Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Ricarda Lang witzelt über Söder: «Nürnberger Würstchen»

31.01.2026 - 21:01:56

Spott gehört dazu im Karneval, das hat sich wohl auch Ricarda Lang gedacht. Bei einer Rede in Aachen nimmt sie sich Markus Söder vor – und erinnert an einen umstrittenen Spruch zu Dorothee Bär.

  • Ricarda Lang hat sich in einer Karnevalsrede CSU-Chef Markus Söder vorgenommen. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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  • Dorothee Bär sollte am Abend den Orden wider den tierischen Ernst erhalten. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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Ricarda Lang hat sich in einer Karnevalsrede CSU-Chef Markus Söder vorgenommen. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpaDorothee Bär sollte am Abend den Orden wider den tierischen Ernst erhalten. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang hat einen Auftritt im Karneval für Sticheleien gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) genutzt. Bei der Verleihung zum Orden wider den tierischen Ernst in Aachen - einer traditionsreichen Karnevalssitzung - sprach die 32-Jährige unter anderem vom «Nürnberger Würstchen mit der Lizenz zum Tröten, Markus Söder». «Der fränkische Fleischsommelier ist das beste Beispiel dafür, dass auch groß gewachsene Männer am Napoleon-Komplex leiden», sagte Lang, als sie bei ihrer Rede auf den CSU-Vorsitzenden zu sprechen kam. 

Bei der Verleihung zum Orden wider den tierischen Ernst treten regelmäßig Politiker auf und halten Karnevalsreden. Am Ende des Abends wird eine neue sogenannte Ordensritterin oder ein neuer Ordensritter ausgezeichnet. In diesem Jahr geht die Ehrung an Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU).

Bär war auch der Anlass für Langs Bemerkung über Söder. «Liebe Doro Bär, ich sehe überhaupt gar keinen Anlass, irgendwas Fieses zu deiner Person zu sagen, denn den Job erledigt ja auch schon ein anderer», erklärte Lang. Dann erinnerte sie an eine Situation auf einem CSU-Parteitag im Dezember. Söder hatte dort gesagt: «Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön.» Vielfach wurden die Bemerkungen als demütigend oder fies interpretiert.

Bär hatte die Debatte um die Worte des CSU-Parteichefs danach allerdings als übertrieben dargestellt. «Ich wusste schon, während er es gesagt hat, dass er es nicht so meint», hatte sie der «Süddeutschen Zeitung» gesagt. «Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut.»

@ dpa.de

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