rund um Stanley Park sind Englischkenntnisse auf hohem Niveau weit verbreitet. Deutschsprachige Informationen gibt es punktuell in Broschüren von Reiseveranstaltern oder Tourismusorganisationen, in der Beschilderung vor Ort dominiert Englisch. Mit guten Englischgrundkenntnissen lassen sich jedoch alle relevanten Informationen zu Routen, Sicherheit und Einrichtungen problemlos erschließen.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Vancouver, auch rund um Stanley Park, ist bargeldloses Zahlen sehr üblich. Kreditkarten werden in Restaurants, Cafés, Hotels, Fahrradverleihen und bei vielen Attraktionen standardmäßig akzeptiert; auch mobile Bezahldienste sind verbreitet. Bargeld in kanadischen Dollar ist dennoch sinnvoll, etwa für kleine Imbissstände oder Trinkgeld. Die Trinkgeldkultur ähnelt der in den USA: In der Gastronomie sind 15 bis 20 Prozent üblich, je nach Service und Rechnungshöhe. Bei Kleindienstleistungen wie Taxifahrten oder Cafébesuchen wird häufig aufgerundet oder ein kleiner Betrag als Dankeschön gegeben.
  • Sicherheit und Verhalten: Stanley Park gilt generell als sicher, auch tagsüber und am frühen Abend. Wie in jedem großen Stadtpark ist jedoch eine übliche Aufmerksamkeit angebracht, insbesondere bei abgelegenen Wegen oder in der Dunkelheit. Die Stadt Vancouver und lokale Behörden geben regelmäßig Hinweise zu Wildtieren, etwa Waschbären oder gelegentlichen Coyoten-Sichtungen, und empfehlen, Tiere nicht zu füttern und Abstand zu halten. Auf Informationstafeln und den Webseiten der Stadt finden sich entsprechende Verhaltensregeln, die auch aus Sicht des Naturschutzes wichtig sind.
  • Fotografie und Drohnen: Fotografieren ist im Park für private Zwecke weitgehend problemlos. Besonders beliebte Motive sind die Totempfähle, Ausblicke auf die Skyline und die Lions Gate Bridge sowie Sonnenuntergänge entlang der Seawall. Bei kommerzieller Nutzung oder beim Einsatz von Drohnen sind gesonderte Regeln zu beachten. In Kanada unterliegt das Fliegen von Drohnen strengen Regularien; im Umfeld von Stanley Park kann es zusätzliche Einschränkungen geben. Wer hierauf Wert legt, sollte sich vorab bei Transport Canada und der Stadt Vancouver über die aktuelle Rechtslage informieren.
  • Einreisebestimmungen: Für Reisen nach Kanada gelten für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger spezifische Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Für viele Flugreisen ist eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) notwendig, außerdem gelten Passbestimmungen. Da sich Regularien und Sicherheitslagen weiterentwickeln, sollten Reisende die jeweils aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts auf auswaertiges-amt.de sowie Informationen der kanadischen Behörden vor Reiseantritt sorgfältig prüfen.
  • Zeitzone: Vancouver liegt in der Pacific Time Zone. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt in der Regel minus neun Stunden gegenüber MEZ, während der europäischen Sommerzeit minus neun bzw. – abhängig von Umstellungszeitpunkten – kurzzeitig abweichend. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland Mittag ist, ist es in Vancouver früher Morgen. Für die Planung von Ankunft, Jetlag und Telefonaten nach Hause lohnt sich ein genauer Blick in die aktuelle Zeitumstellungssituation.

Warum Stanley Park auf jede Vancouver-Reise gehört

Stanley Park Vancouver ist mehr als ein Stadtpark – er ist das emotionale Zentrum der Stadt. Wer aus Deutschland anreist und oft einen langen Flug hinter sich hat, findet hier den idealen Einstieg, um die Westküste Kanadas zu „lesen“: Man spürt das feuchte, salzige Klima, hört die Geräusche des Hafens und sieht, wie eng Natur und Stadt miteinander verwoben sind. Zwischen uralten Bäumen und modernen Radwegen wird klar, warum Vancouver international als Modell für nachhaltige urbane Entwicklung gilt.

Für viele Reisende wird der erste Spaziergang entlang der Seawall zum Moment, in dem sich Jetlag und Anreise-Stress auflösen. Die Perspektive wechselt ständig: Mal dominiert die wilde Küstenlinie mit Treibholz und Felsabbrüchen, dann wieder die hochaufragende Skyline mit Glasfassaden und reflektiertem Sonnenlicht. Im Hintergrund ragen schneebedeckte Berge auf, während Frachtschiffe langsam in den Hafen einlaufen. Diese Gleichzeitigkeit von Wirtschaft, Natur und Freizeit erlebt man in dieser Form nur selten.

Wer tiefer eintauchen möchte, kombiniert mehrere Facetten des Parks in einem Tag: Spaziergänge durch den alten Küstenwald, einen Besuch der Totempfähle mit ihren Geschichten der First Nations, eine Pause am Wasser mit Blick auf die Lions Gate Bridge und anschließend ein Abstecher ins Vancouver Aquarium. Für sportlich Interessierte gibt es Lauf- und Radstrecken, Tennisplätze und Rasenflächen, auf denen spontan Frisbee oder andere Spiele entstehen. Familien finden Spielplätze, Picknickwiesen und ruhige Wege abseits der großen Achsen.

In der Nähe des Parks liegen weitere Attraktionen, die sich gut zu einem Tagesprogramm verbinden lassen, etwa der Hafenbereich von Coal Harbour, das lebendige Viertel West End oder die Halbinsel Granville Island mit ihren Märkten und Kunsthandwerksläden, erreichbar per Boot oder öffentlichem Verkehr. So entsteht eine vielseitige Städtereise, in der Stanley Park häufig der ruhigste, aber eindringlichste Teil ist.

Aus Sicht von Reisenden aus Deutschland und der DACH-Region bietet Stanley Park auch einen interessanten Vergleich mit heimischen Naturräumen. Wer etwa den Schwarzwald, das Allgäu oder die Alpen kennt, wird viele Unterschiede und doch einige vertraute Elemente entdecken: Nadelwälder, klare Luft, Wandermöglichkeiten – aber in direkter Verbindung mit Pazifikbuchten, Dockanlagen und modernster Architektur. Diese Kombination macht den Park zu einem Ziel, das auch für erfahrene Weltreisende noch Neues bereithält.

Hinzu kommt die symbolische Bedeutung des Parks für Vancouver selbst. Lokale Medien berichten regelmäßig über Debatten rund um Naturschutz, Verkehrsführung, indigene Rechte und kulturelle Nutzung des Parks. Damit ist Stanley Park auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Diskussionen in Kanada – etwa zu Versöhnung mit indigener Bevölkerung, Klimawandelanpassung oder urbaner Mobilität. Ein Besuch wird so im besten Fall zu einer kleinen Einführung in aktuelle Themen des Landes.

Stanley Park Vancouver in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist Stanley Park Vancouver längst ein wiederkehrendes Motiv: Unter Hashtags wie #stanleypark oder #vancouver tauchen das ganze Jahr über Bilder und Videos von Sonnenuntergängen, Nebelstimmungen, Radfahrten entlang der Seawall oder Begegnungen mit Wildtieren auf. Influencer und Reisefotografen nutzen den Park als Bühne, Einheimische dokumentieren ihren Alltag zwischen Joggingrunde und Picknick. Für deutsche Reisende können diese Eindrücke eine gute Inspiration für eigene Routen, Fotoideen und die Wahl der Tageszeit für einen Besuch sein.

Häufige Fragen zu Stanley Park Vancouver

Wo liegt Stanley Park Vancouver genau?

Stanley Park befindet sich unmittelbar westlich der Innenstadt von Vancouver in der Provinz British Columbia in Kanada. Der Park liegt auf einer Halbinsel, die in den Pazifik hineinragt und von den Gewässern Burrard Inlet und English Bay umgeben ist. Von vielen Hotels in Downtown aus lässt sich der Park bequem zu Fuß erreichen.

Wie viel Zeit sollte man für Stanley Park einplanen?

Für einen ersten Eindruck reicht ein halber Tag, insbesondere wenn man entlang der Seawall spaziert oder fährt und einen Stopp bei den Totempfählen einlegt. Wer zusätzlich den Wald im Inneren erkunden, Seen wie Lost Lagoon oder Beaver Lake besuchen und vielleicht das Vancouver Aquarium einplanen möchte, sollte eher einen ganzen Tag oder mehrere kürzere Besuche einplanen.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Park?

Zu den bekanntesten Punkten gehören die Seawall mit ihren Ausblicken auf Hafen und Skyline, die Totempfähle am Brockton Point, das Vancouver Aquarium, der Brockton Point Lighthouse, die Fernblicke auf die Lions Gate Bridge sowie die Seen Lost Lagoon und Beaver Lake. Hinzu kommen Aussichtspunkte an der English Bay und verschiedene Gedenkstätten und Skulpturen.

Ist der Besuch von Stanley Park kostenpflichtig?

Der Zugang zum Park selbst ist kostenfrei. Kosten können für Parkplätze, bestimmte Einrichtungen wie das Vancouver Aquarium oder geführte Touren entstehen. Die Preise werden in der Regel in kanadischen Dollar ausgewiesen und können sich ändern, weshalb ein kurzer Blick auf die aktuellen Angaben der Betreiber empfehlenswert ist.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten für eine Reise nach Stanley Park?

Angenehm für längere Aufenthalte im Freien sind vor allem die Monate von späten Frühling bis in den frühen Herbst, wenn die Niederschläge tendenziell geringer sind und die Temperaturen mild bleiben. Im Sommer wirkt der Park besonders lebendig und ist ideal für Radtouren und Picknicks. Im Herbst und Winter sorgt häufigerer Regen für eine eindrucksvolle, neblige Stimmung, die sich vor allem für ruhige Spaziergänge und Naturfotografie anbietet.

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