Stein im Aargau, Rhein

Rhein bei Stein: Polizei findet Säcke mit Leichenteilen

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 12:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Schweizer Polizei ermittelt nach dem Fund mehrerer Säcke mit Teilen einer männlichen Leiche wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts. Die Identität des Mannes und die Hintergründe sind noch offen; gesucht werden Zeugen.

Ermittlungen am Aargauer Rheinufer

  • Drei Männer entdeckten am Sonntag in Stein einen Sack mit einem menschlichen Bein.
  • Die Schweizer Polizei fand bei der Suche mit Boot und Tauchern weitere Säcke mit Leichenteilen.
  • Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau bittet um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen am Rheinufer.
Die Polizei bittet um Hinweise von Augenzeugen. (Archivbild) - Bild: Andreas Becker/KEYSTONE/dpa

Leichenteile im Rhein bei Stein entdeckt

Nahe der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz sind mehrere Säcke mit Teilen einer männlichen Leiche im Rhein entdeckt worden. Schweizer Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie die Polizei des Kantons Aargau am Montag mitteilte.

Erster Fund am Rheinufer

Am Vortag hatten drei Männer am Ufer in der Schweizer Gemeinde Stein einen Sack im Wasser bemerkt und an Land gezogen. Darin fanden sie ein menschliches Bein.

Der Fundort liegt gegenüber von Bad Säckingen am deutschen Rheinufer. Die Schweizer Polizei suchte den Fluss anschließend mit einem Boot und Tauchern ab.

Weitere Säcke im Wasser entdeckt

Bei der Suche fanden die Einsatzkräfte weitere Säcke mit Leichenteilen. Die Identität des Mannes sei noch nicht abschließend geklärt, teilte die Polizei mit.

Ein Polizeisprecher sagte der Schweizer Zeitung «Blick», der Tote habe einen Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim gehabt. Ob er dort auch wohnte, könne noch nicht bestätigt werden.

Polizei sucht Augenzeugen

Zu dem möglichen Täter und den Umständen der mutmaßlichen Tötung werde weiter ermittelt. Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau sucht Augenzeugen, die am Rheinufer oder an anderer Stelle etwas Verdächtiges beobachtet haben.

Der Fundort liegt im Kanton Aargau unmittelbar an der Schweizer Grenze zu Baden-Württemberg. Der Rhein bildet dort eine internationale Grenze; Ermittlungen können deshalb Beobachtungen und mögliche Spuren auf beiden Uferseiten betreffen.

Die Entdeckung mehrerer Säcke nach dem ersten Hinweis zeigt, dass die Polizei den betreffenden Flussabschnitt systematisch mit Boot und Tauchern absuchte. Für die weitere Aufklärung stehen zunächst die Identifizierung des Toten, die rechtsmedizinische Untersuchung und die Rekonstruktion des Ablageorts im Mittelpunkt.

Grenzüberschreitende Ermittlungen

Der deutsche Ort Bad Säckingen liegt dem Schweizer Fundort gegenüber. Für Anwohner, Spaziergänger und andere Personen mit Beobachtungen am Rhein ist deshalb die Zeugensuche besonders relevant. Die Polizei richtet ihre Bitte ausdrücklich auch an Menschen, die an anderer Stelle verdächtige Vorgänge bemerkt haben.

Mit der Identität des Mannes könnten sich Hinweise auf sein persönliches Umfeld, mögliche Aufenthaltsorte und den Zeitraum seines Todes ergeben. Der in der Meldung genannte mögliche Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim ist dabei ein Ermittlungsansatz; eine dortige Unterbringung ist bislang nicht bestätigt. Täter, Motiv und genaue Umstände der mutmaßlichen Tötung sind offen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SWR: „Zerstückelte Leiche im Rhein entdeckt“ (26.10.2026)

Der Bericht bestätige den Fund eines Beins in einem Sack und die anschließende Suche nach weiteren Leichenteilen. Er setze den Schwerpunkt auf die weiterhin ungeklärte Identität, die rechtsmedizinische Untersuchung und den Zeugenaufruf.

Tagesschau: „Baden-Württemberg Zerstückelte Leiche im Rhein entdeckt“ (26.10.2026)

Der Beitrag ordne den Fund als Hinweis auf ein Gewaltverbrechen ein und hebe die Lage gegenüber dem deutschen Rheinufer bei Bad Säckingen hervor. Wie beim SWR blieben Identität, Tatort und Verantwortlicher offen.

Beide Beiträge bestätigten den Fund und die laufende Suche nach Zeugen. Unterschiede lägen vor allem in der Gewichtung: Der SWR betone die rechtsmedizinische Klärung, während die Tagesschau die grenznahe Lage hervorhebe.

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