Frankreich, Notfall

Mann zieht Messer in Paris - Polizist schießt ihn an

14.11.2025 - 17:15:19

Panik in einem Pariser Bahnhof: Ein Mann zieht bei einem Polizeieinsatz plötzlich ein Messer, und ein Beamter schießt. Was hinter dem dramatischen Einsatz steckt.

Die Polizei hat im Pariser Fernbahnhof Montparnasse einen Mann niedergeschossen, der mit einem Messer hantiert hat. Im Zuge von Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt hätten Beamte auf den mit einem Zug aus Rennes kommenden 44-Jährigen gewartet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Als der Mann bei seiner Ankunft ein Messer gezogen habe, habe ein Beamter der Bahnpolizei ihn ins Bein geschossen.

Anschließend habe der Mann sich mit dem Messer in den Hals gestochen. Er sei schnell von Rettungskräften versorgt worden. Ein unbeteiligter 53-Jähriger sei durch einen Schuss am Fuß verletzt worden. Auch er wurde von den Rettungskräften versorgt.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde gegen den 44-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Mordversuchs an Polizeibeamten eingeleitet. Außerdem leitete die nationale Polizeiaufsichtsbehörde Ermittlungen wegen des Schusswaffeneinsatzes durch den Polizisten ein.

Panik und Verspätungen im Bahnhof

Nach Angaben der Staatsbahn SNCF wurde der im Wochenend- und Berufsverkehr stark frequentierte Bahnhof teilweise evakuiert. Es gebe Verspätungen von über einer Stunde, der Verkehr werde sich aber bis zum Abend wieder normalisieren. Wie der Sender BFMTV berichtete, brach im Bahnhof nach dem Polizeieinsatz Panik aus. Menschen seien hektisch weggerannt, berichtete ein Augenzeuge.

Messerattacken in den Pariser Bahnhöfen sind keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu entsprechenden Vorfällen, zumeist haben sie aber keinen terroristischen Hintergrund. Da die Sorge vor Terror in Frankreich allerdings unverändert hoch ist, reagiert die Polizei auf Bedrohungslagen in Bahnhöfen schnell und konsequent und greift dabei auch zur Schusswaffe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Frau von Crans-Montana-Barbetreiber muss Pass abgeben. Welche Auflagen das Gericht noch verhängt hat. Nach dem Feuer in Crans-Montana: Die Frau des Barbetreibers muss sich nun täglich bei der Polizei melden und darf die Schweiz nicht verlassen. (Unterhaltung, 13.01.2026 - 17:13) weiterlesen...

Empörung über Karikatur zu tödlichem Brand in der Schweiz Strafanzeige in der Schweiz, wütende Kommentare im Netz: Eine satirische Zeichnung zur Brandkatastrophe in Crans-Montana hat heftige Reaktionen ausgelöst. (Unterhaltung, 13.01.2026 - 13:37) weiterlesen...

Barbetreiber von Crans-Montana ist in Untersuchungshaft. Was der Barbesitzer tun muss, um wieder auf freien Fuß zu kommen. Die Haft soll sicherstellen, dass die Ermittlungen ordnungsgemäß durchgeführt werden können, sagt das Gericht. (Unterhaltung, 12.01.2026 - 13:52) weiterlesen...

Lawinen in den Alpen - vier Skifahrer sterben. In Österreich stirbt eine Frau, zwei Deutsche werden verletzt. Die Gefahr bleibt hoch. In den Savoyen in Frankreich fordern Lawinen an diesem Wochenende erneut Todesopfer. (Unterhaltung, 11.01.2026 - 22:14) weiterlesen...

Lawinen in französischen Alpen - drei Skifahrer sterben. In Österreich gibt es Verletzte. Die Gefahr bleibt hoch. In den Savoyen in Frankreich fordern Lawinen an diesem Wochenende erneut Todesopfer. (Unterhaltung, 11.01.2026 - 19:06) weiterlesen...

Lawinen in französischen Alpen - zwei Skifahrer sterben. In Österreich gibt es Verletzte. Die Gefahr bleibt hoch. In den Savoyen in Frankreich fordern Lawinen an diesem Wochenende erneut Todesopfer. (Unterhaltung, 11.01.2026 - 18:02) weiterlesen...