Reisebus kippt auf A96 bei Buchloe um: Zwei Tote und mehrere Verletzte
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 08:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Auf der A96 bei Buchloe im Ostallgäu ist am frühen Sonntagmorgen ein Reisebus umgekippt; zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.
Unfall bei Buchloe-Ost
Der tödliche Unfall ereignete sich nach Angaben eines Polizeisprechers kurz nach 6.00 Uhr auf der Autobahn bei der Anschlussstelle Buchloe-Ost. Die Polizei bestätigte die Angaben der Deutschen Presse-Agentur.
Zu diesem Zeitpunkt konnte der Polizeisprecher noch keine weiteren Angaben zur Zahl der Verletzten und zum Grad ihrer Verletzungen machen. Auch war zunächst offen, ob es sich bei den beiden Toten um Fahrgäste des Busses handelt.
Ermittlungen zum Unfallhergang
Die schwäbische Stadt Buchloe liegt im Ostallgäu direkt an der A96, die München mit Memmingen verbindet. Der genaue Ablauf des Unfalls war zunächst nicht bekannt.
Weitere schwere Busunfälle
Schwere Reisebusunfälle hatten zuletzt auch außerhalb Deutschlands für Aufsehen gesorgt. Bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz starben nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden fünf Menschen; drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt.
Der Bus war gegen eine Leitplanke geprallt, von der Straße abgekommen und auf der Seite liegen geblieben. Die Unfallstelle lag an der Ausfahrt einer rund 200 Meter langen Baustelle.
30 Verletzte bei Unfall auf der A3
Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau im Landkreis Regensburg waren am 6. September 30 Menschen verletzt worden. 15 von ihnen saßen in einem Reisebus und erlitten leichte Verletzungen.
Nach Polizeiangaben war ein Wagen im stockenden Verkehr auf den Reisebus und ein weiteres Fahrzeug aufgefahren.
Schwerer Einsatz auf wichtiger Verkehrsachse
Die A96 verbindet den Großraum München mit dem Bodenseeraum und führt über das Allgäu weiter in Richtung Memmingen. Ein schwerer Unfall bei Buchloe kann deshalb neben der unmittelbaren Rettung auch den überregionalen Verkehr beeinträchtigen. Für Autofahrer sind Sperrungen und Rückstaus auf der Autobahn besonders relevant, weil Ausweichstrecken schnell zusätzliche Belastungen aufnehmen.
Beim Umkippen eines Reisebusses können viele Menschen gleichzeitig betroffen sein. Für die Einsatzkräfte kommt erschwerend hinzu, dass zunächst die Zahl der Insassen, deren Aufenthaltsort im Fahrzeug und das Ausmaß der Verletzungen geklärt werden müssen. Bis diese Informationen vorliegen, bleibt die Lageeinschätzung naturgemäß vorläufig.
Ursache und weitere Angaben offen
Die Polizei muss nun den Unfallhergang rekonstruieren und klären, warum der Bus umkippte. Dazu gehören unter anderem die Auswertung von Spuren, Zeugenaussagen und technischen Befunden. Auch die Identität der beiden Todesopfer sowie die genaue Zahl und der Schweregrad der Verletzungen sind für die weitere Berichterstattung entscheidend.
Für Reisende und Angehörige stehen zunächst medizinische Versorgung, Betreuung und die Information über den Verbleib der Insassen im Vordergrund. Erst nach Abschluss der ersten Ermittlungen lässt sich beurteilen, ob Verkehrs- oder Fahrzeugbedingungen eine Rolle spielten.
