Spektakuläres Oktoberfest-Vorfall: Fahrgeschäft lässt Besucher fünf Minuten kopfüber hängen
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 08:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mehrere Besucher eines Fahrgeschäfts auf dem Oktoberfest in München haben am Eröffnungstag rund fünf Minuten lang kopfüber in ihren Sitzen ausharren müssen.
Vorfall in Fahrgeschäft am Samstagabend
Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben der Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz am Samstagabend auf dem Gelände der Theresienwiese. Vor allem Jugendliche klagten nach der Fahrt über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Die Sanitäter untersuchten die Betroffenen direkt vor Ort.
Nach kurzer medizinischer Kontrolle konnten alle Besucher des Fahrgeschäfts wieder auf das Festgelände zurückkehren. Schwerwiegende Verletzungen wurden nicht bekannt. Die Ursache für das minutenlange Kopfüber-Hängen war zunächst unklar.
Hohe Zahl behandelter Patienten am ersten Wiesn-Tag
Am Abend des Eröffnungstages meldeten die Wiesn-Sanitäter zudem, dass die 600er-Marke an versorgten Patienten fast erreicht worden sei. Der erste Festtag war damit von zahlreichen Einsätzen geprägt, bei denen unterschiedliche Beschwerden und Verletzungen behandelt wurden.
Das 191. Oktoberfest hatte bereits am Samstagmorgen begonnen. Viele Gäste warteten noch vor Sonnenaufgang an den Eingängen, um sich einen Platz in den Bierzelten zu sichern.
Anstich und Besucherandrang zum Start der Wiesn
Nach dem Öffnen der Eingänge kurz nach 9.00 Uhr strömten die Besucher im Laufschritt auf das Gelände, um möglichst früh in die Zelte zu gelangen. Der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause absolvierte seinen ersten Oktoberfest-Anstich im Schützen-Festzelt mit zwei Schlägen auf das Fass.
Mit dem gelungenen Anstich und dem starken Andrang zum Auftakt ist die 191. Wiesn offiziell gestartet, begleitet von intensiven Sicherheits- und Sanitätsdiensten, die auch beim Zwischenfall im Fahrgeschäft rasch zur Stelle waren.
Sicherheitsvorkehrungen auf der Wiesn
Der Vorfall mit dem Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest zeigt, wie stark Großveranstaltungen von eingespielten Sicherheits- und Rettungsstrukturen abhängen. Dass die betroffenen Besucher nach kurzer Untersuchung wieder auf das Festgelände zurückkehren konnten, deutet auf eine funktionierende Erste-Hilfe-Kette und eine hohe Präsenz medizinischer Dienste auf der Theresienwiese hin. Üblicherweise werden Fahrgeschäfte regelmäßig technisch überprüft, dennoch lässt sich eine Störung nie vollständig ausschließen. Die unklare Ursache des Zwischenfalls dürfte nun Anlass für interne Prüfungen der Betreiber und Aufsichtsbehörden sein.
Belastung für medizinische Dienste
Die nahezu erreichte Marke von 600 versorgten Patienten am Eröffnungstag verdeutlicht die hohe Einsatzdichte für die Wiesn-Sanitäter. Typische Gründe für Behandlungen reichen von Kreislaufproblemen durch Alkohol, Hitze oder Menschenmengen bis zu kleineren Verletzungen in Zelten und auf Wegen. Der aktuelle Fall reiht sich in dieses Spektrum ein, hebt sich jedoch durch die besondere Situation des kopfüber Ausharrens ab. Solche Lagen erfordern rasches koordiniertes Handeln zwischen Fahrgeschäftbetreiber, Sicherheitspersonal und Sanitätsdiensten, um gesundheitliche Risiken zu begrenzen.
Bedeutung für Besucherinnen und Besucher
Für Gäste des Oktoberfests macht der Zwischenfall deutlich, dass auch spektakuläre Fahrgeschäfte nicht frei von Risiken sind, selbst wenn sie zugelassen und kontrolliert werden. Gleichzeitig unterstreicht er, dass medizinische Hilfe direkt auf dem Festgelände verfügbar ist und Erkrankte meist schnell versorgt werden. Besucher sollten auf ihre eigene körperliche Belastbarkeit achten, insbesondere Jugendliche und Menschen mit Vorerkrankungen, und bei Beschwerden lieber frühzeitig die Sanitätsstellen aufsuchen. Insgesamt bleibt das Oktoberfest eine stark regulierte Großveranstaltung, bei der einzelne Zwischenfälle ernst genommen und sicherheitsrelevante Abläufe kontinuierlich angepasst werden.
